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Asphaltrallye auf Steroid: Test zu Trackmania Turbo

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Test zu Trackmania Turbo | Arcade-Rennspiel | PC, PS4, Xbox One  

Asphaltrallye auf Steroid

18.03.2016, 15:27 Uhr | (jr / ta), Richard Löwenstein

Asphaltrallye auf Steroid: Test zu Trackmania Turbo. Trackmania Turbo ist frech und bunt und gibt zackig Gas - genau richtig für viel Spaß zwischendurch. (Quelle: Ubisoft)

Trackmania Turbo ist frech und bunt und gibt zackig Gas - genau richtig für viel Spaß zwischendurch. (Quelle: Ubisoft)

Rennspiele wie "Trackmania Turbo" sind selten geworden. Der Ubisoft-Racer will weder Simulation sein, noch zwingt er einem eine offene Welt auf. Er folgt vielmehr der Tradition von Arcadegames aus den 80er-Jahren. Ist also frech und bunt und gibt zackig Gas, genau richtig für viel Spaß zwischendurch. Demnächst eröffnet Ubisofts Racinggaudi die Jagd auf Bestzeiten und Checkpoints auf PC, Playstation 4 und Xbox One. 

Vollgas voraus 

Auf so manchen Bildern sieht Trackmania Turbo fast schon konventionell aus. Halt nach einem temporeichen Rennspiel, bunt und schnell und für eine ordentliche Portion Spaß am Gas gut. Stimmt soweit und entspricht doch nur der halben Wahrheit, denn Trackmania Turbo verzichtet weitgehend auf Positionskämpfe. Genau wie die Vorgängerspiele aus der "Trackmania"-Reihe, sieht sich diese erste Iteration für die aktuellen Konsolengeneration eher als Rallye, gemischt mit Stunt- und Reaktionstests. Die Herausforderung besteht also darin, spektakulär gestaltete Pisten unfallfrei zu meistern und dabei die Stoppuhr zu beeindrucken. 

200 Rennen am Stück

Die Einzelspieler-Kampagne könnte kaum schlichter gestrickt sein. Trackmania Turbo schaltet herrlich altmodisch Strecke um Strecke frei. Keine offene Welt, keine Verzweigungen, keine Computergegner. Einfach nur 200 Asphaltrallyes auf Steroid, aneinandergereiht wie auf einer Perlenkette, gegliedert in fünf Cups von steigendem Schwierigkeitsgrad.

Die Strecken verteilen sich auf Kulissen mit den treffenden Bezeichnungen Rollercoaster Lagoon, International Stadium, Canyon Grand Drift und Valley Down & Dirty. Wälder, Staub, Stadion und Schluchten bringen visuelle Abwechslung rein. Den eigentlichen Kick bilden aber das extrem hohe Tempo und der geschmeidige, vollkommen flüssige Bildaufbau mit 60 Frames pro Sekunde - trotz ahnsehnlichen Detailgrads. Schön gemacht! 

Start nach dem Absturz

Das sich das Ganze nicht allzu ernst nimmt, belegt gleich die erste Kamerafahrt nach Beginn der Kampagne. Der Spieler findet sich an Bord eines wendig aussehenden Flitzers wieder. Der baumelt an einem Seil hoch über einer Rennstrecke. Ein kurzer Countdown, dann stürzt das Fahrzeug zu Boden und landet in einer Halfpipe. Damit ist die Jagd auf Bestzeiten eröffnet.

Aufgabe des Spielers auf dem ersten, recht kurzen Stück Asphalt: Schikanen umwedeln, Rampen zielgenau ansteuern, in schnellen Kurven das Tempo halten und U-Turns durch geschicktes Driften ungebremst ausrunden. Nach 20 Sekunden ist alles schon wieder vorbei. 

Simple, trotzdem anspruchsvolle Steuerung

Möglichst flott das Ziel zu erreichen, darum geht's letztlich in Trackmania Turbo. Bronze-, Silber- und Goldmedaillen motivieren zur Steigerung der eigenen Leistung, ebenso wie diverse Online- und Offline-Tabellen. Wer anders geartete Inspiration wünscht, lässt sich Bestfahrten - eigene oder die von Mitspielern - als transparentes Auto ins laufende Bild einblenden und studiert so alternative Linien durch´s Geschlängel.

