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Battleborn: Teamwork ist Trumpf

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Hands-on-Preview zu Battleborn | Ego-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Teamwork ist Trumpf

18.11.2015, 16:13 Uhr | Sönke Siemens (jr / ta), Richard Löwenstein

Battleborn: Teamwork ist Trumpf. Die große Stärke von Battleborn liegt ganz klar im wirklich beeindruckenden Heldenaufgebot. (Quelle: 2K Games)

Battleborn Ego-Shooter von Gearbox für PC (Quelle: 2K Games)

Entwickler Gearbox liebt es, Genres und Ideen miteinander zu verquirlen - was zum Beispiel bei "Borderlands" - einer gewagte, aber höchst erfolgreichen Fusion aus Comic-Shooter, Rollenspiel und Sammel-Wahn - bestens funktionierte. Mit "Battleborn" - einer erfrischenden Mixtur aus knallbuntem First-Person-Nervenkitzel, humorvollem Weltraumabenteuer, klassischer Tower-Defense-Action und taktisch fordernden Helden-Duellen Marke "League of Legends" - wollen die Texaner nun Anfang Mai 2016 ihre nächste große Waffe für PC, PS4 und Xbox One in die Spielewelt katapultieren. 

Helden-Ballerspiel  

Die Gesamtheit der eingangs genannten Elemente bezeichnet das Studio intern am liebsten als "Hero-Shooter". Zurecht, denn letztendlich darf man sowohl im kooperativen Story - als auch im kompetitiven Mehrspieler-Modus aus 25 spielbaren Helden wählen.

Wer mag, schlüpft zum Beispiel in die schrumpelige Haut von Miko, einem Wurfmesser schleudernden Heiler mit dem Körper eines riesigen Fliegenpilzes. Oder wie wäre es mit Orendi, einer vierarmigen Chaos-Hexe, die bevorzugt dampfende Säulen aus Schatten und Flammen verschießt? Ja, selbst ein Ex-Butler, der sich nun als Scharfschütze verdingt, steht zur Auswahl. 

Für den Kampf geboren

Die Mission dieser titelgebenden Figuren: Im Mehrspieler-Modus - dem Schwerpunkt des Spiels - organisieren sich immer fünf Battleborn-Helden in konkurrierenden Teams, um in drei  anspruchsvollen Spielvarianten eine Siegermannschaft zu küren.

Den Anfang des Modi-Aufgebots macht "Verwüstung". Das Grundprinzip ist schnell erklärt: Zwei 5-Mann-Teams buhlen um die Vorherrschaft über futuristische Energiekollektoren. Sobald der Startschuss einer Runde fällt, sprinten die Mannschaften wie von der Tarantel gestochen in Richtung der insgesamt drei Kollektoren. Steht ein Spieler für einige Sekunden neben einem Kollektor, setzt dies einen Punktezähler in Gang. Von da an gilt: Die Mannschaft, die zuerst 1000 Punkte scheffelt, siegt. 

Shooter mit einem Schuss Tower Defense

Klingt auf dem Papier verblüffend wie der Herrschaft-Spielmodus aus "Call of Duty"? Schon richtig, doch  "Verwüstung" präsentiert sich wesentlich komplexer, da Gearbox den Kugelhagel clever mit Elementen aus dem Tower-Defense-Genre anreichert.

Heißt konkret: Wer die Augen offen hält, findet überall auf der Karte sogenannte "Shards". Hat man genügend dieser Splitter aufgesammelt, lassen sich an vorgegeben Punkte innerhalb des Schlachtfelds nützliche Bauwerke erreichen. Acceleratoren zum Beispiel erhöhen das Tempo vorbeilaufender, freundlich gesinnter Krieger. Heilungsknoten peppen die Gesundheit wieder auf, und zielsuchende Selbstschussanlagen nehmen jeden aufs Korn, der das falsche Trikot trägt. 

Dem Vulkangott huldigen

Weiter geht’s mit "Schmelze", dem Lieblings-Spielmodus von Kreativ-Direktor Randy Varnell: "Aufhänger des Ganzen ist eine verrückte Künstliche Intelligenz, die sich selbst als Gottheit eines Vulkans bezeichnet und ständig nach Huldigung verlangt - vorzugsweise in Form von kleinen putzigen Roboter-Lakaien. Letztendlich geht es also darum, die wellenweise anrückenden Blechbüchsen des eigenen Teams in den Schlund einer Recycling-Anlage zu geleiten und die KI auf diese Weise zu besänftigen. Gelingt dies, kassiert dein Team Punkte. Wer zuerst die 500-Punkte-Hürde knackt, gewinnt."

Zusammen klappt's besser

Und tatsächlich: Im Probespiel beim Hersteller entpuppt sich Schmelze als echter Spaßbringer mit viel taktischem Tiefgang. Verteidigungstürme hochziehen, Verbündeten Feuerschutz geben, Routen für die eigenen Roboter freihalten, feindlichen Robotern den Weg abschneiden - speziell bei einer sich gut koordinierenden Truppe läuft dieser Modus zu Hochform auf.

