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Truck Simulator 16: Der Brummi für die Hosentasche

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Test zu Truck Simulator 16 | Simulation | iOS, Android  

Brummi für die Hosentasche

10.12.2015, 15:14 Uhr | jr / tz, Richard Löwenstein

Truck Simulator 16: Der Brummi für die Hosentasche. Die Mobilversion des "Truck Simulator 16" wirkt ganz erstaunlich erwachsen, (Quelle: Astragon)

Die Mobilversion des "Truck Simulator 16" wirkt ganz erstaunlich erwachsen, (Quelle: Astragon)

Erstaunlich kurzweilig: So könnte man die neue Mobilversion von Astragons "Truck Simulator 16" umreißen. Der kleine Spediteur für Smartphones und Tablets mit iOS- und Android-Betriebssystem verfügt nicht über die Ausstattungsdichte seiner großen Brüder für den PC. Aber ans Lenkrad setzen, den Brummi starten und damit Güter quer durch Europa fahren: Das macht auch im kleinen Maßstab Spaß

Der Truck Simulator 16 hält, was sein Titel verspricht: Hier bekommt der Spieler das Lenkrad dicker LKW in die Hand gedrückt und wird mit dem Transport wechselnder Güter von A nach B beauftragt. Das Ziel: Durch kluge Auftragsauswahl, sinnvolle Routenplanung und unfallfreie Fahrten Kapital mehren und eine Spedition aufbauen.

Fahrsimulation mit einer Prise Wirtschaft

Zu Beginn wird der Hauptsitz der Spedition festgelegt. Das geschieht anhand einer Karte, die Deutschland und die Nachbarländer zeigt. Es folgt ein kurzer, gut gemachter Fahrlehrgang. Er lehrt einen die Basismanöver, also das Ankoppeln eines Tiefladers und das Rückwärtsrangieren. Gas und Bremse werden per Touchscreen-Icon bedient. Das Lenkrad folgt wahlweise dem Finger, der einen auf den Touchscreen gepinselten Schieberegler führt, oder dem ins Mobilgerät integrierten Neigesensor. Beides harmoniert in der Praxis prima mit dem eher betulichen Spieltempo. 

Zeitvertreib oder Lebensaufgabe?

Nach dem Training beginnt das Fernfahrerleben. Der Spieler hat die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Aufträgen: Einmal Güter zum Beispiel von München nach Mailand kutschieren, oder doch bloß nach Innsbruck? Ganz nach Geschmack kann man sich mit Kurierfahrten die Zeit vertreiben oder ernsthaft dem Aufbau eines kleinen Unternehmens widmen. Wer Aufträge und Routen klug wählt, kann das Ganze mit der Zeit zu einer kleinen Spedition ausbauen. Irgendwann können computergesteuerte Avatare zusätzliche Fahrten übernehmen und den Gewinn maximieren. 

Matte Grafik, flüssige Animation

Es steckt eine ganze Menge drin in diesem Mobile-Game, das keine 3 Euro kostet. An Bord befindet sich zum Beispiel ein Routennetz, das viele Fernstraßen von Mittel- und Westeuropa umfasst. Ist zwar ein bisschen schade, dass während der Fahrt von Mailand nach München weder Wetter noch Tageszeit wechseln. Und auch die Alpenpassage ließe sich sicher schöner darstellen als durch einen Tunnel und paar diffuse Gipfel am Horizont.

Kurzum: Man hat schon schönere Games auf dem Smartphone gesehen, aber das Vorhandene geht in Ordnung und ist geschmeidig animiert. Immerhin deuten Zypressen am Straßenrand an, dass man sich durch Südeuropa bewegt; und von Land zu Land wechselt die Farbe der Beschilderung. So kommt ausreichend Fernweh und Reiselust auf. 

Spannendes Fernfahrerleben

Es ist dem Spiel hoch anzurechnen, dass man viele Kilometer runterreißen und dennoch nicht ungebührlich viel Zeit hinter dem Lenkrad verbringen muss: Die Wegstrecken sind massiv verkürzt, hundert Kilometer in wenigen Minuten abgespult. Langweile kommt nicht auf, im Gegenteil: Möge niemand die Spannung langer Autobahnetappen unterschätzen. Kurven, Kuppen und Ausfahrten fordern volle Aufmerksamkeit. Bei einem Tempo von 100 Stundenkilometern schrammen unachtsame Trucker binnen eines Wimpernschlags die Leitplanke oder nehmen computergesteuerten Verkehr auf die Hörner. Das kostet zwar nicht die Partie, aber Geld.

Fahrten durch Städte bringen ganz andere Reize mit sich. Im 20-Tonner fühlt sich ein Kreisverkehr an wie ein Looping im PSone-Game "WipeOut". Das mag etwas überspitzt formuliert sein: Aber Zugmaschine samt Auflieger möglichst schnell und trotzdem unfallfrei durch eng bebaute Straßenkorridore zu bugsieren, das fühlt sich tatsächlich nach Spannung und Herausforderung an. 

Vielfältige Belohungen

Den Brummibegeisterten erwarten verheißende Verlockungen in Form etlicher Freispiel-Inhalte. Das Game bringt halbwegs erkennbare Nachbildungen von sechs MAN-Zugmaschinen mit. Den Kauf eines 320 PS starken Modell Venturi Tracos kann man sich bereits mit den Einnahmen aus zwei bis drei erfolgreichen Fahrten leisten. Der Adrenalinpush eines 1100 PS starken Racetruck aus dem Hahn-Rennstall lässt länger auf sich warten: Bis 400.000 virtuelle Credits verdient sind, vergehen einige Stunden. 

Was wir mögen

Fahrsimulationen stehen mit Smartphones gewöhnlich eher auf Kriegsfuß. Aber in diesem Fall harmoniert die Steuerung verblüffend gut mit dem Touchscreen, die Lenkung lässt sich prima handhaben. Auf iOS-Geräten fällt außerdem die prima Ankopplung an Apples Gamecenter auf, inklusive Freischaltung einiger witziger Erfolge: Für zehn Unfälle erntet man beispielsweise den „Jonny Randale“. 

Was wir nicht mögen

Kurze, aber doch spürbare Ladepausen beim Umschalten vom Fahrbildschirm auf die Navigationskarte bremsen den Spielfluss. Das Navigationssystem macht keinen verlässlichen Eindruck: Hinweise auf Abzweigungen sind zu unauffällig und erfolgen zu spät, was ärgerlich viele Kilometer an Umweg mit sich bringt. 

Fazit

Sie wirkt ganz erstaunlich erwachsen, die Mobilversion des "Truck Simulator 16". Das Game versteht sich auf gute und umfassende Unterhaltung, egal ob man mehrere Abendstunden vertändeln oder einige Minuten Pendelei überbrücken möchte. Genreneulinge, die Truckerromantik und Fernfahrerleben sonst weniger reizvoll finden, werden vom Unterhaltungswert der Simulation überrascht sein. 

Infos zum Spiel

Titel: Truck Simulator 16
Genre: Fernfahr-Simulation
Publisher: Astragon
Hersteller: kunst-stoff
Release: Im Handel
Preis: 2,99 Euro
System: iOS,  Android
USK-Freigabe: ab 0 Jahren
Wertung: Gut 

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