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Test zu Rayman Adventures: Spring, Rayman, spring!

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Test zu Rayman Adventures | Jump'n'Run | iOS, Android  

Spring, Rayman, spring!

06.01.2016, 17:07 Uhr | Jürgen Kroder (jr / ams), Medienagentur plassma

Test zu Rayman Adventures: Spring, Rayman, spring!. Selbst Jump'n'Run-Neulinge kommen in Rayman Adventures schnell und einfach ins Spiel hinein und haben ihren Spaß. (Quelle: Ubisoft)

Selbst Jump'n'Run-Neulinge kommen in Rayman Adventures schnell und einfach ins Spiel hinein und haben ihren Spaß. (Quelle: Ubisoft)

Der gliederlose Hüpfspiel-Held ist wieder zurück: "Rayman Adventures" ist der neue Teil der seit vielen Jahren bekannten Jump&Run-Reihe. Das jüngst veröffentlichte Geschicklichkeits-Abenteuer ist (vorerst) nur für iOS- und Android-Geräte erschienen. Hier startet es mit einem superben Ersteindruck durch, mit der Zeit entpuppt sich allerdings so manche Schwäche. 

Simple Steuerung

Ein Jump'n'Run auf einem Mobilgerät spielen - geht das denn? Immerhin ist man von Super Mario, Sonic und Konsorten gewohnt, dass man deren Games teilweise nur mit gekonnten Tastenkombinationen und gut ausgestatteten Konsolen-Controllern lösen kann. Die Antwort auf die Frage lautet: Ja, Hüpfspiele kann man auch auf Smartphones und Tablets hervorragend daddeln. Hier beweist Hersteller Ubisoft mal wieder sehr viel Können. 

Wie schon bei "Rayman Jungle Run" und "Rayman Fiesta Run" gilt auch bei Rayman Adventures das Motto "Reduce to the Max". Das heißt: Die App lässt sich mit wenigen Gesten bedienen. Wischen Sie nach rechts, läuft der knuffige Held los, mit einem Tipp auf den Touchscreen hüpft er, hält man den Finger auf dem Screen, schwebt er. Wischt man nach unten, führt er eine Attacke aus, und mit einem Fingerzeig nach links oder rechts wird die Richtung geändert. Das sind die grundlegenden Aktionen, mit denen Sie die kunterbunten Levels bestreiten. 

Nebensächliche Story, flotter Einstieg

Typisch Mobile Game: Die Geschichte des Spiels wurde auf ein Nötiges reduziert. Sie klingt wie bei vielen Jump&Runs ziemlich banal: Langfinger haben magische Eier gestohlen. Diese soll man finden, um einem heiligen Baum neues Leben einzuhauchen. Wie man das bewerkstelligt? Indem man ganz einfach die unzähligen Levels meistert. 

Die ersten Levels gehen einfach und unbeschwert von der Hand. Das liegt einerseits daran, dass Sie zuerst ein Tutorial absolvieren und es danach mit simplen Herausforderungen zu tun haben. Man hüpft beschwingt durch die abwechslungsreichen Welten, aktiviert Schalter, rutscht Wasserfälle hinab, schwimmt durchs Wasser oder räumt Hindernisse aus dem Weg. Das macht unheimlich viel Spaß und fesselt. 

Licht- und Schattenseiten wechseln

Die Levels sind in verschiedene Arten von Missionstypen eingeteilt. Mal geht es hauptsächlich darum, versteckte Wesen zu finden und sie zu befreien. Ein anderes Mal gilt es, durch geschickte Sprünge möglichst viele Leuchtwesen namens Lums zu sammeln. Und dann sind da unter anderem noch die Abschnitte, in denen man entweder alle Gegner verprügeln oder unter extremen Zeitdruck das Levelende erreichen soll. 

Prügeln, Hüpfen oder Suchen - für verschiedene Spielertypen gibt es also unterschiedliche Ausrichtungen. Das sorgt anfangs durchaus für Laune. Doch leider kann man sich nicht für die eine oder andere Gameplay-Variante entscheiden. Es müssen stets alle Levels gemeistert werden - unabhängig davon, ob man nun ein Prügelfreund oder ein Meister der pixelgenauen Sprünge ist. 

Genau diese Abwechslung entpuppt sich mit der Zeit als Nachteil. Da die Missionen immer knackiger werden, kann einem eine Disziplin, die einem gar nicht liegt, an den Rand der Verzweiflung bringen. Wenn man beispielsweise zum 20. Mal ein zeitkritisches Level nicht schafft, dann läuft man Gefahr, seinen Frust an der eingesetzten Hardware auszulassen. 

