Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Test zu Hearthstone: Die Forscherliga

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test zu Hearthstone: Die Forscherliga | Online-Sammelkartenspiel | Android, iOS, Mac, PC  

Der Forscherdrang der Kartensammler

08.12.2015, 16:51 Uhr | Heinrich Lenhardt (jr / ams), Medienagentur plassma

Test zu Hearthstone: Die Forscherliga. Die turbulenten Expeditionen mit den forschen Forschern wirken inspirierter als zuletzt die Dungeon-Abenteuer im Schwarzfels. (Quelle: Blizzard Entertainment)

Die Forscherliga ist etwas kurz geraten, hat aber ansonsten alles, was eine gute Hearthstone-Erweiterung braucht. (Quelle: Blizzard Entertainment)

Gewitzte Missionen und reiche Beute: Das dritte Zusatzabenteuer für das Online-Sammelkartenspiel "Hearthstone" ist das bislang beste. Wer den heiteren Helden der "Forscherliga" in vier Schauplätze folgt, entdeckt 45 neue Karten. Die Duelle gegen Computergegner sind spaßig und nicht sonderlich schwer. Eine prima Gelegenheit auch für neue Spieler, die eigenen Decks mit spannenden Spielfiguren wie Reno Jackson oder Brann Bronzebart zu bereichern.  

Auf Artefakt-Jagd in Azeroth

Viele "World of Warcraft"-Spieler haben mit der Forscherliga und ihren Ausgrabungsstätten schon Bekanntschaft gemacht. Die von König Magni Bronzebart gegründete Vereinigung buddelt in Azeroth herum, um die Herkunft der Zwerge aufzuklären. Enthusiastische Archäologen wie der Königsbruder Brann verschmähen auch andere Relikte und Schätze nicht. Die Suche nach den Einzelteilen des Stabs des Ursprungs führt vier Mitglieder der Forscherliga an verschiedene Schauplätze der "Warcraft"-Welt.

Ihre Abenteuer erleben sie in der neuen "Forscherliga"-Erweiterung fürs Sammelkarten-Strategiespiel Hearthstone: Heroes of Warcraft. Zu entdecken gibt es 45 neue Karten, die sich nach dem Freischalten auch in anderen Hearthstone-Spielmodi verwenden lassen. 

Indiana Bronzebart und der Tempel der Karten

Schon die schwungvolle Musik im Pseudo-Indiana-Jones-Stil deutet an, dass "Die Forscherliga" mehr Charme und Humor hat als frühere Hearthstone-Abenteuer. Bei Ihren Expeditionen werden Sie jeweils von einem anderen Mitglied des Archäologenvereins begleitet. Reno Jackson, Brann Bronzebart, Sir Finley Mrrgglton und Elise Sternensucher greifen nicht direkt ins Spielgeschehen ein, steuern aber erhellende und erheiternde Kommentare bei.

Die Mitgliedschaft bei der Forscherliga kostet 700 Goldstücke beziehungsweise 6 bis 7 Euro pro Expedition, alle vier Abschnitte gibt’s auch im Paket für 18 bis 20 Euro. Im Hinblick auf die sichere Kartenausbeute und die liebevoll präsentierten Missionen ein fairer Preis, zumal sich geduldige Spieler das nötige Gold durch Absolvieren der täglichen Quests zusammensparen können. 

Siegeschancen auch für Einsteiger

Der Aufbau der Erweiterung ist weitgehend mit den Hearthstone-Addons "Der Schwarzfels" und "Der Fluch von Naxxramas" identisch. In vier Abschnitten gibt es jeweils drei Duelle gegen Computergegner plus zwei bis drei Klassenherausforderungen, bei denen Sie mit einem vorgefertigten Deck antreten. Zum Kartengewinn reicht ein Sieg auf dem normalen Schwierigkeitsgrad, der recht niedrig angesiedelt ist.

Auch Einsteiger mit Basiskarten haben Siegeschancen, wenn sie die Strategie des Gegners analysieren und ein passendes Deck zusammenstellen. Für Profis gibt es zusätzlich die Herausforderung des heroischen Modus. Dessen Meisterung bringt keine zusätzlichen Karten ein, sondern lediglich eine kosmetische Belohnung in Form eines speziellen Kartenrückenmusters. 

Computergegner mit neuen Tricks

Einfallsreiche Sonderfähigkeiten der Kontrahenten machen die Duelle zum Vergnügen. So ersetzt Lady Naz‘jar die Diener auf beiden Seiten durch zufällige neue Einheiten, die jeweils einen Manapunkt mehr wert sind. Archaedas beschwört dagegen Statuen, die keinen Angriffswert haben, aber dennoch rasch abgeräumt werden sollen. Er kann sie nämlich später zünden und richtet pro vernichteter Statue einen Schadenspunkt an. Im Duell mit Phaerix steht dagegen der Schaft der Sonne im Mittelpunkt, der seinen Besitzer unverwundbar macht. Putzen wir die fünf Lebenspunkte des Schafts weg, wechselt er die Seite und beschert unserem Helden Immunität - bis er wieder zurückerobert wird.

