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Spielkonsolen-Alternative  

Steam Machines: Wenn der PC im Wohnzimmer spielt

16.11.2015, 14:46 Uhr | Heinrich Lenhardt (jr / tz), Medienagentur plassma

Steam Machines: Wenn der PC im Wohnzimmer spielt. Angenehm kompakte und leichte Wohnzimmer-PCs. Mit dem Steam-Controller lassen sich PC-Spiele jeder Art vom Sofa aus steuern (Quelle: Medienagentur plassma)

Steam Machines sind Wohnzimmer-freundliche Zweit-PCs für Enthusiasten, die schon eine stattliche Steam-Spielesammlung haben. (Quelle: Medienagentur plassma)

Die Steam-Sammlung dampft ins Wohnzimmer ab: Ein Universal-Controller von Hersteller Valve verspricht die bequeme PC-Spielesteuerung vom Sofa aus. Dazu passend gibt es die "Steam Machines", eine neue Generation von Kompakt-PCs für die gute Stube. Machen die kleinen, aber kraftvollen Rechner den etablierten Spielkonsolen Konkurrenz? Seit dem 10. November 2015 sind die Steam Machines offiziell im Handel, wir konnten sie bereits im Wohnzimmer-Alltag ausprobieren

Der Lockruf des Sofas

Durchaus verlockend ist der Gedanke, den Spiele-PC an einen großen Wohnzimmer-Fernseher anzuschließen. Strippenexzesse sind dazu nicht mehr nötig, da die meisten Grafikkarten über einen HDMI-Ausgang verfügen. Der typische Desktop-PC ist dennoch ein ungern gesehener Gast - durch Lüftergeräusche und Gehäusegröße wirkt er wie ein Störenfried. Mal ganz abgesehen davon, dass die Bedienung mit Maus und Tastatur ohne Schreibtisch mühsam ist.

Dass es auch anders geht, will ein neuer Computer-Standard beweisen: Seit kurzem läuft der Angriff der Steam Machines auf die heimischen Wohnzimmer. Müssen sich die dort ansässigen Spielkonsolen vor der Konkurrenz fürchten? 

PC-Komponenten im Konsolenformat

Der Steam-Machines-Standard ist eine Initiative von Valve, dem Anbieter des führenden Computerspiele-Downloadservices Steam. Der bringt es inzwischen auf über 125 Millionen User, denen Valve mehr Möglichkeiten geben will, ihre Steam-Spiele auch jenseits des Arbeitszimmer-PCs zu genießen.

Gleich 14 verschiedene Hardware-Firmen wollen unterschiedlich konfigurierte Modelle auf den Markt bringen, zu Preisen von zirka 600 Euro aufwärts. Also deutlich teurer als eine Spielkonsole wie die PS4 (ab 330 Euro) oder die Xbox One (ab 360 Euro), nach Gamer-PC-Maßstäben aber annehmbar. Schließlich versprechen hochgezüchtete PC-Komponenten höhere Bildraten und mehr grafische Details als die aktuelle Konsolengeneration. 

Klein, leicht, schnell

Beim Ausprobieren einer Steam Machine von Alienware sind wir zunächst entzückt. Gerade mal zwei Kilogramm bringt der Kleincomputer auf die Waage, der leichter und kleiner ist als PS4 oder Xbox One. Auch die Lüftergeräusche sind dezent, und das System ist in weniger als eine Minute nach dem Einschalten betriebsbereit.

Dann bekommen wir nicht etwa einen Windows-Desktop zu sehen, sondern die aufgeräumte und übersichtliche Benutzeroberfläche des Betriebssystems Steam OS. Der eingebaute Browser erlaubt Zugriff auf die Web-Versionen von Streamingdiensten wie Netflix oder YouTube. Das ist auch nötig, da derzeit noch keine Medien-Apps für Steam OS erhältlich sind. Weil Steam-Machines keine optischen Laufwerke enthalten, können sie auch nicht zum Angucken von DVD- oder Blu-ray-Scheiben genutzt werden. 

(Fast) alle Spiele sind schon da

Nach dem Login mit dem Steam-Konto haben wir Zugriff auf unsere PC-Spielesammlung, müssen also nicht nochmal Geld für bereits angeschaffte Software ausgeben. Doch hier macht sich der Windows-Mangel unangenehm bemerkbar: Derzeit wird Steam OS nur von rund einem Drittel der Spiele unterstützt, die auf Steam verkauft werden.

