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"Dark Souls 3" im Test: Würdiges Finale der "Souls"-Saga

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Test zu Dark Souls 3 | Action-Rollenspiel | PC, PS4, Xbox One  

Würdiges Finale der "Souls"-Saga

13.04.2016, 08:02 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

"Dark Souls 3" im Test: Würdiges Finale der "Souls"-Saga. Unterm Strich erweist sich Dark Souls 3 als überaus gelungenes Action-Rollenspiel mit stimmigem Kampfsystem und herausragenden Endgegnern. (Quelle: Bandai Namco Entertainment)

Unterm Strich erweist sich Dark Souls 3 als überaus gelungenes Action-Rollenspiel mit stimmigem Kampfsystem und herausragenden Endgegnern (Quelle: Bandai Namco Entertainment)

Schwere Spiele liegen derzeit voll im Trend. Für Rollenspiel-Enthusiasten ist die Prüfung der Stunde "Dark Souls 3". Die Action-Rollenspiel-Reihe aus der Feder des japanischen Gamedesigners Hidetaka Miyazaki bringt Fans seit 2011 an ihre Grenzen. Hier wird in schöner Regelmäßigkeit virtuell gestorben, das Scheitern geht Hand in Hand mit einer steilen Lernkurve. Das neue Dark Souls 3 für PS4, Xbox One und PC schlägt in die gleiche Kerbe wie seine Vorgänger - und motiviert mit knackigen Bosskämpfen und aufgewertetem Kampfsystem

Lineare Spielwelt 

Dark Souls 3 entführt den Spieler in die finstere Fantasy-Welt von Lothric. Spieler bauen sich in einem im Vergleich zum Vorgänger nahezu unveränderten Editor einen Charakter zusammen und wählen aus insgesamt zehn Klassen - vom Ritter bis zum Bettler. Sie erwachen schließlich als "Unentfachter" außerhalb der Mauern Lothrics. Von dort aus geht man auf die Suche nach den Aschefürsten, die das Land vor langer Zeit verlassen haben. 

Wie schon in den Vorgängern spielt die Story auch im dritten Teil eine eher untergeordnete Rolle. Zwar spricht man immer wieder mit anderen Charakteren oder liest nebulöse Inschriften, einen klassischen roten Handlungsfaden gibt es aber nicht. In Dark Souls 3 geht es vielmehr um das Erleben einer Reise und das Überwinden der vor einem liegenden Aufgaben. 

Im Verlauf der über 50 Stunden Spielzeit arbeitet man sich durch die Burg Lothrics, durch Dörfer, Sümpfe, Wälder und Kathedralen. Im direkten Vergleich zum Serienableger "Bloodborne" wird die Spielwelt aber weit weniger hübsch präsentiert und wirkt zudem deutlich linearer. Die Freiheiten des ersten Dark Souls werden Serienveteranen daher vermissen. Gleichzeitig finden sich Neueinsteiger leichter zurecht. 

Schwertkampf mit Tücken

Apropos Bloodborne: Hidetaka Miyazaki und das Entwicklerstudio From Software haben sich für das Kampfsystem von Dark Souls 3 vom eigenen PS4-Actionspiel-Hit inspirieren lassen. Selbst schwer gepanzerte Ritter bewegen sich nun schneller und haben eine gute Chance, feindlichen Attacken mit einer Ausweichrolle zu entkommen. Trotzdem müssen mutige Abenteurer defensiv vorgehen - Gegenattacken bringen keine Lebensenergie zurück. Stattdessen kommt es auf gute Konter und clever platzierte Angriffe an. 

In der Praxis führt das oft dazu, dass man um seinen Widersacher kreist und versucht, diesen mit einem kritischen Treffer in den Rücken auszuschalten. Was sich einfach anhört, wird jedoch schnell zum Geduldsspiel. Trotzdem - wer in Dark Souls 3 unüberlegt agiert, segnet selbst gegen niederklassige Feinde schnell das Zeitliche. 

Für Abwechslung im Kampf sorgen waffenspezifische Spezialmanöver, die sogenannten "Weapon Arts". Diese richten gewaltigen Schaden an, verfügen aber über eine lange Aufladezeit. Will man also beispielsweise den Vorstoß der Lanzen oder die Haltung der Langschwerter ins Ziel bringen, muss man Zeitfenster erkennen und ausnutzen. Im Test erwiesen sich die Weapon Arts als zweischneidiges Schwert, denn gescheiterte Experimente werden oft gnadenlos bestraft. 

Das alte Spiel?

