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World of Tanks für die PS4: Schlagabtausch der Stahlbestien

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Test zu World of Tanks | Multiplayer-Action | PS4  

Schlagabtausch der Stahlbestien

05.02.2016, 13:48 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

World of Tanks für die PS4: Schlagabtausch der Stahlbestien.  (Quelle: Wargaming.net)

World of Tanks Strategiespiel von Wargaming.net (Quelle: Wargaming.net)

Seit 2011 hält Entwickler Wargaming.net die Welt nun schon mit seinen Online-Panzerschlachten in Atem. Zunächst nur auf PC, dann mit einigem zeitlichen Abstand auch auf Xbox 360, Xbox One und mobilen Plattformen. Am 19. Januar 2016 erschien der ständig weiterentwickelte Free-to-Play-Hit endlich auch auf Sonys aktuellem Konsolenzugpferd - in einer Version, die das Prädikat "liebevolle Umsetzung" mehr als verdient hat. Feuer frei für "World of Tanks" auf der PS4! 

Alles beim Alten

Am bewährten Spielprinzip ändert sich in der PS4-Fassung nichts. Maximal 30 Panzer – je 15 pro Team – stehen sich auf fiktiven, im Zweiten Weltkrieg angesiedelten Schlachtfeldern gegenüber. Sie sitzen in einem dieser Kettenkolosse und müssen Ihr Team nach bestem Wissen und Gewissen im Kampf um den Sieg (durch K.O. oder Eroberung eines Flaggenpunkts) unterstützen.

Der vor der Schlacht gewählte Panzertyp bestimmt dabei, welche Rolle Ihnen während des Scharmützels zuteil wird. Leichte Tanks sind in der Regel ziemlich flink und wendig und somit die optimalen Aufklärer. Haben Sie die Positionen der Widersacher erfolgreich ausgekundschaftet, können die mittleren und schweren Stahlwannen gezielt losstürmen und die Drecksarbeit erledigen. Unterstützt werden Sie dabei je nach Team-Zusammenstellung von schnellen Jagdpanzern und aus großer Distanz eingreifenden Artillerie-Fahrzeugen. 

Wer stirbt, ist raus

Der besondere Nervenkitzel dieses Konzepts: Jeder Match-Teilnehmer verfügt - "Counter-Strike" lässt schön grüßen - über ein einziges Bildschirmleben. Ist dieses verwirkt, dürfen Sie das Geschehen bis zum Ende der Partie nur noch aus der Zuschauerperspektive verfolgen. Hektisches Kamikaze-Gameplay werden Sie hier also weniger erleben. Vielmehr geht es darum, taktisch klug vorzugehen und so lange wie möglich am Leben zu bleiben. Vorzugsweise, indem man die Begebenheit der Umgebung zum eigenen Vorteil nutzt. 

Gebäudeansammlungen etwa bieten viel Schutz vor anfliegenden Projektilen, während sich dichte Laubwälder oft gut für getarnte Stellungen und Angriffe aus dem Hinterhalt eignen. Oder Sie rollen einen verwinkelten Gebirgspfad hinauf, um das angrenzende Tal bei zugeschalteter Zoom-Ansicht wie ein Scharfschütze im Blick zu behalten. Die Möglichkeiten sind vielfältig und abwechslungsreich. 

Doch Obacht: Bei stümperhafter Ausführung sein die eben genannten Taktiken schnell zum Scheitern verurteilt. Wer beispielsweise im Wald einen Baum nach dem anderen niederwalzt, muss sich nicht wundern, wenn der Feind die Aktion schon aus kilometerweiter Entfernung bemerkt. Aber auch ständiges Hin- und Herrollen zwischen zwei schützenden Mauern ist nicht immer eine gute Idee, denn rasselnde Panzerketten machen bekanntlich jede Menge Lärm. Ein minutiös geplanter Überraschungsangriff kann so schnell zum Desaster fürs eigene Team werden. 

Schönes Schadensmodell

Obwohl World of Tanks keine beinharte Simulation sein will, legen die Macher viel Wert auf ein nachvollziehbares Schadensmodell. Kassieren etwa die äußeren Laufräder der Ketten einen Direkttreffer, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass ihr Panzer von einem Moment auf den anderen bewegungsunfähig ist. Erwischt hingegen ein Querschläger den Geschützturm, ist nicht auszuschließen, dass sich dieser fortan langsamer oder gar nicht mehr dreht.

Ebenfalls beachtenswert und taktisch in vielerlei Hinsicht relevant: Im Frontbereich sind die meisten Tanks besonders stark gepanzert, am Heck dagegen weniger. Wie es um den Zustand ihrer Sardinenbüchse bestellt ist, verraten übrigens die Symbole in der kreisförmigen Anzeige links unten im Bild. Nicht minder praktisch: Die Minikarte im rechten Bildschirmeck. 

Gigantischer Fuhrpark

Insgesamt bietet die PS4-Fassung über 350 Panzermodelle, die sich auf sieben Herstellerländer verteilen. Wer nach und nach den 51 Einträge umfassenden Technologiebaum der Deutschen freischaltet, muss sich zum Beispiel vom mickrigen "Leichttraktor" zur ultimativen, 6,1 Millionen Silbereinheiten teuren Kriegsmaschine "E100" vorarbeiten.

Prima: Ob Sie die nach jedem Match ausgeschütteten Erfahrungspunkte und Silbermünzen nun für Panzer der Deutschen, Sowjets, Amerikaner, Chinesen, Franzosen, Japaner oder Briten investieren, ist Ihnen ab einem gewissen Punkt im Spiel letztlich freigestellt. Um sich effektiv bis ganz ans Ende eines Technologiebaums hochzuarbeiten, sind ständige Nationenwechsel gleichwohl nicht anzuraten. 

Zünglein an der Waage

Als weiteren Motivationsfaktor bietet World of Tanks unzählige Ausstattungs-Upgrades für die Fahrzeuge sowie freischaltbare Fähigkeiten für die Besatzung. Tarnnetze etwa reduzieren die Sichtbarkeit eines Panzers spürbar, während Crew-Talente wie "Reparatur" oder "Brandbekämpfung" die Chancen steigern, ein angeschlagenes Gefährt nach einer gewissen Zeit wieder flott zu machen. 

Das Monetarisierungsmodell von Wargaming.net bleibt bei alledem stets fair. Praktisch jedes Spielelement lässt sich auch ohne den Einsatz von harten Euros freispielen. Wer sich trotzdem für ein Upgrade auf "Premium" entscheidet, erhält dafür im Gegenzug für einen Zeitraum von einem, drei, sieben, 30, 180 oder 360 Tagen 50 Prozent mehr Erfahrungspunkte und Silber sowie weitere kleinere Extras wie besser ausgebildete Crew-Mitglieder. 

Schick, schick

Technisch macht die PS4-Umsetzung einiges her und muss sich in keiner Weise vor der aktuellen PC-Fassung verstecken. Wie schon auf der Xbox One begeistern die Panzermodelle mit vielen kleinen Details und perfekt animierten Ketten und Geschütztürmen.

Die Landschaft wirkt plastisch und dank gen Himmel flatternder Vögelschwärme, brennender Häuser und schöner Echtzeitschatten ziemlich lebendig. Dazu gibt’s aufwirbelnde Staubwölkchen, druckvolle Explosionen, Kettenspuren im Boden und eine Vielzahl an zerstörbaren Umgebungsobjekten - etwa Zäune, Mauern, Holzschuppen und dergleichen. Durch Geschosseinwirkung metertief umgegrabenen Boden und komplett zerfetzte Bürgersteige sollten Sie allerdings nicht erwarten, so weit geht die Schadenssimulation dann doch nicht. 

Was uns gefällt

Die PS4-Portierung fühlt sich in jeder Hinsicht rund an und zeigt, dass Wargaming.net eng mit Sony zusammengearbeitet hat. Playstation-exklusive Funktionen wie Remote- und Share-Play werden vorbildlich unterstützt. Besonderes Sahnehäubchen ist jedoch, dass Online-Duelle keine Playstation-Plus-Mitgliedschaft voraussetzen. Wer also ausschließlich World of Tanks online mit anderen spielen möchte, kann sich den sonst obligatorischen Nutzungsbeitrag für das Online-Gaming auf PS4 sparen. 

Was uns nicht gefällt

Bis man ausreichend Geld und Erfahrungspunkte zum Freischalten besonders mächtiger Panzermodelle akkumuliert hat, können hunderte Schlachten ins Land gehen. Das untermauert zwar die Langzeitmotivation des Spielprinzips, auf dem Weg zum Lieblingspanzer fühlt man sich aber zuweilen wie der Hamster im Grind-Laufrad.

Schade zudem, dass kein Splitscreen-Modus implementiert wurde und manche Objekte in der Umgebung schlichtweg überhaupt nicht auf einen Kontakt mit den Kettenungetümen reagieren. Weinreben zum Beispiel knicken nicht um, sondern "clippen" einfach durch anrauschende Panzer hindurch. Nichts Weltbewegendes, aber auf Dauer genauso nervig wie die stets falsch eingespielte Audio-Ansage "Wir sind als Einzige übrig". 

Fazit

Egal ob Optik, Gamepad-Steuerung, Stabilität des Netzwerk-Codes, Einsteigerfreundlichkeit oder Umfang - die PS4-Umsetzung von World of Tanks hinterlässt einen blendenden Eindruck und zeigt einmal mehr, wie motivierendes und gut ausbalanciertes Free-to-Play-Gaming auf Konsole auszusehen hat. Fans tosender Fahrzeugschlachten kommen um diesen Titel nicht herum. 

Infos zum Spiel

Titel: World of Tanks
Genre: Mehrspieler-Action
Publisher / Hersteller: Wargaming.net
Release-Termin: Im Handel 
Preis: Free-to-Play
System: PS4 
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Sehr gut 

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