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Deponia Doomsday im Test: Rufus auf urkomischer Rettungsmission

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Test zu Deponia Doomsday | Adventure | PC, Mac, Linux, SteamOS  

Rufus auf Rettungsmission

04.03.2016, 16:15 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Deponia Doomsday im Test: Rufus auf urkomischer Rettungsmission. Deponia Doosmday strotzt vor schrägem Humor, merkwürdigen Charakteren und denkwürdigen Schauplätzen. (Quelle: Daedalic Entertainment)

Deponia Doosmday strotzt vor schrägem Humor, merkwürdigen Charakteren und denkwürdigen Schauplätzen. (Quelle: Daedalic Entertainment)

Eigentlich hätte die Adventure-Reihe "Deponia" nach dem dritten Teil "Goodbye Deponia" ihr Ende finden sollen. Doch die treue Fangemeinde des Hamburger Entwicklers Daedalic Entertainment lief Sturm und forderte ein versöhnlicheres Finale. Also schritten Chefdesigner Jan Müller-Michaelis und sein Team noch einmal zur Tat - und haben nun mit "Deponia Doomsday" ihr Meisterwerk abgeliefert. Das Rätselabenteuer für PC, Mac, Linux und Steam OS verbindet den verrückten Humor der Serie mit Zeitreise-Funktionen à la "Zurück in die Zukunft" und kniffligen Kopfnüssen. 

Zukunft ist Vergangenheit

Doomsday Deponia spielt kurz nach dem ersten Teil der Adventure-Reihe, beginnt allerdings mit einem Ausblick in die Zukunft. Der Müllplanet Deponia liegt in Trümmern und ist unter einer dichten Schneedecke begraben. Ein dick vermummter Bewohner schleppt sich in eine verlassene Forschungsanlage und rettet sich in letzter Sekunde vor heranstürmenden Monstern. 

Als der Mann seine Kapuze herunterzieht, erkennt man endlich sein Gesicht: Es ist ein sichtlich gealterter Rufus - der tragisch-komische Protagonist der Deponia-Reihe. Fest entschlossen kneift er die Augen zusammen und drückt auf einen roten Knopf. Der Planet explodiert. Was für eine Katastrophe! 

Sekunden später erwacht Rufus aus diesem Alptraum. Zum Glück ist weiterhin alles beim Alten: Rufus ist mit seiner Freundin Toni zusammen und will möglichst bald mit einem selbstgebastelten Ballon zur Raumstation Elysium aufbrechen. Zu dumm, dass ihm der Zeitreisende McChronicle einen gehörigen Strich durch die Rechnung macht. 

Auch für Quereinsteiger geeignet

Dieser wirre Einstieg ist der Startschuss für ein ebenso wildes wie lustiges Abenteuer. Die Aufgabe des Spielers ist klar definiert: In der Rolle von Rufus muss er die Zerstörung Deponias verhindern. Löblich: Deponia Doomsday erfordert bei dieser Mission keinerlei Kenntnisse über die drei Vorgänger. Beinahe alle Schauplätze und Charaktere sind neu, und so werden auch Einsteiger viel Spaß mit dem vierten Teil haben. Kenner der Materie freuen sich hingegen über versteckte Anspielungen und natürlich über ihren lieb gewonnenen Helden Rufus, der weiterhin zwischen Sympathieträger, Trottel und Egomane mäandert. 

Wie schon die Vorgänger setzt auch Deponia Doomsday auf den für Autor Jan Müller-Michaelis typischen Humor. Bereits in den ersten Spielminuten wird Rufus beispielsweise von einem rosa Elefanten verfolgt oder klaubt einen abgerissenen Bart auf, um diesen einem kleinen Jungen anzukleben. Die Grafik unterstreicht den Comic-Charakter des Spiels treffend. Die Animationen die Figuren strotzen vor Liebe zum Detail und geben den 2D-Figuren zusätzliche Tiefe. 

Rätsel und Zeitspiel

Stärke und zugleich größte Schwäche von Deponia Doomsday sind die Rätsel. Obwohl das Spiel innerhalb der mit professionellen deutschen Sprechern synchronisierten Dialoge viele Tipps auf Lösungen gibt, ist hier doch gehöriges Um-die-Ecke-Denken erforderlich. Einige Aufgabenketten sind in sich zu verrückt, als dass man sie mit klarem Kopf bewältigen könnte. Stattdessen hilft an mancher Stelle nur noch ausprobieren. Eine Hilfefunktion gibt es - bis auf das Anzeigen von Interaktionspunkten - nicht. 

Den Spielspaß trübt das gelegentliche Steckenbleiben zum Glück kaum. Denn Deponia Doomsday wertet seine Rätsel mit der sparsam verwendeten Zeitreisefunktion auf. Diese kommt an Schlüsselpunkten zum Einsatz und entschleunigt dadurch den Spielablauf, der gerade in der zweiten Hälfte mächtig an Fahrt aufnimmt. Zwischendurch lockern zudem simpel gehaltene Minispiele das Geschehen auf: Mal müssen Sie durch Mausklicken eine Tür verriegeln, dann wiederum ein Autorennen bestreiten. 

Wo kann ich es kaufen?

Deponia Doomsday ist entweder als Digitalversion bei Steam für rund 30 Euro oder auf dem Cover der Platin-Edition der Computer Bild Spiele 04/16 für 9,90 Euro erhältlich. Im Verlauf dieses Jahres soll eine Boxed-Version ebenso erscheinen wie Umsetzungen für Playstation 4 und Xbox One

Was uns gefällt

Deponia Doomsday hat alles, was die famosen Vorgänger bereits ausgezeichnet hat, und zieht obendrein das Spieltempo ordentlich an. Die Geschichte strotzt vor schrägem Humor, merkwürdigen Charakteren und denkwürdigen Schauplätzen. Die Helden sind weiterhin ungeheuer liebenswert - trotz oder gerade wegen ihrer Schwächen.

Das Adventure spielt sich spürbar schneller und schickt den Spieler gerade in der zweiten Hälfte auf eine wilde Odyssee. Glücklicherweise verliert Deponia Doomsday dabei aber nie den roten Faden, sondern amüsiert mit Klamauk, Anspielungen und verrückten Aufgaben. Die Spielzeit ist mit zehn bis fünfzehn Stunden ausgesprochen fair. Langweilig wird es während dieser Zeit nie. 

Was uns nicht gefällt

Die vielfältigen Verrücktheiten bei den Rätseln bereiten immer wieder Kopfzerbrechen. Trotz nützlicher Hinweise innerhalb der Dialoge sind manche Aufgaben sehr abstrakt und lassen sich nur mit Hilfe der "Trial and Error"-Methode lösen. Eine Hilfefunktion, die gerade Neulinge Schritt für Schritt unterstützt, wäre wünschenswert gewesen. 

Fazit

Daedalic schließt seine Adventure-Saga mit einem lauten Knall ab: Deponia Doomsday ist der unterhaltsamste, ausgereifteste und damit beste Teil der Serie. Hier trifft unglaublich witziger Humor auf klassisches Gameplay-Design im Stil der alten Lucas Arts-Abenteuer wie "The Secret of Monkey Island". Klare Kaufempfehlung! 

Infos zum Spiel

Titel: Deponia Doomsday
Genre: Adventure
Hersteller / Publisher: Daedalic Entertainment
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 30 Euro 
System: PC, Mac, Linux, SteamOS 
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren 
Wertung: Sehr gut

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