In einigen Partien kommt es gar nicht darauf an, die Lebenspunkte des Kontrahenten vernichten. Vielmehr müssen zehn Runden überstanden werden, um das Ziel zu erreichen. Im Tempel von Osiris wird das Geschehen durch Ereigniskarten aufgelockert, bei denen Sie die Wahl zwischen zwei Aktionen haben: Zum Beispiel durch eine Falle kriechen und dabei fünf Punkte Schaden nehmen oder lieber versuchen, diese mit einem kühnen Schwung zu überwinden. Dann entscheidet der Zufall, ob Ihr Held unbeschadet bleibt oder abstürzt und dabei gleich zehn Lebenspunkte verliert. 

Es gibt viel zu entdecken

Für jedes gewonnene Duell erhalten Sie konkrete Kartenbelohnungen. Im Gegensatz zu den zufälligen Inhalten der digitalen Päckchen weiß man also genau, was für die eigene Sammlung rausspringt.

Einige Forscherliga-Karten haben den neuen Wirkungseffekt "Entdecken", der Zufall mit Strategie kombiniert: Drei Karten aus einer bestimmten Kategorie (zum Beispiel "kostet 3 Mana") werden angezeigt, von denen Sie eine wählen dürfen. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Museumskurator, der nur zwei Mana kostet, aber eine zufällige Auswahl von Dienern mit Todesröcheln beschwört? Das Raben-Idol lässt Ihnen sogar die Wahl, ob Sie einen Diener oder einen Zauberspruch entdecken wollen. 

Affengeile Deckideen

Besonders spannend sind neue Karten, die zum Austüfteln komplett neuer Decks anregen. Ein ausgespielter Brann Bronzebart sorgt zum Beispiel dafür, dass alle Kampfschreie zweimal ausgelöst werden - also versucht man, möglichst viele Karten mit diesem Effekt einzubauen. Reno Jackson heilt den Helden vollständig, wenn er ins Spiel kommt - aber nur, wenn sich in Ihrem Deck keine doppelten Karten mehr befinden. Reno ist nützlich, um Gegner mit einem auf schnelle Angriffe ausgerichteten Aggro-Deck auszubremsen, aber sein Einsatz sorgt auch für längere Partien.

Ziemlich abgedreht ist die Wirkung von Elise Sternensucher: Sie mischt den "Goldenen Affen" ins Deck, und wenn dieser gezogen wird, verwandeln sich unsere verbliebenen Karten in zufällige legendäre Diener. Das klingt übermächtiger als es ist, weil es dann oft an Deck-Synergien mangelt und sich manche legendäre Karte als erstaunlich schwach entpuppt. Aber ein unberechenbarer Spaß ist dieser Effekt allemal. 

Was uns gefällt

Die Forscherliga bringt eine stattliche Menge interessanter neuer Karten zum fairen Preis. Das Freispielen bringt Spaß, da die neuen Computergegner einfallsreich sind und die Forscherbegleiter für eine extra Prise Humor sorgen. Zwei Schwierigkeitsgrade machen die Expedition sowohl für Einsteiger als auch Experten lohnend. 

Was uns nicht gefällt

Die kurze Spieldauer pro Schauplatz. Auf der anderen Seite kann die Reno-Jackson-Heilung manche Partie arg in die Länge ziehen. Überfälligen Verbesserungen wie eine größere Anzahl von Deck-Speicherplätzen lassen weiter auf sich warten.

Fazit 

Die Forscherliga ist etwas kurz geraten, hat aber ansonsten alles, was eine gute Hearthstone-Erweiterung braucht: abwechslungsreiche Duelle, lohnende Karten und eine vergnügliche Stimmung. Die turbulenten Expeditionen mit den forschen Forschern wirken inspirierter als zuletzt die Dungeon-Abenteuer im Schwarzfels. Eine nette Abwechslung für Stammspieler - und ein guter Anlass für Strategen im Ruhestand, den digitalen Kartentischen mal wieder einen Besuch abzustatten. 

Infos zum Spiel 

Titel: Hearthstone: Die Forscherliga
Genre: Online-Sammelkartenspiel (Add-on zum Hauptspiel Hearthstone: Heroes of Warcraft)
Publisher: Activision Blizzard
Hersteller: Blizzard Entertainment
Release-Termin: Bereits veröffentlicht
Preis: zirka 7 Euro oder 700 Spiel-Goldstücke (pro Abschnitt)
System: Android, iOS, Mac, Windows-PC
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Sehr gut 

News, Tests & Previews, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online.de Spiele! 

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal