Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Vollgas-Technik für PC-Raser: Test zu Need for Speed für PC

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test zu Need for Speed | Rennspiel | PC  

Vollgas-Technik für PC-Raser

21.03.2016, 14:35 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Vollgas-Technik für PC-Raser: Test zu Need for Speed für PC. Need for Speed Rennspiel für PC, PS4 und Xbox One von Ghost Games (Quelle: Electronic Arts)

Need for Speed Rennspiel für PC, PS4 und Xbox One von Ghost Games (Quelle: Electronic Arts)

Bereits seit November 2015 brausen Besitzer von Playstation 4 und Xbox One in "Need for Speed" durch Ventura Bay. Die PC-Version des Rennspiels verzögerte sich aber um satte vier Monate, da Entwickler Ghost Games den Titel an die leistungsfähigere Hardware anpassen wollte. Mit höherer Auflösung, Lenkrad-Unterstützung und flotterer Spielgeschwindigkeit lockt Need for Speed nun PC-Piloten an den Bildschirm. Hat sich die Wartezeit wirklich gelohnt? 

Das gleiche Spiel

Mit Need for Speed gehen Ghost Games und Electronic Arts zurück zu den Wurzeln der Serie. Ähnlich wie im 2003 veröffentlichten "Need for Speed: Underground" begeben sich Fans der Serie in die Szene der illegalen Straßenrennen und des Auto-Tunings. Die virtuelle Großstadt Ventura Bay dient in dem nur mit einer aktiven Online-Verbindung spielbaren Action-Flitzer als Schauplatz. 

Die PC-Version ist inhaltlich absolut identisch mit der bereits im November 2015 von der Redaktion getesteten Konsolenfassung. Spieler übernehmen also die Rolle eines Neuankömmlings, der sich in der Raserszene einen Namen machen will.

Kaum in Ventura Bay angekommen, trifft man in den aufwendig mit echten Schauspielern produzierten Zwischensequenzen auf den aufgedrehten Spike und wenig später auf dessen Gang. So hübsch die Filme sein mögen, die schauspielerische Leistung rangiert auf schlechtem Doku-Soap-Niveau. Entsprechend hoch ist leider auch der Fremdschäm-Faktor des insgesamt recht hohlen Plots. 

Schönes, neues Ventura Bay

Auch in der PC-Version müssen Sie in der 15 bis 20 Stunden andauernden Kampagne Drift-Rennen, Gymkhana-Events oder einfache Wettbewerbe für sich entscheiden, um so Geld und Reputation zu sammeln. Damit schalten Sie schließlich die über 50 integrierten Luxuskarossen frei und motzen sie in den umfangreichen Tuning-Optionen auf.

Vor jeder Veranstaltung entscheidet man selbst, ob man lieber gegen die KI-Konkurrenz oder menschliche Spieler antreten möchte. Need for Speed bietet keine klassischen Matchmaking-Funktionen wie beispielsweise Lobbys, sondern setzt auf spontane Duelle und Ranglisten zwischen befreundeten Spielern. 

Die größte Veränderung nimmt Ghost Games bei der der technischen Umsetzung von Need for Speed vor. Lief die Konsolenversion noch bei 30 Bildern die Sekunde, entfernten die Entwickler den sogenannte "Framelock", wodurch höhere Bildraten und damit ein besseres Spieltempo möglich sind. Im Test lief Need for Speed bei maximalen Details und einer Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel bei flüssigen 60 bis 70 Bildern pro Sekunde. Dadurch ist das Geschwindigkeits- und Fahrgefühl signifikant anders. Das Spiel fühlt sich jetzt actionreicher und schneller an - genau wie ein Arcade-Racer eben sein sollte. 

Dazu haben die Macher die Effektfülle mächtig nach oben geschraubt: Texturen sind schärfer, Lichtreflektionen detaillierter, und die hässlichen Unschärfe-Filter der Konsolenfassung wurden entfernt. Durch die gesteigerte Sichtweite erhält die Stadt mehr Tiefe. Besitzer von leistungsfähigen Highend-Rechnern können die Auflösung sogar auf bis zu 3840 x 2160 - also Ultra-HD beziehungsweise 4K - stellen. Dadurch verliert das Spiel zwar sichtlich an Tempo, kratzt aber am Fotorealismus und gehört sicherlich zu den schönsten Rennspielen auf dem Markt. 

