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Uncharted 4: A Thief's End - Preview zum Multiplayer-Modus

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Preview zu Uncharted 4 Multiplayer | Action-Adventure | PS4  

Mit Enterhaken und Magie zu mehr Mehrspieler-Spaß

01.12.2015, 15:13 Uhr | Benjamin Kratsch (tz), Medienagentur plassma

Uncharted 4: A Thief's End - Preview zum Multiplayer-Modus. Uncharted 4: A Thief’s End (Quelle: Sony)

Uncharted 4: A Thief’s End (Quelle: Sony)

"Wir haben Uncharted nie nur als Spiel gesehen, sondern immer auch als Film", verrät US-Schauspieler und -Synchronsprecher Nolan North auf der Paris Games Week 2015 im Gespräch. Seit 2007 verkörpert der sympathische Kalifornier den Abenteurer Nathan Drake, der im Frühjahr 2016 in "Uncharted 4: A Thief’s End" exklusiv auf der PS4 wieder auf Schatzjagd gehen wird. Die Action-Adventure-Reihe war schon immer ein spielbarer "Indiana Jones"-Film, in dem Gags und Bleigewitter auf Emotionen und Explosionen treffen. Die gibt’s jetzt auch im Mehrspielermodus – der außerdem noch ein paar spannende Überraschungen bereithält, wie die Redaktion beim Anspieltermin in Paris herausgefunden hat.

Viel mehr Dynamik

Im Online-Betrieb ist Uncharted 4 spürbar dynamischer und wilder als seine Vorgänger. Ein Grund dafür: die experimentell gestalteten Kartenlayouts. Da gibt’s tiefe Schluchten, über die Sie sich mit Enterhaken schwingen müssen oder Erdhügel, die sich im Zusammenspiel mit fließendem Wasser in Schlamm verwandeln und für eine Art natürliche Rutsche sorgen. Auffällig: Keines dieser Elemente ist geskriptet. Es läuft also nicht einfach nur eine Animation ab, Sie bleiben stattdessen jederzeit Herr der Lage. Beim Rutschen können Sie sich nach links oder rechts lehnen und nach vorne feuern. Oder nach hinten zielen, um etwaige Gegner auf dem Hügel zu erwischen. Beim Einsatz des Enterhakens behalten Sie ebenfalls die volle Kontrolle: Wer aus dem Sprint das Seil wirft, entwickelt mehr Druck, schwingt dadurch weiter und kann besser abspringen.

Das ist wichtig, denn Sie können die Aktion gleich mit einer Kopfnuss kombinieren. Dazu müssen Sie nur hoch genug schwingen, dann abspringen, den Gegner anvisieren und zum Knockout aus der Luft ansetzen. Zu Belohnung für derartig coole Manöver winken "Naughty Dog Coins", die Ingame-Währung von Uncharted 4.

Bodyguards, Ärzte und Scharfschützen

Wofür man die Naughty Dog Coins braucht? Dafür lassen sich beispielsweise äußerst nützliche KI-Begleiter freischalten. Der Savior agiert als Arzt, der Sie heilt und zudem Ihren Munitionsvorrat aufstockt. Der Hunter hingegen ist ein schneller Jäger, der sich furchtlos auf den nächstgelegenen Feind stürzt. Er schaltet ihn allerdings nicht aus, sondern nimmt ihn in den Schwitzkasten. Diese KI-Komponente sorgt für etliche skurrile Szenen und entpuppt sich als interessanter taktischer Zug für die sehr verwinkelte Karte, die in Paris spielbar war. Dort treffen Sie öfter mal auf zwei Gegner. Einer davon wird dann vom Hunter in Schach gehalten – vorausgesetzt, der Feind hat keinen Sniper-Schützen engagiert, der ebenfalls völlig selbstverständig die beste Schussposition sucht und Ziele anvisiert. Die Balance scheint auf den ersten Blick gut zu funktionieren, weil die KI-Kollegen nur wenige Treffer aushalten. Für eine genauere Analyse reicht der rund zweistündige Anspieltermin aber nicht aus.

