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Test zu Call of Duty: Black Ops 3 - Awakening | Ego-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Gemeinsam baden gehen

04.02.2016, 14:42 Uhr | Sönke Siemens (jr / tz), Richard Löwenstein

Gemeinsam baden gehen.  (Quelle: Activision)

(Quelle: Activision)

Hauptsache originell: "Awakening" - die erste Download-Erweiterung zum Ego-Shooter "Call of Duty: Black Ops 3" von Publisher Activision und Entwickler Treyarch - bietet vier neue Mehrspieler-Karten mit teils recht ungewöhnlichen Szenarien wie zum Beispiel einem quietschbunten Wasserpark und einer fliegenden Polizeibasis. Dazu gibt’s eine taufrische Zombie-Karte und jede Menge Überraschungen. 

Bewährte DLC-Strategie

Die Vermarktung von Call of Duty-Download-Inhalten folgt bereits seit einigen Jahren einem klar vorgegebenen Schema. Je vier neue Mehrspieler-Karten und eine wahlweise alleine oder mit bis zu vier Freunden im Koop-Modus spielbare Überlebenskampf-Episode werden zu einem DLC-Paket gebündelt, welches dann zum Preis von knapp 15 Euro zunächst 30 Tage lang exklusiv auf einer Plattform erscheint. Der ganze Rummel wiederholt sich insgesamt drei mal, bis schließlich im Spätsommer alle vier Download-Pakete für alle unterstützten Plattformen erschienen sind.

Das Ganze nennt sich dann DLC-Saison und ist für Käufer des sogenannten Saison-Passes unterm Strich knapp zehn Euro günstiger. Statt 60 Euro zahlen sie nur 49,99 Euro für alle kommenden Download-Inhalte. Ausnahmen von der Regel? Gibt es bei Black Ops 3 nur eine: Xbox 360- und PS3-Spieler schauen dieses Mal komplett in die Röhre. Sie können zwar das Hauptspiel kaufen, jedoch keine Download-Inhalte. 

Hoch hinaus

Kandidat eins der vier neuen Mehrspieler-Umgebungen hört auf den Namen "Rise" und präsentiert sich als eine im Bau befindliche Forschungseinrichtung der schon aus der Kampagne bekannten "Coalescence"-Fraktion. Der Aufbau des Levels haut zunächst niemanden vom Hocker. Durch zahlreiche Wallrunning-Passagen impft Treyarch dem Ganzen dennoch eine gewisse Dynamik ein. Trotzdem: Ob sich die Masse der Spieler auch in zwei oder drei Jahren noch an Rise erinnert, bleibt zu bezweifeln. Dafür ist die Kartenarchitektur letztlich zu klassisch. E-Sport-Fans aber könnte genau das gefallen - meint zumindest Treyarch. 

Krakenalarm

Deutlich bunter und kreativer geht’s in "Slush" zur Sache. Der scheinbar von heute auf morgen stillgelegte Wasserpark Hydro Paradise ist gekennzeichnet durch ein Sammelsurium aus Gängen, Treppen, Wasserkanälen und Tauchabschnitten, die in ihrer Gesamtheit zunächst ziemlich unübersichtlich wirken. Wer allerdings genau hinschaut, wird schnell feststellen, dass jeder Levelbereich mit sehr individuellen Objekten verziert wurde, was die Orientierung selbstredend deutlich vereinfacht.

Im Eingangsbereich etwa thront ein drei Stockwerke hoher Plastik-Oktopus mit der Aufschrift "Kraken’s Revenge“. Aber auch das Schwimmzubehör-Geschäft, die knallgelben Wasserrutschen und das Becken mit dem grinsenden Aufblas-Haifisch brennen sich schnell ins Hirn der Match-Teilnehmer und tragen ihren Teil zur flotten Verinnerlichung der Umgebung bei. Schade nur, dass die ganz hohen Wasserrutschen nicht begehbar sind - ein bisschen mehr Vertikalität hätte der ansonsten wirklich fantastischen Karte nicht geschadet. 

Drei Klimazonen, eine Karte

"Gauntlet", die dritte Umgebung des Kartenquartetts, spielt in einer militärischen Trainingseinrichtung und setzt ebenfalls zahlreiche Akzente. Wichtigstes Alleinstellungsmerkmal: Alle drei Levelbereiche werfen Sie in eine völlig andere Klimazone. Das Areal in der Kartenmitte etwa stellt ein Schlachtfeld in der Arktis dar und sorgt dank zentral gelegener Brücke für ständig hin und her wogende Stellungskämpfe.

Kaum hat man einen der zahlreichen Verbindungsgänge passiert, gelangt man dagegen in einen dichten Dschungelabschnitt. Hier können sich vor allem Spezialisten mit passend gewählter Tarnkleidung hervorragend zwischen riesigen Farngewächsen und meterhohen Palmen verstecken und fiese Hinterhalte einfädeln. Zone Numero drei? Eine verregnete Innenstadt mit verwinkelten Seitengassen, parkenden Fahrzeugen und interessanten Werbeplakaten, die einen nicht selten von den hitzigen Feuergefechten ablenken. 

