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CoD Black Ops 3 Multiplayer: Unschlagbar E-Sport-tauglich

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Test zum Multiplayer-Part von CoD: Black Ops 3 | Ego-Shooter | PC, PS4, Xbox One, PS3, Xbox 360  

Unschlagbar E-Sport-tauglich

17.11.2015, 14:49 Uhr | Sönke Siemens (jr / tz), Richard Löwenstein

CoD Black Ops 3 Multiplayer: Unschlagbar E-Sport-tauglich. CoD: Black Ops 3 bietet ein Gesamtpaket, das vor allem für die eingeschworene Fangemeinde kaum Wünsche offen lässt. (Quelle: Activision)

CoD: Black Ops 3 bietet ein Gesamtpaket, das vor allem für die eingeschworene Fangemeinde kaum Wünsche offen lässt. (Quelle: Activision)

Viele Gamer holen sich den neuen Ego-Shooter aus der "Call of Duty"-Reihe vor allem wegen des extrem umfangreichen Multiplayer-Modus auf die Festplatte von PC, PS4, Xbox One, PS3 oder Xbox 360. Der Mehrspieler-Part von Black Ops 3 verspricht mehr Action, Ausstattung und E-Sport-Tauglichkeit als in bisherigen Serienablegern. Doch reißt die Schöpfung des US-Entwicklers Treyarch in Sachen kompetitivem Online-Spiel und Zombie-Modus tatsächlich was, oder haben wir es unterm Strich mit schnödem Ideen-Recycling zu tun? 

Die Waffen bleiben oben

Die elementarste Neuerung des Mehrspieler-Modus von Black Ops 3 ist zweifelsohne das im Vergleich zu beiden Vorgängerspielen grundlegend überarbeitete Bewegungssystem. Treyarch setzt hier gleich auf mehreren Eben an. Ganz wichtig: Waffen können nun jederzeit eingesetzt werden, egal ob man am Boden entlang schlittert, Wände empor klettert oder durch die tosenden Massen eines Wasserfalls taucht. Jede Spielfigur kann sich außerdem - Schubdüsen auf dem Rücken machen es möglich - an Wänden entlang bewegen und in der Luft ein Art Doppelsprung vollführen. 

Querdenker kommen schneller ans Ziel

Kombiniert man all diese Manöver, ergeben sich viele neue Routen und Pfade durch die insgesamt zwölf abwechslungsreich gestalteten Mehrspieler-Karten. Nehmen wir als Beispiel die Karte Redwood - dabei handelt es sich um eine in den gleichnamigen kalifornischen Wäldern angesiedelte Luftabwehr-Basis.

Um ans andere Ende dieses Szenarios zu gelangen, kann man sich ganz klassisch im Sauseschritt auf den Verbindungsplanken zwischen den riesigen Mammutbäumen bewegen. Oder man versucht es mit einem gewagten Wallrunning-Manöver und nimmt die zeitsparende Abkürzung entlang eines steil abfallenden Felsmassivs. Viele Areale der Karte lassen sich darüber hinaus mit einem zackigen Tauchgang erreichen. Doch Vorsicht: Luftanhalten ist nicht ewig möglich. 

Grundausbildung muss sein

Zugegeben, bis man wirklich elegant an Wänden entlang rennt und wie ein Fisch durchs Wasser taucht, braucht es ein bisschen Eingewöhnung. Deshalb hat das Entwicklerteam wohl auch den sogenannten "Freerun"-Modus prominent im Hauptmenü verankert. Dieser virtuelle Trainings-Simulator unterteilt sich in vier immer schwieriger zu meisternde Kurse.

Während im Hintergrund eine Stoppuhr erbarmungslos tickt, erklimmen Sie Hindernisse, verketten Wallrun-Manöver, pumpen Zielscheiben voll mit Projektilen und vieles mehr. Kurzum: Sie absolvieren eine knallharte Grundausbildung, die Ihnen die Feinheiten des Bewegungssystems schnell und effektiv näherbringt. 

Spezialisten an die Front

Akzente setzt Black Ops 3 zudem mit der Einführung sogenannter Spezialisten. Gemeint sind neun Heldencharaktere, die sich nicht nur optisch grundlegend voneinander unterschieden, sondern auch spielerisch ganz individuelle Fähigkeiten mitbringen.

Nomad zum Beispiel kann Hightech-Fallen auslegen. Tappt jemand hinein, erledigen tödliche Nano-Drohnen den Rest. Spectre verschmilzt kurzzeitig mit der Umgebung, derweil Firebreak seinen Widersachern mit einem Flammenwerfer kräftig einheizt. Motivierend: Nicht alle Helden und Fähigkeiten sind umgehend anwählbar. Es besteht also von vorn herein ein klarer Anreiz, Erfahrungspunkte zu sammeln, Dinge freizuschalten und immer weiter in die Materie einzutauchen. 

Kaum Modi-Überraschung, dafür viele Klassiker

Der Kugelhagel entbrennt in insgesamt elf Spielmodi, darunter viele Dauerbrenner wie Team Deathmatch, Jeder-gegen-jeden, Flaggenklau oder Abschuss bestätigt.

"Advanced Warfare"-Spieler werden sich insbesondere über die Wiederkehr von Uplink freuen. Dieser temporeiche Modus wurde letztes Jahr zum ersten Mal eingeführt und spielt sich ein bisschen wie Basketball mit Waffen. Zu Matchbeginn befindet sich ein kugelförmiger Satellit im Zentrum der Karte. Sobald der Startschuss ertönt, gilt es, das Objekt der Begierde einzusammeln und zu einer Uplink-Station im feindlichen Territorium zu transportieren. Ein Heidenspaß, speziell wenn sich die Mannschaften den "Ball" auch mal zuwerfen und neue Spielzüge versuchen.

