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Test zu Hyrule Warriors: Legends

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Test zu Hyrule Warriors: Legends | Actionspiel | 3DS, New 3DS  

Massenschlachten im Zelda-Universum

06.04.2016, 15:12 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Test zu Hyrule Warriors: Legends. Hyrule Warriors: Legends ist im wahrsten Sinne des Wortes ein zweischneidiges Schwert: Auf dem New 3DS funktioniert es gut, auf dem 3DS nicht. (Quelle: Nintendo)

Hyrule Warriors: Legends ist im wahrsten Sinne des Wortes ein zweischneidiges Schwert: Auf dem New 3DS funktioniert es gut, auf dem 3DS nicht. (Quelle: Nintendo)

Das Samurai-Hack’n’Slash "Dynasty Warriors" von Koei Tecmo zählt zu den langlebigsten Videospielserien. Im Februar 1997 erstmals für Playstation erschienen, erobert die Reihe immer mehr Hardware-Plattformen. Um weitere Zielgruppen für die actiongeladenen Massenschlachten zu begeistern, folgen zudem stetig neue Spin-offs - darunter auch das Wii U-Spiel "Hyrule Warriors", welches das Konzept Anfang 2014 ins "Zelda"-Universum überträgt und mehr als 1,2 Millionen Verkäufe schafft. Eine Umsetzung für die Nintendo-Handhelds liegt da nahe. Doch sind 3DS und New 3DS wirklich potent genug für eine überzeugende Unterwegs-Fassung? Wie haben den Praxistest auf beiden Systemen gemacht.  

Altbewährtes im neuen Format

Der Grundaufbau von "Hyrule Warriors Legends" für 3DS gleicht dem von Hyrule Warriors für Wii U. Erneut stellen Sie sich in insgesamt drei Spielmodi tausenden von Widersachern entgegen, die wie Heuschrecken über das in weitläufige Schlachtfelder unterteilte Königreich Hyrule herfallen. 

Den Anfang macht die klassische Story-Kampagne. Hier rückt das Schicksal von Zauberin Cia in den Mittelpunkt. Eigentlich dafür auserkoren, eine Balance der Kräfte in Hyrule sicherzustellen, verkehren sich ihre edlen Absichten durch die Einwirkung des Bösewichts Ganondorf ins Gegenteil. Cia - plötzlich besessen davon, ein legendäres Artefakt namens Triforce zu finden und zusammenzufügen - befiehlt ihren Untergebenen, einen Großangriff auf Schloss Hyrule zu starten. 

Ein Fest für Fans

Wozu das führt, dürfen Sie bereits in der ersten Storymission hautnah miterlebt. Natürlich aus klassischer Third-Person-Perspektive und in der Rolle von Link, dem jahrelangen Star der Zelda-Abenteuer. Das Interessante: Ähnlich wie in Dynasty Warriors gibt es auch hier nicht nur einen, sondern letztlich insgesamt 24 spielbaren Protagonisten, die nach und nach ihre Talente unter Beweis stellen müssen, um Hyrule vor dem Untergang zu retten. Angefangen bei Goronen-Anführer Darunia aus "Ocarina of Time" über Dämmerlicht-Prinzessin Midna aus "Twilight Princess" bis hin zum Schwertgeist Phai aus "Skyward Sword" lässt Koei Tecmo wirklich kaum ein Möglichkeit aus, den Fans in regelmäßigen Abständen neue Helden zu präsentieren. 

Dass die genannten Persönlichkeiten alle aus unterschiedlichen Zeitepochen des Zelda-Universums stammen, stört dabei übrigens gar nicht. Im Gegenteil: Es ist ein essenzieller Bestandteil der etwa zehnstündigen, oft mit schicken Render-Zwischensequenzen weitergesponnenen Geschichte. 

Das Krieger-Einmaleins

Wer schon einmal Zeit mit einem Ableger der Dynasty-Warriors-Reihe verbracht hat, findet hier sofort rein. Die B-Taste feuert normale Angriffe ab, mit einem Tipper auf die Y-Taste schlägt der gerade aktive Held stärker zu. Kombiniert man beide Tasten in bestimmter Abfolge, ergeben sich neue Angriffstechniken, die den Feind zum Beispiel in die Luft wirbeln oder auf unterschiedliche Distanz Schaden zufügen.

Dazu gesellen sich ein Ausweichmanöver, die klassische Abwehrhaltung sowie eine besonders kraftvolle Spezialattacke. Letztere muss jedoch zunächst durch Niedermähen Dutzender Feinde aufgeladen werden, bevor man sie dann mit der X-Taste präzise entfesselt. Das Digitalsteuerkreuz dient in erster Linie dem Aktivieren von Magie respektive dem Zuschalten eines praktischen Lock-on-Modus, um starke Widersacher oder Bossgegner nicht aus dem Blickfeld zu verlieren. 

Strategische Arbeitsteilung

Ganz neu in der 3DS-Fassung ist die Möglichkeit, mit einem Tipp auf das Touchpad in Echtzeit zwischen den einzelnen Verbündeten wechseln zu können. Pfiffig: Wer mag, darf auf der Touchscreen-Karte sogar Zielkoordinaten für alle KI-gesteuerten Helden definieren. Beides zusammen begünstigt interessante Taktiken, die so in der Wii U-Fassung nicht möglich waren. 

Ein Beispiel: Ihnen wird befohlen, mehrere sogenannte Krabbelminen vor Horden von Wuselvolk zu schützen. Die erste Mine können Sie noch recht erfolgreich allein verteidigen. Mine zwei jedoch ist so weit entfernt, dass sie stets durch Fremdeinwirkung das Zeitliche segnet, bevor Ihr Held den weiten Weg dorthin absolviert hat. Der Trick? Ganz einfach: Während Sie die Widersacher bei Mine A in Schach halten, werden die übrigen Helden ruckzuck per Ausrück-Befehl zu Mine B entsandt. Klassische Arbeitsteilung sozusagen. 

