Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Call of Duty: Black Ops 3 - an der Schwelle zur Apokalypse

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test zu Call of Duty: Black Ops 3 | Ego-Shooter | PC, PS4, Xbox One, PS3, Xbox 360  

An der Türschwelle zur Apokalypse

07.11.2015, 15:40 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Richard Löwenstein

Call of Duty: Black Ops 3 - an der Schwelle zur Apokalypse. Call of Duty: Black Ops 3 (Quelle: Activision)

Call of Duty: Black Ops 3 (Quelle: Activision)

Vier-Krieger-Koop, längere Spieldauer und eine Handlung mit Wiederspielwert: Die Kampagne von Treyarch´ futuristischem Ego-Shooter "Call of Duty: Black Ops 3" ist geprägt durch Elemente, die wir in vorangegangenen Serienablegern so noch nicht erlebt haben. Reicht das, um das legendäre erste "Black Ops" in den Schatten zu stellen? Und wie machen sich Grafik und Sound in diesem ersten "Call of Duty", dessen Kampagne der Hardware von PS4, Xbox One und PC auf den Leib geschneidert ist? 

Harte Zeiten

Superstürme, Flutkatastrophen, Ressourcenknappheit, Terroranschläge, Massenexodus - die Rahmenhandlung von Black Ops 3 spielt im Jahr 2065 und skizziert eine Welt am Rande des Abgrunds. Es ist die Zeit eines neuen Kalten Krieges, in der zwei Machtblöcke um die territoriale, wirtschaftliche und ideologische Vorherrschaft auf dem Planeten ringen. Auf der einen Seite steht das "Winslow Accord", ein vorrangig proamerikanisch orientierter Staatenverbund. Auf der anderen Seite agiert der "Common Defense Pact" - eine von Russland angeführte Interessengemeinschaft, der viele Ex-EU-Staaten die Treue geschworen haben. 

Vom Krüppel zum Supersoldaten

Das geschilderte Szenario haben wir als Gamer so oder ähnlich schon etliche Male durchlebt. Black Ops 3 beginnt also überraschungsarm und durchschaubar. Erste Mission: Als Mitglied einer vom Winslow Accord entsandten Black-Ops-Einheit gilt es, den ägyptischen Premier aus den Fängen der kriegstreiberischen "Nile River Coalition" zu befreien.

Zunächst läuft alles nach Plan, dann aber nimmt die Handlung eine dramatische Wendung. Denn kurz nach der Rettung der Zielperson stürmt ein Kampfroboter auf die Spielfigur zu und verletzt sie schwer. Doch der namenlose Held überlebt das Attentat und kommt dank modernster Hightech-Prothesen und futuristischer Rückenmark-Implantate wieder auf die Beine. Dass die viele Technik im Körper des Protagonisten auch gravierende Nachteile mit sich bringt, ahnt man zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 

Alles eine Frage des Blickwinkels

Wie die in insgesamt elf Missionen unterteilte Geschichte weitergeht, sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Fünf Jahre später rafft ein katastrophales Ereignis 300.000 Menschen dahin. Der Spieler und sein Team müssen nun Orte in der Schweiz, Singapur und Ägypten bereisen, um herauszufinden, wer oder was dahintersteckt.

Das Reizvolle an Black Ops 3: Die Story ist so angelegt, dass man das Erlebte vielfältig interpretieren kann. Das wird speziell dann deutlich, wenn Sie sich zwischen einzelnen Missionen im Safehouse - dem begehbaren Unterschlupf ihrer Truppe - durch teils ziemlich verstörende Hintergrund-Dokumente wühlen. Je nachdem, welchen Dokumenten und Dialogen man seine Aufmerksamkeit widmet, entfaltet sich die Geschichte mal so und mal so. Das steigert den Wiederspielwert, hat aber auch Nachteile.

Der größte Fallstrick dieses Erzählkonzepts? Wer den dialoglastigen Zwischensequenzen und den Gesprächen der Spielfiguren während eines Einsatzes nur wenig Beachtung schenkt, läuft schnell Gefahr, den roten Faden zu verlieren. Unterm Strich ist erzählerisch jedoch deutlich mehr Lob als Tadel angebracht. Durch die Vielschichtigkeit des Plots steigt natürlich auch das Verlangen, die Dinge noch mal ganz genau zu betrachten und Missionen ein weiteres Mal anzugehen. 

Endlich Platz zum Taktieren

Seit Jahren werden die Games aus der Call of Duty-Reihe für ihr schlauchartiges Leveldesign kritisiert. Den klassischen Levelschlauch gibt es hier zwar immer noch, allerdings wird er nun praktisch im 5-Minuten-Takt von sehr weitläufigen Arealen aufgelockert. Gut so, denn vor allem in solchen Abschnitten dürfen der Spieler und seine bis zu drei Teamkameraden einer Vielzahl von Pfaden folgen.

Wirft man nun noch die verhältnismäßig clevere Feind-KI und die aufrüstbaren Heldenfähigkeiten in die Waagschale, resultiert daraus ein erfrischendes Spielgefühl. Eines, bei dem bedachtes taktisches Vorgehen mehr denn je in den Mittelpunkt rückt. Nicht zuletzt weil einige Feindtypen nur zu knacken sind, wenn man ihren Schwachpunkt konsequent ausnutzt. Einfach nur durchrennen wie bisher, das klappt nicht mehr unbedingt. 

