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Test zu Xenoblade Chronicles X: Willkommen in der Zukunft

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Test zu Xenoblade Chronicles X | Action-Rollenspiel | Wii U  

Willkommen in der Zukunft

14.12.2015, 15:55 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Test zu Xenoblade Chronicles X: Willkommen in der Zukunft . Die ungewöhnliche Spielwelt und das SciFi-Szenario machen den Reiz dieses wunderschönen Konsolenabenteuers aus. (Quelle: Nintendo)

Die ungewöhnliche Spielwelt und das SciFi-Szenario machen den Reiz dieses wunderschönen Konsolenabenteuers aus. (Quelle: Nintendo)

Sie bieten grenzenlose Freiheiten und sind ein Abenteuerspielplatz für Gamer: Offene Spielwelten wie in "Fallout 4", "Just Cause 3" oder "The Witcher 3: Wild Hunt" erfreuen sich im Jahr 2015 großer Beliebtheit. Mit "Xenoblade Chronicles X" erhält nun endlich auch die Wii U von Nintendo ihren eigenen Open-World-Vorzeigetitel. Das Action-Rollenspiel ist gigantisch groß, wunderschön und gespickt mit Hunderten von abenteuerlichen Herausforderungen. 

Auf der flucht vor den übermächtigen Aliens

Xenoblade Chronicles X entführt den Spieler in eine ferne Zukunft. Darin greifen außerirdische Invasoren die Menschheit mit übermächtigen Waffensystemen an - und obwohl es nicht die Borg sind, ist Widerstand zwecklos. Also flüchten die wenigen Überlebenden in die Weiten der Galaxie. Zwei Jahre nach dem verheerenden Krieg finden die Menschen eine neue Heimat auf dem Planeten Mira. Sie leben in der Kolonie New Los Angeles, umringt von hohen Mauern und bewacht von mächtigen Skell-Kampfrobotern. 

Wie in vielen anderen Rollenspielen verkörpert man auch in Xenoblade Chronicles X einen unter Gedächtnisverlust leidenden Helden. Diesen bastelt man sich in einem einfach zu bedienenden Editor zusammen, ehe die Späherin Elma ihn aus einer notgelandeten Kältekapsel befreit. Wie sich in den ersten Spielminuten herausstellt, war der Protagonist des Wii-U-Spiels an Bord des Raumschiffs "Weißer Wal" und stürzte vor über zwei Jahren auf Mira ab.

Tiefkühlheld trifft Science-Fiction-Dinos

Wer derart lange im Kälteschlaf liegt, der bleibt von Nebenwirkungen nicht verschont. Nicht genug, dass die eigene Spielfigur unter Amnesie leidet, sie ist auch stumm und lässt lieber Taten als Worte für sich sprechen. Durch den schablonenhaften Hauptcharakter fällt der Einstieg in Xenoblade Chronicles X vergleichsweise schwer.

Zudem gehen die Entwickler mit wichtigen Informationen arg sparsam um, in den ersten Stunden ist das Action-Rollenspiel eine Reise ins Unbekannte. Ein ausführliches Tutorial für das Kampfsystem oder die Rollenspiel-Elemente gibt es hier nicht, man muss sich selbst in die grundlegenden Mechaniken einarbeiten. Die rudimentären Textkästen helfen aufgrund der holprigen Übersetzung ebenfalls kaum.

Gleichzeitig macht aber gerade diese Kompromisslosigkeit einen Teil der Faszination des Spiels aus - bereits der erste Trip zur Kolonie fühlt sich wie ein kleines Abenteuer an. Hier greift einem die tapfere Elma noch mächtig unter die Arme. Erst mit dem Meistern der Aufgaben und dem Looten von Wracks und erledigten Gegnern schalten Sie neue Waffen, Ausrüstungsgegenstände und Fähigkeiten frei, die die eigene Figur zum echten Helden machen.

Auge um Auge

Xenoblade Chronicles X basiert auf einem ganz ähnlichen Echtzeitkampfsystem wie seine Vorgänger für Wii und Nintendo 3DS, erweitert es aber um Schusswaffen. Will heißen: Man visiert zunächst sein Ziel per Tastendruck an und gibt anschließend den Angriffsbefehl. Die Spielfigur zeigt nun automatisch ihre Standardattacken und kann dabei wie bei einem Shooter frei bewegt werden. Diese Freiheit ist gerade im Konflikt mit größeren Widersachern wichtig. So kann man nämlich die Gegner umkreisen und Schwachstellen gezielt attackieren.

Am unteren Bildschirmrand zeigt einem das Spiel Spezialfertigkeiten an, die man mithilfe des Digitalkreuzes auswählen und anschließend aktivieren kann. Diese Talente reichen von Flächenangriffen über Nahkampfattacken bis hin zu Team-Fertigkeiten zum Heilen der Mitstreiter. Allerdings sind sie auch an Abklingzeiten geknüpft, sodass sie nicht ständig zur Verfügung stehen. 

Sie sind nicht allein

In Xenoblade Chronicles X haben Sie stets einige Computerkameraden an Ihrer Seite. Diese agieren vollkommen selbständig und können nicht kontrolliert werden. Glücklicherweise ist das aber auch nicht nötig, da die KI-Begleiter insgesamt gute Arbeit leisten und den Spieler ausgezeichnet unterstützen. 