Tradition verpflichtet

Treyarch liebt Remakes von besonders populären Mehrspieler-Karten. Entsprechend wundert es auch nicht, dass Szenario Numero vier - "Skyjacked" - als pfiffige Neuinterpretation der Black Ops 2-Karte "Hijacked" daherkommt. Markantester Unterschied: Statt auf einer Luxusyacht fliegen ihnen an Bord einer schwebenden Polizeistation die Kugeln um die Ohren. Das Kartenlayout wurde größtenteils aus Hijacked übernommen und bietet wie gehabt drei heiß umkämpfte Knotenpunkte und jede Menge enge Räume - ein echter Hexenkessel also, der sowohl bei kleinen als auch großen Spielerzahlen blitzschnell maximales Spaßpotenzial entfaltet. 

Bloß nicht gebissen werden

Während Black Ops 3 im regulären Zombie-Modus das Schicksal von vier komplett neuen Protagonisten in den 30er Jahren thematisiert, knüpft die Zombie-Karte von "Awakening" dort an, wo Black Ops 2 mit dem Download-Level "Origins" aufhörte.

Ohne zu viel zu verraten: Der deutsche Doktor Edward Richtofen, der Russe Nikolai Belinksi, der Japaner Takeo Masaki und der Brite Tank Dempsey verunglücken mit einem Transportfahrzeug am Fuße eines Berges in der österreichischen Alpenregion Werfen. Wild entschlossen, ihre gemeinsame Mission zu Ende zu bringen und "das Paket" zu sichern, steigen sie in eine Seilbahn und begeben sich zum Eingang einer schwer bewachten Festung. Das Begrüßungskomitee? Logisch, jede Menge schlecht gelaunte Hirnfresser, denen die Chaos-Truppe nun mit vereinten Kräften die Stirn bieten muss.

Chaos-Truppe auf Zombie-Jagd 

Der Spielablauf ist Zombie-Fans hinlänglich bekannt: Runde für Runde strömen immer neue Schlurfkameraden ins Level und machen Jagd auf unsere Helden. Letztere sind zunächst nur miserabel bewaffnet, verdienen sich jedoch mit jedem erfolgreichen Abschuss wertvolle Credits, die es anschließend taktisch klug in Waffen, Munition, Fallen, Power-ups und andere Extras zu investieren gilt.

Ein Heidenspaß, nicht zuletzt weil die spielbaren Charaktere viele Aktionen mit wirklich denkwürdigen Zitaten kommentieren. Doch Obacht: Serientypisch hält einen der Schwierigkeitsgrad gewaltig auf Trab. Wer hier wirklich was reißen will, sollte sich daher unbedingt mit anderen Spielern aus Fleisch und Blut verbünden. 

Was uns gefällt

Seien es nun die penibel ausgearbeiteten Verbotsschilder im Hydro Paradise-Wasserpark, die zahlreichen Plakatwerbungen auf der Gauntlet-Map oder die superbe Panoramaaussicht der Zombie-Karte "Der Eisendrachen": die Liebe zu kleinen Details ist frappierend und untermauert die Wertigkeit der Inhalte. Schön zudem, dass alle vier Mehrspieler-Karten in allen Modi funktionieren und Saison-Pass-Käufer mit "The Giant" eine weitere Zombie-Karte geschenkt bekommen. 

Was uns nicht gefällt

Am Tag der DLC-Veröffentlichung lief der Netzwerk-Code von "Awakening" leider nicht sonderlich rund. Gleich mehrmals wurden Online-Partien im Zombie-Modus zunächst mit der Meldung "Wechsel zu neuem Host" - gefolgt von einem Komplettabsturz - quittiert. Ungewöhnlich, denn erst kurz zuvor spielten die Entwickler noch einen knapp zehn Gigabyte großen Software-Flicken ein. Hat der Patch womöglich für neue Probleme gesorgt, die es vorher gar nicht gab?

Wenig begeistert waren wir zudem von den weiterhin nervenaufreibenden Ladepausen vor und nach einer Partie im Zombie-Modus und der Tatsache, dass "Awakening" nicht für Xbox 360 und PS3 erscheint. 

Fazit

Abseits der eher einfallslosen Karte Rise bietet "Awakening" viele spannende Nervenkitzel. Insbesondere das Wasserpark-Szenario Splash dürfte schon bald zum neuen Publikumsliebling avancieren. Größter Zeitfresser bleibt gleichwohl die flächenmäßig eher kompakte, dafür inhaltlich umso intensivere Zombie-Episode "Der Eisendrachen". Unterm Strich ein schöner, wenngleich nicht ganz preiswerter Auftakt für die neue DLC-Saison. 

Infos zum Spiel

Titel: Call of Duty: Black Ops 3 - Awakening (Add-on)
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Activision
Hersteller: Treyarch
Release-Termin: Im Handel (PS4) / ab März (PC, Xbox One
Preis: zirka 15 Euro (Einzelverkauf) / Bestandteil des Season Pass (zirka 50 Euro)
System: PC, PS4, Xbox One 
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Gut 

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