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Handheld in der Krise  

Keine neuen Spiele: Sony lässt die Playstation Vita austrocknen

27.10.2015, 10:40 Uhr | jr / ta

Keine neuen Spiele: Sony lässt die Playstation Vita austrocknen. PS Vita: Der Lebenszyklus des Handhelds scheint langsam zu Ende zugehen. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. (Quelle: Sony)

Aktuell entwicklet Sony keine eigenen Spiele für die PS Vita, sondern überlässt die Spiele-Versorgung Independent- und Third-Party-Studios. (Quelle: Sony)

Besonders heiß geliebt hat Sony die mobile Spielkonsole PS Vita nie. Schon zum Launch (Dezember 2011 in Japan / Februar 2012 in Europa und den USA) gab es nur eine Handvoll Games. Echte Hits wie Tearaway waren eine Seltenheit. Jetzt haben sich die Aussichten für einen längeren Lebenszyklus des Handhelds noch einmal deutlich verschlechtert. Wie Senior Vice President Masayasu Ito im Gespräch mit "4Gamer" erklärte, arbeitet derzeit kein einziges der Sony-eigenen Entwicklerstudios an einem ein Spiel für die Vita. 

PS Vita: Ein Handheld in der Krise 

Einen Handvoll unabhängige Entwickler und Dritthersteller sowie - Ironie des Schicksals - der inzwischen zu Microsoft gehörende Mobile Games-Ableger des Aufbau-Sandboxspiels Minecraft halten zur Zeit die PS Vita noch über Wasser.

Sonys PS-Vita-Programmstrategie stieß in Fachkreisen schon lange auf Kritik: Fachjournalisten wie Jason Schreier von Kotaku bemängelten, dass die Firma lieber mittelmäßige Spinoffs von PS3- und PS4-Großtiteln auf die Vita gebracht habe, statt mit frischen Spielideen oder wiederbelebten Klassikern aus dem PS1-, PS2- und PSP-Portfolio für Schwung zu sorgen. Kritik erntete auch die Preispolitik für Speicherkarten. 

Sony selbst hat sein Engagement für die Plattform nahezu komplett eingestellt (zuletzt verschwanden die Youtube- und Map-Apps vom Screen der Vita) und konzentriert sich voll und ganz auf die Spiele-Entwicklung für die PS4. 

Bereits im September 2015 hatte Shuhei Yoshida, Chef der Sony Worldwide Studios, auf der Entwicklerkonferenz EGX unter Verweis auf die dominierende Rolle von Smartphones- und Tablets im Mobile Games-Sektor erklärt, dass die Bedingungen für einen Nachfolger der Playstation Vita nicht gut seien. 

Die letzten Sony-Bilanzzahlen unterstreichen das. Die dort bereits zusammengefassten Verkaufszahlen der verfügbaren Sony-Handhelds PS Vita und PSP gingen zuletzt  von insgesamt 4,1 Millionen Geräten im Jahr 2013 auf 3,3 Millionen im Jahr 2014 zurück. 

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