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Hands-on-Preview zu Dark Souls 3

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Hands-on-Preview zu Dark Souls 3 | Action-Rollenspiel | PC, PS4, Xbox One  

Jederzeit auf das Schlimmste gefasst sein

08.03.2016, 17:37 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Hands-on-Preview zu Dark Souls 3. Dark Souls 3 wartet mit einer mitreißenden Atmosphäre, überzeugender Technik, tadelloser Steuerung und gewohnt knackigen Herausforderungen auf. (Quelle: Bandai Namco Entertainment)

Dark Souls 3 wartet mit einer mitreißenden Atmosphäre, überzeugender Technik, tadelloser Steuerung und gewohnt knackigen Herausforderungen auf. (Quelle: Bandai Namco Entertainment)

Nach seinem Ausflug zum PS4-exklusiven Ableger "Bloodborne" kehrt Serienschöpfer Hidetaka Miyazaki als Chefentwickler zu "Dark Souls" zurück. Seine Mission: Die Saga und damit den dritten Teil zu einem epochalen Abschluss bringen. "Dark Souls 3" erscheint am 12. April 2016 für PC, Playstation 4 und Xbox One - und könnte Fans an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringen. Denn das große Finale wird das schwierigste Spiel der gesamten Reihe. Das unterstrich die vierstündige Anspielrunde in Hamburg, bei der die Redaktion eine fortgeschrittene Version des Action-Rollenspiels ausprobieren konnte.

Eine finstere, feindliche Welt

Dark Souls 3 führt erneut einen unbekannten Helden in ein gefährliches Abenteuer. Schauplatz ist die düstere Stadt Lothric, deren Bewohner entweder tot oder zu abscheulichen Kreaturen mutiert sind. Den eigenen Charakter bauen sich Spieler mit Hilfe des vertrauten Editors zusammen. Man bestimmt über Geschlecht, Statur und Aussehen der eigenen Spielfigur und legt schließlich den Kampfstil durch die Wahl der Klasse fest. Der Ritter ist der Mann fürs Grobe, aber vergleichsweise langsam. Der Magier dagegen ist mächtig auf Distanz, aber schwach auf der Brust. 

Bewährte Simplizität 

Viele Neuerungen gibt es im Charakterbereich nicht. Hidetaka Miyazaki vom japanischen Spielestudio From Software erklärt im Interview mit t-online.de/spiele: "Ich bin kein Freund komplexer Charakterbildschirme. Deshalb halten wir das System einfach und lassen es grundsätzlich so wie bei den Vorgängern." Erneut sammeln Spieler verlorene Seelen ein und werten anschließend im "Schrein des Feuers" die eigene Figur auf. Diesen ruhigen Ort erreicht man über die Schnellreisefunktion bei Leuchtfeuern. 

Leuchtfeuer mit unangenehmen Nebenwirkungen 

Sterben Sie allerdings auf dem Weg dorthin den Heldentod, verlieren Sie die Seelen und haben nur eine Chance, sie wieder einzusammeln. Blöderweise erweckt das Entzünden eines Leuchtfeuers und der Bildschirmtod alle Gegner wieder, sodass man sich erneut durch die Armeen der Finsternis schlagen muss. 

Kämpfen wie früher 

Miyazaki arbeitete in den vergangenen Jahren als Berater an Dark Souls 2 und dem exklusiv für Playstation 4 entwickelten Bloodborne. Leider spielt sich Dark Souls 3 weit weniger mutig als das PS4-Abenteuer und drängt Spieler erneut in die Defensive. Zwar ist das Action-Rollenspiel einen Tick schneller als seine direkten Vorgänger, doch die grundlegende Spielmechanik bleibt unangetastet. Kämpfe mit Rittern, Monstern und anderen Gruselkreaturen werden also in erster Linie über eine geschickte Verteidigung gewonnen.

Kontern aus der Defensive 

Auf Tastendruck hebt die Spielfigur den Schild zum Blocken oder pariert gegnerische Angriffe. Ansonsten tänzelt man dank Fokus-Funktion um den Widersacher herum oder weicht Attacken mit Rollen aus. Im Gegensatz zu Bloodborne belohnt Dark Souls 3 eine offensive Spielweise nicht. Stattdessen packt es Spieler bei der Ehre und schüttelt sie kräftig durch. "Wir haben den Schwierigkeitsgrad für den dritten Teil noch einmal angezogen. Es ist somit schwerer als der Vorgänger. Allerdings erhalten Spieler mit den Waffen-Skills auch eine zusätzliche Hilfe an die Hand", erklärt Miyazaki. 

Waffen sind die neuen Helden

Jede Waffe - egal, ob Schwert, Lanze oder Schild - besitzt nun eine eigene Fertigkeit. Ein einfaches Kurzschwert wurde beispielsweise mit der aus drei Animationsstufen bestehenden "Ready Stance" versehen: Man visiert seinen Feind an, lädt den Angriff auf und schlägt dann zu. Ein Schild dagegen verfügt über eine erweiterte Parade. Gelingt es Spielern, diese im richtigen Moment zu platzieren, bleibt der Gegner für Sekunden regungslos stehen und ist Angriffen schutzlos ausgeliefert.

