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Test zu Sonic Dash 2: Sonic Boom | Endless Runner | Android, iOS  

Schneller Sprinter

07.12.2015, 16:06 Uhr | jr / ams, Richard Löwenstein

Schneller Sprinter. Der Haken bei Sonic Dash 2 sind die In-App-Käufe und die Werbung.  (Quelle: Sega)

Das Spiel überzeugt durch kurze Ladepausen, die schöne Erscheinung, einen guten Spielfluss und viele Freispielextras. (Quelle: Sega)

Schneller geht´s nimmer: Im Endless Runner "Sonic Dash 2: Sonic Boom" sprintet Segas bekanntes Hausmaskottchen Sonic gemeinsam mit Freunden um Punkte und den Platz an der Sonne in den Wertungstabellen. Startberechtigt sind Besitzer eines iOS- oder Android-Geräts. Sie dürfen sich auf einen kostenlosen Download, auf schicke Grafik und zackigen Spielfluss freuen. Zu schön um wahr zu sein? Die Sache hat den zu erwartenden Haken: In-App-Käufe. 

Der Igel rennt wieder 

Seit dem großen Erfolg des Endless Runners "Temple Run“ wollten uns schon Dutzende Nachahmer durch vergleichbare Reaktionstests jagen. Sonic Dash 2 folgt genau demselben Muster. Erneut steht ein sprintstarker Held im Mittelpunkt des Interesses. Er läuft stramm durch einen Korridor, die Kamera folgt ihm mit etwas Abstand.

Der Sprinter lässt sich nicht einbremsen, läuft wie von einem Schwarm Wespen gejagt - also kann man ihm nur helfen. Genau das ist die Aufgabe des Spielers: Er veranlasst per Wischgeste den eiligen Wechsel von der aktuellen Laufspur auf die Spur links oder rechts davon, sobald Bäume, Schluchten und andere Hindernisse bedrohlich in die Nähe kommen. Ein klassischer Endless Runner eben. 

Endless Runner mit Extras

Weitere Wischgesten lösen Sprünge aus oder veranlassen eine Duckbewegung, damit der Kopf des Helden nicht gegen ... sagen wir ... einen Ast knallt. Jeder Kontakt mit einem Hindernis hat den sofortigen Abbruch des Laufs zur Folge und es folgt nur noch die Punktezählung. Danach muss man´s eben nochmal probieren.

Motivierende Wirkung hat diese simple Sprintformel dann, wenn die Staffelung der Hindernisse gut ausbalanciert ist. Wenn der Spieler durch Reaktion und vorausschauende Spielweise möglichst viele Hindernissen umläuft, mit jedem Meter dem Highscore näher kommt und seine Bestleistung auf der Rekordtabelle wiederfindet - dann ist die Freude groß. 

Überzeugender Spielfluss

Was das betrifft, macht Sonic Dash 2 vieles richtig. Die Grafik im Comic-Stil zitiert Elemente aus den originale Sonic-Games der 90er-Jahre, ergänzt um lebendige Details und geschmeidiges Zooming. Oder um es allgemein zu formulieren: Sega legt eine sehr sehenswerte und technisch gelungene Produktion vor. Wenn die Finger über den Bildschirm wischen, löst das verzögerungsfrei den Wechsel zwischen den drei Spuren aus. Ein interatives Tutorial lädt zum aktiven Kennenlernen der Basiselemente von Gameplay und Steuerung ein. Danach sollte sich jeder als Herr der Lage fühlen. 

Viel Freispielausstattung

Auf das vertraute Gameplay-Muster setzt Sonic Dash 2 einiges an erlebenswerter Ausstattung obendrauf. Gemeint sind beispielsweise Weichen zu alternativen Routen. Schnelles Doppeltippen oder Auf- und Ab-Wischgesten lösen weitere Aktionen aus: einen Vernichtungssprung beispielsweise, der Hindernisse zerbröselt.

Diesen Move beherrscht aber nur Knuckles - eine Figur aus dem Sega-Universum, die man sich durch Aufstieg in der Karriereleiter erst erspielen muss. Sonic wiederum verfügt über Magnetstiefel, die Goldringe an sich saugen. Auch solche auf anderen Spuren als der eigenen. Toll für Alles-Sammler. 

Risiko lohnt sich

Die subtilen Unterschiede zwischen verschiedenen Routen, Figuren und Fähigkeiten spornen zum Experimentieren an. Sonic Dash 2 fühlt sich viel weniger eingleisig an, als es bei flüchtiger Betrachtung den Anschein hat.

Tatsächlich nimmt der Spieler großen Einfluss darauf, ob er eher sicher oder schnell dem Highscore entgegen sprintet. Wählt er beispielsweise eine gefahrfreie Spur, verzichtet aber auf die Kollekte appetitlicher Goldringe, die ihm wiederum bei eventuellem Gegnerkontakt einmalig das Leben retten? Oder wagt er sich auf die Bahn voller Goldringe, allerdings mit ein paar gemein platzierten Dornenkugeln zwischendrin? Dem drohenden Kontakt entgeht man dann aber eben nur durch perfektes Timing mehrerer Vernichtungssprünge. Wer wagt, gewinnt. 

Was wir mögen

Der Spiel überzeugt durch kurze Ladepausen, schöne Erscheinung, guten Spielfluss und viele Freispielextras: Recht bald erhält Sonic Gesellschaft durch Amy, Knuckles und andere Helden aus dem Sega-Universum. Jede Figur bringt im Detail individualisierte Eigenschaften mit, so dass sich ein paar Spielstarts mit ihr lohnen. Die Eindeutschung ist Sega ebenfalls gut gelungen. 

Was wir nicht mögen

Die Benutzerführung wirkt nicht immer souverän. Manche Auswahl- und Menübildschirme sind ärger verschachtelt als notwendig. Das stört insbesondere im Zusammenspiel mit Werbeeinblendungen und Aufforderungen zur Geldausgabe zwischen den Partien.

Diese In-App-Käufe sind leider omnipräsent und außerdem mangelhaft ausbalanciert. Die sogenannten Spieleboosts beispielsweise kosten zwei bis zehn Euro. Dafür erhält man letzten Endes Extraleben und steigert dadurch die Chance auf Highscores. 

Fazit

Unter Strich bleibt ein gemischter Eindruck: Sonic Dash 2 zeigt sich als technisch souverän gemachter Endless Runner, der prima Erscheinung mit reaktionsschneller Steuerung und vielfältigen Herausforderungen kombiniert. Zwischendrin nehmen aber In-App-Käufe und Werbeeinblendungen Tempo raus.

Letztere stören umso mehr, da sie häufig Nicht-Gaming-Produkte in englischsprachigen Shops bewerben. Das passt nicht zum Thema und ist für Betrachter hierzulande irrelevant. Eine werbefreie Spielversion für ein paar Euro wäre einem so großen und bekannten Namen wie Sonic eher angemessen gewesen. 

Infos zum Spiel 

Titel: Sonic Dash 2: Sonic Boom
Genre: Endless Runner
Publisher: Sega
Hersteller: Hardlight/Pixel Toys Limited
Release: 8. Oktober 2015
Preis: Free-to-Play (finanziert durch In-App-Käufe und Werbung) 
System: iOS, Android
USK-Freigabe: nicht geprüft
Wertung: Befriedigend 

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