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Test zu Lego Marvel Avengers: Erfolgreich rangeklotzt

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Test zu Lego Marvel Avengers | Action-Adventure | PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U  

Erfolgreich rangeklotzt

03.02.2016, 17:45 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Richard Löwenstein

Test zu Lego Marvel Avengers: Erfolgreich rangeklotzt. Nie zuvor bot ein Lego-Spiel eine solche Masse an Missionen, Herausforderungen und spielbaren Helden (Quelle: Warner Bros. Interactive Entertainment)

Nie zuvor bot ein Lego-Spiel eine solche Masse an Missionen, Herausforderungen und spielbaren Helden (Quelle: Warner Bros. Interactive Entertainment)

Was die Community verlangt, soll sie bekommen: Nachdem Legos Haus- und Hof-Entwickler TT Games in "Lego Marvel Super Heroes" auf eine selbst erdachte Geschichte setzte, folgt man im spirituellen Nachfolger dem Willen der Fangemeinde und wandelt thematisch eng auf den Pfaden einer erfolgreichen Hollywood-Produktion. Diesmal im Fokus: Die Film-Abenteuer der weltweit wohl berühmtesten Superhelden-Gang. Feuer frei für die "Marvel Avengers" auf praktisch allen Hardware-Systemen dies- und jenseits des Marvel-Superhelden-Universums. 

Die Mischung machts

Wie der Name bereits andeutet, nimmt sich das Spiel die Handlung der Kino-Kassenschlager "The Avengers" sowie "Avengers: Age of Ultron" zum Vorbild und erzählt diese im Lego-Universum nach. Der Dreh dabei: Um möglichst viel Abwechslung zu garantieren, werden dabei auch Szenen aus "Captain America: The First Avenger", "Iron Man 3", "Thor: The Dark World" und "Captain America: The Winter Soldier" mit dem Plot verwoben.

Kurz nach Spielbeginn erleben Sie zum Beispiel eine geschickt als Rückblende integrierte Passage aus dem ersten "Captain America"-Streifen. Die reine Nettospielzeit betrachtet, bilden die "Avengers"-Filme gleichwohl den thematischen Schwerpunkt und bieten das, was Fans bei diesem Namen erwarten: coole Helden, epische Schlachten gegen schier übermächtige Invasoren und haufenweise rasante geschnittene Zwischensequenzen. 

Mit Teamwork ans Ziel

Mal Iron Man und Hulk, mal Hawk Eye und Black Widow, dann wieder Nick Fury und Steve Rogers: Wie bei Lego-Spielen aus dem Hause TT Games üblich, steuert man in nahezu jeder Mission immer mindestens zwei Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten, zwischen denen dann je nach Situation gewechselt werden muss. Iron Man etwa kann fliegen, mit Laserstrahlen Metall zerschneiden und Explosiv-Projektile abfeuern. Ganz anders Captain America: Der schwört auf sein multifunktional einsetzbares Schild. Geworfen fegt es gleich reihenweise Bodentruppen von den Füßen oder aktiviert entlegene Schalterkonstruktionen.

Alternativ können Sie damit aber auch Laserstrahlen reflektieren und Feuer löschen, indem Sie den Brandherd mit dem Schild „ersticken. Einsteigerfreundlich: Wann und wo ein Talent Sinn macht, erklären zu- oder abschaltbare Hilfesymbole. 

Doppelt hält besser

Fulminant anzuschauen und sehr praktisch im Kampf gegen hartnäckiges Gegnerpack sind die brandneuen Teamattacken. Denn schnellt der Kombozähler in die Höhe während zwei Helden dicht nebeneinander stehen, darf ein solches Manöver durch Drücken der Kreis-Taste in die Wege geleitet werden. Iron Man konzentriert sein Laserfeuer dann beispielsweise auf Captain Americas Schild. Der Supersoldat wiederum dreht sich leicht um die eigene Achse und lotst das nun rotierende Licht mit maximaler Streuwirkung ins Feindgetümmel.

Top: Egal ob nun Hawk Eye mit Iron Mans Sekretärin Pepper Potts oder Scarlet Witch zusammen mit Quicksilver in die Schlacht stürmt - weil Lego Marvel Avengers die sagenhafte Zahl von über freispielbaren 170 Helden bietet, gibt’s unterm Strich allein knapp 800 solcher extra animierter Teammanöver. 


