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Test zu Star Fox Zero | Arcade-Actionspiel | Wii U  

Aller Einstieg ist schwer

20.04.2016, 16:33 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Test zu Star Fox Zero: Aller Einstieg ist schwer: . Star Fox Zero Arcade-Actionspiel von Nintendo für Wii U (Quelle: Nintendo)

Star Fox Zero Arcade-Actionspiel von Nintendo für Wii U (Quelle: Nintendo)

Selten ein Nintendo-Game erlebt, das sich so sperrig spielt wie "Star Fox Zero". Das Comeback des Weltraumpiloten Fox McCloud will ein actionreiches Shoot'em-Up-Spiel sein, so wie der Urahn "Star Wing" auf der Super-Nintendo-Konsole. Leider fühlt sich die Jagd auf den fiesen Andross und sein Gefolge nicht so unbeschwert an, wie sie aussieht. Die Produktion des japanischen Herstellers Platinum Games für die Wii U mutet dem Spieler eine ungewohnt komplizierte Steuerung zu. 

Unübersichtlich verteilt 

Schon toll, wenn Entwickler die speziellen Fähigkeiten der Wii U-Konsole nutzen - wenn sie zum Beispiel den Bildschirm des Gamepad für mehr nutzen als nur zur Darstellung von Umgebungskarte oder Inventar. Star Fox Zero geht allerdings einen Schritt in die verkehrte Richtung, denn verteilt die Action auf TV-Gerät und Gamepad-Screen parallel. Das kann ziemlich unübersichtlich werden.

Dabei sind die Shoot'em-Ups aus der Star-Fox-Reihe doch eigentlich als zugänglich bekannt. Seit den Urahnen Star Wing auf dem Super Nintendo und Star Fox 64 auf der Nintendo-64-Konsole lotsen Gamer den heldenhaften Fox McCloud und seinen Arwing-Raumjäger durch zahlreiche variantenreiche Ballereien unter Sternen und auf Planeten. 

Action auf zwei Bildschirmen

Prinzipiell geradlinig in einen Action-Korridor eingepasst, hatten sich sich die bisherigen Star-Fox-Ballereien durch stetig wechselnde Aufgaben und Angreifer-Formationen von Beginn an unterhaltsam angefühlt. In die Action integrierte Funkdialoge gaben dem Ganzen einen Anstrich von Handlung und Sinnhaftigkeit.

Okay, einen Raumgleiter rauf und runter, links und rechts durch Kulissen zu steuern, das ging nie ganz so mühelos von der Hand wie der Sprunglauf durch ein Mario-Game. Aber so kompliziert wie diesmal? Star Fox Zero nimmt das vertraute Gameplay und addiert ein Geschützhandling, das eine von der Flugrichtung unabhängige Ausrichtung der Waffen gestattet. Parallel zur Actionfliegerei auf dem TV-Gerät zeigt der Bildschirm des Gamepad die Perspektive des Bordgeschütz. Der Kreiselsensor im Gamepad richtet das Geschütz manuell aus. 

Schwerer Einstieg 

Der Spieler soll also eine ganze Menge Funktionen gleichzeitig in den Griff kriegen. Der linke Stick am Gamepad kümmert sich um die Flugrichtung. Der rechte Stick beeinflusst die Führung der Flugkamera und kümmert sich um Schub und Bremse. Außerdem wollen Bomben und andere Extras gehandhabt sein. Das ergibt unterm Strich ein ambitioniertes Tastenballett, das sich anfangs eher nach Eiertanz anfühlt.

Unbeabsichtigte Kollisionen mit Felsen und Gebäuden sind daher anfänglich fast unvermeidbar. In weiser Voraussicht haben die Gamedesigner dem Arwing aber reichlich Schutzschild-Energie mitgegeben. So geht nicht allzu viel kaputt, und nach absolvierter Lernphase stellen sich bald Erfolgserlebnisse ein. 

Erfolgserlebnisse nach zwei Stunden 

Schön oder flüssig fühlen sich die ersten ein bis zwei Kapitel der Kampagne trotzdem nicht an, und Sieges-Euphorie kommt angesichts vieler Zufallstreffer ebenfalls keine auf. Es dauert ein bisschen, bis sich Star Fox Zeros' Qualitäten entfalten.So etwa nach ein bis zwei Stunden Spielzeit gehen Richtungswechsel und Waffeneinsatz flüssig genug von der Hand. Man beginnt intuitiv zu fliegen, zu zielen und das Drumherum zu genießen.

