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Nvidia Shield: Der Witcher kommt jetzt aus den Wolken

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Nvidia Shield: Der Witcher kommt jetzt aus den Wolken

19.11.2015, 14:41 Uhr | Benjamin Kratsch (jr / ta), Medienagentur plassma

Nvidia Shield: Der Witcher kommt jetzt aus den Wolken. Die Shield ist sehr abhängig von der Qualität des jeweiligen Internetproviders (Quelle: Nvidia)

Nvidia Shield ist eine potente und schick designte Spielkonsole, die sich vor allem für Gamer mit wenig Budget eignet. (Quelle: Nvidia)

Sie sind viel unterwegs und haben keine Lust, Konsole oder Gaming-Laptop mitzuschleppen, wollen aber trotzdem nicht auf PC-Hits wie "Witcher 3" verzichten? Dann könnte die Shield für Sie interessant werden, die neue Konsole von Grafikchip-Spezialist Nvidia. Sie ist deutlich kleiner als ein iPad, wiegt nur 650 Gramm und kostet günstige 200 Euro.

Verbaut wird hier allerdings nur eine Tablet-Grafikkarte für Android-Games zum Zwischendurch-Genuss. Woher also kommt die Power für anspruchsvolle PC-Titel in Full HD-Auflösung und sehr hohen Details her, die normalerweise einen teuren Spielerechner voraussetzen? Die Antwort: Aus der Cloud, einer Serverfarm in Frankfurt.

Wird der Gaming-PC überflüssig? 

Nvidia präsentiert die Shield als elegante Mini-Konsole, die dank gebürstetem Aluminium und exzellenter Verarbeitung aussieht wie ein Designerstück und nicht viel größer als ein iPad Mini ist. Ihre Maße: 21 Zentimeter breit, 13 Zentimeter tief, und wie ein Keil wird sie von vorn (1,2 Zentimeter) nach hinten dicker (2,4 Zentimeter).

Der Lieferumfang ist vorbildlich: Neben USB-Kabel, USB-Steckernetzteil und HDMI-Kabel gehört ein spezieller Nvidia-Controller zur Grundausstattung, der an das Xbox-One-Gamepad erinnert, jedoch massiver ist und mit Touch-Oberflächen sowie Sprachsteuerung arbeitet. 

Die Shield ist nicht nur eine mobile Spielkonsole, sondern eine Multimedia-Zentrale: Sie können per Spracheingabe nach Serien und Filmen im Android-Store suchen und dem beliebten Streamingdienst Netflix in 4K genießen (vier Mal höhere Auflösung als Full HD), was etwa in "House of Cards" mit Kevin Spacey für ein extrem scharfes Bild sorgt. 

Geforce Now: Das Netflix für Spieler

Doch was die Shield von allen anderen Geräten ihrer Klasse abhebt, ist der Service "Geforce Now". Damit streamen Sie komplette Spiele direkt von den Nvidia-Servern ins Hotel- oder Wohnzimmer. Das Prinzip funktioniert genauso wie bei Netflix: Klicken Sie dort einen Film an, wird der nicht heruntergeladen, sondern lediglich über Ihre Internetleitung von den Servern gestreamt. Die Shield macht das gleiche, nur mit Spielen. 

Das hat für den Nutzer mehrere Vorteile: Zum einen brauchen Sie kaum Speicherplatz, weil die Games nicht erst auf die Festplatte wandern müssen. Und zum anderen muss Hexenmeister Geralt für den Testlauf mit The Witcher 3 nicht auf der Konsole selbst gerendert werden - was teure Hardware erfordern würde -, sondern wird direkt vom Serverzentrum in Frankfurt auf Ihre Konsole gebracht. 

Doch funktioniert das wirklich reibungslos und störungsfrei? Ja - allerdings brauchen Sie eine schnelle Internetleitung. In unserer Testumgebung mit einer 50-Megabit-Leitung läuft The Witcher 3 in sehr hohen Einstellungen schön flüssig. Vor dem Kauf sollten Sie mit dem Speedtest von T-Online.de checken, ob Ihre Internetleitung genug Leistung im Download hat. 

