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Starcraft 2 Legacy of the Void: Test zum Strategiespiel-Hit

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Test Starcraft 2: Legacy of the Void | Strategiespiel | PC, Mac  

Das großartige Finale einer Strategiespiel-Ära

24.11.2015, 13:51 Uhr | Olaf Bleich (tz), Medienagentur plassma

Starcraft 2 Legacy of the Void: Test zum Strategiespiel-Hit. Starcraft 2: Legacy of the Void (Quelle: Bethesda)

Starcraft 2: Legacy of the Void (Quelle: Bethesda)

Mit "Starcraft 2: Legacy of the Void" endet eine über 16 Jahre andauernde Odyssee: Der vermutlich letzte Teil der legendären Echtzeitstrategie-Serie von Blizzard bringt die Geschichte um Terraner, Protoss und Zerg zu einem versöhnlichen Abschluss. Die Kalifornier stellen erneut unter Beweis, dass das Genre der Echtzeitstrategie längst nicht zum alten Eisen gehört. Stattdessen liefern sie ein fulminant inszeniertes und spielerisch forderndes Finale ab.

Rückkehr eines alten Feindes

Nachdem in den vergangenen zwei "Starcraft"-Ablegern noch Terraner und Zerg die Hauptrollen spielten, greifen nun die außerirdischen Protoss an. Angeführt von Artanis bereiten sie das letzte Gefecht gegen den zurückkehrenden Bösewicht Amon vor. Blizzard inszeniert die aus 25 Missionen bestehende Kampagne dabei gewohnt meisterhaft: Ein eindrucksvolles Render-Intro leitet ins Spiel ein, anschließend führen nicht minder imposante, aber in Ingame-Grafik gehaltene Zwischensequenzen durch die Geschichte. Die Entwickler erzeugen in Starcraft 2: Legacy of the Void ein wahres Gefühl der Bedrohung – viele dramatische Momente lassen keinen Zweifel daran, dass die Galaxie kurz vor dem Untergang steht.

Knallharte Echtzeitstrategie

Doch trotz der filmischen Präsentation bleibt "Legacy of the Void" ein Echtzeitstrategie-Spiel der alten Schule. Der Basisbau sowie das konsequente Erweitern und Verbessern einer eigenen Streitkraft stehen in vielen Missionen im Mittelpunkt. Allerdings lockert Blizzard den Spielablauf immer wieder mit eingestreuten Extramissionen und netten Wendungen auf. Oft setzen Zeitlimits Hobby-Generäle unter Druck. Ständig attackierende feindliche Armeen bringen Spieler ohne eine gut aufgestellte Verteidigung in Bedrängnis.

Sehr schön: Über freiwillige Nebenaufgaben innerhalb der Missionen schalten Sie Energiepunkte frei. Diese werden später für die Konfiguration eigener Einheiten auf der Speer von Adun, dem Mutterschiff der Protoss, benötigt. Legacy of the Void lässt Ihnen daher beim Bewältigen der Aufgaben eine Menge Freiheiten, macht es Ihnen aber zu keinem Zeitpunkt zu leicht. Im Gegensatz zu "Heart of the Swarm" ist der letzte Teil der "Starcraft 2"-Trilogie deutlich schwieriger und erfordert weitaus mehr Planung. Langsame Baumeister werden regelmäßig von Feinden überrannt. Wer nur auf große Armeen und die berühmte Tankrush-Taktik setzt, wird ebenfalls scheitern.

Alles hört auf Ihr Kommando

Legacy of the Void spielt sich sehr traditionell. Einsteiger können sich in einem kurzen Tutorial die wichtigsten Grundlagen aneignen, Kenner der Serie finden sich schnell mit der Navigation zurecht. Die Protoss sind als hochentwickeltes Weltraumvolk besonders auf technische Hilfsmittel angewiesen. Sie bilden damit das Gegenstück zu den im Schwarm agierenden Zerg.

Wichtigstes Werkzeug im Kampf gegen Amon: das Raumschiff Speer von Adun. Hier findet man beispielsweise das Konzilpult, mit dessen Hilfe man für die nächste Mission verfügbare Einheiten zusammenstellt. Die maximal drei für einen Truppentypen angebotenen Alternativen besitzen stets unterschiedliche Eigenschaften und erfordern somit auch eine andere Herangehensweise. Dadurch legen sich Feldherren bereits im Vorfeld der Einsätze ihre Strategie zurecht, können die Einsätze aber später auch mit anderen Truppen probieren. Darüber hinaus besitzt die Speer von Adun vier innerhalb der Missionen einsetzbare Zusatzfertigkeiten – zum Beispiel den Orbitalschlag, mit dem man feindliche Armeen förmlich pulverisiert.

