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Eve Valkyrie für Oculus Rift: Mitten in der Weltraumschlacht

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Eve Valkyrie | Weltraum-Shooter | PC, PS4  

Mittendrin in der Weltraumschlacht

29.12.2015, 10:56 Uhr | Sönke Siemens (tz), Richard Löwenstein

Eve Valkyrie für Oculus Rift: Mitten in der Weltraumschlacht. Eve: Valkyrie (Quelle: CCP Games)

Eve: Valkyrie (Quelle: CCP Games)

Anschnallen und festhalten: Die ersten Games für Virtual-Reality-Brillen sind im Anflug. Das Weltraum-Actiongame "Eve Valkyrie" des isländischen Entwicklers CCP Games leistet Pionierarbeit. Als erster Titel seiner Art lässt sich „Eve Valkyrie“ ausschließlich mit einem Oculus Rift Virtual-Reality-Headset oder Playstation VR von Sony auf PC und PS4 erleben. Wie sich das in der Praxis anfühlt, konnten wir hautnah im Rahmen eines ersten Probespiels in London herausfinden.

Top Gun im Weltraum

Inhaltlich betrachtet spielt „Eve Valkyrie“ im gleichen Universum wie das bereits seit 2003 erhältliche Weltraum-Online-Rollenspiel „Eve Online“. „Wir nutzen viele bekannte Örtlichkeiten und auch einige Charaktere dürften Fans bekannt vorkommen. Die Geschichte und das Genre jedoch sind komplett unterschiedlich“, so Andrew Williams, leitender Spieldesigner des Projekts im Gespräch. „Während sich Eve Online primär als komplexes Strategiespiel aus einer Art Draufsicht präsentiert, ist Eve Valkyrie wesentlich greifbarer, zugänglicher und näher dran am Gesehen. Will heißen: Es verfrachtet den Spieler direkt in den Pilotensitz flinker Angriffsgleiter und bietet ungeahnte Nervenkitzel.“

Helm auf, Illusion an

Und tatsächlich: Der erste Kontakt mit „Eve Valkyrie“ ist Adrenalin pur und intensiver als alles, was man bisher im Genre Weltraum-Flug-Action erleben durfte. Hauptgrund für die umgehend einsetzende Immersion? Direkt nach dem Aufsetzen des Oculus VR Headsets verschmilzt man förmlich mit der durchgehend aus der Ego-Perspektive dargestellten Spielwelt. Das beginnt schon mit der Startsequenz im Bauch eines Großkampfschiffes in der ersten Aufwärmmission.

Noch während ein Magnetmechanismus auflädt, um Ihr Mini-Raumschiff über eine Startrampe ins Weltall zu katapultieren, können Sie sich im Cockpit mit ganz natürlichen Kopfbewegungen umsehen. Neigen Sie ihr Haupt beispielweise ein stückweit nach rechts, erspähen Sie den Lauf eines massiven Bordgeschützes. Ein kurzer Blick nach unten hingegen zeigt Ihre virtuellen Arme und Beine sowie Teile Ihres Oberkörpers, der je nach Kopfbewegung realistisch mitgeht. Toll - und in wirklich jeder Spielsituation absolut verzögerungsfrei umgesetzt.

Völlig schwerelos...

Kaum die Startrampe verlassen, schaltet das Mittendrin-Gefühl sogar noch einen Gang hoch. Denn egal ob Sie nun mit vollem Schub an einem kilometerlangen Versorgungsschiff vorbeifliegen oder mit Fassrollen heransausenden Feindfliegern ausweichen – da ihre Augen im Headset komplett von der realen Außenwelt abgeschottet sind, entsteht bereits nach wenigen Minuten das Gefühl, wirklich durchs Weltall zu gleiten. Einziger Schwachpunkt: Wurde das Headset nicht ausreichend festgezurrt, kann es bei hektischen Kopfbewegungen mitunter vorkommen, dass die Augen nicht im optimalen Winkel auf das Display blicken und leichte Unschärfeffekte auftreten.

Leicht verdauliche Online-Action

Die Gameplay-Struktur von „Eve Valkyrie“ lässt sich am besten mit der von „Star Wars Battlefront“ vergleichen. Im Hauptmenü haben Sie Zugriff auf eine Vielzahl von Spielvarianten, die sowohl Solisten als auch Online-Spieler ansprechen sollen. Den Anfang macht ein ziemlich gradlinig inszenierter Trainingsmodus. Hier lernen Sie die Grundlagen der Flug- und Waffensteuerung kennen. Beschleunigen, Abbremsen, Kurven fliegen, Laser abfeuern, Lenkraketen aufschalten indem man das Ziel für einige Sekunden im Blick behält – nach fünf bis zehn Minuten hat man den Dreh raus und ist bereit für eine der eingangs skizzierten Storymissionen. Letztere richten sich primär an Solo-Spieler und werden in kurze Geschichten aus dem Eve-Universum eingebettet. Ebenfalls solo-tauglich, jedoch ohne inhaltlichen Rahmen sind sogenannte Survival-Einsätze. Aufgabe hier: Möglichst viele, immer aggressiver werdende Feindwellen zu Sternenstaub pulverisieren.

