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Vorschau zu Tom Clancy's The Division: New York darf nicht fallen

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Preview zu Tom Clancy's The Division | MMOG-Rollenspiel-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

New York darf nicht fallen

19.01.2016, 14:11 Uhr | Sönke Siemens (jr / ta), Richard Löwenstein

Vorschau zu Tom Clancy's The Division: New York darf nicht fallen. Tom Clancy's The Division (Quelle: Ubisoft)

Tom Clancy's The Division (Quelle: Ubisoft)

Ohne Risiko kein Erfolg. In "Tom Clancy's The Division" - Ubisofts neuem Mammutprojekt für PC, PS4 und Xbox One - wagt der schwedischer Entwickler Massive Entertainment die Fusion aus Third-Person-Shooter, Online-Rollenspiel und packendem Weltuntergangs-Szenario. Kann das gut gehen?  

Der Big Apple vor dem Zerfall

Die Autoren von The Divsion zeichnen ein grausames Szenario mit beängstigendem Wirklichkeitsbezug. Aus noch ungeklärter Ursache wird die US-Ostküstenmetropole New York zu Spielstart von einer verheerenden Pandemie heimgesucht. Ausgerechnet am Black Friday - in den USA einer der umsatzstärksten Tage überhaupt - breitet sich eine mysteriöse Virusinfektion rasend schnell aus. Armee, Polizei und Rettungskräfte geben ihr Bestes, kriegen die Lage jedoch nicht unter Kontrolle.

Die Folgen sind dramatisch: Weil Wasser- und Lebensmittelvorräte schnell knapp werden, bricht die Handlungsfähigkeit der Obrigkeiten in gerade einmal fünf Tagen zusammen. Kurz darauf versinkt die einst vor Leben nur so strotzende Mega-City in einem alles verzehrenden Strudel aus Chaos, Krankheit und Gewalt. 

Feuertaufe für The Division

Die einzig positive Nachricht: Wohl wissend, dass so etwas eines Tages passieren könnte, hat die US-Regierung vorgesorgt. Mit einer Schläfereinheit namens "Strategic Homeland Division". Gemeint sind bestens geschulte und mit modernster Militärtechnologie ausgerüstete Männer und Frauen, die immer erst dann eingreifen, wenn alle anderen Maßnahmen scheitern. Eben diese Division-Agenten - der Spieler ist einer von ihnen - sollen nun die öffentliche Ordnung wiederherstellen und die Ursachen für das Desaster ausfindig machen. 

Fraktionen im Clinch

Ob man diese Herausforderung allein oder im Verbund mit bis zu drei weiteren Online-Agenten angeht, ist jedem selbst überlassen. In jedem Fall macht es Sinn, wachsam zu bleiben, denn in diesem Open World-Szenario lauert der Tod an praktisch jeder Straßenkreuzung.

Die größte Gefahr geht dabei anfangs von mordenden und brandschatzenden Gangs aus. Sie haben die Stadtteile unter sich aufgeteilt und folgen in der Regel einer ganz eigenen Agenda. Da wären zum Beispiel die Cleaner. Sie tragen furchterregende Gasmasken samt dazu passendem ABC-Schutzanzug und führen tödliche Flammenwerfer ins Feld, was sie vor allem im Nahkampf brandgefährlich macht - im wahrsten Sinne des Wortes. 

Aufstand der Eingekerkerten

Ebenfalls nicht zum Spaßen aufgelegt sind die Riker - ein Haufen entflohener Sträflinge von der im East River gelegenen Gefängnisinsel Riker Island. Im Gegensatz zu den Cleanern wollen sie jedoch nicht etwa das Virus und alles damit Infizierte auslöschen, sondern ganz Manhattan Island für sich erobern und das Gesetz in die eigenen Hände nehmen. Kollateralschäden jedweder Art scheinen dabei keine Rolle zu spielen.

Ist ein Bezirk nicht in der Hand der gut organisierten Cleaner oder Riker, stehen die Chancen hingegen gut, dass fraktionslose Schläger dort ihr Unwesen treiben. Meist nur ausgerüstet mit einfachen Dingen, die sie auf der Straße finden, muss man ihre Präsenz in der Regel aber weniger fürchten. Auf die leichte Schulter nehmen sollte man sie allerdings nie. 

Die Umgebung erzählt die Geschichte mit

Schön gemacht: Laut Ubisofts Leveldesign-Team soll man meist schon anhand von Umgebungsmerkmalen erkennen, welcher Fraktion man womöglich gleich über den Weg läuft und somit wahrscheinlich auf den Schlips tritt. Die Feuer-besessenen Cleaner zum Beispiel brennen am liebsten alles nieder und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Schwarzer Asphalt, qualmende Fahrzeuge, verkohlte Leichen – all das und mehr deutet auf ihre Anwesenheit hin. 

