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Klaustrophobischer Science-Fiction-Überlebenstrip: First Look-Preview zu The Surge

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First-Look-Preview zu The Surge | Action-Rollenspiel | PC, PS4, Xbox One  

Klaustrophobischer Science-Fiction-Überlebenstrip

09.03.2016, 14:14 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Klaustrophobischer Science-Fiction-Überlebenstrip: First Look-Preview zu The Surge. The Surge glänzt mit schicker Optik, einem dystopischens Science-Fiction-Szenario und dem brandneuen Kampfsystem. (Quelle: Focus Home Interactive)

The Surge glänzt mit schicker Optik, einem dystopischens Science-Fiction-Szenario und dem brandneuen Kampfsystem. (Quelle: Focus Home Interactive)

Mit dem Action-Rollenspiel "Lords of the Fallen" konnte der hessische Entwickler Deck 13 nicht nur Fans und Fachpresse positiv stimmen, sondern obendrein den Deutschen Computerspielpreis 2015 für das "Beste Deutsche Spiel" einsacken. Moderne Optik, clevere Spielmechaniken und ein knackiger Schwierigkeitsgrad - das sind die Merkmale der Vorzeigeproduktion Made in Germany. Mit dem für Anfang 2017 auf PC, PS4 und Xbox One geplanten Genre-Kollegen "The Surge" wollen die Frankfurter die eigene Messelatte nun noch mal ein Stück weit höher legen.

Die Zutaten diesmal: Noch bessere Optik, ein dystopisches Science-Fiction-Szenario und ein brandneues Kampfsystem, wie wir es in dieser Form noch nicht zu Gesicht bekommen haben. 

Von wegen ganz normaler Arbeitstag

Im Mittelpunkt der Handlung steht Warren, ein Durchschnittstyp, der eigentlich nur einen Job sucht, um sein Leben zu verändern. Doch dann - er hat die neue Stelle gerade erst in der Tasche - spielt ihm das Schicksal übel mit. Gerade als man ihm an seinem ersten Arbeitstag ein hochmodernes, für seine Tätigkeiten unerlässliches Exo-Skelett anlegen will, wird Warren bewusstlos.

Warum genau, wollen die Macher noch nicht verraten. Fest steht nur, dass er einige Zeit später wiedererwacht und alles um ihn herum im Chaos zu versinken droht. Wohin er auch blickt, überall säumen Leichen und lange Blutspuren den Weg. 

Anfangs kann sich Warren auf all das keinen vernünftigen Reim machen. Und so tut er, was wahrscheinlich jeder vernünftige Mensch in seiner Situation tun würde: Er macht sich auf die Suche nach einem Ausweg - und Antworten auf das Wieso und Warum. 

Odyssee durch den Vorhof der Hölle

Wer oder was seine Landsleute ins Jenseits geschickt haben könnte, wird dabei schon nach wenigen Metern klar. Ohne Vorwarnung stürmt ein seltsam mutierter Arbeiter auf den Helden zu und will ihm mit einer Art doppelläufiger Lichtlanze den Kopf vom Rumpf trennen. Warren aber bemerkt die Attacke rechtzeitig und kontert mit der scharfzackigen Motorsäge in seiner Rechten. Ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt, den der stämmige Protagonist letztlich für sich entscheiden kann.

Das Problem: Wie’s aussieht, war diese Kreatur nicht die einzige ihrer Art. Geht’s nach den nachfolgenden Räumen, quillt die futuristische Fabrikanlage förmlich über vor ehemaligen Mitarbeitern, die aus noch ungeklärter Ursache zu blutrünstigen Bestien mutiert sind. 

