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Quantum Break: Was wäre, wenn die Zeit stillsteht?

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Preview zu Quantum Break | Third-Person-Shooter | Xbox One  

Was wäre, wenn die Zeit stillsteht?

11.01.2016, 14:30 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Quantum Break: Was wäre, wenn die Zeit stillsteht? .  (Quelle: Microsoft)

Quantum Break Third-Person-Shooter von Remedy Entertainment für Xbox One (Quelle: Microsoft)

Wenn ein skandinavischer Entwickler etwas von knallharter Action versteht, dann Remedy Entertainment. Ihr Durchbruch gelang mit dem Deckungsshooter "Max Payne" für PC, PS2 und Xbox. Mit irrwitzigen Zeitlupeeffekten und einer dramatisch inszenierten Story erkämpften sich die ersten beiden Teile des Cop-Dramas einen festen Platz in den Herzen von über 7,5 Millionen Actionspielern weltweit. Auch das 2010 erscheinende "Alan Wake" für Xbox 360 begeisterte die Massen und avancierte dank Edelgrafik und mitreißender Atmosphäre zum Millionenseller. Im April 2016 wollen die technisch versierten Nordmänner nun erneut Gaming-Geschichte schreiben - mit einem Xbox-One-Exklusivspiel, das Ingame-Action und Realfilm-TV-Serie auf einzigartige Weise verschmelzen lässt. Feuer frei für "Quantum Break"! 

Beängstigende Zukunftsvision

Dreh- und Angelpunkt der Ereignisse ist ein völlig aus den Fugen geratenes Zeitreiseexperiment an der fiktiven Riverport University. Die Folgen sind so gravierend, dass die Zeit als solche zusammenzubrechen droht. Kein erstrebenswerter Zustand für das Fortbestehen der Menschheit, weshalb Protagonist Jack Joyce alles daransetzt, die Dinge wieder ins Lot zu bringen. Aber warum gerade er? Ganz einfach: Seit Jack die Auswirkungen des Experiments hautnah miterlebt hat, verfügt er über außergewöhnliche Kräfte, die Zeit auf verschiedene Art und Weise zu manipulieren. 

Doch wie’s scheint, ist er nicht der einzige mit solchen Talenten. Auch sein bester Freund Paul Serene wird in das Zeitreise-Experiment verwickelt und kann seither die Gesetze der Zeit verändern und sogar in die Zukunft blicken. Das Problem: Aus noch ungeklärter Ursache kehrt Paul - um beachtliche 17 Jahre gealtert - aus dem Zeitstrudel als skrupelloser Gründer einer Firma namens Monarch Solutions zurück. Von Freundschaft zwischen den beiden kann seither keine Rede mehr sein. Im Gegenteil: Serene sieht Jack schon bald als schmerzenden Dorn im Auge, den er nun schnellstmöglich entfernen möchte. 

Zeitachse mit Schluckauf

Erstes bisher präsentiertes Gameplay-Material entführt den Zuschauer unter anderem in eine Schiffswerft. Jack rennt gerade durch die recht linear angelegten Gänge einer Militäreinrichtung, als plötzlich ein Hubschrauber von Monarch Solutions gen Himmel steigt. An Bord sitzt Paul Serene, der nach einem kurzen Wortgefecht mit Jack in Rage gerät und mit einer sogenannten Time-Blast-Attacke fürchterliches Chaos heraufbeschwört. 

Die Time-Blast-Attacke wirkt dabei wie eine Art Zeitschluckauf. Will heißen: Die Stützpfeiler eines noch im Bau befindlichen Containerschiffs kollabieren und lösen eine verheerende Kettenreaktion aus, die sich aufgrund von Zeitanomalien immer und immer wieder wiederholt.Die Aufgabe des Spielers besteht nun darin, sich durch geschicktes Anhalten der Zeit einen Weg durch berstende Stahlträger, herabstürzende Frachtcontainer und andere Widrigkeiten zu bahnen. Adrenalin pur, denn Jacks Zeit-Stopp-Fähigkeit wirkt immer nur für einige Sekunden und muss sich dann zunächst wieder aufladen. 

Zielsicherer Chrono-Cowboy

Hat man diesen ersten Abschnitt gemeistert, folgt ein rasantes Feuergefecht mit Schergen von Monarch Solutions. Und klar, auch hier greift die Zeitmanipulations-Mechanik. "Time Freeze" geschickt eingesetzt, steht man beispielsweise blitzschnell hinter einem Gegner und verpasst ihm eine Kugel in den Rücken bevor der überhaupt mit der Wimper zucken kann. Oder Jack generiert eine Zeitblase um sich herum, lässt anfliegende Projektile abprallen und feuert genau dann zurück, wenn der Feind nachladen muss. 

