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Star Citizen Alpha 2.0: Das neue "Wing Commander" hebt ab

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Preview zu Star Citizen Alpha 2.0 | Weltraum-Simulation | PC  

Das neue "Wing Commander" hebt ab

28.12.2015, 12:31 Uhr | Sönke Siemens (tz), Medienagentur plassma

Star Citizen Alpha 2.0: Das neue "Wing Commander" hebt ab. Star Citizen (Quelle: Cloud Imperium Games)

Star Citizen (Quelle: Cloud Imperium Games)

Internet-Schwarmfinanzierung ist eine feine Sache und kann mit dem nötigen Feingefühl Millionenbeträge in die Kassen unabhängiger Entwickler spülen. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist "Star Citizen", die neue Weltraum-Simulation aus der Feder von "Wing Commander"-Erfinder Chris Roberts. Unglaubliche 103 Millionen US-Dollar investierten die derzeit über 1,1 Millionen Fans bereits in das derzeit für Ende 2016 geplante PC-Mammutprojekt. Um dieses Engagement zu belohnen, dürfen all diese Unterstützer regelmäßig vorab Probe spielen - seit dem 11. Dezember zum Beispiel die Alpha-Version 2.0. Wir waren natürlich ebenfalls an Bord und haben den Quantum-Sprung in eine Galaxie voller Möglichkeiten gewagt.

Langsam fließt alles zusammen

Während bisherige Schnupperversionen von Star Citizen unter anderem Einblicke in den Hangar, Raumkämpfe und das Modul für soziale Aktivitäten gewähren, rückt mit Alpha 2.0 erstmals die Verschmelzung verschiedener Spielkomponenten in den Mittelpunkt. Ausgangspunkt der neuen Programminhalte ist der beeindruckend modellierte Raumhafen Port Olisar. Hier steigen Sie in ihr Raumschiff und heben ab, um die derzeit 17 Offene-Welt-Missionen in Angriff zu nehmen oder einfach nur das All zu erkunden.

Spannend in diesem Zusammenhang: Weil das Multi-Crew-Feature endlich freigeschaltet wurde, können nun erstmals mehrere Spieler im selben Schiff mitfliegen und gemeinsam Abenteuer erleben. Die 61 Meter lange und 80 Tonnen schwere Constellation Andromeda etwa bietet Platz für fünf Personen. Ein Spieler kann zum Beispiel im Kapitänssessel Platz nehmen, während der Rest der Crew Geschütztürme bemannt oder als Ingenieur oder Co-Pilot aktiv wird. Prima: Weil man große Schiffe auch in First- oder Third-Person-Perspektive erkunden kann, sind Positionswechsel jederzeit möglich – auch in wilden Weltraumschlachten.

Spiele-Videos 
Star Citizen: Gameplay-Trailer zur Alpha-Version 2.0.0

Large-World-, Multi-Crew- und First-Person-Shooter-Features erstmals spielbar. Video

Darüber hinaus bietet die Alpha 2.0 den Fans erstmals die Möglichkeit, Raumschiffe durch Öffnen der Luftschleuse zu verlassen. Die Spielfigur treibt dann schwerelos durchs All und kann sich nur noch durch geschickten Einsatz der Raumanzug-Schubdüsen effizient fortbewegen. Ein einzigartiger Nervenkitzel - und auch spielerisch wichtig...

Mitreißende Atmosphäre

In einer Mission geht es beispielsweise darum, nacheinander mehrere abgeschaltete Kommunikationsanlagen zu lokalisieren und wieder flottzumachen. Die dafür nötigen Schaltkonsolen befinden sich jedoch im Inneren der Installationen und können nur von Menschenhand bedient werden. Sie müssen also gleich mehrfach riskante Weltraumspaziergänge wagen. Da ist es sinnvoll, wenn ein Koop-Partner währenddessen mit einem weiteren Schiff die Gegend patrouilliert. Denn wurde die Anlage erst einmal hochgefahren, dauert es meist nicht lange, bis schießwütige Schmuggler oder zwielichtige Piraten anrücken.

Die volle Intensität der nahtlos ins Spiel eingebundenen First-Person-Abschnitte wird allerdings erst bei einem Abstecher im "Covalex Shipping Hub" deutlich. Diese XXL-Raumstation wurde aufgrund eines tragischen Unfalls komplett evakuiert und präsentiert sich nun als gruseliges Labyrinth aus endlosen Gängen, engen Fahrstuhlschächten und verlassenen Mannschaftsquartieren.

Besonderer Hingucker: Aufgrund der abgeschalteten künstlichen Gravitation schweben überall Möbelstücke, Schrottteile und persönliche Gegenstände der Crewmitglieder umher. Eine aufwühlende Szene, die uns immer wieder an das Horror-Game "Alien Isolation" erinnerte. Im finalen Spiel soll es übrigens Dutzende solcher mysteriösen Orte geben - jeder einzelne von ihnen gespickt mit dunklen Geheimnissen, seltenen Sammelgegenständen und packenden Geschichten.

