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Uncharted 4: Das schönste PS4-Abenteuer

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Test zu Uncharted 4: A Thief's End | Action-Adventure | PS4  

Das schönste PS4-Abenteuer

09.05.2016, 14:16 Uhr | Olaf Bleich / Benjamin Kratsch (jr / ams), Medienagentur plassma

Uncharted 4: Das schönste PS4-Abenteuer. Gelegentlich ist es unumgänglich, dass Held Nathan Drake seinen Gegner ordentlich einen einschenkt. (Quelle: Sony)

Gelegentlich ist es unumgänglich, dass Held Nathan Drake seinen Gegnern ordentlich einen einschenkt. (Quelle: Sony)

Die "Uncharted"-Reihe hat sich weltweit bisher über 21 Millionen Mal verkauft. Alle drei Teile heimsten unzählige Auszeichnungen ein und waren mitverantwortlich für den großen kommerziellen Erfolg der PS3. Erst im Oktober 2015 hievte "Uncharted: The Nathan Drake Collection" die Action-Blockbuster auch auf die PS4. Am 10. Mai 2016 erscheint nun endlich der lang erwartete Nachfolger "Uncharted 4: A Thief's End" exklusiv für die aktuelle Spielkonsole von Sony. Mit riesigem Erfolg: Entwickler Naughty Dog ist ein großartiges Action-Adventure geglückt, das die Messlatte in punkto Technik und Inszenierung ein ganzes Stück höher legt. 

Die Geschichte zweier Brüder 

Uncharted 4: A Thief's End ist das emotionalste und persönlichste Spiel der Serie. Dem Einstieg sieht man das nicht direkt an, denn der ist wenig aufregend. Serien-Held Nathan Drake hat sich nach den wilden Eskapaden früherer Zeiten zur Ruhe gesetzt, seine Langzeitfreundin Elena geheiratet - und lebt einen normalen Alltag. Doch er vermisst den Nervenkitzel vergangener Tage und fühlt sich nicht ganz wohl in seiner Haut. Da passt es eigentlich ausgezeichnet, dass sein tot geglaubter Bruder Sam plötzlich wie aus dem Nichts auftaucht und ihn um Hilfe bittet. Denn Sam wird nach dem Ausbruch aus einem Gefängnis in Panama vom Gangster-Paten Hector Alcazar erpresst. Die Drake-Brüder müssen einen legendären Piratenschatz finden, um Sams Leben zu retten.

Spannender als jeder Spielfilm

Viel mehr wollen wir an dieser Stelle auch nicht über die Geschichte verraten. Uncharted 4: A Thief's End ist ein erzählendes Abenteuer und bezieht seine Faszination maßgeblich aus den Ereignissen und dem Erleben der aufregenden Handlung. Wieder einmal entführt Naughty Dog den Spieler auf eine spektakuläre Expedition rund um den Globus, die einen 14 bis 18 Stunden hervorragend unterhält - je nachdem, wie sorgfältig man die Spielwelt erkundet.

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Uncharted 4: Gameplay-Trailer verspricht Grafik-Feuerwerk

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Dabei setzt das Studio aus Santa Monica neue Standards in Sachen Inszenierung und Präsentation. Ganz klar, Uncharted 4 ist das aktuell schönste Spiel für die PS4 und zeigt eindrucksvoll, dass noch reichlich Leben in der Sony-Konsole steckt. Die Detailverliebtheit beginnt schon bei der Darstellung der Charaktere: In den üppigen Zwischensequenzen erkennt man jede Pore, jeden Kratzer und jede kleinste Veränderung in der Mimik. Nathan, Sam, Elena und Co. wirken daher nicht wie tote Polygon-Gebilde, sondern wie lebendige Figuren mit Emotionen und Persönlichkeit.

