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Far Cry Primal: Preview zum urzeitlichen Action-Spiel

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Preview zu Far Cry Primal | Actionspiel | PS4, Xbox One, PC  

Überleben in der Steinzeit

26.11.2015, 14:16 Uhr | Sönke Siemens (tz), Richard Löwenstein

Far Cry Primal: Preview zum urzeitlichen Action-Spiel. Far Cry Primal (Quelle: Ubisoft)

Far Cry Primal (Quelle: Ubisoft)

Nach actiongeladenen Ausflügen in die Tropen und den Himalaya wagt Ubisoft mit seiner Open-World-Serie im Frühjahr 2016 den Sprung in die Vergangenheit. Genauer gesagt in eine Zeit, in der sich die Menschheit den ersten Platz in der Nahrungskette hart erkämpfen muss. Feuer frei für „Far Cry Primal“ - den ersten Ego-Shooter für PC, PS4 und Xbox One, der die Steinzeit thematisiert.

Menschheit versus Natur

Genau wie in den ersten vier „Far Cry“-Spielen dreht sich auch diesmal alles ums Überleben in einer Welt voller Gefahren – nur eben knapp 12.000 Jahre vor unserer Zeit. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Takkar, seines Zeichens erfahrener Jäger und letzter Überlebender einer Jagdgruppe. Was genau den durchtrainierten Burschen in seine missliche Ausgangslage versetzt hat, wollte Entwickler Ubisoft Montréal noch nicht preisgeben. Fest steht nur, dass Takkar bei seiner Ankunft in einem Land namens Oros wieder ganz von vorn anfangen muss.

„Takkar ist erschöpft, er hat alle verloren, er ist allein und unbewaffnet“, so Jean-Sebastien Decant, Story-Verantwortlicher des Projekts. Schlimmer noch: „Er befindet sich an einem Ort, an dem es schwer zu sagen ist, ob die wilden Tiere oder die Menschen gefährlicher sind.“ Die vorrangigen Spielziele in diesem durch und durch unwirtlichen Szenario? Bei einem neuen Stamm Fuß fassen, verlässliche Landsleute finden, zum größten Beutejäger jener Zeit aufsteigen und die Menschen in Oros vereinen. Dass benachbarte Stämme vor allem mit den letztgenannten Punkten ein Problem haben dürften, versteht sich von selbst.

Actionspiel 
Far Cry Primal: Neue Steinzeit-Action

Ubisoft schickt die Spieler in einen urzeitliche Wildnis voller Gefahren. Video

Zeitreise ins Mesolithikum

Chronologisch betrachtet spielt „Far Cry Primal“ im Holozän, einem jüngeren Zeitabschnitt der Erdgeschichte. Dort wiederum konzentriert man sich auf das sogenannte Mesolithikum, zu Deutsch auch Mittelsteinzeit genannt. „Es ist die Zeit, als Menschen einen Stab in den Boden rammten und das Land ihr Eigen nannten“, so Christophe Guyot, Kreativdirektor des Studios. „Die Zeit, als wir begannen, in der Nahrungskette empor zu steigen. Damit kamen Konflikte unter den Menschen sowie gegen die Natur an sich auf.“

Flora und Fauna zum Staunen

Die fiktive, eingangs erwähnte Spielwelt Oros skizziert Ubisoft unter anderem als fruchtbares Tal am Fuße eines geschmolzenen Gletschers. Um für die nötige optische und spielerische Abwechslung zu sorgen, prallen in Oros jedoch zahlreiche Ökosysteme aufeinander. Laut der Open-World-affinen Entwicklertruppe aus Montréal soll die Spielwelt demnach aus karger Taiga, gefrorener Tundra, düsteren Sumpflandschaften und üppigen Mammutbaum-Wäldern bestehen.

Und klar: Einher mit einer vielseitigen Flora geht natürlich auch eine mannigfaltige Fauna. Bestätigt sind unter anderem grasende Wollnashörnern, fauchende Säbelzahntiger, meterhohe Höhlenbären, tonnenschweren Mammuts, gewaltige Rotwildherden und furchteinflößende Canius-Dirus-Rudel – eine Art Steinzeit-Vorfahre von Wolf, Hund, Schakal und Kojote.

Fressen statt gefressen werden

Aus Gameplay-Sicht betrachtet formen diese Grundbausteine ein äußerst solides Fundament für spannende Open-World-Action. Auch wenn Ubisoft uns bisher ausführliche Spielsequenzen schuldig bleibt, geben erste Entwicklerdokumente und -Videos bereits einen interessanten Einblick in die zu erwartenden Spielabläufe. Ganz oben auf der Agenda: Die Großwild-Jagd mit KI-Kameraden. Zu sehen ist unter anderem eine dramatische Sequenz, in der sich Takkar und drei Stammesmitgliedern einer Herde grasender Mammuts nähern.

Als die Kolosse von den Menschen attackiert werden, bricht Panik aus. Die schon bald mit Pfeilen und Speeren übersäten Kreaturen trampeln wild um sich und schleudern unvorsichtige Krieger mit ihren Stoßzähnen meterweit durch die Luft. Nach heftigem Kampf aber sacken einige Giganten leblos zu Boden, nur um kurz darauf von ihren stolzen Jägern ausgeweidet zu werden. Das Problem: Ein aufmerksamer Säbelzahntiger hat all das mitbekommen und will den Jägern nun seinerseits die Beute streitig machen.