Die Riker wiederum zeigen eine Vorliebe für extravaganten Munitionsverbrauch und schießen selbst dann noch auf Körper ein, wenn diese längst mausetot am Boden liegen. Wer also gezielt auf stapelweise Munitionshülsen und übel zugerichtete Leichen achtet, ahnt deutlich schneller, wenn Gefahr im Verzug ist und leitet entsprechende Gegenmaßnahmen ein. Beispielsweise könnte es Sinn machen, automatische Geschütze auszustellen, die Feinde bereits aus großer Distanz unter Feuer nehmen. 

Fusion bewährter Spielkonzepte

Das Gameplay von Tom clancy's The Division räsentiert sich als clevere Mischung aus Third-Person-Shooter und Online-Rollenspiel. Nach und nach erkundet Ihr Alter Ego immer neue Bereiche der riesigen, sehr abwechslungsreich gestalteten Spielwelt. Anfangs noch vorrangig an der Oberfläche unterwegs, geht’s zum Beispiel recht bald hinab ins U-Bahn-System oder hinein in mehrstöckige Kaufhäuser. Währenddessen lernt man neue Weggefährten aus Flisch und Blut kennen, optimiert seine Ausrüstung und levelt seinen Helden hoch, was neue Fähigkeiten, Talente und Boni freischaltet. 

Abgerundet wird all das von einer sehr glaubhaft umgesetzten Tageszeit- und Wettersimulation. So kann es beispielsweise passieren, dass nachts ein Sturm aufzieht und Ihre ohnehin schon miserable Sicht nochmals einschränkt. 

Was uns gefällt

Maximalen Nervenkitzel verspricht die sogenannte "Dark Zone". In diesem Bereich der Stadt häufen sich extravagante Waffen, die das Militär bei seinem Abzug aus New York City zurück ließ. Das wertvolle Rüstzeug geht allerdings erst dauerhaft in Ihren Besitz über, wenn Sie es komplett aus eben diesem kontaminierten Bereich bergen.

Das Problem bei der Sache: Viele andere Spieler haben genau den gleichen Plan. Und da in der Dark Zone im Gegensatz zu allen anderen Bereichen der Welt jeder Spieler jeden anderen Spieler umbringen kann, sollten Sie sich sehr genau überlegen, mit wem Sie sich letztlich verbünden. Eine brillante Idee, die außerdem dadurch Auftrieb erhält, dass zu häufiges Sterben in der Dark Zone mit einem Absinken des eigenen Erfahrungslevels einhergeht. Anders formuliert: Man muss ständig abwägen, wie viel Risiko man bereit ist einzugehen. 

Was uns nicht gefällt

Egal ob "Watch Dogs" oder "Rainbow Six: Siege": In der jüngeren Vergangenheit neigte Hersteller Ubisoft immer wieder dazu, optisch nicht die Qualität abzuliefern, die man aus den ersten Präsentationen des Spiels gewohnt war. Im Fall von The Divsion könnte das Projekt ein ähnliches Schicksal ereilen. Das wird vor allem dann deutlich, wenn man die offiziellen Gameplay-Demos der E3 2014 und der E3 2015 direkt gegenüberstellt. Hierbei schneidet das letztgenannte Video deutlich schlechter ab.  

Fazit

Mit The Division hat Ubisoft ein ganz heißes Eisen im Feuer. Story, Setting, Gameplay-Grundgerüst, die Idee mit der Dark Zone - all das scheint sich bereits sehr harmonisch zusammenzufügen. Dass die Betaversion kurzfristig und ohne Begründung auf Anfang 2016 verschoben wurde, wirft jedoch Fragen auf. Gleiches gilt für das bereits skizzierte Abspecken der Grafik. Kommt hierbei am Ende also wirklich das raus, was anfangs versprochen wurde? Spätestens nach dem Start der Beta dürfte es dahingehend mehr Klarheit geben. 

Infos zum Spiel 

Titel: Tom Clancy’s The Division
Genre: MMOG-Rollenspiel-Shooter
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Ubisoft Massive
Release-Termin: 8. März 2016 
Preis: zirka 60 Euro / Sleeper Agent Edition ab 140 Euro 
System: PC, PS4, Xbox One 
USK-Freigabe: Noch nicht geprüft
Eindruck: Gut 

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