Tonnenweise Neuerungen

Abseits der immer wieder von First-Person-Gefechten gegen andere Spieler geprägten Erkundung im Raumanzug hinterlassen vor allem die zahlreichen Anpassungen bei der Flugmechanik einen bleibenden Eindruck. Mit dem sogenannten Präzisions-Modus ist es nun ein Kinderspiel, selbst dicke, 180 Tonnen schwere Brummer wie den "Retaliator"-Bomber punktgenau auf Plattformen zu landen. Der Geschwindigkeits-Modus wiederum ist das Gegenstück zum bereits bekannten Kampf-Modus. Sie sind also sehr zackig unterwegs, müssen dafür aber Einbußen bei der Manövrierbarkeit hinnehmen.

Apropos zackig: Möchten Sie in Alpha 2.0 fix von A nach B kommen, nutzen Sie ab sofort das nun endlich implementierte Quantum Drive. Haben Sie den nötigen Treibstoff getankt, beschleunigt Ihr Schiff damit auf 0,2-fache Lichtgeschwindigkeit und überwindet Distanzen von mehreren zehntausend Kilometern binnen weniger Sekunden - ohne Ladeunterbrechungen, versteht sich. Aber Achtung: Geht Ihnen auf halber Strecke der Sprit aus, haben Sie ein ernsthaftes Problem, das sich meist nur lösen lässt, wenn ein anderer Spieler vorbeikommt und Sie in seinem Schiff mitnimmt. "Per Anhalter durch die Galaxis" sozusagen.

Schwadron 42

Eine klassische Solokampagne gibt es in Alpha 2.0 übrigens noch nicht, im finalen Spiel soll diese aber enthalten sein. Das Ganze hört dann auf den Namen "Squadron 42" und bietet nach aktuellem Stand mindestens 30 filmreif inszenierte Missionen. Und wir schreiben bewusst "filmreif", denn mit Garry Oldman, Mark Hamill, Mark Strong und John Rhys-Davies konnte Spieldesigner Chris Roberts zahlreiche Hollywood-Größen für sein Projekt gewinnen.

Was uns gefällt

Wenn die Entwicklung weiterhin nach Plan verläuft, soll es im fertigen Spiel sogar möglich sein, prozedural generierte Planeten zu erkunden – also Himmelskörper, deren Oberfläche nicht von Menschenhand erschaffen wurde, sondern von einer cleveren Programmroutine. Die Methode selbst spart dem Entwicklerteam einen Haufen Arbeit und könnte letztlich zu einem riesigen Universum führen, das auch nach Monaten und Jahren weiterhin neue Orte bietet, die man noch erkunden möchte.

Das Faszinierende: Wie ein erstes YouTube-Video beweist, hat die Frankfurter Zweigstelle von Cloud Imperium Games die dafür nötige Technik bereits im Einsatz. Zu sehen ist ein Raumschiff das – "No Man’s Sky" für PS4 lässt grüßen – ohne Ladezeiten aus dem Weltall in die Atmosphäre des Planeten eindringt und schließlich in einer Basis auf dessen Oberfläche landet. Absolut sehenswert!

Was uns nicht gefällt

Zwar sieht die Alpha-Version 2.0 auf Highend-Rechnern traumhaft schön aus, dennoch ist technisch in vielerlei Hinsicht noch immer der Wurm drin. Derzeit zählen vor allem teils drastische Bildrateneinbrüche sowie abrupte Unterbrechungen der Online-Verbindung zu den größten Problemen. Dazu gesellen sich einige wirklich seltsame Programmfehler, die für eine Alpha-Version in diesem Stadium jedoch nicht ungewöhnlich sind. Wer also mal reinspielen will, sollte eine gewisse Frusttoleranz mitbringen.

Fazit

Nahtlose Wechsel zwischen Flug- und First-Person-Action, zahlreiche interessante Missionsbeispiele, überzeugendes Multi-Crew-Feature, praktische neue Flugmodi und eine zum Schneiden dichte Atmosphäre: Alpha 2.0 ist ein toller Vorgeschmack auf das, was das fertige Spiel bieten soll. Schade nur, dass die Technik nach wie vor Schluckauf hat und Fans mit den im Absatz zuvor beschriebenen Macken die Laune verdirbt. Stimmt zur anvisierten Veröffentlichung Ende 2016 der Feinschliff, steht einem neuen Genre-Meilenstein aber nichts mehr im Wege.

Infos zum Spiel 

Titel: Star Citizen
Genre: Weltraum-Simulation
Publisher/Hersteller: Cloud Imperium Games
Release-Termin: Ende 2016
Preis: ab 35 Euro
System: PC
USK-Freigabe: Noch ausstehend
Eindruck: Gut 

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