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Preview zu Detroit: Become Human | Adventure | PS4  

Wenn Androiden plötzlich fühlen

28.01.2016, 14:45 Uhr | Benedikt Plass-Fleßenkämper (jr / tz), Medienagentur plassma

Wenn Androiden plötzlich fühlen. Roboter im Gefühlschaos: In "Detroit: Become Human" geht es darum, ob und wie künstliche Intelligenzen einen Platz in der Gesellschaft finden können. (Quelle: Sony)

Roboter im Gefühlschaos: In "Detroit: Become Human" geht es darum, ob und wie künstliche Intelligenzen einen Platz in der Gesellschaft finden können. (Quelle: Sony)

Packende Geschichten, große Gefühle und filmreife Präsentation: Der Pariser Entwickler Quantic Dream hat sich mit Ausnahme-Titeln wie "Fahrenheit", "Heavy Rain" und "Beyond: Two Souls" einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Auf halbe Sachen hat der visionäre Studiochef und Perfektionist David Cage keine Lust. Er will in dem dieses Jahr exklusiv für PS4 erscheinenden Abenteuerspiel "Detroit: Become Human" komplizierte Themen angehen, die sonst eher in Sci-Fi-Filmen wie "Blade Runner" oder dem 2015er-Kinoerfolg "Ex Machina" auftauchen: Können künstliche Intelligenzen zum Leben erwachen und einen Platz in der Gesellschaft beanspruchen?

Wir sind die Roboter 

Die Protagonistin des neuen Quantic Dream-Spiels hört auf den Namen Kara und wird von US-Schauspielern Valorie Curry ("The Following", "Veronica Mars") verkörpert. Sie ist allerdings keine alltägliche junge Frau: Kara wurde nämlich in der Fabrik von Cyberlife geboren, einem Tech-Unternehmen, das in der ehemaligen Automobilmetropole Detroit Androiden herstellt. Die humanoiden Roboter sind längst ein Teil der Gesellschaft geworden und leben Seite an Seite mit den Bürgern Detroits. Es gibt sie in den verschiedensten Ausführungen - vom Bauarbeiter- und Haushalts- bis hin zum Sex-Androiden. 

Die meisten Menschen behandeln die Androiden jedoch wie Vieh und gestehen ihnen keinerlei Rechte zu: Die Roboter müssen etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln gesonderte Abteile betreten und an ihrer Kleidung ein spezielles Abzeichen tragen, das sie als Androiden kennzeichnet. Teilweise werden die Künstlichen Intelligenzen gar Opfer von tätlichen Angriffen - die Rassismus-Probleme in den USA lassen grüßen. 

Spiele-Videos 
Detroit: Become Human - Announcement Trailer

Erster Trailer zum neuen Spiel aus der Feder von David Cage. Video

Umso interessanter ist in diesem Zusammenhang, dass Quantic Dream den Schauplatz Detroit für seinen PS4-Titel ausgesucht hat. Hier kam es in den 1930er und 1940er Jahren zu den ersten Rassenunruhen in den Vereinigten Staaten. Das allein sei aber nicht der Grund gewesen, erklärt David Cage in einem Interview: "Detroit ist ein faszinierender Ort, nicht nur für die Industrie, sondern auch für kreative Menschen. Wenn irgendwo mal eine Androiden-Fabrik gebaut werden sollte, dann wäre Detroit die logische Wahl." 

Paranoid Android

Zurück zu Kara: Wie der fulminante Trailer zu Detroit: Become Human verrät, konnte die Androiden-Dame aus der Cyberlife-Fabrik entkommen. Wie ihr das gelungen ist? Darüber schweigt sich Quantic Dream bislang aus. Fakt ist aber, dass sich Kara stark von ihren KI-Kollegen unterscheidet: Sie hat Emotionen entwickelt, ist sich ihrer Gefühle bewusst und beansprucht ihr Recht auf ein freies Leben. Sie wagt sich hinaus in eine kalte, gefährliche Welt – und sucht ausgerechnet dort nach Menschlichkeit. Im Trailer sagt sie am Ende: "Vielleicht werde ich die Welt verändern. Mein Name ist Kara, und ich bin eine von ihnen. Das ist unsere Geschichte." 

Das klingt ein wenig nach Roboter-Revolution. Man wolle in "Detroit" jedoch keine weitere Geschichte über die Gefahren Künstlicher Intelligenzen erzählen, betont Cage, "davon gibt es schon sehr viele gute". Vielmehr gehe es ihm darum zu zeigen, wie es wohl wäre, wenn Roboter plötzlich fühlen und ihre Umgebung erkunden könnten.

Und darum, wie der Mensch als Maschinen konzipierte Androiden wahrnehmen würde, wenn diese auf einmal Emotionen hätten. "Es geht um Fragen wie diese: Können Künstliche Intelligenzen Gefühle entwickeln? Wie würden Androiden in unsere Gesellschaft eingegliedert werden? Und was macht das Menschsein eigentlich aus?" 

Der Spieler soll entscheiden

Und wie sieht das Ganze spielerisch aus? Darüber hüllt sich Quantic Dream bisher noch in Schweigen. Es ist aber davon auszugehen, dass die Franzosen ihrer bisherigen Linie treu bleiben und auf eine - dann hoffentlich schmackhafte - Mischung aus sanften Adventure- und Rätselelementen, Action-Passagen nebst Quick-Time-Events und filmreifen Zwischensequenzen setzen werden. Cage jedenfalls verspricht ein enorm intensives Erlebnis, in dem der Spieler "als Co-Autor fungiert und entscheidet, wie es weitergeht". 

Was uns gefällt

Das bislang gezeigte Video- und Bildmaterial hinterlässt dank glaubhafter Animationen, unglaublich echt aussehender Gesichter und der interessanten Hauptdarstellerin einen bleibenden Eindruck. Die neue 3D-Technologie, die Quantic Dream eigens für das PS4-Spiel entwickelt hat, scheint mächtig Dampf unter der Haube zu haben. Die Medien Videospiel und Film verschmelzen immer mehr miteinander. 

Was uns nicht gefällt

Auf den ersten Blick wirkt die Thematik von Detroit: Become Human etwas abgenutzt: Roboter, die Gefühle entwickeln? Das gab es bereits in zahlreichen Filmen. Und über das Gameplay-Grundgerüst ist bisher noch zu wenig bekannt, um verlässliche Aussagen zum spielerischen Gehalt des Abenteuerspiels zu treffen. 

Fazit

In Sachen Technik, Atmosphäre und Spielwelt sind die Entwickler offenbar auf einem guten Weg, jetzt müssen am Ende nur noch ein unterhaltsames Gameplay und eine tolle Story hinzukommen. Denn gerade in diesen beiden Punkten schwächelte das Quasi-Vorgängerspiel "Beyond" etwas. Bleibt zu hoffen, dass Cage und Co. dieses Mal eine denkwürdige Geschichte erzählen und auch spielerisch einige innovative Ideen aus dem Hut zaubern. 

Infos zum Spiel:

Titel: Detroit: Become Human
Genre: Adventure
Hersteller: Quantic Dream
Publisher: Sony
Release-Termin: 2016
Preis: zirka 70 Euro 
System: PS4 
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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