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20 Jahre Pokémon: Happy Birthday, Taschenmonster!

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20 Jahre Pokémon  

Happy Birthday, Taschenmonster!

29.02.2016, 14:35 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Richard Löwenstein

20 Jahre Pokémon: Happy Birthday, Taschenmonster!. Nintendos Pokémon sind ein Kultur-Phänomen und werden es bis auf weiteres auch bleiben. (Quelle: Nintendo)

Nintendos Pokémon sind ein Kultur-Phänomen und werden es bis auf weiteres auch bleiben. (Quelle: Nintendo)

Die Zahlen sagen alles. Mehr als 270 Millionen verkaufte Games weltweit, Millionen Fans in allen Erdteilen und Merchandising-Artikel so vielfältig, dass man ein ganzes Kaufhaus damit füllen könnte. Keine Frage, Nintendos Pokémon sind ein Kultur-Phänomen. Am Freitag, dem 27. Februar 2016 haben die Pocket-Monster Jubiläum gefeiert. Vor zwanzig Jahre hat sie der Japaner Satoshi Tajiri in die Welt gesetzt. Grund genug, um auf zwei Dekaden voller toller Pokémon-Erlebnisse zurückzublicken

Die Geburt einer Legende 

Wir schreiben den 27. Februar 1996. Auf Basis einer Idee des Japaners Satoshi Tajiri und begleitet von aufwändigen Marketingmaßnahmen gehen die beiden Gameboy-Spiele "Pocket Monsters Aka" und "Pocket Monsters Midori" in Japan an den Start. 

Konzept und Story sind so simpel wie genial und ab September 1998 auch im Westen der Renner: Ein Junge will weltbester Trainer seltsamer kleiner Kreaturen werden - der Pocket Monster oder kurz Pokémon. Um sein Ziel zu erreichen, muss er eine weitläufige Rollenspielwelt erkunden und 150 Pokémons finden und fangen. Gleichzeitig gilt es, eben diese Pokémon zu trainieren und in den Kampf gegen andere Kreaturenbändiger zu schicken. Der Dreh: Jede Edition beinhaltet eine gewisse Menge exklusiver Pokémon. Um alle zu schnappen, kommt man um den Tausch mit Freunden (via Linkkabel) nicht herum. 

Markus Stadter, 20 Jahre alt, großer Fan der Serie und stolzer Gewinner der deutschen Pokémon-Championship 2014, kennt die daraus resultierende Faszination nur zu gut: "Schon als ich in die Grundschule ging, war Pokémon das Thema in meinem Freundeskreis. Jeder hatte die Spiele. Wir trafen uns sogar auf dem Spielplatz, um sie zu spielen. Mir hat es vor allem Spaß gemacht, weil es so komplex war und eine so riesige Welt bot. Bei Pokémon konnte man immer unterschiedliche Wege gehen, sich immer überlegen, wie man verschiedene Ziele erreicht. Dazu das Tauschen und Kämpfen mit Freunden - genial.“ 

Gold und Silber 

Nach dem bahnbrechenden Erfolg der roten und blauen Edition in den Jahren 1996 bis 1999 entwickelt sich die Marke schnell zum Selbstläufer. Kinofilme erscheinen, Spin-offs wie "Pokémon Stadium" (3D-Kämpfe) und "Pokémon Snap" (Fotosafari) buhlen erfolgreich um Kundschaft und ja, selbst Fluglinien bemalen ihre Jets mit Pikachu und Co. 

Gleichzeitig wird das Spielprinzip der Hauptserie mit viel Fingerspitzengefühl erweitert. Den Anfang dieser bis heute andauernden Evolution machen "Pokémon Gold" und "Silber" für den Gameboy Color (April 2001). Wichtigste Neuerungen: 100 brandneue Pokémon, eine neue Spielregion und die Einführung von Tageszeit-Wechseln. 

