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Prügelspaß mit Pokémon: Test zu Pokémon Tekken

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Test zu Pokémon Tekken | Beat'em-up | Wii U  

Prügelspaß mit Pokémon

23.03.2016, 15:01 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Richard Löwenstein

Prügelspaß mit Pokémon: Test zu Pokémon Tekken. Als klassisches Beat’em-up-Spiel funktioniert "Pokémon Tekken" ganz wunderbar. (Quelle: Nintendo / The Pokémon Company)

Als klassisches Beat’em-up-Spiel funktioniert "Pokémon Tekken" ganz wunderbar. (Quelle: Nintendo / The Pokémon Company)

Fotosafari, Puzzle-Abenteuer, Minispiel-Sammlung, Flipper-Simulation, Rollenspiel - seit knapp 20 Jahren erobern Nintendos knuffige Taschenmonster nun schon die unterschiedlichsten Genres. An ein Pokémon-Beat’em-up im Stil von "Street Fighter" traute sich bisher jedoch noch kein Entwickler heran. Genau hier kommt das neue "Pokémon Tekken" für Wii U ins Spiel - ein knallbunter Schlagabtausch aus der Feder des "Tekken"-Produzenten Katsuhiro Harada. 

Klassisch währt am längsten

Das Grundprinzip von Pokémon Tekken gleicht dem eines jeden anderen Beat’em-ups. Zwei Pokémon treffen in einer Arena aufeinander und kloppen sich unter Zeitdruck die Energiebalken leer. Wer als erster zwei Runden für sich entscheidet, streicht den Sieg und die dafür ausgelobten Lorbeeren ein.

Dabei können die Kontrahenten aus einer Vielzahl von Manövern wählen, die es je nach Situation geschickt einzusetzen gilt. Sprünge, Blocks, leichte und starke Schläge, Spezialattacken - die Grundlagen sind dank eines gut strukturierten Trainingsmodus recht schnell verinnerlicht. So weit, so bekannt. 

Pfiffiges Zwei-Phasen-Konzept

Raffinesse impfen die Macher dem Ganzen durch die Ergänzung eines Zwei-Phasen-Konzepts ein. Die Idee: Jedes Match startet in der Feldphase. Hier können Sie ihr Pokémon - genau wie etwa bei Tekken oder "Soul Calibur" - frei durch die dreidimensionale Arena bewegen und in jede Himmelsrichtung ausweichen.

Gelingt es einem Spieler in der Feldphase, den Gegner mit speziellen Attacken zu treffen, wechselt die Action in die sogenannte Duellphase. Heißt auf gut Deutsch: Die Kamera zoomt ein Stück weit heran und zeigt die Charaktere vorrangig aus seitlicher Perspektive. Gleichzeitig verlagert sich das Kampfgeschehen auf eine zweidimensionale Achse, ähnelt nun also stark einem "Street Fighter 5" oder "Super Smash Bros". In der Duellphase kloppen die Rivalen jetzt solange aufeinander ein, bis eine bestimmte Schadensmenge ausgeteilt wurde. Anschließend folgt der nahtlose Wechsel zurück in die Feldphase. 

Taktischer Unterbau

Die Mechanik bedarf einer gewissen Einarbeitung, unterstreicht dann jedoch die taktische Vielfalt des Gameplays. Beispielsweise werden Sie recht schnell feststellen, dass flinke Pokémon mit mächtigen Fernkampf-Attacken in der Feldphase eine deutlich größere Gefahr darstellen als in der Duellphase. Ganz einfach, weil sie in der 3D-Arena weitaus schneller die Position wechseln können, während sie gleichzeitig aus der Distanz kontinuierlich Schaden austeilen.

Umgekehrt gilt: Verwickelt man einen solchen Gegner in die eher auf Nahkämpfe ausgelegt Duellphase, bleiben ihm kaum noch Möglichkeiten, sein Katz- und Maus-Spiel fortzuführen. 

Bis ans Limit

Die nächste spannende Komponente des erstaunlich tiefgründigen Kampfsystems verbirgt sich hinter dem sogenannten Resonanzmeter. Gemeint ist die Viertelkreis-förmige Anzeige nahe der beiden Pokémon-Trainer-Karikaturen. Erreicht sie durch erfolgreiche Treffer und andere Aktionen ihre Maximalauslastung, lässt sich durch gemeinsames Drücken der linken und rechten Schultertaste der sogenannte Limit-Zustand einleiten.

Die Folge: Eine glühende Aura legt sich um das betreffende Pokémon, um zu signalisieren, dass dieses nun deutlich kräftiger zuschlägt und Teile seiner Lebensenergie selbstständig regeneriert. 

Drückt der Spieler im Limit-Zustand dann ein weiteres Mal die Kombination beider Schulterasten, löst dies einen Limit-Schlag aus - die mächtigste Attacke des jeweiligen Pokémon. Der Gegenspieler hingegen sollte spätestens jetzt blitzschnell ausweichen oder umgehend blocken, ansonsten droht massiver Kraftpunkte-Verlust. 