Mit der Macht der Magie

Für Naughty Dog Points können Sie zudem stärkere Waffen und mächtige magische Artefakte erstehen. Bislang sind drei dieser mystischen Fähigkeiten bekannt. Der El-Dorado-Sarkophag stammt aus "Uncharted: Drake’s Schicksal", richtet für kurze Zeit starken Umgebungsschaden an und bringt Gegner in seinem Umkreis dazu, sich zurückziehen. Die Widersacher müssen infolgedessen die Deckung verlassen – und Sie können sie dann bequem von hinten beschießen. Mit dem Cintamani-Stein aus "Uncharted 2: Among Thieves " beleben Sie hingegen auf Knopfdruck alle am Boden liegenden Mitspieler wieder. Praktisch: Werden Sie mit aktiviertem Stein ausgeknockt, können Sie sich auch selbst heilen. Und der "Geist des Dschinn" verbessert Ihren Nahkampfschaden und macht Sie rasend schnell. Normalerweise benötigt man drei Nahkampfattacken, um einen Gegner zu töten – mit dem Feuer-Geist reichen bereits zwei aus.

Gut und Böse ballern um die Wette

Abseits des experimentellen Levelaufbaus ist die Struktur des Multiplayer-Modus von Uncharted 4 recht klassisch: Im in Paris gezeigten Modus Team-Deathmatch kämpfen zwei Fünf-Spieler-Teams gegeneinander und ballern dabei je nach Geschmack mit Sturmgewehren, Uzis, Revolvern, Schrotflinten oder Scharfschützengewehren. Sie können dabei auf Seite der Guten zwischen Nathan Drake, seiner Frau Elena, seinem Bruder Sam oder Mentor Sully wählen, die jeweils passende Sprüche parat haben. Im Böse-Buben-Lager warten die Gegenspieler der letzten drei Uncharted-Teile. Darunter die Anführerin einer britischen Geheimgesellschaft, Katherine Marlowe aus "Uncharted 3" oder der skrupellose Söldner Zoran Lazarević, der Nathan in "Uncharted 2" das Leben schwermachte.

Was uns gefällt

Entwickler Naughty Dog schaltet auf Angriff und geht hohes Risiko ein. Gut so, daraus resultieren herrlich kreative Online-Karten und magische Superwaffen mit hohem Spaßpotenzial. Besonders unterhaltsam sind akrobatische Aktionen wie das Klettern auf Felsen und das Schwingen via Enterhaken oder die Schlammrutschen, die nicht selten in einem Überraschungsangriff münden. Für Fans besonders schön: Man darf mit aus der Serie bekannten Figuren antreten. Auf technischer Seite überzeugt die stabile Framerate mit 60 Bildern pro Sekunde.

Was uns nicht gefällt

Leider läuft der Mehrspielermodus nicht in FullHD, PS4-Spieler müssen mit 900p-Auflösung Vorlieb nehmen. Darunter leiden in der angespielten Version Effekte und Texturschärfe – die Einspieler-Kampagne sieht im direkten Vergleich deutlich edler aus. Außerdem bleibt die Frage, ob die starken Magiewaffen nicht die Balance gefährden. Zu guter Letzt hat Naughty Dog bereits Mikrotransaktionen angekündigt: Man wird Waffen, Werkzeuge und Upgrades nicht nur mit der erspielten Ingame-Währung kaufen können, auch der Einsatz von echtem Geld soll möglich sein. Bleibt zu hoffen, dass die Macher Wort halten und keinerlei Spiel-relevante Items integrieren.

Fazit

Für den Mehrspielermodus von Uncharted 4 streift Naughty Dog endlich alte Gameplay-Fesseln ab: Die Levels sind deutlich größer als in den vorherigen Teilen und bieten motivierende Spezialelemente, und auch die freischaltbaren Leibwächter und magischen Waffen gestalten den Multiplayer-Alltag deutlich spannender als zuvor. Wenn am Ende die technische Umsetzung und die KI-Balance stimmen, wird der Online-Part weitaus mehr als nur eine nette Ergänzung zum Story-Modus.

Titel: Uncharted 4: A Thief’s End
Genre: Action-Adventure
Publisher: Sony
Hersteller: Naughty Dog
Release-Termin: 18. März 2016
Preis: zirka 70 Euro
System: PS4
USK-Freigabe: Einstufung ausstehend
Eindruck: Sehr gut 

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