Prinzipiell gibt es zwei unterschiedliche Angebote: Sie können ausgewählte Spiele wie The Witcher 3, Metro 2033: Redux, die neue Motorradsimulation MotoGP 15 oder das Adventure Trine 3 direkt für Preise zwischen 15 und 60 Euro kaufen, wodurch diese in Ihre Bibliothek wandern und jederzeit abrufbar sind. Alternativ können Sie auch ein Abo abschließen. Dieses bietet drei Gratis-Monate und kostet anschließend 9,99 Euro pro Monat. 

Gutes Spieleangebot

Der Deal ist durchaus spannend, weil der Abopreis ziemlich fair kalkuliert ist und der angebotene Katalog kontinuierlich erweitert wird. Das exzellente "Batman: Arkham Origins" zum Beispiel kostet für PC auf Amazon.de rund 9 Euro. Für den gleichen Preis bekommen Sie aktuell auf Geforce Now 54 Spiele - plus "Batman".

Die meisten Titel sind ein bis bis zwei Jahre alt und stammen aus den verschiedensten Genres: Kindgerechte Lego-Games wie "Lego Marvel Super Heroes" sind genauso enthalten wie Rennspiel-Perlen Marke "Grid: Autosport" oder Koop-Knobler wie das charmante "Brothers: A Tale of Two Sons". 

Was uns gefällt

Nvidia Shield ist ein äußerst gelungenes Allround-Paket: Das Gerät sieht schick aus und integriert sich durch sein edles Design besser ins Wohnzimmer als die aktuellen Videospielkonsolen Xbox One und PS4. Zudem beherrscht es Netflix in 4K-Auflösung - Besitzer eines entsprechend neuen Fernsehgeräts freuen sich über das Plus an Bildschärfe. Ebenfalls positiv: Die Grundausstattung ist mit Gamepad, HDMI- und USB-Kabel großzügig und der Speicher kann per USB und microSD erweitert werden.

Geforce Now ist als Service vor allem für Familien attraktiv, weil man für einen relativ geringen Preis jeden Monat eine riesige Bibliothek an Spielen freischaltet, die beispielsweise alle Lego-Titel enthält. Die Streams liefen in unserem Test mit einer 50-Megabit-Leitung in guter bis sehr guter Qualität flüssig und sehen größtenteils besser aus als auf einer klassischen Konsole wie der Xbox One, die gut 150 Euro mehr in der Anschaffung kostet. 

Was uns nicht gefällt

Die Shield ist sehr abhängig von der Qualität des jeweiligen Internetproviders. Sollte es Ausfälle geben oder die Bandbreite für einige Tage eingeschränkt werden, sinkt die Grafikqualität der Spiele, da diese ja nicht direkt auf der Konsole, sondern in einem Serverzentrum viele hundert Kilometer entfernt berechnet werden. Zudem zahlen Sie zwar 9,99 Euro im Monat, die Titel gehören Ihnen allerdings nicht und lassen sich nicht weiterverkaufen. Die Aktualität des Games-Angebots von Geforce Now könnte darüber hinaus besser sein. 

Fazit 

Nvidia Shield ist eine potente und schick designte Multimedia-Zentrale, die sich vor allem für Gamer mit wenig Budget eignet. Sie zahlen im Jahr lediglich knapp 120 Euro - was zwei PC-Vollpreis-Titeln entspricht - und erhalten dafür Zugang zu einer ebenso großen wie bunt gemischten Spielebibliothek. Das Streaming funktioniert mit entsprechender Internetanbindung einwandfrei.

Um auch Hardcore-Spieler zu überzeugen, muss Nvidia jetzt allerdings Gas geben und deutlich schneller aktuelle und Kracher wie "Star Wars: Battlefront", "Need for Speed" oder "Fallout 4" in sein Games-Portfolio aufnehmen. 

Infos zum Test 

Titel: Nvidia Shield
Typ: Spielkonsole
Hersteller/Publisher: Nvidia
Release-Termin: Im Handel 
Preis: zirka 200 Euro
Betriebssystem: Android TV
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Sehr gut 

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