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The Crew - Wild Run: Die Freude am Fahren

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Test zu The Crew: Wild Run | Rennspiel | PC, PS4, Xbox One  

Die Freude am Fahren

04.12.2015, 15:22 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

The Crew - Wild Run: Die Freude am Fahren. Das Open World-Rennspiel steigert die Bandbeite an Autos und Tuningmöglichkeiten (Quelle: Ubisoft)

Ubisoft setzt in dem Arcade-Racer für PC, PS4 und Xbox One vor allem auf die Freude am Fahren. (Quelle: Ubisoft)

Den Open World-Arcaderacer "The Crew - Wild Run Edition" von Ubisoft kann man ganz toll finden oder ziemlich enttäuschend. Wer ohne hinzugucken 50 Euro in die Vollversion investiert  in der Hoffnung, er hole sich den Nachfolger zu "The Crew" auf PC, PS4 oder Xbox One auf die Festplatte- tja, der wird definitiv etwas enttäuscht sein. Es handelt sich nämlich um dasselbe Game, getunt und ergänzt um ein paar Neuerungen - worauf auf der Verpackung auch fairerweise deutlich hingewiesen wird.  

Altes Benzin in neuem Tank 

Für so manchen Vollgasfan könnte daher das inhaltsgleiche, aber etwas preiswertere DLC-Paket die bessere Wahl sein. Das gilt vor allem für bisherige The Crew-Eigner. 

Grundsätzlich verfolgen The Crew und die Wild Run Edition denselben attraktiven Ansatz: Es handelt sich um einen Arcade-Rennspiel, bei dem den Spielern die komplette USA zum bleifüßigen Austoben zur Verfügung liegt. Okay, die Fläche zwischen Kanada und Mexiko, Ost- und Westküste wird nicht maßstabsgetreu wiedergegeben. Aber Los Angeles, Miami, Las Vegas und neun weitere US-Metropolen sind deutlich wiedererkennbar, die Wüste von Nevada, die Küste von Oregon und andere Landschaften ebenfalls. 

Das Gebiet ist nahtlos befahrbar und dient als Schoß für Hundertschaften von Checkpoint-Herausforderungen, Fluchtfahrten, Wettrennen und Fahrzeugshops. Die aufrufbare Karte zeigt, wo was los ist: Im Spielverlauf ploppt dort ein Event nach dem anderen auf. Eine Schnellreisefunktion stellt sicher, dass man nicht Hunderte Meilen von Hand fahren muss. Könnte man aber. 

Präzise Steuerung, fragwürdige Fahrphysik 

Die Steuerung gewinnt im Vergleich mit dem Originalspiel deutlich: die Autos reagieren spürbar präziser auf Lenkbewegungen. Prima. Leider fühlen sich die Events trotzdem alle ähnlich an, und die KI der Computergegner finden wir immer noch eher okay als überzeugend. Wie gehabt entscheidet der Zufall über den Ausgang einiger Rennen, beispielsweise weil direkt nach einer engen Kurve computergesteuerter Gegenverkehr die Spur schneidet. So sehr man die Trucks, Sonntagsfahrer und Fußgänger schätzt, weil sie das Bild beleben in solchen Momenten wünscht man sie sich auf den Mond.

Auch die gelegentlichen Aussetzer der Fahrphysik schwächen den Vertrauensaufbau. Wild Run unterbietet diesbezüglich sogar das Originalspiel. Die Fuhre verreißt nach Kollision mit Haus oder Baum manchmal äußerst unrealistisch, hebt sogar sekundenlang ab. Ja, sind wir denn auf dem Mond hier? Als ernstzunehmende Rennsimulation disqualifiziert sich Wild Run damit. Leider - es fehlt ganz einfach an Kontrollierbarkeit und Berechenbarkeit. 

Cruisen und entdecken 

Die Reize von The Crew Wild Run liegen woanders. Cruisen und die Welt entdecken, das macht Freude. Insofern ähnelt Wild Run verblüffend einer Oldieproduktion mit sehr ähnlichem Charakter: "Test Drive Unlimited". Tatsächlich steckt hinter beiden Spielen dasselbe französische Entwicklungsteam.

Ähnlich wie bei Test Drive Unlimited fokussiert Wild Run weniger auf Positionskämpfe und Wettbewerbe als vielmehr auf genussvolles Gondeln und Abgrasen vieler hundert Wettbewerbe, die sich zwischen Wüsten und Wolkenkratzern, Steilküsten und Bergstraßen verstecken. Denn bereits die bloße Event-Teilnahme verspricht Rangaufstiege und - damit verbunden - die Verfügbarkeit attraktiver Tuningteile. Und schon ist man vom Sammelfieber infiziert. 