Nicht minder praktisch ist "Time Rush", nach "Time Blast" die vierte von insgesamt fünf bisher vorgestellten Fähigkeiten. Hiermit katapultiert sich Jack wie ein Gummiband in die gewünschte Richtung und schlägt so selbst den schon bald anrückenden Spezialeinheiten von Monarch ein Schnippchen. Dank experimenteller Technologie zeigen sich die nämlich zunächst völlig unbeeindruckt von Jacks Chrono-Talenten. Wer jedoch den Kopf einzieht, flink von Deckung zu Deckung hechtet und ihre Hightech-Rucksäcke mit gezielten Schüssen perforiert, gewinnt wieder die Oberhand. 

Clevere Mixtur bekannter Konzepte

Zugegeben, die Finnen erfinden das Gameplay-Rad nicht neu und vermengen viele bekannte Elemente aus artverwandten Zeitmanipulations-Spielen wie "Timeshift", "Braid" oder "Blinx: The Time Sweeper". In Anbetracht der spektakulären Präsentation auf Basis der Remedy-eigenen Northlight Engine sowie der raffiniert erzählten Geschichte fällt das allerdings kaum ins Gewicht. 

Raffiniert deshalb, weil Quantum Break Videospiel und Fernsehserie auf einzigartige Weise miteinander verbindet. Konkret: Zu Beginn eines jeden Story-Kapitels servieren die Entwickler Ihnen stets einen voll spielbaren Action-Abschnitt. Der wiederum mündet in einer emotional aufwühlenden Entscheidungssequenz. Der Dreh: Die Tragweite dieser Entscheidung erleben Sie nun direkt im Anschluss in einer jeweils 22-minütigen Folge einer hochwertig produzierten Live-Action-Serie mit. Anschließend geht es wieder mit einem Gameplay-Abschnitt weiter, der auf vorherigen Geschehnissen aufbaut - und so weiter. 

Sterben oder kooperieren?

Um das Entscheidungskonzept zu veranschaulichen, demonstriert Remedy zwei Entwicklungspfade für ein und dieselbe Szene. Den Anfang macht der Clip "Pfad des Hardliners". Zu sehen ist eine Anti-Monarch-Aktivistin, die zitternd auf einem Stuhl sitzt und von Paul Serenes rechter Hand Mr. Hatch aufgefordert wird, verdeckte Informanten preiszugeben. Doch die Geisel sträubt sich zu plaudern, womit sie umgehend ihr Todesurteil unterschreibt. Mr. Hatch verlässt den Raum und ordnet an, sie via Kopfschuss zu töten – harter Tobak!

Entscheidet sich der Spieler dagegen für den "PR-Pfad", entwickeln sich die Dinge völlig anders. Wieder sitzt die Frau auf einem Stuhl, wird nun allerdings dahingehend eingeschüchtert, dass man ihr droht, ihrer Familie zu schaden, wenn sie nicht kooperiert. Also willigt sie ein und erklärt sich bereit, vor einer grünen Leinwand positiv über Monarch Solutions zu sprechen, was die Geschichte in ganz neue Bahnen lenkt. Toller Stoff - für Gamer und Serienfans gleichermaßen! 

Was uns gefällt

Das Verschmelzen von Spiel und TV-Serie haben zwar schon viele Entwickler versucht, Quantum Break aber könnte es zum ersten Mal wirklich richtig machen. Das liegt zum einen daran, dass Remedy ein wirklich beeindruckendes Schauspieleraufgebot verpflichten konnte (siehe Foto-Show). Zum anderen an der Tatsache, dass man hier tatsächlich immer wieder vor die Wahl gestellt wird und die Handlung aktiv beeinflussen kann. Hinzu kommt: Richtig angegangen, sind durch das Zeitmanipulationskonzept viele spannende Puzzleabschnitte möglich. 

Was uns nicht gefällt

So vielversprechend Quantum Break auch aussehen mag, in zahlreichen Punkten gibt’s immer noch Klärungsbedarf. Wie groß zum Beispiel ist der Umfang? Wie linear sind die Levels? Wie schlagen sich die deutschen Synchronsprecher? Können die Finnen noch Gameplay-Ideen aus dem Hut zaubern, die man so im Genre bisher nicht gesehen hat? Und vor allem: Ist diese Story frei von Logiklücken? Bei Zeitmanipulations-Szenarien bekanntlich ein nicht zu unterschätzendes Fettnäppchen. 

Fazit

Obwohl uns Remedy eigene Anspiel-Eindrücke bisher noch schuldig bleibt, stimmen die vorgespielten Levels doch mehr als zuversichtlich. Die Actionszenen reißen mit, die Technik überzeugt, die Zeitmanipulationsmöglichkeiten sind ein echter Garant für spielerische Abwechslung und die Fusion aus Videospiel und TV-Serie birgt gewaltiges Potenzial. Quantum Break könnte zu einem der Topspiele im Spiele-Jahr 2016 avancieren. 

Infos zum Spiel 

Titel: Quantum Break
Genre: Third-Person-Shooter
Publisher: Microsoft
Hersteller: Remedy Entertainment
Release-Termin: 5. April 2016
Preis: zirka 65 Euro
System: Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht eingestuft
Eindruck: Sehr gut 

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