Man merkt Dark Souls 3 seine Serientradition überdeutlich an: Viel zu selten wagt From Software echte Innovationen, stattdessen setzen die Entwickler auf die Spielmechanik der "Souls"-Vorgänger. Gerade die Rollenspiel-Elemente und die Inventarsteuerung bleiben unverändert, obwohl hier durchaus Verbesserungsbedarf vorhanden gewesen wäre. Waffenwechsel über das Digitalkreuz sind in der Hitze des Gefechts extrem umständlich. Gleiches gilt für das Zuweisen neuer Ausrüstungsgegenstände. Andere Spiele - beispielsweise "The Witcher 3: Wild Hunt" - machen es einem hier deutlich leichter. 

Das Rollenspiel-System wurde ebenfalls nicht verändert: Sie sammeln über das Erledigen von Monstern und Feinden Seelen. Diese tauschen Sie im Feuerband-Schrein gegen Fähigkeitspunkte ein, kaufen bei der Händlerin Ausrüstungsgegenstände oder verbessern das Equipment Ihres Alter Egos beim Schmied. Von der holprigen deutschen Übersetzung und den teils kryptischen Erklärtexten mal abgesehen, überzeugt Dark Souls 3 als Action-Rollenspiel, setzt aber innerhalb der Serie keine neuen, eigenen Akzente. 

Die Krone der Schöpfung

Doch diese kleinen Design-Makel sind spätestens nach dem ersten großen Bosskampf vergessen, denn Dark Souls 3 bietet enorm imposanten Schlachten. Gerade die 19 - teils gigantischen - Endgegner stellen die Feinde anderer Action-Games locker in den Schatten. Die monströsen Kreaturen ragen turmhoch über die eigene Spielfigur, schleudern sie durch die Luft oder zertrampeln sie wie eine lästige Fliege. 

Oftmals durchschaut man erst nach etlichen Bildschirmtoden die Angriffsmuster des Widersachers und findet einen Lösungsweg, um den jeweiligen Brocken zu eliminieren. Erringt man dann schließlich doch den Sieg, ist die Freude umso größer. So erzeugt Dark Souls 3 immer wieder einzigartige Glücksmomente und motiviert dadurch. Allerdings benötigt man Durchhaltevermögen: Frustmomente und langatmiges Hochleveln der eigenen Spielfigur gehören zum Konzept des Action-Rollenspiels. 

Was uns gefällt

Nur noch einen Bossgegner erledigen. Nur noch einen Fähigkeitspunkt freispielen. Dark Souls 3 erzeugt mit seiner steilen Lernkurve ungemein viel Spaß am Spiel. Die Mischung aus knackig hohem Schwierigkeitsgrad und gelungenem Kampfsystem macht das finstere Fantasy-Abenteuer zu einem Fest für Rollenspieler. Gerade die Bosse überzeugen auf ganzer Linie und trösten über Schwächen im Leveldesign hinweg.

Durch den schnelleren Spielablauf kommen auch Bloodborne-Fans und Quereinsteiger schneller in den Spielrhythmus. Die Mehrspieleroptionen ergänzen das Erlebnis sinnvoll und fügen der gefährlichen Reise ein gewisses Maß an Unberechenbarkeit hinzu.  

Was uns nicht gefällt

From Software ruht sich mit Dark Souls 3 zu sehr auf den Lorbeeren seiner Vorgänger aus. Viele Baustellen - allen voran das angestaubte Inventarsystem - bleiben unangetastet. Neuerungen wie die Weapon Arts zünden nicht hundertprozentig und werden daher nur einen Teil der Spielerschaft erreichen. Darüber hinaus dürften gerade Kenner der Souls-Serie die Größe und Weitläufigkeit der Spielwelt vermissen. Statt die Gebiete zu erkunden, arbeitet man sich vergleichsweise linear von einem Areal zum nächsten. 

Fazit

Der dritte Teil erreicht nicht die Klasse des ersten Dark Souls, wirkt aber weitaus stimmiger als sein direkter Vorgänger. Unterm Strich erweist sich Dark Souls 3 als überaus gelungenes Action-Rollenspiel mit stimmigem Kampfsystem und herausragenden Endgegnern. Aber Achtung: Wer mit diesem Spiel beginnt, wird das Sonnenlicht so schnell nicht mehr sehen - der Suchteffekt ist immens. 

Infos zum Spiel 

Titel: Dark Souls 3
Genre: Action-Rollenspiel
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Hersteller: From Software
Release-Termin: 12. April 2016
Preis: zirka 55 Euro (PC) / zirka 65 Euro (PS4, Xbox One)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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