Begleitschutz für die Blechbüchse 

Schaut man genau hin, bleibt als echter Modus-Neuzugang leider nur "Safeguard" - eine Spielvariante, die jedoch im Handumdrehen viele begeisterte Anhänger finden dürfte. Die Aufgabe ist simpel: Team A eskortiert einen unbewaffneten Roboter von einem Ende der Karte zum anderen, während Team B genau das durch ständigen Beschuss des Blechkameraden vereiteln muss.

Wird der nämlich zu oft getroffen, fahren sich seine Systeme für einige Zeit runter und müssen erst einmal neu gestartet werden. Hinzu kommt: Der Roboter bewegt sich nur, wenn mindestens eine Person des Eskort-Teams daneben steht. Da jede Partie nur wenige Minuten dauert und der Roboter innerhalb dieser Zeitspanne seinen Zielort erreichen muss, ist Hochspannung vorprogrammiert. Wurde eine Runde beendet, wechseln die Rollen von Angreifer und Verteidiger, und der Nervenkitzel geht von vorne los. 

E-Sport-optimiert

In Sachen E-Sport-Optionen überzeugt im Speziellen das neue "Bans and Protects"-System. Noch bevor eine Partie startet, müssen alle Nutzer demokratisch darüber überstimmen, welche Waffen, Spezialisten, Ausrüstungsgegenstände und Abschuss-Serien-Belohungen überhaupt erlaubt sind. Abgewickelt wird das Prozedere in einem speziellen Menü, wo jeder Spieler sein bevorzugtes Rüstzeug per Votum schützt beziehungsweise nicht gern gesehenes Equipment verbannt. Nach Ablauf eines Timers wertet das Spiel die Stimmen aus und passt die Auswahloptionen entsprechend an - toll.

Ebenfalls top: Codcaster - also die Kommentatoren einer E-Sport-Veranstaltung - dürfen Spielernamen und Teamfarben erstmals nach Belieben festlegen, was eine Zuordnung beim Zuschauen stark vereinfacht. Mit dem sogenannten Loadout-Widget können außerdem Details zu einzelnen Ausrüstungsgegenständen besser hervorgehoben werden. 

Invasion der Hirnfresser

Wie es sich für ein echtes "Black Ops" gehört, darf natürlich auch ein Zombie-Modus nicht fehlen. Die Helden diesmal: Eine eiskalte Hollywood-Diva, ein ehrgeiziger Boxer, ein erfolgloser Zauberer und ein korrupter Detektiv. Geht's nach der makaberen Intro-Sequenz, haben alle Protagonisten ein Menschenleben auf dem Gewissen und sollen nun dafür büßen - indem sie sich als Team gegen tödliche, immer stärker werdende Zombie-Horden zur Wehr setzen.

Was folgt ist klassische Koop-Überlebens-Action in einem 1940er-Jahre-Setting, das optisch, akustisch wie auch inhaltlich mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt wird und zahlreiche Geheimnisse bereithält. Aufmerksame Spieler können beispielsweise schon ab Runde eins in die schrumpelige Haut einer Tintenfisch-ähnlichen Bestie schlüpfen und die Untoten mit Elektroschocks und Tentakelhieb malträtieren. 

Was uns gefällt

Ein seltener Gast in aktuellen Egoshootern: Action auf dem Splitscreen! Bis zu vier Spieler toben sich am geteilten Bildschirm vor einer Konsole aus, und zwar in Zombie- und Mehrspieler-Modi. Reduziert man diese Zahl auf zwei Personen, können sich die sogar in laufende Online-Partien einklinken.

Damit es technisch rund läuft, muss man allerdings Abstriche im Detailgrad der Grafik und bei der Auflösung hinnehmen. Doch bei so viel Geselligkeit drückt man da gerne mal ein Auge zu. Schön zudem, dass Spieler einer Lobby stets zusammen bleiben und selbst beim Wechsel von Kampagne- zu Versus- zu Zombie-Modus nicht auseinander gerissen werden. 

Was uns nicht gefällt

Im Zombie-Modus fielen vor allem die jeweils knapp 30-sekündigen Ladezeiten vor jedem Level-Neustart negativ auf. Davon abgesehen hätten wir uns ein bisschen mehr Innovationsfreude beim Erdenken weiterer Mehrspieler-Modi gewünscht. Klar, Safeguard ist eine tolle Ergänzung. Gegen ein bis zwei weitere Spielvarianten hätten jedoch sicher niemand etwas einzuwenden gehabt.

Punktabzug gibt's ferner für die auf 30 Bilder pro Sekunde gestutzte Bildrate der PS3- und Xbox-360-Version. Nur die Fassungen für PC, PS4 und Xbox One laufen serientypisch mit 60 Bildern pro Sekunde. 

Fazit

Obwohl Treyarch mit Safeguard gerade mal einen wirklich frischen Spielmodus serviert, bleibt am Ende des Tages ein Gesamtpaket, das vor allem für die eingeschworene Fangemeinde kaum Wünsche offen lässt. Das neue Bewegungssystem geht schnell in Fleisch und Blut über, und die Spezialisten sind abwechslungsreich und gut ausbalanciert. Der Zombie-Modus braucht keine fünf Minuten, um seine gewohnte Sogwirkung zu entfalten, und die E-Sport- und Konfigurations-Optionen setzen Maßstäbe. 

Infos zum Spiel

Titel: Call of Duty - Black Ops 3 
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Activision
Hersteller: Treyarch
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 55-65 Euro
System: PC, PS4, Xbox One, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Gut 

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