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Im Reich der tausend Tode

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Hands-on-Preview zu Dark Souls 3 | Action-Rollenspiel | PC, PS4, Xbox One  

Im Reich der tausend Tode

28.10.2015, 15:28 Uhr | Sönke Siemens (jr / ta), Richard Löwenstein

Im Reich der tausend Tode. Dark Souls 3 tritt mühelos in die Fußstapfen seiner legendären Vorgänger. (Quelle: Bandai Namco Entertainment)

Dark Souls 3 wartet mit einer mitreißenden Atmosphäre, überzeugender Technik, tadelloser Steuerung und gewohnt knackigen Herausforderungen auf. (Quelle: Bandai Namco Entertainment)

Bockschwer, aber selten unfair: Dieser Gamedesign-Philosophie folgend eroberte die "Souls"-Serie in den letzten sechs Jahren die Herzen von Action-Rollenspielern im Sturm. Mit "Dark Souls 3" soll nun im April 2016 der mittlerweile vierte Ableger der Reihe (Demon's Souls mitgerechnet) für PC, PS4 und Xbox One erscheinen. T-Online.de Spiele durfte anhand einer ersten spielbaren Version schon mal die Klingen wetzen

Asche zu Asche, Staub zu Staub

Noch ist über die Hintergrund-Geschichte zu Dark Souls 3 wenig bekannt. Fest steht nur, dass der Spieler erneut in die Rolle eines todesmutigen Helden schlüpft, um dem zurückgekehrten Lord of Cinder das Handwerk zu legen. Bevor die Odyssee ins Reich der tausende Tode ihren Lauf nimmt, rückt serientypisch aber zunächst einmal die Wahl der Charakterklasse in den Fokus. Zur Auswahl stehen insgesamt vier Archetypen mit spürbar unterschiedlichen Stärken und Schwächen. 

Quartett der Unbeugsamen

Angeführt wird das Quartett vom Wandering Knight, einem wild entschlossenen Ritter, der sich aufgrund seiner widerstandsfähigen Rüstung und seiner ausgewogenen Bewaffnung vor allem für Einsteiger eignet. Zweiter im Bunde ist der Northern Warrior. Im Gegensatz zum schillernden Knight fällt seine Bekleidung weniger robust aus - ein Nachteil, den er jedoch schnell durch die größte Lebensenergie-Leiste aller spielbaren Recken wieder wettmacht. 

Eher an fortgeschrittene Spieler richten sich der Herald of White sowie der Academy Assassin. Erstgenannter teilt mit seinem scharfkantigen Streitkolben kräftig aus und kann sowohl effektive Kampf- als auch Heilzauber wirken. Letztgenannter perforiert seine Widersacher am liebsten mit einem Speer oder nutzt arkane Magie, um auf Distanz Schaden zu verursachen. 

Klotzen statt kleckern 

Schon die ersten Sekunden in der Welt von Dark Souls 3 zeigen wohin die Reise geht - vor allem im Hinblick auf die Größe der Kulissen. Von einem Ort namens "High Wall of Lothric" blickt man in Richtung einer kolossalen Burganlage, bestehend aus zwei durch majestätische Brücken miteinander verbundene Festungen.

Die Dimensionen sind so gigantisch, dass man geneigt ist, sich mehrere Minuten umzuschauen, um die schwindelerregende Architektur in ihrer ganzen Pracht zu erfassen. Noch viel beeindruckender: Schenkt man den Aussagen von Chefentwickler Hidetaka Miyazaki Glauben, können Sie im fertigen Spiel all das auch tatsächlich zu Fuß erkunden. 

Erschaffen, um Dich zu töten

Einmal den Controller in der Hand, finden sich Souls-Veteranen sofort zurecht. Der linke Stick bewegt den Helden, der rechte die Kamera. Mit den Schultertasten rechts feuert Ihr Alter Ego leichte und schwere Attacken ab, die Schultertasten auf der Linken parieren und blocken. Tränke und Waffen wechseln Sie wie gehabt über das Digitalsteuerkreuz durch, während die Interaktionen mit der Umgebung und das Einsetzen von Wurfmessern und anderen Extras weiterhin mit Hilfe der Aktionstasten stattfindet. 

Auffälligste Neuerungen im Vergleich zu Dark Souls 2: Die Figur selbst agiert weniger träge, Ausweichrollen in die gewünschte Richtung erfolgen wesentlich zackiger - beides zusammen sorgt für ein spürbar höheres Tempo als im Vorgängerspiel. Aber keine Sorge: Ganz so rasant wie im artverwandten Bloodborne vom selben Entwickler geht es nicht zu, und auch der Einsatz des Schilds hat weiterhin Priorität. 

Ritter zähmen leicht gemacht

Neu sind außerdem Spezialattacken (sogenannte "Battle Arts"), welche je nach Waffentyp besonders wirkungsvolle Angriffe ermöglichen. Halten Sie beispielsweise zwei Krummsäbel in beiden Händen und drücken dann die L2-Taste gefolgt von R1, resultiert dies in fauchenden Kreiselbewegungen mit hohem Flächenschaden. Oder nehmen wir das Langschwert. Das richtige Timing vorausgesetzt, hievt der Held den anvisierten Widersacher durch Drücken der eben erwähnten Tastenfolge nicht nur in die Luft, sondern durchbricht zudem effektiv seine Deckung. 