Zusätzlich bietet das Action-Rollenspiel eine Vielzahl an Online-Modi: So kann man Avatare anderer Spieler in die eigene Welt einladen und sie als Computer-Mitstreiter nutzen. Des Weiteren gibt es Mehrspieleraufträge, in denen man wie in Capcoms "Monster Hunter X" gemeinsam auf die Jagd geht. 

Fantastische Welt, aber Quests von der Stange 

Nintendos Japan-Rollenspiel lockt bereits nach kürzester Zeit mit dem Duft einer riesigen Fantasy-Welt. Xenoblade Chronicles X kommt nahezu ohne Ladezeiten aus und begeistert mit seiner ungewöhnlichen Spielwelt und den darin lebenden Kreaturen. Mal bekämpfen Sie gepanzerte Büffel-Schweine, dann wiederum imposante Dinosaurier-Monster. 

Angesichts der fantasievollen Szenerie vergisst man beinahe, dass viele Aufgaben nur Genre-Durchschnitt sind. Wo etwa "The Witcher 3" mit spannenden Nebengeschichten auftrumpft, da dominieren in Xenoblade Chronicles X monotone Sammel- und Jagdaufgaben. Letztlich aber kämpft man sich gerne durch die Quests, da das Spiel Ihnen bereits zu Beginn klarmacht, welche Belohnung auf Sie wartet: die Skell-Kampfroboter. 

Kampf der Maschinen

Diese an Guillermo del Toros Actionfilm "Pacific Rim" oder die japanische Arcade-Reihe "Gundam" erinnernden Kampfroboter schaltet man erst nach vielen Spielstunden als normaler Soldat frei. Sie stellen das bis dahin erlebte Gameplay vollkommen auf den Kopf: Ist man zuvor vielen Feinden aus dem Weg gegangen, nimmt man es jetzt problemlos mit den Giganten des Universums auf. Die Skells agieren am Boden und aus der Luft. Sie erweitern das Kampfsystem also um eine Dreidimensionalität, die zusätzlichen Schwung in Spiel bringt. 

Den für die Skell benötigten Treibstoff tankt man übrigens an den Schnellreisepunkten auf. Es ist daher ratsam, diese vor größeren Unternehmungen regelmäßig aufzusuchen. Schließlich soll den Maschinen nicht im Gefecht der Saft ausgehen. Motivierend: Ähnlich wie den eigenen Soldaten kann man auch die Skells im Spielverlauf mit neuen Waffen und Schubdüsen aufrüsten. 

Was uns gefällt

Endlich ein Open-World-Rollenspiel für Nintendos Wii U! Xenoblade Chronicles X peppt die Traditionsserie mächtig auf und beschert der Konsole den dringend nötigen Weihnachtshit. Die offene Spielwelt wirkt herrlich mysteriös und lädt mit ihren weiten Landschaften und der exotischen Tierwelt zu ausgedehnten Expeditionen ein. Bei Kämpfen mit monströsen Dinosauriern erinnert das Spiel fast an Capcoms "Monster Hunter"-Serie. Letztlich sind die befriedigenden Schlachten auch der Hauptgrund dafür, dass man Xenoblade Chronicles X nicht mehr so schnell aus der Hand legt. Die Möglichkeiten für die Charakterentwicklung und die Individualisierung der eigenen Truppe sind so vielschichtig wie motivierend. 

Den zweiten Spielspaßschub gibt es beim Freischalten der Skell-Kampfroboter: Plötzlich ist man kein unterlegener Fußsoldat mehr, sondern mischt auch die größten Feinde mit mächtigen Maschinen auf. Anime- und Manga-Fans kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Liebhaber von Filmen im Stil von Pacific Rim. 

Was uns nicht gefällt

Besonders in der Anfangsphase kommt das Spiel nur langsam in die Gänge. Durch den stummen Hauptcharakter fehlt eine unmittelbare Identifikationsfigur. Auch die Quests fühlen sich über weite Strecken zu einfältig an, die häufigen Sammelaufgaben nerven mit der Zeit. Das eigentliche Kampfsystem spielt sich bedeutend besser als bei seinen Vorgängern. Trotzdem sind gerade Schlachten mit mehreren Widersachern sehr unübersichtlich. 

Fazit 

Xenoblade Chronicles X ist das beste Japano-Rollenspiel des Jahres und ein echter Kaufgrund für Nintendos Wii U. Gerade die ungewöhnliche Spielwelt und das Science-Fiction-Szenario machen den Reiz dieses wunderschönen Konsolenabenteuers aus. Wer den Planeten Mira in all seinen Facetten erkunden und sich mit sämtlichen Kreaturen und Kampfrobotern anlegen möchte, ist hier weit mehr als 100 unterhaltsame Spielstunden beschäftigt. 

Infos zum Spiel 

Titel: Xenoblade Chronicles X
Genre: Action-Rollenspiel
Publisher / Hersteller: Nintendo
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 65 Euro
System: Wii U
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut 

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