So nützlich die "Skills" auch sein mögen, sie sind nur optional. Wer keine Lust auf Experimente hat, der kann Dark Souls 3 auch ohne Spezialmanöver bewältigen. Trotzdem müssen sich Fans auf die üblichen Gemeinheiten der "Souls"-Serie einstellen. Beim Erkunden der Stadtmauer von Lothric springen einen etwa Attentäter aus finsteren Ecken an. Scheinbar harmlose Bewohner mutieren plötzlich zu gigantischen Schlangenwesen, und besonders fiese Gegner sind sogar in der Lage, den Helden mit nur einem Angriff abzufertigen. 

Zwischen Frust und Lust

Das Finden des richtigen Schwierigkeitsgrads ist für Miyazaki eine Herzensangelegenheit: "Wir halten immer Meetings ab, um herauszufinden, wie wir Spieler am besten umbringen können. Dabei kommt es auf zwei Faktoren an: War der Bildschirmtod die Schuld des Spielers? Und was kann dieser daraus lernen?". Die Mischung aus anstrengenden Neustarts und motivierenden Erfolgserlebnissen macht die Souls-Serie seit jeher aus, wird aber in Dark Souls 3 auf die Spitze getrieben. 

Knackige Endgegner 

Höhepunkt des Spiels sind zweifellos die ausufernden Bosskämpfe. In der vorgestellten Vorschauversion musste man es unter anderem mit einem riesigen Ritter, einer gepanzerten Höllenbestie und einer gewaltigen Baummutation aufnehmen. Die Kämpfe mit diesen Kolossen erfordern Fingerspitzengefühl, Geduld und ein gutes Auge. Schließlich greifen die Kreaturen mit wiederkehrenden Angriffsmustern an, ehe sie zum Ende hin vollständig durchdrehen. Dem Ritter beispielsweise wächst plötzlich ein monströser Schlangenarm, der den Spieler im schlimmsten Fall hochhebt und durch die Luft schleudert. 

Bekannte Elemente

Für Dark Souls 3 haben sich die Grafikdesigner sichtbar von Bloodborne und seinen Vorgängern inspirieren lassen. Kenner der Serie dürfen sich daher auf Wiedersehen mit alten Bekannten freuen, etwa die mit Mistgabeln bewaffneten Dorfbewohner oder den Kugelritter. Wer im Kampf Hilfe benötigt, kann sich erneut andere Spieler als Verstärkung herbeirufen. Im Gegenzug können andere Spieler aber auch als gegnerische Phantome die Spielwelt heimsuchen. Im Vergleich zu den Vorgängern bleibt der Multiplayer-Modus nahezu unverändert, ist nun aber mit bis zu sechs Teilnehmern spielbar. 

Was uns gefällt

Dark Souls 3 ist ein souveräner Abschluss der beliebten Action-Rollenspiel-Reihe. Es verbindet die populärsten Spielelemente der Serie und zieht dabei den ohnehin schon knackigen Schwierigkeitsgrad seiner Vorgänger noch einmal an. So frustrierend Dark Souls 3 beim Anspieltermin in Hamburg auch manchmal war, so viel Spaß machten die vielen kleinen und großen Siege, die einem das Spiel immer wieder beschert. Steuerung, Gegnerdesign und Spielwelt bleiben weiterhin eine Klasse für sich und werden Fans über viele Stunden begeistern.  

Was uns nicht gefällt

Dark Souls 3 ist ein sehr ideenarmes Spiel. Im Prinzip bleibt nämlich alles beim Alten. Dabei hätten gerade das antiquierte Ausrüstungs- und Inventarsystem sowie die Charakterbildschirme eine anständige Modernisierung vertragen können. Auch Elemente wie die Leuchtfeuer oder der sichere Ort zum Aufleveln feiern ihr Comeback, wirken aber in ihrer Darstellung sehr generisch. Im schlimmsten Fall wird Dark Souls 3 sogar sein indirekter Vorgänger Bloodborne zum Verhängnis. Dieser war nicht nur mutiger, sondern sah über weite Strecken auch hübscher aus.  

Fazit

Hidetaka Miyazaki und From Software wagen zum Abschluss der Dark-Souls-Serie keine Experimente. Der dritte Teil des Action-Rollenspiels bietet die bekannte, beinharte Spielmechanik – gewürzt mit Waffen-"Skills" und einem aufgemotzten Mehrspielermodus. Wer dieses Jahr eine echte Herausforderung in Spieleform sucht, wird hier definitiv fündig. 

Infos zum Spiel 

Titel: Dark Souls 3
Genre: Action-Rollenspiel
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Hersteller: From Software
Release-Termin: 12. April 2016
Preis: zirka 55 Euro (PC) / zirka 65 Euro (PS4, Xbox One)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Eindruck: Sehr gut

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