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Aliennation: Hetzkampf ums Überleben

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Test zu Aliennation | Shoot'em-Up-Actionspiel | PS4  

Hetzkampf ums Überleben

27.04.2016, 14:33 Uhr | (jr / ams) , Richard Löwenstein

Aliennation: Hetzkampf ums Überleben. Der Spieler rettet die Erde vor dem Übergriff von zig Aliens: Wahrlich kein originelles Szenario, aber immer wieder für rasante Action gut. (Quelle: Sony)

Der Spieler rettet die Erde vor dem Übergriff von zig Aliens: Wahrlich kein originelles Szenario, aber immer wieder für rasante Action gut (Quelle: Sony)

Ein neues Shoot´em-up der Schöpfer von "Resogun" und "Super Stardust" - da bekommen viele Gamer ganz spitze Ohren. Doch dieses Mal ist einiges anders als gewohnt. Für sein PS4-exklusives "Alienation" ergänzt das finnische Housemarque-Team das übliche Hochgeschwindigkeits-Gameplay um Rollenspiel-Elemente und eine Rahmenhandlung. Der so entstandene Draufsicht-Shooter fühlt sich ein bisschen nach "Diablo" und noch mehr nach einer aufgebohrten Extremversion des Amiga-Klassikers "Alien Breed" an. 

Massenhaft Aliens von der Platte putzen 

Das dominante Gefühl nach Start eines x-beliebigen Shoot'em-Ups aus dem Hause Housemarque ist zweifellos Panik angesichts der den Bildschirm flutenden Angreifermassen. Der neue Draufsichtshooter "Alienation" hält das Tempo und die Angreiferdichte erneut äußerst hoch, untermauert die Action aber mit einer ernst zu nehmenden Kampagne. 

Mittendrin als Starship Trooper 

Die Kampagne lebt freilich weniger von ihrer Handlung - einem simplen Aliens attackieren die Erde-Szenario - als vielmehr von ihrer motivierenden Struktur. In Dutzenden Missionen bereist der Spieler Arenen rund um die Welt und räumt mit reihenweise Getier in verschiedensten Varianten auf.

Im Spiel ist ein sogenanntes Bestiarium integriert, das erklärende Worte zu den außerirdischen Wanzen, Drachen, Mutanten und Soldaten bereithält. Aber nichts kann einen auf das Chaos vorbereiten, das einen im Spiel erwartet. Man ist ständig von Xenomorphen umzingelt, so wie Johnny Rico in "Starship Troopers". Heißt: Man steckt in einem pausenlosen Hetzkampf ums Überleben.

Einige Biester rotten sich zu mächtigen Horden zusammen, andere setzen eher auf hohes Angriffstempo oder versuchen sich an der Erringung der Lufthoheit. Bloßes Drauflosfeuern reicht nach einiger Zeit nicht mehr. Man muss die Fähigkeiten seiner Heldenfigur stärken, wen man sie retten will. 

Offene Arenen 

Das Ganze beginnt im verschneiten Alaska, in einem Ort namens Barrow. Mit nichts als einer Laserknarre in der Hand wird die Heldenfigur inmitten einer trostlösen Einöde ausgesetzt. Ein paar verlassene Waggons und Hallen sind zu sehen, außerdem eine blinkende Wegpunktmarkierung. Sonst nichts. Innerhalb dieser Arena - und aller folgenden - ist volle Bewegungsfreiheit gestattet.

Ein Pfeil aus der Minikarte weist zum nächsten Wegpunkt. Dort sind Geiseln zu befreien oder Sprengsätze anzubringen, je nachdem, was der Kommandant eben vorgibt: Er blendet sich zwischendurch ein und teilt per Bildtext mit, was zu tun ist, warnt vor Gefahren und blendet sich wieder aus.

Man kann den Empfehlungen folgen oder die Umgebung nach Belieben erkunden. Die Arenen sind nicht allzu groß, ein paar Minuten dauert ein schneller Sprint durch die labyrinthisch angelegten Dschungel, Wüsten und Industrieparks dennoch. 