Feintuning für die PC-Version 

Die beste Spielerfahrung bietet Need for Speed zweifellos, wenn Sie Lenkrad und Pedale als Eingabegeräte benutzen. Macht bereits das rassige Driften mit dem Controller eine Menge Spaß, so gewinnt das Rennspiel mit dem passenden Equipment noch mehr an Faszination hinzu. Need for Speed unterstützt Lenkräder von Logitech, Thrustmaster und Fanatec. Im Test mit dem Logitech G29 überzeugten besonders die wuchtigen Force-Feedback-Effekte, die ein gutes Indiz für die aktuelle Position des Wagens beim Driften liefern. Wer noch mehr Realismus benötigt, wechselt auf manuelle Schaltung und haut die Gänge selbständig rein. 

Löblich: Ghost Games und Electronic Arts versprechen, in den kommenden Wochen alle bereits auf Konsole erschienenen Gratis-Updates auch für die PC-Version kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das Legenden- und das Ikonen-Pack sind bereits zum Start des Spiels integriert und beinhalten unter anderem neue Tuning-Teile, Sammelobjekte und die Anhebung des Reputationsmaximums von 50 auf 70. 

Bekannte Baustellen

Leider ist bei der PC-Umsetzung von Need for Speed längst nicht alles Gold, was glänzt. Bekannte Schwachstellen - zum Beispiel das wankelmütige Gegnerverhalten - wurden nicht in Angriff genommen. Im Test rasten uns manche Widersacher gnadenlos davon, an anderer Stelle hängen sie kilometerweit hinterher. Dabei war weder der Schwierigkeitsgrad anders, noch gab es Unterschiede zwischen den gewählten Fahrzeugen. 

Außerdem verpasst Ghost Games die Chance, seiner Spielwelt endlich Leben einzuhauchen. Bereits in der Konsolenfassung wirkte Ventura Bay wie ausgestorben. In der PC-Umsetzung ist das leider nicht anders: Die Straßen und Bürgersteige sind wie leergefegt, auf zivile Fahrzeuge trifft man vergleichsweise selten. In Kombination mit dem nächtlichen Setting und dem häufigen Regenwetter entsteht so eine geradezu düstere Atmosphäre. 

Rennspielfreunde ärgern sich zudem weiterhin über das Fehlen von Rückspiegeln und Cockpit-Perspektiven. Im Gegensatz zu "Forza Motorsport 6" oder "Project Cars" steuert man die Boliden in Need for Speed lediglich aus zwei Verfolger- und diversen Ego-Perspektiven. 

Was uns gefällt

Ghost Games liefert eine gelungene PC-Umsetzung von Need for Speed ab. Besonders die technischen Anpassungen überzeugen und bescheren Besitzern leistungsfähiger Rechner ein frisches, unverbrauchtes Fahrgefühl.

Speziell die Entfernung des "Framelocks" und die höhere Sichtweite lassen die virtuelle Großstadt in neuem Licht erstrahlen. Zusatzfunktionen wie beispielsweise 4K-Support oder Lenkrad-Unterstützung richten sich dagegen an eine kleine Zielgruppe, sind aber dennoch gerne als Mehrwert der PC-Version gesehen. 

Was uns nicht gefällt

Trotzdem ist es schade, dass Ghost Games nicht noch tiefer in die Spielmechanik von Need for Speed eingegriffen hat. Durch die zusätzliche Hardware-Leistung wäre es sicherlich ein Leichtes gewesen, die Stadt mit mehr Leben zu füllen oder die Gegner-KI besser auszubalancieren. Auch das Fehlen von Rückspiegeln stört bei einem Rennspiel weiterhin. Grundsätzlich sind dies aber keine Makel der PC-Version, sondern des Grundkonzepts hinter Need for Speed. 

Fazit

Die PC-Version von Need for Speed hat mächtig Pferdestärken unter der Haube. Entwickler Ghost Games liefert keine müde Portierung ab, sondern nutzt die zusätzliche Hardware-Leistung aus. Wer die Wahl zwischen Konsolen- und PC-Version hat, sollte sich allein aufgrund der vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten für die PC-Variante von Need for Speed entscheiden. 

Infos zum Spiel 

Titel: Need for Speed 
Genre: Rennspiel 
Publisher: Electronic Arts 
Hersteller: Ghost Games 
Release: 5. November 2015 
Preis: zirka 50 Euro (PC) / zirka 60 Euro (Konsole) 
System: PC (PS4 und Xbox One seit November 2015 erhältlich) 
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren 
Wertung: Gut 

News, Tests & Previews, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von t-online.de/spiele! 

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal