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Nintendo kündigt nach Enttäuschung von Wii U neue Konsole an

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Nintendo NX  

Nintendo kündigt neue Konsole für März 2017 an

28.04.2016, 10:25 Uhr | (jr / ams), dpa-AFX, dpa-tmn

Nintendo kündigt nach Enttäuschung von Wii U neue Konsole an. Das Nintendo NX-Controller-Patent deutet auf eine massiv weiterentwickelte Fassung des Wii-U-Gamepads hin. (Quelle: US-Patentamt)

Das Nintendo NX-Controller-Patent deutet auf eine massiv weiterentwickelte Fassung des Wii-U-Gamepads hin. (Quelle: US-Patentamt)

Der japanische Spiele-Spezialist Nintendo will im März 2017 eine neue Spielekonsole auf den Markt bringen. Die Gaming-Plattform NX mit einem frischen Konzept werde derzeit entwickelt, teilte Nintendo am Mittwoch mit. Nähere Details gab es nicht. Nach bisherigen unbestätigten Spekulationen könnte NX mit dem Google-Betriebssystem Android laufen oder eine gemeinsame Plattform für mobile und Heim-Spielekonsolen sein. 

Vorstoß auch in den Mobile Games-Bereich

Zugleich wagt sich Nintendo weiter auf Smartphones vor: Weitere Spiele werden verfügbar sein, darunter ein bekannter Titel wie "Animal Crossing". Der Traditionskonzern hatte seine Spiele lange nur für die eigenen Geräte angeboten. Als Erstling startete Nintendo vor einigen Wochen die Messaging-App Miitomo, die inzwischen zehn Millionen Nutzer hat.

Nintendo hat auch mitgeteilt, dass der nächsten Titel der "Zelda"-Reihe sich erneut verschiebt. Das Konsolenspiel "The Legend of Zelda" war ursprünglich für Ende 2015 vorgesehen und wird nun laut einer Twitter-Meldung von Nintendo nun parallel für die Konsolen Wii U und Nintendo NX ("Next Generation") im März 2017 erscheinen

Von der Ende 2012 gestarteten aktuellen Konsole Wii U verkaufte Nintendo bisher 12,8 Millionen Geräte. Sie ist damit deutlich weniger erfolgreich als die konkurrierenden Konsolen Playstation 4 von Sony und Xbox One von Microsoft und unterschritt auch die eigenen Erwartungen des Konzerns deutlich.

Für das bis Ende März 2017 laufende Geschäftsjahr korrigierte Nintendo seine Absatzprognose für die Wii U auf nur noch 800.000 Geräte nach unten. Ursprünglich sollten allein neun Millionen Geräte im ersten Jahr abgesetzt werden. Im vergangenen Quartal wurde Nintendo nur 200 000 Wii-U-Geräte los. 

Demzufolge legte der japanische Traditionskonzern schwierige Geschäftszahlen vor. Der Verlust im Schlussquartal des Geschäftsjahres weitete sich auf 24,05 Milliarden Yen (191 Millionen Euro) aus, von 17,7 Milliarden Yen ein Jahr zuvor. Der Umsatz schrumpfte um gut ein Viertel auf 78,8 Milliarden Yen (626 Millionen Euro). Im gesamten Geschäftsjahr fiel der Gewinn um gut 60 Prozent auf 16,5 Milliarden Yen, und beim Umsatz gab es einen Rückgang von 8,2 Prozent auf 504 Milliarden Yen. 

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