Aber auch sonst ist die Präsentation schlichtweg phänomenal. Ob imposante Grafikeffekte nebst authentischer Darstellung von Wasser und Rauch, knackscharfe HD-Texturen oder lebensechte Animationen, Uncharted 4 sieht schlichtweg traumhaft aus. Naughty Dog lässt Videospiele und Filme miteinander verschmelzen, Zwischensequenzen und Spielpassagen gehen absolut nahtlos ineinander über. Der stimmungsvolle Soundtrack und exzellente Sprecher - wahlweise auf Deutsch oder Englisch - tragen viel zur cineastischen Atmosphäre bei.

Die Action-Einlagen sind ebenfalls perfekt choreografiert und überraschen den Spieler mit waghalsigen Stunts und abgedrehtem Witz. Nathan und Sam scherzen immer wieder miteinander, und selbst nach den schlimmsten Augenblicken blitzt immer wieder ein gewisser Galgenhumor durch. Uncharted 4 fesselt zu jeder Sekunde und büßt im Verlauf der über 20 Kapitel zu keinem Zeitpunkt an Tempo oder Charme ein.

Schöner, besser, runder 

Spielerisch macht das vierte Uncharted nur wenig anders als seine Vorgänger. Erneut verbindet Naughty Dog in seinem Third-Person-Actionspiel Schusswechsel mit Umgebungsrätseln und Klettereinlagen. Allerdings setzt man diesmal den Schwerpunkt anders: Das Erkunden der zauberhaft dargestellten, weitläufigen Areale steht mehr im Vordergrund.

Nathan Drake präsentiert sich dabei agil und beweglich wie nie zuvor. Wie ein Freeclimber kraxelt er Berge hinauf, mit dem Kletterseil schwingt er sich an Ankerpunkten empor und im späteren Spielverlauf hangelt er sogar mit einem Haken an porösen Wänden entlang. Zwischendurch lockern fetzige Fahrzeugsequenzen - mal im Jeep, mal im Boot - das Geschehen auf.

Die eingestreuten Rätsel hätten jedoch einen Tick anspruchsvoller ausfallen dürfen. Im Vergleich zu früheren Teilen der Serie gibt Ihnen das Spiel die Lösung der Puzzles nämlich beinahe vor. Das liegt nicht zuletzt an der Interaktion zwischen Nathan und seinem Bruder Sam. Nur selten ist man diesmal auf sich allein gestellt, meist erhält man tatkräftige Hilfe vom älteren Drake. Er unterstützt einen im Kampf, gibt Tipps zum richtigen Weg oder weist auf nützliche Gegenstände hin. Klasse hingegen: Die Interaktion mit dem KI-Kumpel wirkt äußerst homogen und nicht zu aufgesetzt.

Schleichen oder Ballern?

Naughty Dog hat die bisherige Kampfmechanik dezent erweitert. Der Spieler muss nun nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand, sondern kann sich auch leise an seine Widersacher heranpirschen. Nathan versteckt sich im hohen Gras oder huscht geschwind von einer Deckung zur nächsten. Das Schleichen offenbart gleichwohl kleinere Schwächen in der Gegner-Intelligenz: Wachleute reagieren oftmals zu spät oder brechen die Suche nach Nathan zu schnell ab. Trotzdem ist die Möglichkeit, lautlos zu agieren, eine nette Option und entschleunigt viele Gefechte spürbar. 

Das eigentliche Kampfsystem spielt sich runder als bei den Vorgängern. Nathan geht auf Tastendruck hinter Wänden und Sandsäcken in Deckung, feuert blind oder auch gezielt darüber hinweg. Die Waffenauswahl ist gewohnt realistisch gehalten und reicht von Maschinengewehren und Miniguns bis hin zu Granatwerfern. Kommen einem die Gegner zu nahe, schlägt Nathan heftig zu. Sobald es auf engem Raum zur Sache geht, nerven leider kleinere Kameraprobleme, die sich aber glücklicherweise nicht sonderlich negativ auf das Spielerlebnis auswirken.