Atemloses Gameplay 

Anfängliche Ruhe mündet in Aliennation stets im Sturm. Binnen weniger Augenblicke fluten erste Alienwellen ins Bild, der Tanz beginnt. Ähnlich wie bei klassischen Twinstick-Shootern lotst der Spieler seiner Heldenfigur mit dem einen Stick des Controllers hin und her und richtet mit dem anderen Stick die Waffe aus. Er muss also Verfolger in Schach halten und zugleich Front und Flanke mit Dauerfeuer belegen.

Feindkontakt ist nicht sofort tödlich, aber allzu sorgloses Eintauchen in die Fluten endet dann doch im Heldentod. Welle folgt auf Welle, Pausen sind selten. Sogar nach Aufruf des Inventory-Bildschirms, wo man beispielsweise Waffen upgraden oder tauschen kann, tobt im Hintergrund die Action weiter. 

Vier-Spieler-Koop 

Die Kampagne ist nicht ausschließlich auf Einzelspieler geeicht, sondern gestattet die Teilnahme weiterer Schießgesellen. Bis zu drei Koop-Kameraden können sich online jederzeit ein- und ausklinken. Ein großer Spaß, vor allem wenn es um die Verteilung von Ressourcen geht.

Durch Sammeln von seltenen Metallen und anderen Rohstoffen lassen sich Waffen verbessern. Auch die Eigenschaften der Heldenfigur stehen zur Disposition, sind durch aktive und passive Erweiterungen ergänzungsfähig. Man kann beispielsweise Zielsuchdrohnen loslassen, schneller sprinten, mehr wegstecken oder Angreifer durch Körperkontakt schachmatt setzen. Kein allzu einfallsreiches Heldentuning also, aber prima ausbalanciert und auf motivierende Weise ins Gameplay integriert.

Was uns gefällt

Der wiederholte Besuch bereits befriedeter Arenen lohnt sich. Große Teile der Kulissen sind zerstörbar, was Wege freilegt und versteckte Waffen- sowie Körperverbesserungen erreichbar macht. Außerdem sind die Alienschwärme, Lavaflüsse, Explosionen und viele weitere Details so hinreißend animiert, das man gerne mehrmals hinguckt. Ein Kompliment verdient sich last but not least die gelungene Eindeutschung der Bildtexte.  

Was uns nicht gefällt

Kenner der Housemarque-Produktion "Dead Nation" werden sehr viele Dejá-Vus erleben. Look und Gameplay-Struktur von Alienation sind sehr ähnlich. Die Alieninvasion bringt deutlich größere Arenen und damit mehr Wiederspielwert mit, aber verzichtet dafür auf einen lokalen Mehrspielermodus.

Ein bisschen schade finden wir außerdem die Bildwiederholrate von 30 Frames. Man sieht das im Vergleich mit 60 Frames nicht direkt, aber fühlbar ist das Defizit schon: Wenn einem drei Dutzend Xenomorphen im Genick hängen, wäre man froh um jede Zehntelsekunde schnellere Reaktionszeit. 

Fazit

Der Spieler rettet die Erde vor dem Übergriff hunderttausender Aliens: Wahrlich kein originelles Szenario, aber immer wieder für rasante Action gut. Housemarque nimmt das zum Anlass für einen temporeichen Draufsicht-Shooter. Alienation motiviert mit variantenreichen Angriffsmustern, ordentlichem Waffenwumms und ein bisschen Rollenspiel-Tiefgang viele lange Abende lang. Besonders unterhaltsam: der Vier-Spieler-Koop-Part. 

Infos zum Spiel 

Titel: Aliennation
Genre: Shoot'em-up-Actionpiel
Publisher: Sony
Hersteller: Housemarque
Release-Termin: 26. April 2016
Preis: zirka 19 Euro (nur als DLC via Playstation Store erhältlich)
System: PS4 
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Gut

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