Offene Welten als Langzeit-Motivator 

Wie schon in "Lego Marvel Super Heroes“ darf natürlich auch hier Gameplay in Open-World-Arealen nicht fehlen. Der Kracher bei Marvel Avengers: Nebst der wahrlich gigantischen, sowohl laufend, fahrend als auch fliegend erkundbaren Spielwiese Manhattan kredenzt Entwickler TT Games sieben weitere, offen angelegte Verteilerbereiche. Washington DC ist einer davon, ebenso wie Thors Heimatwelt Asgard, die Barton-Farm, Malibu, Südafrika und das fiktive, in "Age of Ultron" thematisierte Land Sokovia.

Großartig für die Langzeitmotivation: All diese Bereiche sprudeln förmlich über mit Sammelobjekten, Zusatzherausforderungen und Geheimpassagen, die nicht selten erst durch spezielle Charaktere zugänglich werden.

Solide Technik

Technisch gibt es kaum etwas zu beanstanden. Auf Xbox One, PS4 und aktuellen PCs läuft die Bauklotz-Action butterweich bei 1920 x 1080 Pixelpunkten, selbst wenn sich 15 bis 25 gewohnt knuffig animierte Figuren in einer Szene tummeln und der dynamische Splitscreen-Modus zwei völlig unterschiedliche Levelbereiche nebeneinander darstellt. Ladezeiten zwischen Storymissionen? Fallen so gut wie nicht auf, da das Spiel meist immer dann nachlädt, wenn eine Zwischensequenz abläuft.

Die Partikeleffekte - etwa Feuer oder von der Decke rieselndes Löschwasser - machen hingegen kaum etwas her. Dass viele Levelelemente gar nicht aus Lego-Steinen bestehen, wird in solchen Momenten umso deutlicher. 

Was uns gefällt

Der Umfang des Gesamtpakets ist kaum zu schlagen: Acht Verteilerwelten, jede Menge Storylevel aus insgesamt sechs verschiedenen Filmen und mehr als 170 spielbare Figuren - wahrlich beeindruckend, was die Briten hier alles in die knapp 13 Gigabyte große Installationsdatei quetschen. Ergänzt man nun noch die unzähligen Sammelaufgaben und Trophäenherausforderungen, wird langsam klar, warum man hier selbst nach mehreren Tagen noch längst nicht alles erlebt und erledigt hat.

Toll: Später darf man sich sogar seinen ganz eigenen Superhelden zusammenbasteln und Parameter wie Kleidung, Waffen, Gesichtsausdruck, Größe und so weiter individuell festlegen. Ein Lob zudem für die Mobile Games-Fassungen für PS Vita und 3DS. Auch in diesen präsentiert sich Manhattan genauso weitläufig wie in den Versionen für die "großen" Systeme. 

Was uns nicht gefällt

Der typische Lego-Humor ist zwar präsent und sorgt immer wieder für Schmunzler. Im Vergleich mit älteren Lego-Spielen, die komplett ohne Sprachausgabe auskommen, wird hier jedoch spürbar seltener mit komischer Mimik und übertriebenen Gags gearbeitet. Ebenfalls befremdlich: Manche Einzeiler geben die Helden so häufig von sich, dass sie einem irgendwann sprichwörtlich auf den Senkel gehen.

Naja, und das Fehlen eines Online-Koop-Modus sind wir von TT Games ja mittlerweile gewohnt. Gleiches gilt für Figuren, die zeitweise in Objekten steckenbleiben und erst mit wilden Sprung- und Laufbewegungen wieder zurück in die Freiheit finden. Nichts Dramatisches, aber speziell für jüngere Semester störend. 

Fazit

Ob allein oder im geselligen Koop-Modus: "Lego Marvel Avengers“ bietet gewohnt liebevoll inszenierte Klötzchen-Action für Jung und Alt. Die erneut nicht angebotene Online-Koop-Funktion, Patzer bei der Einbindung der Film-Soundsamples und vereinzelte Passagen mit Verhedder-Potenzial sorgen gleichwohl für Abzüge in der B-Note. Unterem Strich aber trotzdem eine Empfehlung, denn im Hinblick auf Umfang und Heldenaufgebot macht Avengers so schnell kein anderer Lego-Titel etwas vor. 

Infos zum Spiel 

Titel: Lego Marvel Avengers
Genre: Action-Abenteuer
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment
Hersteller: TT Games
Release-Termin: Im Handel 
Preis: PC ab 30 Euro, 3DS und PS Vita ab 40 Euro, PS3 und Xbox 360 ab 50 Euro, PS4 und Xbox One ab 60 Euro
System: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, PS Vita, Wii U, 3DS
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut 

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