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Perfekte Rundenstrategie: Test zu Fire Emblem Fates

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Test zu Fire Emblem Fates | Taktik-Rollenspiel | 2DS, 3DS  

Perfekte Rundenstrategie

06.05.2016, 16:26 Uhr | Sönke Siemens (jr), Richard Löwenstein

Perfekte Rundenstrategie: Test zu Fire Emblem Fates. Das Taktik-Rollenspiel "Fire Emblem Fates" ist eine echte Offenbarung für jeden 3DS-Strategen.  (Quelle: Nintendo)

Das Taktik-Rollenspiel "Fire Emblem Fates" ist eine echte Offenbarung für jeden 3DS-Strategen. (Quelle: Nintendo)

Seit nunmehr 26 Jahren begeistert Nintendos "Fire Emblem"-Serie die Taktik-Rollenspiel-Fans rund um die Welt. Das Bewundernswerte: Statt sich auf den Lorbeeren der Vergangenheit auszuruhen, geht Entwickler Intelligent Systems immer wieder Risiken ein. So auch bei "Fire Emblem Fates" für Nintendos 3DS-Handheld. Der Entwickler splittet die Einzelspieler-Kampagne in zwei eigenständige Spiele mit eigener Handlung. 

Zwischen zwei Fronten

Schon in den ersten Spielstunden macht Fire Emblem Fates unmissverständlich klar, was es mit dem Wort Fates ("Schicksale“) auf sich hat. Alles dreht sich um Corrin. Dem wahlweise männlichen oder weiblichen Protagonisten wird in Kapitel sechs der Geschichte eine folgenschwere Entscheidung abverlangt: Schließt er sich dem machthungrigen Königreich der Nohren an? Oder schlägt er sich auf die Seite der eher friedliebenden Hoshido? 

Das Aufwühlende an dieser Ausgangslage: Corrin selbst ist in Hoshido geboren, wurde dann allerdings im jungen Kindesalter von den Nohren verschleppt und liebevoll großgezogen. Erinnerungen an die Zeit davor sind mittlerweile stark verblasst, was es für Corrin natürlich umso schwieriger macht Partei zu ergreifen, als kurz nach Spielbeginn ein bedrohlicher Konflikt zwischen beiden Reichen ausbricht. 

Eine Hauptfigur, drei Geschichten

Was folgt ist ein Taktik-Rollenspiel, welches Entwickler Intelligent System letztendlich auf drei Abenteuer verteilt. "Fire Emblem Fates: Vermächtnis" richtet sich vor allem an Einsteiger der Serie und bietet rund 30 Stunden Spielzeit. Hier vertritt Corrin die Interessen seiner Blutsfamilie und setzt sich mit aller Kraft für die Belange des Königreiches Hoshido ein.

Wer die volle Strategie-Erfahrung sucht, wählt "Fire Emblem Fates: Herrschaft" und entscheidet sich für den Story-Pfad der anfangs nur schwer durchschaubaren Nohren-Rasse. Wichtigster Gameplay-Unterschied: Die Möglichkeiten, Erfahrungspunkte und Gold einzustreichen sind im Gegensatz zu "Vermächtnis" stark limitiert. Ferner müssen einige Schlachten in vorgegebener Rundenzahl bewältigt werden, was zusätzliche Nervenkitzel garantiert. Die Spieldauer? Ebenfalls ansehnliche 30 Stunden.

Fair gemacht: Sowohl "Vermächtnis" als auch "Herrschaft" sind so angelegt, dass sie mittels rabattiertem DLC-Update um die fehlenden Inhalte der jeweils anderen anderen Version ergänzt werden können. 

Dritter Blickwinkel nur als DLC

Bliebe noch "Fire Emblem Fates: Offenbarung", welches ab dem 9. Juni als Zusatz-DLC angeboten wird (Preis: ebenfalls knapp 20 Euro). Hier schwört Corrin weder Hoshido noch den Nohren die Treue, sondern zieht sein eigenes Ding durch und versucht die wahren Drahtzieher des sich anbahnenden Krieges ausfindig zu machen.

Sie haben es nicht so mit Download-Inhalten? Dann am besten die Limited Edition ins Auge fassen. Sie nämlich vereint alle drei Kampagnen auf einem Modul und bietet als Schmankerl obendrein ein Artbook, ein Poster sowie eine schmucke Steelbook-Verpackung. 

Leichter Einstieg für Serienkenner

Den Gameplay-Kern betrachtet, funktionieren alle Fire Emblem Fates-Versionen ganz ähnlich wie der vor drei Jahren erschienene Rundenstrategie-Hit "Fire Emblem Awakening". Aus einer strategischen Draufsicht koordiniert der Spieler Runde für Runde bis zu 15 Helden mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Jede Einheit darf sich zunächst bewegen und anschließend eine weitere Aktion durchführen, zum Beispiel angreifen, Magie wirken oder einen Gegenstand einsetzen. Waren alle Truppen am Zug, endet die Spielphase, und der Gegner ist an der Reihe. Soweit die Grundlagen.