Speziell letztgenannte Änderung hat es faustdick hinter den Ohren, denn bestimmte Pokémon lassen sich ab sofort nur nachts oder tagsüber aufspüren. Ferner unterscheidet das Spiel nun zwischen männlichen und weiblichen Pokémon, die - einquartiert in eine kuschelige Pension - schon bald Nachwuchs hervorbringen. Ergebnis: Weltweit greifen mehr als 23 Millionen Pokémon-Begeisterte zu. 

Neue Genres, coole Gadgets 

Die beiden Folgejahre sind dominiert von teils sehr charmanten Spin-offs. "Puzzle League" für N64 und "Puzzle Challenge" für den Gameboy Color etwa adaptieren das Knobel-Gameplay von "Tetris Attack" und trimmen es komplett auf Pokémon. 

Ganz anders das Beat’em-up "Super Smash Bros. Melee" für den Gamecube. Hier dürfen Pikachu, Pichu, Pummeluff und Metwu mit Mario und 20 anderen Nintendo-Stars wilde 4-Spieler-Kämpfe ausfechten. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft des Jahres 2001 entscheidet sich Nintendo zudem für eine weiteres Remake im Stil von "Pokémon Gelb". Die "Kristall Edition" erzählt eine sehr ähnliche Story wie "Pokémon Gold" und "Pokémon Silber", lässt einen jedoch wahlweise auch als Mädchen antreten. 

Hardware-Liebhaber interessiert all das wenig. Sie liebäugeln vielmehr mit "Pokémon Mini“, einem gerade mal 70 Gramm schweren Handheld, der ab März 2002 erstmals in Europa auftaucht. Die transparente Kreuzung aus Tamagotchi und geschrumpftem Gameboy verfügt zwar nur über eine 8-Bit-CPU, 96 x 64 Pixel Bildschirmauflösung, ein Steuerkreuz und drei Aktion-Tasten, entwickelt sich dank seltener Spielmodule aber schnell zum Geheimtipp unter Sammlern. 

Rubin und Saphir 

Dass "Pokémon" am besten funktioniert, wenn die Kernzielgruppe der Rollenspieler im Fokus steht, wird einmal mehr zum Start von "Pokémon Rubin" und "Pokémon Saphir" im Jahr 2003 klar. Von Grund auf für Nintendos Gameboy Advance (GBA) optimiert, geht’s hier in der Hoenn-Region auf die Jagd nach 135 neuen sowie 251 bekannten Kreaturen. 

Doppelkämpfe und die Einführung von Fähigkeiten, Fleißpunkten und Wesenszuständen (frech, ruhig, forsch und so weiter) kommen ebenfalls gut an, sorgen aber zugleich dafür, dass die Abwärtskompatibilität zu älteren Spielen über dahin geht. Kenner scheint das kaum zu stören: Summa summarum gehen mehr als 15 Millionen Einheiten über die Ladentische. 

Die Fans bei Laune halten 

Um die Wartezeit bis zum nächsten großen Rollenspiel-Hit zu überbrücken, setzen die Entscheider in den Jahren 2004, 2005 und 2006 auf die mittlerweile altbewährte Strategie. Wieder serviert man ein clever getaktetes Aufgebot aus Spin-offs und Remakes für alle aktuellen Nintendo-Systeme. 

GBA-Enthusiasten dürfen mit dem toll spielbaren "Pokémon Pinball Rubin & Saphir" ran, Gamecube-Jünger toben sich mit 3D-Rollenspielen "Pokémon Colosseum" und "Pokémon XD - Der Dunkle Sturm" aus. Die aufstrebende Nintendo-DS-Generation hingegen puzzelt fleißig mit "Pokémon Link", spielt Wildhüter im Abenteuer "Pokémon Ranger" und durchstreift zufallsgenerierte Level im Rollenspiel "Super Mystery Dungeon". 

Remakes dürfen ebenfalls nicht fehlen. "Feuerrot" und "Blattgrün" legen die Urväter von 1996 neu auf, während sich "Smaragd" in erster Linie als inhaltlich massiv aufgepeppte Version von "Rubin" und "Saphir" versteht. 

Runde vier - und immer noch nicht müde 

Am 28. September 2006 - sieben Monate nach dem 10-jährigen Jubiläum der Marke - ist es dann endlich soweit. "Pokémon Diamant" und "Pokémon Perl" stürmen auf den Markt und zeigen Stärke. Gerade mal 46 Tage dauert es, bis die Titel allein in Japan die Millionen-Marke knacken. 

Ergänzt man die Verkäufe der folgenden Monate und Jahre, summiert sich die Ziffer auf für DS-Verhältnisse beachtliche 17,63 Millionen Einheiten. Das Erfolgsrezept verwundert zu diesem Zeitpunkt kaum noch jemanden. Wieder ist’s vor allem die Mischung aus über 100 neuen Pokémon, einer neuen Spielregion und mutigen, aber eben nicht zu verrückten Gameplay-Verbesserungen (hier unter anderem Online-Duelle), die bei den Fans bestens ankommt. 

Frische Konzept müssen warten 

Das Problem an den 1A-Verkaufszahlen von "Diamant" und "Perl": Sie scheinen andere Entwickler nicht unbedingt zu beflügeln, wirklich Neues zu wagen. Im Gegenteil: In den Jahren 2008, 2009 und 2010 jagt eine Spin-off-Teil den nächsten. Vor allem die Serien "Mystery Dungeon" und "Ranger" werden bis zum Erscheinen von "Pokémon Schwarz und Weiß" im März 2011 gleich zweimal fortgesetzt. 

Lediglich das 3D-Action-Abenteuer "PokéPark Wii" geht neue Wege, kann Kritiker mangels Spieltiefe aber kaum mitreißen. Die traurige Bilanz dieses Trends: "Pokémon Schwarz und Weiß" erhalten bereits eineinhalb Jahre nach Erscheinen eine "2" im Namen - echte Neuerungen muss man auch hier mit der Lupe suchen. 

Neue Hardware, neues Glück 

Doch wer meint, die Serie hätte 2013 ihren Zenit überschritten, den belehrt Nintendo pünktlich zum Herbstgeschäft 2013 eines besseren. "Pokémon X und Y" für 3DS kassieren fast ausnahmslos Topwertungen und sorgen dank toller Polyon-Grafik, Fee-Pokémon und vielem mehr für frischen Wind. 

Unterm Strich bringen die Japaner letztlich 14,46 Millionen Module unters Volk und sichern sich damit Platz eins im Olymp der 3DS-Bestseller. Ende 2014 dicht gefolgt von "Pokémon Alpha Saphir und Pokémon Omega Rubin" - den Remakes der GBA-Klassiker von 2003. Sie stemmen immerhin 11,46 Millionen Exemplare. 

Fazit 

Bis heute hat die Marke wenig bis nichts von ihrem Charme eingebüßt. Unser Pokémon-Profi Markus sieht das ähnlich: "Eine der wichtigen Stärken der Rollenspiele ist, dass das Kernprinzip kaum verändert wurde. Jeder kann sofort wieder einsteigen - man muss nicht notgedrungen alle Teile kennen." 

Dennoch stimmt auch er zu, dass die Konkurrenz dazugelernt hat. Besonders Mobile-Entwickler preschen heutzutage mit sehr ähnlichen Free-to-Play-Konzepten vor und machen Pikachu und seiner Bande die Fans streitig. Die gute Nachricht: Nintendo selbst hat die Zeichen der Zeit erkannt und will 2016 massiv dagegen steuern. Allem voran mit "Pokémon Go", einem In-App-finanzierten Augmented-Reality-Spiel für Mobil-Plattformen, das derzeit bei den Machern von Googles "Ingress" heranreift. 

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