Speerträger wiederum können mit dieser Technik ein kaum zu stoppendes Ramm-Manöver einleiten, derweil Axtschwinger durch Drücken der linken unteren Schultertaste zunächst schreiend auf den Bomben stampfen und dann etwa 15 Sekunden lang besonders energisch zuschlagen.

Achtung, Klettermaxe im Anmarsch

Ein Hauptgrund für den immensen Erfolg von "Bloodborne" und der "Souls"-Serie ist der extrem anspruchsvolle Schwierigkeitsgrad. Nur wer ständig die Augen offen hält, die Bewegungsmuster seiner Kontrahenten genau studiert und im richtigen Moment angreift beziehungsweise kontert, bewahrt sich eine Überlebenschance.

Die frohe Botschaft für Fans: Dark Souls 3 macht diesbezüglich keine Ausnahme. Im Gegenteil, es setzt in einigen Punkten sogar noch einen drauf. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie häufiger als in anderen Souls-Teilen in heimtückische Hinterhalte geraten. In der Demo kam es zum Beispiel immer wieder vor, dass abgemagerte Untote urplötzlich über die Burgzinnen kletterten, nur um einem dann ohne jegliche Vorwarnung ihre Klinge in den Rücken zu treiben.

Nicht minder spannend: Ab sofort werfen nicht nur die ganz großen, sondern auch die mittelgroßen und kleinen Bossgegner ihre Taktiken mitten in der Schlacht über den Haufen. Beschwören also unter anderem völlig neue Zauber oder zücken wie der Wächter am Ende der Demoversion völlig unverhofft eine zweite Waffe. 

Sind sie zu stark, bist du zu schwach

Des Weiteren sollte man sich verstärkt auf Scharmützel mit mehreren Gegnern gleichzeitig gefasst machen. Bestes Gegenmittel? Wuchtige Rundumschläge, taktisch klug platzierte Brandbomben und eine solide Kenntnis der näheren Umgebung, um Feindgruppe in enge Durchgänge oder auf schmale Wendeltreppen zu locken. Dort nämlich kommen die Ausgeburten der Hölle nicht so schnell aneinander vorbei und können einer nach dem anderen abserviert werden.

Interessantes KI-Detail am Rande: Speziell kleine und mittelgroße Schergen erklimmen Leitern und Treppen mit vollem Elan. Einfach mal kurz auf einer erhöhten Position die Situation aussitzen steht somit nicht zur Debatte.

Dass die Künstliche Intelligenz dem Spieler über weite Strecken auf Schritt und Tritt folgt, hat allerdings auch Vorteile. Vor allem dann, wenn unweit entfernt ein wütender Drache Feuer speit und den Helden in die Lage versetzt, seine Verfolger in eben dieses Flammeninferno zu locken. Doch Obacht: Wenn Timing und Route nicht stimmen, werden Sie im Handumdrehen Opfer ihrer eigenen Hinterlist. 

Was uns gefällt

Technisch lässt Dark Souls 3 das Vorgängerspiel um Längen hinter sich. Ganz gleich ob Auflösung, Texturschärfe, Vielfalt der Partikeleffekte, Zahl der zerstörbaren Umgebungsobjekte oder das Animationsspektrum von Held und Feindespack - man merkt einfach, dass dieser Teil von Grund auf für Playstation 4 und Xbox One sowie aktuelle PCs entwickelt wurde.

Welch berauschende Bilder das neue Technikgerüst stemmen kann, zeigt dabei vor allem der Showdown mit dem Bossgegner der Demoversion: Wie ein Varieté-Künstler hangelt sich der maskierte "Dancer of the Frigid Valley" zunächst unschuldig von der Decke einer imposanten Kathedrale, nur um dem Spieler dann mit einem gleißenden Flammenschwerter und seltsamer Nebelmagie ordentlich einzuheizen - fantastisch. 

Was uns nicht gefällt

Handwerklich betrachtet macht Dark Souls 3 fast alles richtig. Trotzdem gibt es Spielelemente, die der Entwickler noch einmal überdenken sollte. Verfügt man beispielsweise über eine volle Lebensenergie-Leiste und kommt dann aus Versehen auf die "Heiltrank benutzen"-Taste, kippt sich der Held die Medizin hinter die Binde, obwohl er sie überhaupt nicht nötig hat. Insbesondere Einsteiger werden diesen Umstand als störend empfinden. Schade zudem, dass mit viel Wucht eingesetzte Langwaffen immer wieder durch Teile der Architektur hindurchwirbeln und nicht auch mal in dieser stecken bleiben. 

Fazit

Mitreißende Atmosphäre, überzeugende Technik, tadellose Steuerung und gewohnt knackige, aber letztlich doch überwindbare Herausforderungen: Dark Souls 3 tritt bereits in dieser frühen Phase mühelos in die Fußstapfen seiner legendären Vorfahren aus demselben Hause.

Wenn From Software jetzt noch eine packende Geschichte erzählt und die deutsche Synchronisation nicht komplett in den Sand setzt, kann hier fast nichts mehr schiefgehen. 

Infos zum Spiel 

Titel: Dark Souls 3
Genre: Action-Rollenspiel
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Hersteller: From Software
Release-Termin: April 2016
Preis: ab 50 Euro (PC), ab 65 Euro (PS4, Xbox One)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht geprüft
Eindruck: Sehr gut

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