Arsenal-Optimierung

Typisch Dynasty Warriors: Mit jedem niedergestreckten Feind sammeln die Helden Erfahrungspunkte. Hat man genug beisammen, folgt der klassische Stufenaufstieg, was sich wiederum positiv auf die Angriffsstärke und die Zahl der zur Verfügung stehenden Lebensenergie-Container auswirkt.

Weitere Belohnungsmechanismen dürften Dynasty-Warriors-Experten ebenfalls bestens bekannt sein. Bestimmte Waffen zum Beispiel verfügen über versiegelte Fähigkeiten, die erst dann zum Vorschein kommen, wenn man mit exakt dieser Waffe eine bestimmte Anzahl von Feinden niederstreckt. Auch witzig: Einige Waffen lassen sich optimieren, indem man Fähigkeiten anderer Waffen auf sie überträgt - vor allem im herausfordernden Abenteuer-Modus ein wichtiges Spielelement. 

Viele weitere Abenteuer

Stichwort Abenteuer-Modus: Im Gegensatz zum Freien Modus, wo man jede Kampagnen-Mission noch einmal mit freigespielten Helden angehen darf, dreht sich hier alles um immer schwieriger werdende Herausforderungen. Beispielsweise gilt es, drei Bossen in einer vorgegebenen Zeitspanne den Garaus zu machen oder nur ganz bestimmte Feindtypen zu töten.

Wichtig ist die daraus resultierende Schlacht-Endbewertung. Denn sie entscheidet, welche Gebiete Sie auf der Abenteuer-Modus-Karte als nächstes erobern dürfen. Klingt zunächst unspektakulär, birgt bei längerem Spielen aber erstaunlich viele Überraschungen, was letztlich auch die Gesamtspieldauer um ein Vielfaches erhöht. 

Was uns gefällt

"Legends" enthält bereits sämtliche Download-Inhalte des Ursprungsspiels und bietet auch sonst jede Menge Neues. Allem voran die exklusive Nebengeschichte mit der taufrischen Heldin Linkle in der Hauptrolle. Sie ist das weibliche Gegenstück zu Link und begeistert mit zwei schnell feuernden Automatik-Armbrüsten, hoher Agilität und einer liebenswerten Ausstrahlung. 

Weiter geht’s mit einem fünf Missionen langen Epilog am Ende der Kampagne sowie einer brandneuen Abenteuer-Karte. Prima zudem, dass sich die fünf zusätzlichen Charaktere der 3DS-Fassung - also Linkle, Horror-Kid aus Ocarina of Time sowie Toon Link, Tetra und der König von Hyrule (alle aus "The Wind Waker") - über einen mitgelieferten Code auch in der Wii-U-Fassung als spielbare Helden freischalten lassen. 

Was uns nicht gefällt

Auf normalen 3DS-Geräten ohne den Zusatz "New" im Namen läuft Hyrule Warriors Legends miserabel. Nebst einer wirklich grausigen Bildrate müssen Sie sich auf diesem System außerdem mit einer sehr niedrigen Sichtweite, ständig ins Bild ploppenden Feindgruppen, einer spürbare reduzierten Gegnerzahl und einem komplett abgeschalteten 3D-Modus herumärgern - eine Schande für ein offizielles Nintendo-Spiel. Hier müssen sich die Japaner wirklich die Frage gefallen lassen, warum sie den Titel nicht ausschließlich für das New 3DS veröffentlicht haben, wo alle diese Macken nicht auftreten. 

Ein nicht zu unterschätzender Atmosphäre-Killer ist darüber hinaus - und das gilt für beide Systeme - die fehlende Sprachausgabe im Spiel. Es wirkt einfach äußert befremdlich, wenn die Helden innerhalb einer Schlacht ständig Kampfschreie ausstoßen, dann aber - im Gegensatz zu den Zwischensequenzen - keinen Ton mehr über die Lippen bringen. Zugegeben, das passt zur Reihe - für ein Spin-off hätte man aber ruhig mal Neues wagen dürfen. 

Dass der Zwei-Spieler-Modus des Heimkonsolen-Vorbilds über die Klinge springen musste und kein Spielstandabgleich mit der Wii-U-Version angeboten wird, führt zu einem weiteren Punktabzug. Ebenso wie die teils wirklich miese KI, die einzig und allein mit Masse statt Klasse agiert.

Fazit

Hyrule Warriors: Legends ist im wahrsten Sinne des Wortes ein zweischneidiges Schwert: Während sich das im Kern unterhaltsame Massenschlachten-Gameplay auf dem New 3DS sehr ähnlich anfühlt wie die spaßige Wii-U-Fassung, brechen die niedrige Bildrate und andere Technikprobleme dem Gebotenen auf dem Standard-3DS das Genick. Sie haben ein normales 3DS und wollen dem Titel trotzdem eine Chance geben? Dann können wir nur dringend dazu raten, vorab die Demoversion aus dem Nintendo eShop zu spielen - alles andere wäre grob fahrlässig. New-3DS-Nutzer hingegen haben grünes Licht und erleben eine Umsetzung, die die Faszination des Originals recht gut einfängt und an vielen Stellen sinnvoll erweitert.  

Infos zum Spiel 

Titel: Hyrule Warriors Legends
Genre: Action
Hersteller: Omega Force / Team Ninja
Publisher: Nintendo 
Release: Im Handel
Preis: zirka 40 Euro 
System: 3DS / New 3DS 
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut (New 3DS) / Ausreichend (3DS)

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