Und das macht Spaß, denn ein Hingucker ist Star Fox Zero allemal. Flüge über wunderschön animierten Meere und Dünen sind herrlich anzuschauen. Star der Show ist übrigens erneut Fox McCloud. Er stellt ein weiteres Mal dem ruchlosen Diktator Andross nach. Der hat auf seinem Heimatplaneten Venom eine gewaltige Armee aufgebaut und attackiert nun Fox McClouds Heimatsystem Lylat. 

Abwechslungsreiche Aufgaben 

Die Rettungsmission beginnt, als ein Notruf vom grünen Planeten Corneria hereinkommt: Andross´ fliegende Armeen fallen über die friedliche Welt her. Einsatz Fox McCloud: In seinem Arwing-Jäger fliegt der Held los, um die Angreifer vom Himmel pusten und so eine glänzende Hightech-Metropole und deren Bewohner retten. Die Flugroute ist in diesen ersten Momenten - typisch für das gesamte Spiele - grob vorgegeben. Gelegentlich verlagert sich die Action in Arenen, dann ist freies Fliegen gestattet. 

Doch damit nicht genug der Herausforderungen: Bei anderen Gelegenheiten tauscht Fox McCloud seinen Arwing-Jäger gegen Mech-Kolosse und stapft durch die düsteren Innereien von Andross´ Mutterschiff, um den Kern zu zerstören. Oder er begibt sich an Bord eines Multicopters und erkundet im Schleichtempo die labyrinthischen Korridore von Andross' Geheimbasis. 

Überzeugender Spielaufbau 

Immer wieder stürzen riesige Gebäude in Flugrichtung zusammen, füllen mächtige Explosionen das Bild und schieben sich gewaltige Mutterschiffe über den Horizont. An Dramatik fehlt es in Star Fox Zero keinesfalls. Aber keine Sorge: Fox' Flügelleute Peppy und Slippy melden sich regelmäßig zu Wort. Sie sind mit Tipps zur Stelle, weisen den Weg und gliedern die Missionen in gut verdauliche Häppchen. Die Monologe und Dialoge tönen übrigens aus dem Controller statt aus dem TV-Gerät. Die Übersetzung? Typisch Nintendo, also treffsicher und auf den Punkt gebracht. 

Unterm Strich hat Star Fox Zero genug Action für mehrere Abende an Bord. Begegnungen mit ROB64 und anderen alten Bekannten, versteckte Boni und Freischaltextras motivieren zum mehrfachen Durchspielen. Retrogamer werden sich beispielsweise über eine freispielbare Version des Original-Arwing aus Fox McClouds erstem Abenteuer Star Wing auf der Super-Nintendo-Konsole freuen. 

Was uns gefällt

Der lokale Zwei-Spieler-Koop ist das heimliche Highlight. Ein Spieler greift zu Pro-Controller oder Wii-Fernbedienung mit Nunchuck-Erweiterung und lenkt damit den Arwing. Der andere nimmt das Gamepad zur Hand und kümmert sich ausschließlich um die Waffensysteme. Er lenkt Lasersalven sicher ins Ziel und nimmt besonders bedrohlichen Momenten durch klugen Einsatz von Smartbomben und Powerschüssen die Brisanz. Durch die Aufgabenverteilung spielt sich Star Fox Zero sehr viel flüssiger und handlicher als im Einzelspieler-Part.  

Was uns nicht gefällt

Hier wäre an erster Stelle die unausgewogene Steuerung zu nennen. Alle Sticks und Tasten in den Griff kriegen, per Bewegungssensor das Gamepad-Visier ausrichten und gleichzeitig das TV-Gerät im Blick behalten - das ist zu kompliziert und steht in scharfem Kontrast zur äußeren Erscheinung. Hey: Die Heldenfigur ist ein Fuchs, seine Kumpels heißen Peppy der Hase und Slippy der Laubfrosch! Die fröhlichen Figuren und munteren Dialoge in kurzen Action-Verschnaufpausen suggerieren zugängliches Gameplay - das Gegenteil ist der Fall.  

Fazit 

Wer mit Star Fox Zero warm werden möchte, muss schon ein bisschen Durchhaltevermögen mitbringen. Mit seiner schwer zugänglichen Machart legt einem das Shoot'em-Up des japanischen Herstellers Platinum Games ("Bayonetta") anfangs nicht gerade den roten Teppich aus. Das ist sehr ungewohnt für eine Nintendo-Produktion. Erst nach einer Übungsphase geht einem die Steuerung so langsam in Fleisch und Blut über, und man beginnt, die sehenswerte Präsentation, den flüssigen Spielaufbau und die abwechslungsreich inszenierten Missionen zu genießen. 

Infos zum Spiel 

Titel: Star Fox Zero
Genre: Arcade-Actionspiel 
Publisher: Nintendo
Hersteller: Platinum Games
Release-Termin: 22. April 2016
Preis: zirka 60 Euro
System: Wii U
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut 

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