Kampfesstark

Das Kampfsystem weist starke Ähnlichkeiten mit dem von Lords of the Fallen auf. Herzstück des Ganzen sind drei Indikatorbalken am linken unteren Bildrand. Der obere ist rot gefärbt und zeigt Warrens Lebensenergie an. Dicht darunter folgt eine gelbe Ausdauerleiste. Sie nimmt immer dann ab, wenn der Spieler angreift, ausweicht, blockt, sprintet oder sonstige kräftezehrende Aktionen durchführt. Läuft man dagegen nur gemächlich umher, hat dies keine Auswirkungen auf den sich selbstständig regenerierenden Ausdauerbalken.

Die blaue Energieleiste darunter? Füllt sich, sobald Sie erfolgreich Treffer landen. Ist eine bestimmte Füllmenge erreicht, kann Warren unter anderem kraftvolle Finishing-Manöver in die Wege leiten. 

Die Trefferzone macht den Unterschied

So weit, so bekannt. Der Dreh bei The Surge: Im Kampf können Sie exakt und in Echtzeit festlegen, welche Körperzone eines Widersachers Warren als nächstes beharken soll. Thorsten Lange, Head of Technology bei Deck 13, bringt es bei der Präsentation auf einem Vor-Ort-Event in Paris auf den Punkt: "Während man sich im Lock-On-Modus befindet, kann man den rechten Stick nutzen, um Attacken in Richtung der Beine, des Kopfes, der Arme oder des Brustkorbs eines Gegners zu lenken."

Was spannend klingt, macht auch taktisch Sinn. Trägt ein Feind beispielsweise ausschließlich Rüstungsteile im Arm- und Torsobereich, bietet es sich natürlich an, eher die ungeschützten Stellen anzuvisieren. Der Nachteil dieser Strategie: Wer in The Surge gute Beute abgreifen will, muss gezielt diejenige Gliedmaßen attackieren, die in direkter Verbindung mit dem gewünschten Beuteobjekt steht. Wer es zum Beispiel auf die Waffe am linken Arm eines Feindes abgesehen hat, kommt nicht umhin, diesen Arm mit einem spektakulären Finisher abzuschlagen.

Lange erklärt den Ansatz: "Der Spieler muss sich ständig entscheiden: Attackiere ich die Schwachpunkte meines Gegenüber und kriege schlechten Loot? Oder beackere ich die stark gepanzerten Bereiche, lass mich in einen deutlich schwierigeren Kampf verwickeln, kriege dafür dann aber die richtig wertvollen Sachen." 

Rüstung aufbauen

Weiteren Auftrieb erhält die innovative Beutejagd durch ein klassisches Crafting-System. "Im späteren Spielverlauf trennt man Dinge nicht nur ab und rüstet sie aus, nein, man nimmt die kaputten Teile und bringt sie zu einer Werkbank", so Sven Hammer, Game Designer bei Deck 13. "Dort analysiert man sie dann, zerlegt sie und erhält so nützliche Crafting-Teile. Die korrekten Komponenten beisammen, lässt sich schließlich das gewünschte Rüstungsteil oder eine bestimmte Waffe anfertigen."

Apropos Waffen: Im finalen Spiel soll es eine Vielzahl von Waffenklassen geben, die allesamt nicht nur über einige Animations-Sets verfügen, sondern außerdem mit eigenen Spezialattacken und Finishing-Moves aufwarten und so letztlich jeweils einen ganz eigenen Spielstil repräsentieren. 

Eine weitere Ebene der Charakterentwicklung betrifft die sogenannten Implantate. "In anderen Rollenspielen entsprächen sie wahrscheinlich am ehesten Attributen und Fähigkeiten", erklärt Hammer. "In unserem Fall sind es Software-Modifikationen für die Neural-Chips des Helden. Ein in der Präsentation zugeschaltetes Implantat sorgt etwa dafür, dass ein Teil der gewonnenen Kampfenergie zurück in Lebensenergie umgewandelt wird. Der Life Data Monitor hingegen ermöglicht es dem Spieler, die Lebensenergieleiste der Feinde zu sehen und so weiter." 

Raus aus der Linearitätsfalle

Lords of the Fallen war ein sehr gelungenes Action-Rollenspiel, streckenweise allerdings etwas zu linear im Leveldesign. Gegensteuern möchte man in The Surge mit noch mehr Routen und Pfaden durch die einzelnen Umgebungen.

In der Demo-Mission zum Beispiel konnte sich der Vorspieler bereits nach wenigen Minuten zwischen zwei Pfaden entscheiden. Der linke führt direkt in die Arme einer absolut tödlichen Robotereinheit, die Warren wie ein Panther anspringt und binnen Sekunden zerlegt. Wer kein Risiko eingehen will, nimmt gleichwohl den längeren Pfad auf der rechten und erhascht so einen ersten Blick auf andere Teile der Spielwelt. 

Die wiederum untergliedert sich in unzählige Innen- und Außenareale mit ganz unterschiedlichen Höhenebenen. "Wir begeben uns in den Untergrund und hoch hinaus. Es gibt wirklich viel zu entdecken", verspricht Hammer, während sich Kollege Thorsten bereits dem Endgegner des Demoabschnitts nähert.

Was folgt, ist der grafisch wohl imposanteste Teil der Präsentation. Denn nun sieht sich Warren mit einem vierbeinigen Lastenroboter konfrontiert. Das Ungetüm aus Stahlstreben und Pneumatikzylindern tänzelt zunächst perfekt animiert am Boden entlang und schwirrt dann - angetrieben von zwei rotierbaren Düsentriebwerken - blitzschnell in die Höhe, um zum Frontallangriff überzugehen - da ist Herzrasen quasi vorprogrammiert

Was uns gefällt

Die Idee, das Loot-System an die Trefferzonen eines Gegners zu koppeln, ist die Innovation des Spiels und dürfte in der Branche früher oder später zahlreiche Nachahmer finden. Lob gibt’s darüber hinaus für das mutige Experiment, komplett auf klassische Zwischensequenzen verzichten zu wollen.

Die Idee der Frankfurter: Statt die Action regelmäßig und ohne Kontrolle des Betrachters zu unterbrechen, sollen vielmehr Audio-Logs, Video-Leinwände und in Echtzeit stattfindende "Umgebungs-Ereignisse" die Geschichte vorantreiben. Wer gut aufpasst, soll auf diesem Wege zudem versteckte Hinweise zum Bekämpfen der einzelnen Bosse erhalten. 

Was uns nicht gefällt

Die Tendenz hin zu mehr Routen und Abzweigungen im Leveldesign ist lobenswert und zweifelsohne ein echter Zugewinn für mehr spielerische Freiheit. Da man nach aktuellem Stand jedoch auf eine Levelkarte verzichtet, besteht die Gefahr, dass sich Spieler früher oder später verlaufen. Abzuwarten bleibt ferner, in welcher Häufigkeit das Spiel Checkpoints setzt und wie gut man vorankommt, wenn es einem nicht gelingt, jedem Boss die besonders wertvollen Waffen- und Rüstungsteile abzuluchsen.  

Fazit

Auf den ersten Blick mag The Surge wie eine Sci-Fi-Version von Lords of the Fallen anmuten. Schaut man jedoch genauer hin, wird schnell klar, dass das Team um Kreativdirektor Jan Klose alles daransetzt, mit neuen Spielelementen, einer frischen Erzählweise und nochmals aufgebohrter Grafik zu überzeugen. Sofern am Ende auch Balancing und Abwechslung stimmen, könnte sich das hier sogar zum nächsten großen "Dark Souls"-Konkurrenten entwickeln. 

Infos zum Spiel 

Titel: The Surge
Genre: Action-Rollenspiel
Publisher: Focus Home Interactive
Hersteller: Deck 13
Release-Termin: Anfang 2017
Preis: noch nicht bekannt
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht geprüft
Eindruck: Sehr gut

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