Erweiterte Ausstattung 

Im Originalspiel sind es vor allem Motorteile gewesen, die das Auto schnell und schneller machen. Die Wild-Run-Erweiterung ist eher auf Farben und Flügelchen gepolt. Dass diese Hinwendung zur kosmetischen Veredelung nicht jedem gefällt, liegt auf der Hand. Aber wer siegt, der kassiert immer noch tausende Dollars und kann sich dem Lustkauf bei vielen virtuellen Fahrzeughändlern hingeben.

Wild Run begeistert mit weit über 200 wunderschön nachgebauten Sportautos großer Marken aus aller Welt. Von Alfa Romeo über BMW und RUF-Porsche bis Lamborghini ist so ziemlich alles vertreten, was Rang und Namen hat. Die Auswahl wird ergänzt um brachiale Monstertrucks und für Dragsterwettbewerbe getunte Sportautos, die auf langen Geraden 500 km/h und mehr erreichen. Dazu kommen hibbelige Enduros und schnittige Sportmotorräder von BMW, KTM, Ducati und Co. 

The Summit - das eigene Karrieresystem 

All diese neuen Fahrzeugklassen versammelt Wild Run in einer eigenen neuen Großveranstaltung namens "The Summit". Wer teilnehmen möchte, sucht den Ort auf der Karte, reist dorthin - und voilá, schon ploppt ein The-Summit-eigenes Menüsystem auf und offeriert neue Karrierechancen. Über ein leider arg undurchschaubar strukturiertes Freischaltsystem, das an Rangaufstiege gekoppelt ist, erspielt man sich eine Reihe neuer Drift-, Dragster- und Monster-Truck-Challenges. 

Neue Wettbewerbe für erfolgreiche Fahrer 

Dragsterwettbewerbe präsentieren sich als kurzweiliges Minigame, bei dem man durch präzises Timing von Gas und Schaltung optimale Beschleunigungszeiten erreicht. Bei den Driftchallenges fühlt sich die Steuerung komplett anders an als sonst im Game, eher so als rutsche das Auto über Glatteis. Das erschwert die Umgewöhnung, trotzdem bildet das möglichst lange Halten und Verketten von Drifts eine willkommene Abwechslung zwischen den sonst eher faden Rennen.

Am meisten Spaß verbreiten die Monster Trucks: Mit ihnen über Äcker und durch Wüsten zu pflügen, das zaubert jedem ein Grinsen ins Gesicht. Sehr zu empfehlen sind in diesem Zusammenhang Besuche in Stuntparks. Dort jagt man seinen fahrbaren Untersatz - Monster Trucks, aber gerne auch Sportautos oder Motorräder - über steile Rampen und riesige Loopings. Dabei gibt es Punkte zu gewinnen. Ein Onlinetableau erlaubt den Leistungsvergleich mit Gamern weltweit. 

Was wir mögen

Das Gameplay profitiert spürbar von der Verbesserung der Steuerung. Das Handling der Fahrzeuge fühlt sich nun deutlich präziser an als im Originalgame. Da lohnt sich sogar erneutes Spielen bereits absolvierter Wettwerbe, denn die eine oder andere gespeicherte Bestleistung dürfte nunmehr Geschichte sein. Die drei neuen Wettbewerbs-Varianten Drift, Dragster und Monster Truck sind als Ergänzung der The Crew-Spielwelt herzlich willkommen. 

Was wir nicht mögen

Besitzer des Originalgame müssen keine Vollversion kaufen, sondern können die neuen Inhalte per DLC etwas preiswerter erwerben. 30 Euro ist allerdings immer noch ein stolzer Preis, umso mehr als das Game im Rahmen diveres In-App-Käufe zusätzlich zur Kasse bittet: Gegen Bares erhält man Zugriff auf Extracredits für den Kauf von Autos und Tuningteilen. Letztere konnte man im Originalspiel relativ zügig von Hand erspielen, das fällt nach Installation von Wild Run deutlich schwerer. Ungeduldige kommen um weitere Geldausgaben also nicht herum. 

Fazit

Auf Bildern gleicht Wild Run spaßgetränkten Rennsimulationen wie "Forza Motorsport 6" oder dem neuen "Need for Speed". Allerdings verlieren sich die Racing-Wettbewerbe in der riesigen Spielwelt - wirklich spannende Wettrennen sind selten.

Tatsächlich setzt der Openworld-Racer komplett andere Schwerpunkte: Es geht weniger um das Training des Fahrkönnens oder Kick der Positionskämpfe, sondern vielmehr um die Freude am Fahren und am Sammeln. Das gilt für Wild Run eher noch mehr als für das Originalspiel, da mit den neuen Inhalten die Bandbreite an Autos und Tuningmöglichkeiten zunimmt. 

Infos zum Spiel

Titel: The Crew - Wild Run Edition
Genre: Open World-Rennspiel
Publisher / Hersteller: Ubisoft
Release: Im Handel  
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: ab 12 Jahren 
Wertung: Gut 

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