Putzige Helfer

Schafft man die Levels, erspielt man die gesuchten Eier. In diesen schlummern bunte Wesen, die sogenannten "Incrediballs", die Ihnen zur Unterstützung zur Seite stehen. Das aber nur, wenn man sie füttert, und wenn sie über eine passende Spezialisierung verfügen. 

Vor jedem Level-Start wählen Sie aus, welche Incrediballs Sie mit auf die Reise nehmen wollen. Ihre Entscheidung sollten Sie jedoch gut bedenken. Es gibt Incrediballs, die helfen Ihnen bei der Suche nach Verstecken, andere stehen Ihnen mit fliegenden Fäusten oder mit ihrem Rüssel zum Einsaugen von Lums tatkräftig zur Seite. 

Kurzum: Die putzigen Wesen sind nichts Anderes als Booster, also optionale Erleichterungen. Diese muss man sich durch Geschick und Geduld verdienen. Oder Sie beeinflussen die Entwicklung eines Eis durch spezielle Mixturen, wofür man - wenn man schneller vorankommen will - durch Mikrotransaktionen Geld bezahlen muss. 

Das sieht gut aus 

Der teils knackige Schwierigkeitsgrad wird durch die tolle Optik des Spiels wieder wettgemacht. Was Rayman Adventures auf die Touchscreens bringt, kann glatt als spielbarer Cartoon durchgehen. Jedes Level sieht wie ein handgezeichnetes Meisterwerk aus. Alles wirkt wie aus einem Guss und passt perfekt zueinander. 

Unterstrichen wird diese Augenschmeichelei durch detailverliebte Animationen: Da fallen Mauern um, Wurzeln geben neue Abschnitte frei, im Hintergrund toben Kämpfe, wabernde Lichtstrahlen beleuchten grüne Wälder und lodernde Flammen sorgen für Dramatik. Und den dämlich dreinschauenden und witzig animierten Gegnern gibt man gerne eins auf die Zwölf. 

Was wir mögen

Selbst Jump&Run-Neulinge kommen schnell und einfach ins Spiel hinein und haben ihren Spaß damit, zumal die verschiedenen Missionstypen in Verbindung mir den fantastischen Grafiken zum Weiterspielen anspornen. Zudem wird man anfangs noch nicht mit den Kaufoptionen konfrontiert.  

Was wir nicht mögen

Doch schon bald wird einem klar, warum Rayman Adventures ein Gratis-Download ist: Ubisoft will über Ingame-Verkäufe die Kassen klingeln lassen. Je länger man spielt, desto mehr Spielspaß-Stopper gibt es in dem Free-to-Play-Game. Wer also die späteren Levels flott hintereinander lösen und seine Zeit nicht mit Warten verbringen will, der wird irgendwann wohl oder übel eines der diversen Angebote wahrnehmen. 

Mit dieser Ausrichtung geht auch einher, dass man das Hüpfabenteuer nur spielen kann, wenn eine Internetverbindung besteht. Wer ohne Netz ist, schaut in die Röhre - ein echtes No-Go, wie wir finden! Obendrein ist es schade, dass die Unterstützung von Mobile-Gamepads noch nicht so richtig funktioniert: Entweder kommt es zu Abstürzen, oder die Tastenbelegung fällt wirr aus, wodurch ein Spielen kaum möglich ist. 

Fazit

Rayman Adventures hat eigentlich alles, um sich eine Empfehlung zu verdienen: Viel Spaß, reichlich Witz, ein flottes Gameplay, schicke Grafik und eine ordentliche Portion an Abwechslung. Trotzdem könne wir nur ein "Gut" und kein "Sehr gut" vergeben. 
Warum? Einerseits, weil nicht jedem Spieler jeder Missionstyp liegt. Somit muss man immer und immer wieder Levels meistern, die einem nicht zusagen. Dazu kommt das Free-to-Play-Prinzip, das den Spieler unnötig ausbremst. Wie so oft wäre es besser gewesen, Ubisoft hätte diese Monetarisierungsschikane weggelassen und stattdessen die Spiele-App zum Kauf angeboten.  

Infos zum Spiel 

Titel: Rayman Adventures 
Genre: Jump'n'Run 
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Ubisoft Montpellier 
Release: Im Handel
Preis: Free-to-Play (finanziert durch In-App-Käufe) 
System: iOS, Android
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Gut 

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