Sicher, das sind bereits ein paar tausend Titel, aber es fehlen diverse heiße Neuerscheinungen wie "Fallout 4" oder "Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain". Einige große Publisher wie Blizzard oder Electronic Arts bieten ihre neuen Spiele gar nicht erst auf Steam an. 

Stream statt Steam Machine?

Als Trostpflaster können Steam Machines Netzwerkverbindung mit anderen Computern im Haushalt aufnehmen, auf denen Steam läuft. Dann ist es möglich, auch Windows-Spiele auf den Fernseher zu streamen. Das klappt theoretisch auch mit WLAN-Verbindung, aber dann sind störende Verzögerungen (Lags) an der Tagesordnung. Valve selbst empfiehlt eine Kabelverbindung.

Wer diese Streaming-Lösung ausprobieren möchte, muss dazu keine teure Steam Machine kaufen. Mit dem Steam Link gibt es ein reines Netzwerk-Kästchen für 55 Euro, etwa der gleiche Betrag ist auch für den Steam-Controller fällig. Während des Streamings ist allerdings der Ausgangs-PC blockiert. 

Ein Controller, um sie alle zu steuern

Erfreulich ausgereift wirkt der flexible Steam-Controller. Mit diesem Gamepad lassen sich auch PC-Spiele steuern, die eigentlich ganz auf Mausbedienung zugeschnitten sind. Dazu wischen wir mit dem Daumen über das rechte der beiden Trackpads, durch haptisches Feedback wirkt die Eingabe präzise und feinfühlig.

Für jedes Spiel lässt sich der Steam-Controller individuell konfigurieren, auch Tastenkombinationen können bestimmten Bedienelementen zugeordnet werden. An denen herrscht kein Mangel, neben zwei Schultertasten und vier Feuerknöpfen gibt es noch zwei zusätzliche Grifftasten an der Unterseite. Der Steam-Controller liegt etwas wuchtiger in der Hand als die Gamepads von Sony und Microsoft, die Platzierung der Feuerknöpfe ist gewöhnungsbedürftig. 

Teurer als Spielkonsolen

Offizieller Verkaufsstart für die neue Spiele-PC-Hardware ist eigentlich am 10. November, doch die offizielle Webseite (http://store.steampowered.com/hardware) spricht inzwischen von einer voraussichtlichen Auslieferung im Dezember. Wer einen Steam-Controller unter dem Weihnachtsbaum haben möchte, sollte sich also beeilen.

Bei Valve gibt es auch eine Übersicht der verschiedenen Steam-Machine-Anbieter (http://store.steampowered.com/sale/steam_machines). Kaufinteressierte sollten auf die verschiedenen Konfigurationen achten, die preiswertesten Modelle haben oft nur 4 GB RAM, während für immer mehr Spiele bereits 8 oder gleich 16 GByte empfohlen werden. 

Was uns gefällt

Die Steam Machines sind angenehm kompakte und leichte Wohnzimmer-PCs. Mit dem Steam-Controller lassen sich darauf PC-Spiele jeder Art vom Sofa aus steuern. Wer schon eine Steam-Sammlung hat, kann seine Spiele ohne Zusatzkosten auch auf einer Steam Machine nutzen. 

Was uns nicht gefällt

Die eingeschränkte Spieleauswahl durch das Linux-basierte Steam-Betriebssystem anstelle von Windows sorgt für klare Punktabzüge. Zudem verfügen viele PC-Spiele noch nicht über eine TV-gerechte Benutzeroberfläche - kleingedruckte Texte können Sehtest-Frust verursachen. Im Vergleich mit den aktuellen Spielkonsolen ärgert einen auch der hohe Anschaffungspreis. 

Fazit 

Steam Machines sind Wohnzimmer-freundliche Zweit-PCs für Enthusiasten, die schon eine stattliche Steam-Spielesammlung haben - und sich nicht ärgern, wenn nur ein Teil davon auf den Windows-losen Steam-Computern läuft. Einsteiger und Gelegenheitszocker greifen besser zu einer der etablierten Spielkonsolen: PS4 und Xbox One kosten weniger und sind einfacher zu handhaben, da hier alle Spiele von vornherein für Controller-Nutzung und größeren Betrachterabstand zum Bildschirm optimiert sind. 

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