Dynamisches Vergnügen

Der Schwierigkeitsgrad skaliert je nach Teilnehmerzahl. Wer sich gemeinsam mit drei Online-Freunden durch die Kampagne kämpft, muss mit deutlich mehr und härterer Gegenwehr rechnen als Einzelkrieger. Anders als beim aktuellen Konkurrenzgame "Halo 5" dürfen bei Black Ops 3 außerdem zwei Spieler an einer Konsole durchstarten - ein Splitscreen-Modus macht's möglich.

Solo- wie auch Koop-Kämpfer werden darüber hinaus die Tac-Ansicht schätzen. Gemeint sind verschiedene taktische Einblendungen im Sichtfeld, etwa für anfliegende Granaten, die Position von Gegnern und ähnliche Gefahren.

Immer schön aufrüsten

Bereits das letztjährige "CoD: Advanced Warfare" bot ein Helden-Fortschritts-System. Die Kampagne von Black Ops 3 legt nun noch mal eine gewaltige Schippe drauf und offeriert erstmals ähnlich umfangreiche Auflevel-Optionen wie der Mehrspieler-Modus. Im Zentrum des Interesses stehen dabei neben klassischen Erfahrungspunkten die sogenannten "Fabrication Kits". Letztgenannte werden immer dann verfügbar, wenn Sie spezielle Herausforderungen absolvieren.

Eine Aufgabe im ersten Level besteht zum Beispiel darin, eine Rettungskapsel nur mit einer Pistole zu verteidigen. Doch das mühsame Sammeln von Fabrication Kits lohnt sich, denn nur mit ihrer Hilfe schalten Sie sogenannte Cyberkern-Verbesserungen frei. Sobald das geschehen ist, entsenden Sie zum Beispiel tödliche Nanobot-Schwärme, lenken Drohnen fern und vieles mehr. Fähigkeiten, die auf höheren Schwierigkeitsgraden nicht selten das berühmte Zünglein an der Waage darstellen.

Motivierend zudem: Um alle 21 Cyberkern-Verbesserungen samt Upgrades freizuschalten, investiert man locker ein Dutzend Spielstunden. 

Umfangbestie

Apropos Spielzeit: Die fällt im Vergleich zu bisherigen Teilen erstaunlich üppig aus. Selbst Kenner werden die Kampagne auf dem normalen Schwierigkeitsgrad kaum in unter zehn Stunden bewältigen können. Neulinge planen zwölf bis 15 Stunden ein. Wer obendrein möglichst viele Sammelobjekte finden und die jeweils 16 Herausforderungen pro Level abarbeiten möchte, ist noch länger beschäftigt.

Fair gelöst: Hat der Leiter einer Koop-Partie ein Level bereits freigespielt, können sich alle anderen Match-Teilnehmer sofort einklinken - unabhängig davon, wie weit sie bisher selbst in der Story gekommen sind. 

Schick, aber nicht makellos

Technisch gesehen lässt Treyarch kaum etwas anbrennen. Die Gesichter wirken äußerst plastisch, die Animationen sind filmreif, der Detailgrad der Waffen begeistert und das Licht- und Schattenspiel sorgt für etliche Wow-Momente, etwa wenn man zwischen Dutzenden flackernden Neon-Röhren gegen schier endlosen Wellen von Blechkriegern antritt. Nur in ganz wenigen, wirklich turbulenten Szenen unterschritt die Bildrate die sonst konstanten 60 Frames pro Sekunde. 

Was uns gefällt

Sobald man Black Ops 3 zum ersten Mal durchgespielt hat, werden zwei Überraschungen freigeschaltet. Den Anfang macht "Nightmares", eine alternative Story-Kampagne. Bis zu vier Spieler machen hier gemeinsam Jagd auf marodierende Untote. Interessant: Obwohl "Nightmares" eigentlich nur Abschnitte des Hauptspiels in anderer Reihenfolge präsentiert, gelingt es den Entwicklern, eine spannende Geschichte zu erzählen. 

Überraschung Numero zwei: Wer im Datentresor-Menü genau hinschaut, entdeckt "Dead Ops Arcade 2", die Fortsetzung der kultigen Vogelperspektiven-Ballerei aus dem ersten Black Ops. 

Was uns nicht gefällt

Im Gegensatz zu den Call of Duty-Spielen der vorherigen Jahren sind die Versionen für PS3 und Xbox 360 diesmal nicht inhaltsgleich mit den Spielfassungen für PS4 und Xbox One. Die Kampagne wurde auf beiden Last-Generation-Systemen komplett gestrichen - laut Activision aus technischen Gründen.

Hinzu kommt: Statt mit butterweichen 60 Bildern pro Sekunde wie auf PC, PS4 und Xbox One laufen die Spielmodi Multiplayer und Zombies auf PS3 und Xbox 360 nur mit 30 Bildern pro Sekunde. Dass Activision für diese Schmalspurversion trotzdem 60 Euro verlangt, grenzt an Unverschämtheit. Immerhin: Das erste "Call of Duty: Black Ops" liegt als Download Code bei. 

Fazit

Größer, vielschichtiger und vollgestopft mit tollen Überraschungen: Auch wenn die Geschichte von Black Ops 3 den Zuschauer hin und wieder im Dunkeln tappen lässt, hat sie sich das Prädikat "Unterhaltsam" doch redlich verdient. Das gilt insbesondere auf höheren Schwierigkeitsgraden im 4-Spieler-Koop-Modus, wo das viel offenere Leveldesign und die spürbar verbesserte Feind-KI ihre volle Wirkung entfalten. 

Infos zum Spiel

Titel: Call of Duty - Black Ops 3
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Activision
Hersteller: Treyarch
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 55-65 Euro
System: PC, PS4, Xbox One, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Gut 

News, Tests & Previews, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal