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Skylanders Battlecast: Ungeheurer Sammelkartenspaß

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Vorschau zu Skylanders Battlecast | Sammelkarten-Spiel | iOS, Android, Amazon  

Sammelkartenspaß im Skylanders-Universum

18.02.2016, 18:27 Uhr | Sönke Siemens (jr / tz), Richard Löwenstein

Skylanders Battlecast: Ungeheurer Sammelkartenspaß. Genre-Neueinsteiger kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie fortgeschrittene Trading-Card-Fans. (Quelle: Activision)

Genre-Neueinsteiger kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie fortgeschrittene Trading-Card-Fans (Quelle: Activision)

Mit "Skylanders" hat Hersteller Activision das Genre der sogenannten Toys-to-Life-Spiele gegründet. "Skylanders Battlecast" überträgt nun das Konzept in abgewandelter Form auf das lukrative Segment der Sammelkarten-Spiele  - gewürzt mit einer deftigen Prise "Hearthstone" und "Pokémon Trading Card Game". Wir haben uns die interessante, demnächst für iOS und Android in den Startlöchern stehende Free-to-Play-Mischung vorab genauer angesehen. 

Aus Toys-to-Life wird Cards-to-Life

Die Magie sogenannter Toys-to-Life-Spiele fußt auf einem simplen Grundprinzip: Aufwändig gestaltetes Plastikspielzeug mit NFC-Chip im Sockel wird auf einem speziellen Lesegerät (Portal) positioniert und materialisiert dann - meist begleitet von coolen Animationen und witzigen Soundeffekten - als 3D-Modell im dazu passenden Videospiel. Anschließend kann der Benutzer seinen Spielzeug-Helden mit dem Controller durch dreidimensionale Welten lotsen, um spannende Abenteuer zu bestehen.

Battlecast funktioniert ganz ähnlich. Bevor eine Sammelkarte im Spiel verwendet werden kann, muss sie zunächst einmal in die virtuelle Realität übertragen werden. Mittel zum Zweck ist hier jedoch kein teures NFC-Zubehör, sondern schlicht und einfach die heutzutage in nahezu jedem Handy und jedem Tablet verbaute Kamera. Einfach die Battlecast-App starten, im Hauptmenü "Scannen" auswählen, die Sammelkarte im Abstand von zirka 25 Zentimetern ruhig vor die Linse halten und so ausrichten, dass sie sich innerhalb einer vorgegebenen Bildschirm-Markierungen befindet - voilà. 

Anschließend erwacht die auf der Karte angezeigte Heldenfigur vor den Augen des Benutzers als 3D-Modell zum Leben und macht sogleich mit witzigen Bewegungen und lässigen Einzeilern auf sich aufmerksam. Zugegeben, diese Augmented-Reality-Spielerei ist toll anzuschauen. Am Ende des Tages handelt es sich aber vor allem um eine gelungene Möglichkeit, einen physischen Gegenstand ohne großen Aufwand in ein Free-to-Play-Videospiel zu transferieren. 

Das 1x1 des Battlecastings 

Das dann folgende Gameplay würden Kenner wohl am ehesten als clevere Abwandlung des offiziellen "Pokémon" Sammelkartenspiels bezeichnen. Denn nun geht es darum, in rundenbasierten Kämpfen gegen andere Figuren aus dem Skylanders-Universum zu bestehen. Damit genau das gelingt, empfiehlt es sich, den klar strukturierten Trainingsmodus zu absolvieren. Er bildet den Auftakt der Einzelspieler-Kampagne und führt Neulinge verständlich in die Grundmechaniken der virtuellen Sammelkarten-Duelle ein. 

Die Grundregeln von Battlecast sind denkbar einfach und so gestrickt, dass sich auch jüngere Semester nach kurzer Eingewöhnung prima zurechtfinden. Jedes Team besteht aus maximal drei Helden. Der gerade aktive Recke kämpft an der Frontlinie, die übrigen beiden warten im Hintergrund auf ihren Einsatz, können bei Angriffen mit Flächenwirkung aber trotzdem Schaden nehmen. 

Gespielt wird immer abwechselnd. Wer am Zug ist, darf aus verschiedenen Handlungsoptionen wählen. Beispielsweise kann man sich dafür entscheiden, das Gegenüber mit der stets verfügbaren Standardattacke Schaden zuzufügen. In der Mehrzahl der Fälle macht es gleichwohl mehr Sinn, eine der regelmäßig zugewiesenen Aktionskarten auszuspielen. 

Kristalle: Das Salz in der Suppe

Was genau eine Karte bewirkt, steht kurz und knapp unter dem Motiv. Noch viel wichtiger ist allerdings die blaue Ziffer oben links im Ecke der Karte. Sie verrät, wie viele Kristalle nötig sind, um die Karte tatsächlich einsetzen zu können. Zum Vergleich: Einfache Zauber wie "Drachenatem" verbrauchen gerade mal einen Kristall. Das tosende Blitzgewitter "Lightning Strike" hingegen schlägt bereits mit fünf Kristallen zu Buche. Noch mächtigere Sprüche- oder Ausrüstungs-Karten können sogar sieben bis acht Punkte kosten. 

Spannend: Am Ende einer Runde laden sich die Kristalle beider Teilnehmer automatisch wieder auf. Des Weiteren bestimmt ein Zufallsmechanismus, ob die Zahl der zur Verfügung stehenden Kristalle in der nächsten Runde erhöht oder gesenkt wird bzw. gleich bleibt. Die Folge? Viel Dynamik im Spielablauf und viel Raum für cleveres Taktieren. Macht es wirklich Sinn, die heilende "First Aid“-Karte zu zücken? Oder sollte ich - obwohl mein Held kurz davor ist, ins Gras zu beißen - damit noch warten und stattdessen angreifen, um zumindest einen Widersacher ins Verderben zu reißen? Fragen über Fragen, die einen großen Teil des Reizes ausmachen.

Taktischen Tiefgang erhält das Konzept zudem durch die Ergänzung eines einfachen Erfahrungspunktesystems. Konkret: Spielt eine Figur eine Karte erfolgreich aus, steigt sie einen Rang auf und hat Zugriff auf Handlungsoptionen, die vorher nicht zur Verfügung standen. Ein Versus-Modus? Ist natürlich ebenfalls an Bord. 

Activisions neue Goldgrube?

Die Karten selbst verkauft Hersteller Activision nach aktuellem Stand in zwei Arten von Kartenpaketen - zumindest in Neuseeland, wo das Spiel seit Kurzem offiziell zu haben ist. Den Anfang machen sogenannte "Battle Packs" zum Preis von umgerechnet knapp 10,50 Euro. Sie enthalten 22 Karten und garantieren Zugriff auf mindestens drei unterschiedliche Helden und drei unterschiedliche Aktionskarten. Wobei es sich bei den 16 verbleibenden Karten handelt, bestimmt ganz allein der Zufall. Dem gegenüber stehen sogenannte "Booster Packs". Sie beinhalten immer acht komplett nach dem Zufallsprinzip zugeteilte Karten und kosten umgerechnet 4,90 Euro. 

Fair gemacht: Weil es sich bei Battlecast um einen Free-to-Play-Titel handelt, kredenzt Activision - Stand Mitte Februar - gleich zum Start mindestens zwei Gratis-Figuren. Zum einen "Spitfire", einen drachenähnlichen Skylander des Elements Feuer. Zum anderen "Stealth Elf", einen Ninja-inspirierten Skylander des Elements Leben. Beide können kostenfrei von der offiziellen Webseite heruntergeladen werden. Der Rest ist Formsache: ausdrucken, einscannen und ab damit in die digitale Figurensammlung.

Was uns gefällt

Nach allem was wir bisher von Skylanders Battlecast zu Gesicht bekommen haben, scheint das Spiel vor allem den Spagat zwischen Einsteigerfreundlichkeit und Spieltiefe ziemlich gut hinzubekommen. Kurz gesagt: Genre-Neueinsteiger kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie fortgeschrittene Trading-Card-Fans. Lob gibt’s darüber hinaus für das wirklich gelungene Design der Karten und die zumindest in der Vorschau-App tadellos funktionierende Karten-Scan-Funktion samt Augmented-Reality-Schnickschnack. 

Was uns nicht gefällt

Zumindest die in Neuseeland veröffentlichte Version scheint eine ständige Internetverbindung zum Spielen vorauszusetzen. Activision selbst will so sicherstellen, dass niemand schummelt. Eltern, die ihren Kindern eine Datenverbindung auf dem Mobilgerät aus Prinzip untersagen, dürfte dieser Punkt aber missfallen.

Ebenfalls mau: Wurde eine Kauf-Karte erst einmal in die App eines Spielers eingescannt, kann diese Karte in keiner anderen Battlecast-App mehr verwendet werden. Aus unternehmerischer Perspektive sicherlich nachvollziehbar, langjährige Genre-Fans schütteln dagegen heftig mit dem Kopf. Hinzu kommt: Zwar bietet Battlecast insgesamt verschiedene 270 Sammelkarten, mit gerade einmal 24 Heldenfiguren fällt das Skylanders-Startaufgebot dennoch vergleichweise bescheiden aus. 

Fazit

Skylanders Battlecast hat alles, was ein erfolgversprechendes Trading-Card-Spiel braucht: Charmante Figuren, abwechslungsreich gestaltete Aktionskarten, ein Spielprinzip mit Tiefgang und eine Lizenz, bei der man sich um zukünftige Inhalte so gut wie keine Sorgen machen muss. In den Sand setzen kann Activision das hier eigentlich nur noch, wenn der Netzwerkcode dem Ansturm der Massen nicht Stand hält und die Karten-Preise hierzulande spürbar höher ausfallen als in der Testballon-Region Neuseeland. 

Infos zum Spiel 

Titel: Skylanders Battlecast 
Genre: Sammelkarten-Spiel 
Publisher / Hersteller: Activision 
Release: Frühjahr 2016
Preis: Free-to-Play (Battle Pack voraussichtlich 10,50 Euro /  Booster Pack voraussichtlich 4,90 Euro) 
System: iOS, Android, Amazon
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Eindruck: Gut 

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