Schnick, Schnack, Schnuck

Wer weiter in die Feinheiten von Pokémon Tekken eintauchen möchte, macht sich zackig mit der Funktionsweise von Helfer-Pokémon sowie dem Schere-Stein-Papier-Prinzip vertraut. Helfer-Pokémon sind im Grund genommen nichts anderes als auf Knopfdruck herbeieilende Gefährten, die auf drei Arten ins Kampfgeschehen eingreifen.

"Angreifer" - das froschähnliche Amphizel zum Beispiel - beharken den Feind mit Distanzattacken. Ganz anders die "Saboteure": Sie vermindern Kampfkraft, Tempo und andere Statuswerte beim Gegner. Sie wollen lieber Ihre eigenen Statuswerte aufpeppen? Dann stellen Sie sich am besten ein Pokémon des Typs "Unterstützer" an die Seite. Wichtig: Genau wie die Limit-Angriffe benötigen alle 30 Helfer eine gewisse Zeit, um "aufzuladen". 

Bliebe noch das Schere-Stein-Papier-Prinzip. Dieses greift immer dann, wenn zwei Spieler zeitgleich eine Attacke auf den Weg bringen. Standardattacken etwa sind besonders effektiv gegen Greifmanöver. Griffe wiederum hebeln Konterattacken aus und Konter unterbrechen Standardangriffe. Sie sehen schon: Pokémon Tekken ist ein Fest für Taktiker und alle, die es noch werden wollen. 

16 coole Taschenkämpfer

Die Kämpferriege präsentiert sich als interessanter Mix aus Superstars und Nischenhelden. Pikachu zum Beispiel dürfte jedem Pokémon-Enthusiasten ein Begriff sein und ist genau wie Lohgock, Lucario, Suicune und Rutena dem Kämpfer-Typ Standard zugeordnet - richtet sich also an Einsteiger, die eine ausgewogene Mischung aus Geschwindigkeit, Kraft und Technik schätzen.

Wer dagegen lieber mit schierer Kraft und hoher Panzerung liebäugelt, setzt auf Glurak, Gewaldro oder Knackrack. Sie haben bereits Prügelspiel-Erfahrung? Dann kommen wahrscheinlich am ehesten Techniker wie Guardevoir oder Tempo-Pokémon wie Gengar in Frage.

Was uns gefällt

Sei es nun der dampfende Feueratem von Glurak, die kraftvollen Wurfmanöver des vierarmigen Machomei oder das bildschirmfüllende Blitzgewitter von Pikachu - grafisch macht „Pokémon Tekken“ einiges her.

Zugegeben, die Schärfe der zu Grunde liegenden Automatenfassung wird nicht erreicht, dafür begeistern Animationen, Bildrate und Spezialeffekte auf ganzer Linie. Gleiches gilt für die Hintergrundanimationen der insgesamt 19 sehr abwechslungsreich gehaltenen Stadien.

Überwältigend zudem die Menge an Freischaltobjekten. Egal was Sie im Solo- oder Online-Spiel auch tun, solange Sie einen Kampf nach dem anderen hinter sich bringen, findet Pokémon Tekken Mittel und Wege, Sie dafür zu belohnen. Abzeichen, Erfahrungspunkte, Trainer-Outfits, Pokémon Gold - die Motivation, am Ball zu bleiben, ist konstant hoch und reißt nicht zuletzt dank des nett gemachten Liga-Modus auch nach vielen Spielstunden kaum ab. 

Was uns nicht gefällt

So unterschiedlich sich die insgesamt 16 Pokémon-Kämpfer auch spielen mögen, unterm Strich ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden Charaktere viel zu gering. Das wird insbesondere dann deutlich, wenn man bedenkt, dass in den letzten Jahren sage und schreibe 722 Pokémon das Licht der Welt erblickten.

Wo zum Beispiel sind Publikumslieblinge wie Rayquaza, Groudon oder Latias? Und was spricht eigentlich dagegen, Kult-Pokémon wie Relaxo oder Sabbaione einen Gastautritt zu gönnen? Hier verspielen die Macher wirklich viel Potenzial. Immerhin: Die Einführung von Schatten Mewtu - das es so bisher noch in keinem anderen Spiel zu sehen gab - dürfte den einen oder anderen Fan etwas besänftigen. 

Fazit

Obwohl uns die Zahl von gerade einmal 16 Kämpfern keinesfalls vom Hocker haut: Als klassisches Beat’em Up funktioniert Pokémon Tekken ganz wunderbar. Das Kampfsystem bietet viel Tiefe für Fortgeschrittene und Profis, ist durch den umfangreichen Trainingsmodus aber gleichzeitig so angelegt, dass auch Neueinsteiger Schritt für Schritt hineinfinden. Dazu die flotte Grafik, der technisch runde Online-Modus sowie das riesige Aufgebot an Freischalt-Extras, und fertig ist der nächste Wii U-Geheimtipp. 

Infos zum Spiel 

Titel: Pokémon Tekken 
Genre: Beat'em-up
Publisher: Nintendo / The Pokémon Company 
Hersteller: Bandai Namco 
Release: 18. März 2016 
Preis: zirka 50 Euro  
System: Wii U 
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren 
Wertung: Gut 

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