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Vorschau zu Doom: Die Wiedergeburt einer Legende

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Preview zu Doom | Ego-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Wiedergeburt einer Legende

15.12.2015, 14:32 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Vorschau zu Doom: Die Wiedergeburt einer Legende. Der Doom-Reboot  wirkt auf den ersten Blick wie ein Rundum-Sorglos-Paket für Shooter-Fans. (Quelle: Bethesda)

Der Doom-Reboot wirkt auf den ersten Blick wie ein Rundum-Sorglos-Paket für Shooter-Fans. (Quelle: Bethesda)

Das Original-"Doom" von Entwickler Id Software gilt bis heute als Meilenstein der Spiele-Geschichte. Das 1993 veröffentlichte Actionspiel machte das Genre der Ego-Shooter salonfähig. Es folgten unzählige Portierungen sowie zwei Fortsetzungen, die ebenfalls Aufsehen erregten. Nachdem das texanische Studio im Mai 2008 "Doom 4" ankündigte, wurde es jedoch erstaunlich ruhig um die Marke. Heute, mehr als sieben Jahre später wissen wir: Doom 4 heißt mittlerweile nur noch "Doom", soll im Frühjahr 2016 für PC, PS4 und Xbox One erscheinen und macht nach ersten Präsentationen unglaublich Lust auf mehr. 

Schneller Spielfluss, harte Action

Thematisch und spielerisch tritt der Reboot bewusst in die Fußstapfen des mittlerweile 22 Jahre alten ersten Teils. Wieder schlüpfen Sie in die Rolle eines kampfgestählten Marines und müssen im Alleingang eine auf dem Mars angesiedelte Forschungsstation der Union Areospace Corporation von Horden zähnefletschender Dämonen säubern. Wer oder was den Ausgeburten der Hölle den Weg in unsere Welt geebnet hat und was der Plot sonst noch zu bieten hat, will das in Austin stationierte Entwicklerstudio bisher nicht verraten. 

In den Mittelpunkt bisheriger Gameplay-Eindrücke rückt vielmehr etwas, das die Macher den "vorwärtsgerichteten Kampf" nennen. Will heißen: Um der Dämonenflut erfolgreich Paroli zu bieten, muss der sehr ausdauernde Held ständig in Bewegung bleiben.

Doom 
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Ein klassisches Deckungssystem gibt es hier ebenso wenig wie eine sich selbstständig regenerierende Lebensenergie-Leiste. Wer getroffen wird, muss seine Umgebung aktiv nach Medkits und Rüstungs-Power-ups absuchen oder Gegner töten, die dann ihrerseits diese benötigten Extras fallen lassen. 

Mit Glanz und Gloria in den Nahkampf

Unterstrichen wird das wieder auf Daueraction getrimmte Konzept von der Tatsache, dass Sie einmal aufgesammelte Waffen stets mitführen und je nach Situation nur noch die passende Flinte auswählen müssen. Zeitraubendes Stehenbleiben und Aufheben von herumliegenden Waffen entfällt komplett. 

Praktisch in diesem Zusammenhang: Geht einem im entscheidenden Moment die Munition aus, darf man Widersachern neuerdings mit sogenannten "Glory Kills" die Lebenslichter ausblasen. Voraussetzung für die garantiert tödlichen Finisher ist allerdings, dass ihr Gegenüber bereits Schaden genommen hat und farbig zu leuchten beginnt. Die Glory Kills selbst ändern sich je nach Position zum Gegner. 

Heute schon gefrühstückt?

Doch das ist erst der Anfang. Vor allem im Kampf mit größeren Brocken kommt es zu teils wirklich makaberen Glory Kills. Dem sogenannten Mancubus zum Beispiel – eine Art einäugiges Schwabbelbauch-Wesen mit zentimeterlangen Reißzähnen - reißt man zunächst das Herz aus der Brustgegend und stopft es ihm dann postwendend in den Rachen. Es folgt ein seltsames Rülpsgeräusch, bis der Fleischklops schließlich wie ein Eitergeschwür von innen heraus aufplatzt. Ziemlich heftig - aber eben auch typisch Doom. 

Geht’s nach Marty Stratton, dem ausführenden Produzent des Spiels, sollen Glory Kills den Spielfluss jedoch zu keiner Zeit ausbremsen. "Wir zwingen den Spieler nicht, sich die komplette Animation anzuschauen. Wir achten darauf, das Spiel schnell und flüssig zu halten", so der Entwickler. "Gleichzeitig belohnen wir den Spieler, indem wir bei Glory Kills mehr Loot ausschütten." So gesehen forcieren Glory Kills den Ansatz des vorwärts gerichteten Kampfes also zusätzlich. 

Alt trifft neu

Im Hinblick auf die Waffenkammer macht Doom seinem Urahnen von 1993 ebenfalls alle Ehre. Egal, ob schweres Sturmgewehr, Plasma Rifle, Gatling-Kanone, Raketenwerfer, Schrotflinte, Super-Schrotflinte oder röhrende Kettensäge – Fans kommen hier voll auf ihre Kosten. Und klar: Die fast schon Kult gewordene Superwaffe BFG 9000, von den Machern liebevoll "Big Fucking Gun" genannt, ist auch Teil des Arsenals. 

Gleichzeitig spendiert man interessante Neuzugänge, etwa das sogenannte Gaussgewehr. Ausgerüstet mit einem speziellen Zielmodus, der Feinde selbst durch Wände sichtbar macht, verschießt es gebündelte Energiestrahlen mit massiver Durchschlagskraft.

Ebenfalls neu ist die Statik-Kanone. Im Grundzustand richtet sie kaum Schaden an. Sprintet man jedoch wieselflink durchs Level, laden sich die Batterien der Waffe auf, und sie wird immer gefährlicher. Der Repeater wiederum lässt dem Spieler die Wahl zwischen einem Drei-Schuss-Burst- sowie einem halbautomatischen Feuermodus und positioniert sich damit als gute Allroundwaffe. 

Klassikerparade

Wohlige Nostalgie herrscht bei den anzutreffenden Feindtypen. Vom wuseligen Imp über die fliegenden Cocademons bis hin zum gehörnten, extrem gut bewaffneten Cyberdemon ist praktisch jeder Kultgegner der Vergangenheit an Bord.

Wie es sich für ein Reboot gehört, haben einige der Widersacher allerdings neue Tricks auf Lager. Ein gutes Beispiel hierfür ist der knochige Revenant, dem id Software diesmal ein leistungsstarkes Jetpack kredenzt, was seine Mobilität immens erhöht. 

Online-Frischzellenkur

Abseits der Solokampagne bietet Doom einen nicht minder rasanten Mehrspieler-Part. Zwei Mannschaften mit je sechs Spielern prallen hier in verschiedenen Modi wie Team Deathmatch, Domination, Freeze Tag und Clan Arena aufeinander.

Spannend: In einigen Modi dürfen Sie mächtige, nach dem Zufallsprinzip in der Kampfarena verteilte Power-ups aufsammeln. Quad Damage zum Beispiel sorgt für vierfachen Waffenschaden, Teleporter bringen Sie in Sekundenbruchteilen an andere Stellen der Karte, und mit der Dämonen-Rune verwandeln Sie sich im Handumdrehen in einen Jetpack-tragenden Revenant mit Doppel-Raketenwerfer auf dem Rücken. Weitere Extras umfassen temporäre Unsichtbarkeit und das bereits erwähnte Gaussgewehr.

Wichtigster Unterschied zum bisherigen Doom-Mehrspieler-Ansatz bleibt aber die Tatsache, dass jeder Teilnehmer vor Matchbeginn seine Ausrüstung festlegen muss und nur maximal zwei Waffen mit sich herumtragen darf.

Das bringt zwar einerseits mehr Taktik rein, beißt sich jedoch mit dem Mehrspieler-Ansatz früherer Zeiten und wurde von der Community entsprechend heftig kritisiert. So heftig, dass id Software und Multiplayer-Mitentwickler Certain Affinity die finale Ausgestaltung dieses Features noch einmal überdenken wollen.

Endloser Content-Nachschub?

Abgerundet wird der Höllenritt von SnapMap, einem leicht zu bedienenden Editor zum Bau eigener Levels, die dann auf Knopfdruck mit der Community geteilt werden. In einer frei dreh- und zoombaren isometrischen Ansicht wählen Sie aus einer Vielzahl von Elementen und fügen diese nach Belieben zusammen.

Steht das Grundgerüst aus Räumen, Treppen, Durchgangstüren und dergleichen, geht’s ans Feintuning. Wer mag, platziert explodierende Fässer, aus den Wänden züngelnde Flammen und vieles mehr.

Dein Level, deine Regeln

Mit grafisch dargestellten Logik-Verknüpfungen legen Sie darüber hinaus Regeln für bestimmte Ereignisse fest. Gezeigt wurde zum Beispiel ein Gegner, der erst dann sichtbar wird, wenn der Spieler eine Rüstung aufnimmt. Toll: Entworfene Inhalte dürfen sofort ausprobiert werden keine Ladezeiten, kein Berechnen des Levels, es geht einfach los.

Ausreichend Zeit und Muße vorausgesetzt, dürfen Sie ferner völlig eigene Spielvarianten kreieren. Wie wäre es mit einem Horde-Modus, bei dem zwei Personen als Team gegen immer stärker werdende Feindwellen antreten? Oder einer Spielvariante, bei der im 30-Sekundentakt immer neue Feindtypen und Waffen in eine kompakte Kampfarena teleportiert werden? Der Kreativität sind laut id Software kaum Grenzen gesetzt. 

Was uns gefällt

Grafisch zieht das neue Doom bereits im jetzigen Zustand alle Register und steckt Mitbewerber wie "Black Ops 3" oder "Wolfenstein: The Old Blood" locker in die Tasche. Das fällt vor allem dann auf, wenn man die fantastisch animierten 3D-Gegnermodelle aus der Nähe betrachtet und dabei Details wie Blutspritzer auf den Waffensystemen, pulsierende Organe und andere Scheußlichkeit zum Vorschein kommen.

Schön auch, dass id Software alles daransetzt, auf beiden Konsolen 1920 x 1080 Bildpunkte  - also Full HD-Auflösung - bei butterweichen 60 Bildern pro Sekunde zu stemmen. Für leistungsstarke PCs verspricht man sogar 4K-Unterstützung. 

Was uns nicht gefällt

Die Glory Kills sind toll anzuschauen und untermauern das Doom-Feeling hervorragend, keine Frage. Aber kann der Entwickler hier wirklich genug Abwechslung bieten? Wird man sie auch nach dem x-ten Anschauen nicht als langweilig empfinden?

Fraglich bleibt außerdem, wie sehr sich die Power-ups dauerhaft auf die Balance des Mehrspieler-Modus auswirken. Letztgenannter Punkt könnte vor allem dann zum Problem werden, wenn das Matchmaking unausgewogen daherkommt und Einsteiger und Profis ständig zusammengewürfelt werden. 

Fazit

Fette Waffen, fiese Monster, pfeilschnelles Kampfsystem, adrenalingeladene Online-Partien, handlicher Level-Editor - auf den ersten Blick wirkt Doom wie ein Rundum-Sorglos-Paket für Shooter-Fans. Doch reicht das, um gegen Genre-Schwergewichte wie Destiny mit seinem unglaublich motivierenden Koop-Ansatz oder Call of Duty: Black Ops 3 mit seiner perfekt abgestimmten Mixtur aus storylastiger Kampagne, E-Sport-tauglichem Multiplayer und fordernder Zombie-Action zu bestehen? Bisher ist vorsichtiger Optimismus angesagt, aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail. 

Infos zum Spiel

Titel: Doom
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Bethesda
Hersteller: id Software
Release-Termin: 2. Quartal 2016
Preis: PC ab 60 Euro /  Konsole ab 70 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht geprüft 
Eindruck: Gut

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