Schnell, komplex, gut ausbalanciert

Aber auch normale Produktionsstätten lassen sich im Spielverlauf aufrüsten. Mit Schmieden beispielsweise verbessern Sie die Angriffs- und Verteidigungswerte Ihrer eigenen Soldaten. Mit Warptoren beamt man produzierte Einheiten auf einen beliebigen Platz auf dem Feld. Das ist gerade bei der Belagerung von Zerg-Nestern überaus sinnvoll.

Legacy of the Void bietet eine Fülle taktischer Hilfsmittel und fordert diese durch den vergleichsweise hohen Schwierigkeitsgrad auch ein. Diese Komplexität, gepaart mit der gewohnt hohen Geschwindigkeit, machen Blizzards Echtzeitstrategiespiel zu einer enorm befriedigenden Angelegenheit. Denn hier spürt man sehr schnell, wenn Ideen Erfolg haben oder eben im Sand verlaufen. Somit liefert Blizzard erneut ein Strategiespiel mit einer gelungenen Balance ab, die sich auch im Mehrspielermodus auszahlt.

Bekannte Multiplayer-Freuden

Gerade für Neulinge bieten sich die vielfältigen Koop-Optionen an, um gemeinsam mit einem erfahrenen Kollegen in die Schlacht zu ziehen. Im Archon-Modus beispielsweise kann man mit zwei oder mehr Teilnehmern die eigene Basis aufbauen und seine Truppen ins Gefecht führen. Idealerweise spricht man sich dabei per Headset ab und koordiniert so eigene Aktionen.

Im Koop-Modus dagegen wählen je zwei Spieler pro Volk ihre Kommandanten – etwa den Protoss-Helden Artanis – und kämpfen sich gemeinsam durch streng missionsbasierte Einsätze. Leider gibt es für diese Spielart bislang nur fünf verschiedene Levels, die sich auf Dauer zu schnell wiederholen. Hier muss Blizzard definitiv noch neue Maps nachliefern.

In den Versus-Optionen schließlich ziehen die Macher mächtig das Tempo an. Hier sind deutlich weniger Ressourcen verfügbar – man wird förmlich dazu gezwungen, früh auf Entdeckungsreise zu gehen. Die Folge: Schnell gerät man mit anderen Spielern in kriegerische Konflikte.

Des Weiteren führt Blizzard auch noch sechs neue Einheiten ein, darunter den den Boden- und Lufttruppen bombardierenden Liberator. Unterm Strich spielt sich der Multiplayer-Modus von Legacy of the Void zwar sehr gut, richtet sich aber an erfahrene Spieler. Wer hier nämlich nicht die Kurzbefehle wie ein Pianist in die Tastatur hämmert, wird in wenigen Minuten das Zeitliche segnen.

Was uns gefällt

Blizzard weckt mit Legacy of the Void bei Kennern ein Gefühl der Vertrautheit, führt gleichzeitig aber auch spannende Neuerungen ein. Spielerisch macht der Strategie-Titel gegenüber Heart of the Swarm einen deutlichen Schritt nach vorne, ohne taktische Winkelzüge und kluges Vorausplanen kommt man hier nicht weit. Die Missionen der Kampagne überzeugen nicht nur mit ihrer schmissigen Geschichte, sondern auch mit immer wechselnden Aufgaben und Nebenzielen. Frische Elemente wie das Zusammenstellen von Truppen oder die Protoss-Arche binden die Entwickler stimmig in das Szenario ein. Im Online-Bereich punktet der Abschluss der Starcraft-Reihe mit einem noch strafferen Gameplay und gut umgesetzten Koop-Funktionen.

Was uns nicht gefällt

Fällt die grundsätzliche Präsentation der Kampagne noch ausgesprochen hübsch aus, sieht man Legacy of the Void das Alter der verwendeten Grafiktechnologie inzwischen an. Gerade die Texturtiefe lässt zu wünschen übrig, und auch die Animationen der insgesamt recht kantigen Einheiten könnten einen Tick weicher sein. Darüber hinaus richtet sich selbst der normale Schwierigkeitsgrad eher an erfahrene Starcraft-Zocker. Neueinsteiger sollten deshalb keine Scheu haben und auf "Moderate" umschalten. Dem Koop-Modus mangelt es zudem an Substanz – fünf Karten sind auf Dauer einfach zu wenig.

Fazit

Der krönende Abschluss der Starcraft-Saga: Legacy of the Void ist ein erstklassig präsentiertes und zugleich überaus forderndes Echtzeitstrategiespiel. Über kleinere Schwächen kann man hier getrost hinwegsehen. Das Abenteuer der Protoss ist heißer Anwärter auf den Titel des besten Echtzeitstrategiespiels des Jahres.

Titel: Starcraft 2: Legacy of the Void
Genre: Echtzeitstrategie
Publisher: Activision Blizzard
Hersteller: Blizzard Entertainment
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 40 Euro
System: PC, Mac
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Sehr gut

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