Keine Einzelspieler-Kampagne

Eine klassische Solo-Kampagne mit rotem Storyfaden, vielschichtigen Charakteren und aufwändigen Zwischensequenzen sucht man hier leider genauso vergebens wie in „Star Wars Battlefront“. „Unser Fokus liegt ganz klar auf Mehrspieler-Duellen“, betont Williams. „Die Solo-Inhalte sind vorrangig dafür gedacht, Fähigkeiten zu vertiefen, die später im Mehrspieler-Komplex über Erfolg oder Niederlage entscheiden.“

Womit letztlich auch die Brücke zu dem geschlagen wäre, was in London in den Mittelpunkt rückte: spannende 5-gegen-5-Duelle in zwei launigen Spielmodi. Team Deathmatch bedarf wahrscheinlich kaum einer Erklärung. Zwei Teams buhlen unter Zeitdruck um die meisten Abschüsse. Ganz anders Random Control: Hier müssen Kontrollpunkt zunächst mit Hilfe einer Drohne übernommen und dann möglichst lange gehalten werden. Das wiederum zieht dem gegnerischen Team Punkte von einem vorgegebenen Kontingent ab. Wer zuerst ohne Punkte dasteht, verliert.

Taktische Dreifaltigkeit

Für taktischen Tiefgang sorgen drei auswählbare Schiffsklassen, die sich bereits angenehm unterschiedlich anfühlen. Der „Wraith Fighter“ repräsentiert eine klassische Allround-Einheit und bietet eine solide Balance aus Geschwindigkeit, Panzerung und Schildenergie. Dem gegenüber steht der weniger flinke, dafür aber umso besser gepanzerte Heavy Fighter. Wer mit seinem Shotgun-Geschütz Projektile zwischen eine Gruppe von Feinden abfeuert, kann hohen Flächenschaden verursachen. Die eher träge Normalgeschwindigkeit kompensiert der Heavy mit einem Micro Warp Drive, welches streng genommen wie der Nitroschub in Rennspielen funktioniert.

Bliebe noch die Unterstützer-Klasse. „Fans dieses Einheitentyps dürfen unter anderem von einem praktischen Multifunktions-Strahl Gebrauch machen“, schwärmt Williams. „Richtet man ihn auf ein verbündetes Schiff, wird dieses repariert. Nimmt man einen Widersacher ins Fadenkreuz, verliert dieser Energie – fast so als würde ein Vampir ihm langsam den Lebenssaft aussaugen. Außerdem dürfen Support-Einheiten futuristische Spinnennetze absondern. Fliegt ein Feind hindurch, kletten sich kleine Spinnenroboter an seine Außenhülle und stören die Schilde. Landsleute dagegen profitieren von einem Reparaturschub.“ Kurz angerissen, aber leider nicht im Detail gezeigt: Mit Hilfe eines Erfahrungspunkte-basierten Upgrade-Systems schalten Weltraum-Cowboys später immer neue Schiffsverbesserungen frei.

Was uns gefällt

Bildschirmfüllende Explosionen, filigran modellierte Raumschiffe, nahezu fotorealistische Levelhintergründe und glasklarer Surround-Sound: Dass „Eve Valkyrie“ einen bleibenden Eindruck hinterlässt, ist nicht zuletzt der fantastischen Präsentation auf Basis der Unreal Engine 4 geschuldet. Beglückwünschen darf man CCP außerdem in Sachen Benutzeroberfläche. Die Menüführung wirkt sehr futuristisch und trägt enorm dazu bei, dass der VR-Funke schnell überspringt. Wollen Sie beispielsweise den Trainingsmodus anwählen, müssen Sie Ihren Blick lediglich auf das dazugehörige Symbol richten, kurz die Okay-Taste antippen und los geht’s. Altmodisches Menüpunkte-Auswählen mit dem Steuerkreuz entfällt komplett.

Was uns nicht gefällt

Gegen Ende der Anspielveranstaltung klagten viele Journalisten über Unwohlsein. Das galt vor allem dann, wenn sie im Spiel besonders gewagte Ausweichmanöver flogen und sich ständig hektisch umschauten. Im Gespräch mit verantwortlichen Entwicklern berichten diese jedoch, dass es reine Gewöhnungssache sei und man bei häufigerem Kontakt mit VR-Inhalten durchaus zwei bis drei Stunden am Stück spielen könnte. Ob diese Aussage auf die Masse an Nutzern zutrifft, bleibt freilich abzuwarten. Ebenfalls noch in der Schwebe steht der finale Umfang des Spiels, zu dem sich CCP eher bedeckt hielt. Weder die exakte Zahl an Spielmodi, noch die endgültige Menge an Szenarien geschweige denn Solomissionen wollten die Isländer rausrücken.

Fazit

Von allen derzeit bestätigten VR-Spielen für das erste Quartal 2016 fühlt sich „Eve Valkyrie“ sowohl inhaltlich als auch technisch schon verdammt rund an. Schade nur, dass die Macher auf eine klassische Solo-Kampagne verzichten und sich bisher so vage zum Umfang des Gesamtpakets äußern. Weil „Eve Valkyrie“ aber ohnehin jedem Oculus VR Headset beiliegen wird, relativiert sich dieser Umstand deutlich.

Titel: Eve Valkyrie
Genre: Weltraum-Shooter
Publisher: CCP Games
Hersteller: CCP Games / Oculus VR
Release-Termin: 1. Quartal 2016; Release auf Playstation VR folgt danach
Preis: liegt jedem Oculus VR Headset bei; Preis des Headsets steht noch nicht fest
System: PC, PS4
USK-Freigabe: noch ausstehend
Eindruck: Gut

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