Die Steuerung unterscheidet nur zwischen Lenkung, Gas und Handbremse, lässt sich also sehr leicht verinnerlichen und bildet eine präzise und verlässliche Basis für schnellen Spaß am Gas. Die Herausforderungen meistern, das will allerdings trainiert sein. An welchen Stellen der Strecken man einlenkt, beschleunigt, kurz lupft oder die Bremse antippt: Das entscheidet über Zehntelsekunden und macht den Unterschied zwischen Vollgas oder Verlierer aus. 

Sanfter Einstieg 

Ganz Trackmania-like hält sich der neueste Teil aus der anno 2003 gestarteten Reihe nicht lange mit ebenem Asphalt auf. Im Spielverlauf bilden die Strecken Steilkurven, Schanzen, Rampen, Aufstiege, Schluchten in allerlei irren Varianten aus.

Trotz der enorm zackigen und präzisen Steuerung werden auch Kenner nach 20 bis 30 Herausforderungen den Anstieg des Schwierigkeitsgrad bemerken. Dann muss man auf einer langen Geraden auch mal kurz das Gas lupfen, weil ein Sprung sonst zu nichts führt und in einer Schlucht endet. Oder man muss Schikanen auf die Zehntelsekunde genau umdriften, um wenigstens noch die in den ersten paar Rennen beinahe selbstverständliche Bronzemedaille zu ergattern.

Unterhaltsamer Mehrspieler-Part

Die Verschiebung der Spielveröffentlichung von ursprünglich Ende 2015 auf jetzt März 2016 begründete Ubisoft damit, dass der Entwickler zusätzliche Zeit fürs Ausbalancieren des Schwierigkeitsgrad benötige. Hat prima funktioniert: Trackmania Turbo lockt anfangs mit leichten Siegen, zieht dann aber die Daumenschrauben an, fordert den Spieler heraus und versteht es blendend, ihn mit Rankinglisten und Herausforderungs-Varianten zu immer noch einem weiteren Versuch zu motivieren.

Das gilt erst recht für den Mehrspieler-Modus mit Vier-Spieler-Splitscreen als Highlight. Online können bis zu acht Probanden parallel um Bestzeiten rangeln oder einander zu asychnronen Einzelfahrten anstacheln, indem sie eine Bestzeit auf ausgewähltem Kurs vorgeben. 

Was uns gefällt

Netter Gag am Rande: Antippen einer Taste aktiviert den sogenannten Music Booster, der die Lautstärke der sehr basslastigen Begleitmusik spürbar anhebt und so den schnellen Spielrhythmus zusätzlich unterstützt. Gut auch der im Spiel enthaltene Baukasten. Er erlaubt die Gestaltung und Weitergabe von Strecken-Eigenbauten. Für Einsteiger, Kenner und Könner stehen angepasste Werkzeuge zur Verfügung. So können Neulinge aus Bausteinen zügig eigene Pisten zusammensetzen und Experten sich im Landschaftsdesign verlieren. Ab Spätherbst übrigens in 3D: Nadeo hat eine Spielversion angekündigt, die mit VR-Brillen harmoniert.  

Was uns nicht gefällt

Die Herausforderungen dauern zum Teil nur wenige Sekunden. Danach kann man sich unterbrechungsfrei an einer weiteren Zeitverbesserung versuchen oder die nächste Strecke anpeilen. Das zieht dann aber leider jedes Mal eine zwar nicht allzu lange, aber unschön kaschierte Ladepause nach sich, die den Spielfluss spürbar unterbricht.  

Fazit

Die Produktion des in Paris beheimateten Nadeo-Teams wirkt wie eine Zeitreise zurück in die Spielhallen der 80er-Jahre: Die Extremrallye verknüpft kurzweilige Fahrspaß-Quickies zum unterhaltsamen Arcadegame-Erlebnis. Die Einzelspieler-Kampagne fokussiert allerdings auf reines Zeitverbesserungs-Gameplay. Trotz enorm großer Streckenauswahl und witziger Looping- und Sprungherausforderungen kann das nach zwei bis drei Abenden langweilig werden. Zur Hochforn läuft Trackmania Turbo auf, wenn sich zwei bis vier Spieler am Splitspreen oder bis zu acht Spieler online miteinander messen. 

Infos zum Spiel 

Titel: Trackmania Turbo
Genre: Arcade-Rennspiel
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Nadeo
Release-Termin: 24. März 2016
Preis: zirka 35 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Sehr gut

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