Craften statt kaufen

Was uns zum nächsten wichtigen Spielelement bringt – dem Crafting. Ähnlich wie im Dinosaurier-lastigen Genre-Kollegen „Ark: Survival Evolved“ für PC müssen Waffen und Rüstzeug auch in „Far Cry Primal“ nicht gekauft sondern selbst gefertigt werden. Thomas Simon weiter: „Am Anfang findet man Holz und Steine, um seine ersten Waffen herzustellen. Nach und nach entdecken die Spieler dann mehr Ressourcen, um immer stärkere Angriffswerkzeuge herzustellen.“

Reizvoll: Geht’s nach den historischen Recherchen von Ubisofts Art-Direktor Mickael Labat beherrschten die Menschen der Mittelsteinzeit bereits 150 Methoden, Steine zu bearbeiten. Eben diese Vielfalt will man letztlich auch durch das Crafting-System abbilden. Gleichzeitig versprechen die Kanadier, dass das Element Feuer eine zentrale Rolle spielen soll. Wer mag darf unter anderem Waffen in Brand stecken und so neue taktische Möglichkeiten ausschöpfen.

Fragen über Fragen

Schon im jetzigen Stadium macht „Far Cry Primal“ unglaublich neugierig. Dennoch bleiben viele Frage bisher unbeantwortet: Wie fühlt sich der Verzicht auf Schuss- und Umgang mit Wurfwaffen an? Wie komplex ist das Nahkampf- und Jagd-System? Muss der Spieler aufmerksam Spuren lesen und Fallen stellen oder sucht er – ständig von Wegpunkten an die Hand genommen – schlichtweg nach vorgegebenen Zielen? Wird das Spiel das menschliche Sozialverhalten jener Epoche porträtieren? Und ganz wichtig: Wie wird man größere Distanzen schnell überwinden können?

Lassen sich Raubkatzen zähmen und als Begleiter abrichten, wie es das Titelmotiv auf der bereits veröffentlichte Spielverpackung suggeriert? Darf man – die Elefanten aus „Far Cry 4“ lassen grüßen – womöglich sogar Mammuts reiten? Fraglich bleibt außerdem, ob der Erscheinungstermin wirklich so sinnvoll gewählt ist. Immerhin sollen am selben Tag die First-Person-Schwergewichte „Deus Ex: Mankind Divided“ und „Mirror’s Edge Catalyst“ auf den Markt kommen.

Was uns gefällt

Grafisch und akustisch fängt „Far Cry Primal“ die noch kaum von Shooter-Entwicklern beackerte Steinzeit-Epoche fantastisch ein. Hungrige Säbelzahntiger fletschen eindrucksvoll ihre Zähne, in die Enge gedrängte Wollhaarmammuts bäumen sich turmhoch vor dem Spieler auf und die Kampfschreie verfeindeter Stämme gehen durch Mark und Bein. Dazu gesellt sich eine zumindest im Ankündigungsmaterial sehr eindrucksvolle Weitsicht, eine – zumindest im Trailer – angenehm urzeitlich klingende Sprachausgabe sowie ein dynamischer Tag-/Nacht-Zyklus. Letztgenannter soll so komplex ausfallen, dass Beutetiere des Nachts Schlafplätze aufsuchen während Raubtiere erst richtig aktiv werden und auf die Pirsch gehen.

Was uns nicht gefällt

Nach allem was bisher bekannt ist, übernimmt „Far Cry Primal“ viel Bewährtes aus „Far Cry 4“. Speziell in diesem Punkt bleibt zu hoffen, dass Ubisoft Montréal es nicht übertreibt und – mal abseits vom Setting und der optimierten Jagd-Thematik – ausreichend eigenständige Elemente bietet. Vorzugsweise solche, die man noch nicht in anderen Ubisoft Open-World-Abenteuern erlebt hat. „Far Cry“-Fans vermissen zudem eine Mehrspieler-Komponente. Weder ein Koop-Modus noch jedwede Form von Versus-Action wurden bisher angekündigt. Doch wer weiß, vielleicht will man sich noch ein paar Knallbonbons für die Wochen vor der Veröffentlichung aufheben.

Fazit

Vielversprechendes Szenario, sympathischer Held, überzeugende Technik: Obwohl noch viele Details im Verborgenen liegen, hat „Far Cry Primal“ bei Genre-Kennern schon jetzt einen Stein im Brett. Trotzdem sollten sich die Entwickler am Riemen reißen, die bewährte Ubisoft-Open-World-Formel nicht überzustrapazieren und ausreichend eigenständige Spielmechaniken zu integrieren. Geschieht dies nicht, läuft das Projekt schnell Gefahr, als „Far Cry 4“ mit anderer Spielwelt, neuen Gegnern und prähistorischen Waffen abgestempelt zu werden.

Titel: Far Cry Primal
Genre: Action-Abenteuer
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Ubisoft Montréal
Release-Termin: 23. Februar 2016 (Konsole), März 2016 (PC)
Preis: ab 60 Euro (PC), ab 70 Euro (Konsole)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: noch ausstehend
Eindruck: Gut

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