Um in den zunehmend anspruchsvolleren Geplänkeln die Oberhand zu behalten, müssen allerdings eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigt werden. Allen voran das Terrain. Flussläufe zum Beispiel bremsen die Bewegungsgeschwindigkeit massiv aus, während Waldabschnitte den Verteidigungswert steigern. Ob sich ein Verbündeter neben oder hinter einem befindet, spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle und resultiert in erhöhten Statuswerten.

Besser noch: Die sich Beistand leistenden Helden greifen im Kampf gemeinsam an. Wer mag, darf darüber hinaus je zwei Protagonisten zu einem Team kombinieren, was unter anderem zusätzliche Verteidigungsoptionen gewährt. Kurzum: Spielraum für taktische Winkelzüge ist mehr als ausreichend vorhanden.

Rot schlägt grün schlägt blau schlägt rot

Genre-typisch fußen auch in Fire Emblem Fates alle Kämpfe auf einem Schere-Stein-Papier-Prinzip. Statt Elemente wie Feuer, Wasser und Erde rücken hier jedoch einzelne Waffentypen in den Fokus.

Demzufolge sind Schwerter und Bücher (Magie) sehr effektiv gegen Äxte und Bögen. Bogenschützen und Axtkrieger hingegen weisen nicht zu unterschätzende Vorteile im Kampf gegen Einheiten mit Speeren und Dolchen auf. Letztgenannte Waffentypen wiederum stechen die eingangs erwähnten Schwerter und Bücher aus, womit sich sich das sogenannten Waffen-Dreieck schließt.

Prima: Weil die japanischen Entwickler alle Waffentypen farbcodieren, hat man die Vor- und Nachteile einzelner Argumentationsverstärker schnell verinnerlicht. 

Drachenadern: Der heimliche Joker 

Clevere Strategen machen sich außerdem die sogenannten Drachenadern zunutze. Das sind spezielle Punkte auf fast jedem Schlachtfeld, die von Corrin manipuliert werden können. Im staubigen Land des Windklans zum Beispiel führt eine Veränderung von Drachenader-Feldern dazu, dass sich Bereiche mit tückischem Treibsand in flaches, leicht begehbares Terrain zurückverwandeln.

Anderenorts transformieren Drachenadern schneebedeckte, nur schwierig passierbare Hügel in harmlose Bergkuppen oder zerbröckelte Steinformationen in stabile Brücken. Besonders praktisch: Drachenadern mit dauerhaftem Heileffekt innerhalb eines gewissen Radius.

Was uns gefällt

Dank leicht verständlicher Hilfetexte, sehr übersichtlicher Menüs und einem behutsam ansteigenden Schwierigkeitsgrad gelingt es vor allem "Fire Emblem Fates: Vermächtnis" ganz hervorragend, Serien-Neulinge mitzureißen.

Schön auch der zu Spielbeginn anwählbare Phoenix-Modus. Ist dieser aktiv, regenerieren sich die Lebenspunkte einzelner Einheiten nach jeder Runde. Profis hingegen spielen auf "klassisch" und arrangieren sich mit dem Adrenalinkick, dass Einheiten nach ihrem Bildschirmtod ein für alle Mal das Zeitliche segnen. Das Zwischending aus beiden Modi trägt den Namen "Anfänger" - hier kehren besiegte Truppe immer erst nach Abschluss eines Kampfes zurück.  

Was uns nicht gefällt

Egal welche Version man spielt, Final Fantasy Fates bombardiert einen förmlich mit Dialogen. Besonders wichtige Passagen sind komplett vertont. Für den Großteil der Dialoge wird Sprachausgabe jedoch nur viel zu sporadisch eingesetzt, als Gruß beispielsweise. Das stört, umso mehr als wir von englischer Sprache und deutschen Bildtexten sprechen - das fügt sich nicht recht zueinander.

Inhaltlich ebenfalls nicht recht einfügen will sich zudem das Kinderkriegen-Feature. Konkret: Helden können heiraten und talentierten Nachwuchs zeugen, der sie dann in der Schlacht unterstützt. An sich eine feine Sache. Dass die Kinder in einer Parallel-Dimension großgezogen werden und von heute auf morgen kampfbereit sind, wirkt gleichwohl wie eine fadenscheinige Begründung, ein gutes Feature ohne logische Anpassung 1:1 aus "Awakening“ zu übernehmen. 

Fazit

Nach dem ohnehin schon bombastischen Fire Emblem Awakening zeigt Intelligent Systems einmal mehr, dass sie zu den Meistern ihres Faches zählen. Komplexes Kampfsystem, spannende Geschichte, prima abgestufte Schwierigkeitsgrade, famos inszenierte Kämpfe und Zwischensequenzen - Fire Emblem Fates ist eine echte Offenbarung für jeden 3DS-Strategen. Sofern man bereit ist, sich mit dem anfänglichen Versions-Wirrwarr auseinander zu setzen. 

Infos zum Spiel 

Titel: Fire Emblem Fates
Genre: Taktik-Rollenspiel
Hersteller: Intelligent Systems, Nintendo SPD
Publisher: Nintendo 
Release: 20. Mai 2016  
Preis: zirka 40 Euro (Nachrüsten der jeweils anderen Version via DLC zirka 20 Euro / zirka 80 Euro für die Special Edition / zirka 20 Euro für die DLC-Erweiterung "Offenbarung") 
System: Nintendo 3DS / Nintendo 2DS
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Sehr gut

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