Nicht gezeigt, aber mindestens genauso amüsant klingt "Überfall". Das Konzept: Man muss einen gut gepanzerten Spinnenroboter in der Basis des Feinds zerstören, während dieser zur selben Zeit mit allen Mitteln versucht, den Spinnenroboter im Konkurrenz-Hauptquartier einzuäschern. 

Erfahrung ist relativ

Das Besondere an allen Modi: Innerhalb einer Partie kann jeder Spieler seinen Recken durch gelungene Manöver bis Stufe zehn aufleveln. Nach jedem Stufenanstieg darf man zwischen zwei Fähigkeiten wählen. Endet eine Partie, geht das Aufleveln der Talente in der nächsten Schlacht aber wieder von vorne los.

Was sich zunächst nach Frust anhört, macht durchaus Sinn. Denn je nachdem, wie man den Helden in einem Match spezialisiert, verändert sich auch die eigene Spielweise stets aufs Neue - "League of Legends" lässt grüßen.

Doch keine Sorge: Um die Langzeitmotivation zu wahren, schalten alle im Spielverlauf angehäuften Erfahrungspunkte regelmäßig neue Abzeichen, Outfits, alternative Heldenfähigkeiten und dergleichen frei. Laut Gearbox alles kosmetische Dinge, die unterm Strich keine Auswirkungen auf die Spielbalance haben, wohl aber immer neue Spielweisen ermöglich sollen.

Kurzum: Ein Albtraum für die Balancing-Abteilung. Geschickt austariert jedoch gleichzeitig das ultimative Argument für lang anhaltenden Spielspaß und langfristigen Erfolg im E-Sport-Sektor, wo sich "Battleborn" neben Mitbewerbern wie "Gigantic" und "Smite" erfolgreich positionieren soll. 

Schwacher Singleplayer

Bliebe noch die Story-Kampagne, das zweite Standbein von Battleborn. Hier formen immer fünf Haudegen ein Quintett, um den letzten verbleibenden Stern der Galaxis vor der Zerstörung durch eine kriegerische Rasse namens Varelsi zu schützen. Klingt ein bisschen wie Borderlands mit neuen Gesichtern und anderer Story?

Wohl wahr, wenngleich hier Sammelaspekte und das konstante Aufleveln des Helden weit weniger Beachtung finden. Nach etwa 45 Minuten Anspieldauer hat es vielmehr den Anschein, als würde der Solo-Modus als eine Art Aufwärmübung für die fetzigen Mehrspieler-Schlachten dienen. 

Was uns gefällt

Auch der Humor kommt in Battleborn nie zu kurz. Herzhaft lachen mussten wir unter anderem während der anspielbaren Storymission, als im Hintergrund ein hitziges Gespräch zwischen der Künstlichen Intelligenz ISIC und seiner turmhohen Roboterspinne Geoff entbrannte. Levelboss Geoff nämlich ist fest davon überzeugt, dass er in Wirklichkeit Arachnus heißt. ICIS jedoch will das nicht wahrhaben und redet ununterbrochen auf ihn ein, um ihm das Gegenteil zu beweisen - urkomisch.

Was uns nicht gefällt

Am Anfang kann es schnell mal passieren, dass man sich ob der zahlreichen Bildschirmeinblendungen etwas erschlagen fühlt. Gesellen sich dann auch noch knallbunte Explosionen und ein halbes Dutzend umher springender Roboter dazu, fällt es Genre-Neulingen schwer, den Überblick zu behalten. Immerhin: Nach etwa einer Stunde hat man sich dran gewöhnt. Nicht zuletzt weil die Einblendungen einen hohen taktischen Informationsgehalt aufweisen.

Fazit

Die große Stärke von Battleborn liegt ganz klar im wirklich beeindruckenden Heldenaufgebot. Fast alle der 15 bisher vorgestellten Hitzköpfe spielen sich spürbar unterschiedlich, was zum Experimentieren anregt.

Ergänzt man nun noch die spannenden Online-Modi, den pechschwarzen Humor der Entwickler, die grandiosen Slapstick-Animation, den bereits überraschend stabilen Netzwerk-Code und den überall sichtbaren Mut zum Risiko, bleibt ein Action-Spektakel mit einer nicht zu unterschätzenden Sogwirkung. Aufpassen muss Gearbox allerdings, dass am Ende des Tages auch die Balance stimmt und genügend Anreize bestehen, hierfür den Vollpreis hinzublättern. 

Infos zum Spiel 

Titel: Battleborn
Genre: Ego-Shooter
Publisher: 2K Games
Hersteller: Gearbox
Release-Termin: 3. Mai 2016
Preis: ab 49 Euro (PC) / ab 65 Euro (Konsole)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht geprüft
Eindruck: Sehr gut 

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