Uncharted 4: A Thief's End bietet abseits der Geschichte noch jede Menge Extras. Im Fotomodus können Sie beispielsweise Ihre schönsten Momente festhalten und nachträglich mit Filtern und Effekten bearbeiten. Darüber hinaus befinden sich über 100 versteckte Schmuckstücke sowie weitere Sammelgegenstände in den Levels, die die Hintergründe der historischen Figuren erklären. Sammler kommen hier in jedem Fall auf ihre Kosten.

Nette Ergänzung: Der Mehrspielermodus 

Hat man die Kampagne durch, wartet noch der Mehrspieler-Modus als Zugabe auf den Spieler. Auf acht verschachtelten Karten toben sich bis zu zehn Spieler gleichzeitig aus, kämpfen um Schätze oder einfach um die Vorherrschaft. Die Gameplay-Elemente aus dem Einzelspieler-Modus wie der Enterhaken, Klettereinlagen oder harte Faustschläge kommen hier ebenfalls zum Tragen.

Eine Besonderheit des Multiplayer-Parts: Hier greift man nicht nur auf konventionelle Waffen zurück, sondern kann auch mystische Fähigkeiten nutzen. Zum Beispiel einen Totempfahl, der Energiekugeln verschießt. Außerdem darf man Computer-Mitstreiter einsetzen, die Sie im Kampf unterstützen, Ihnen Rückendeckung geben oder Sie heilen. Für In-Game-Credits erstehen Sie mächtige Artefakte und stärkere Waffen. Zusätzlich sollen in der finalen Release-Version Mikrotransaktionen möglich sein.

Im Mehrspielermodus kommt es vermehrt auf Teamwork und zahlenmäßige Überlegenheit an, sodass die Zusatzfertigkeiten eine durchaus hübsche Erweiterung des Spielprinzips darstellen. Zugleich aber erreichen die Duelle mit menschlichen Kontrahenten nicht die hohe Qualität der Kampagne - spielerisch und inhaltlich bieten andere Multiplayer-Actionspiele wie "Call of Duty: Black Ops 3" einfach mehr.

Was uns gefällt

Uncharted 4: A Thief's End ist in nahezu allen Belangen ein Meisterwerk. Vor allem die Präsentation stellt fast alle bislang erschienen PS4-Titel in den Schatten - die Inszenierung der exotischen Schauplätze, der Zwischensequenzen und der Actionpassagen sucht ihresgleichen. Aktuell gibt es kein Konsolenspiel, das sich technisch mit Uncharted 4 messen kann.

Gleichzeitig überzeugt das Abenteuer aber auch spielerisch. Die Macher legen den Fokus stärker auf das Erkunden der wunderschönen Schauplätze. Dabei ist die Steuerung selbst bei komplizierten Kletterpassagen herrlich eingängig und direkt. Schießereien spielen nur noch eine untergeordnete Rolle und werden an dramaturgisch wichtigen Momenten eingesetzt. Fließband-Ballereien wie bei den Vorgängern gehören also der Vergangenheit an - gut so! 

Was uns nicht gefällt

Wirkliche Schwachstellen findet man beim vierten Teil der Uncharted-Serie nur im Detail. Die neue Schleichmechanik ist zwar eine nette Ergänzung, hierbei kommt es aber auch zu gelegentlichen Aussetzer der KI-Wachleute. Darüber hinaus besitzt das Spiel zu wenige Gegnertypen, sodass man oft gegen die immer gleich aussehenden Schurken antritt. Und bei den Rätseln hätten wir uns einen Tick mehr Anspruch gewünscht. 

Der Mehrspielermodus kann die hohe Qualität der Einzelspielerkampagne leider nicht halten. Zwar unterhalten die verschiedenen Online-Spielarten durchaus gut, der geringe Umfang dürfte auf Dauer aber nicht ausreichen, um langfristig zu motivieren. Hier kann sich in Zukunft jedoch durch Updates noch einiges ändern. 

Fazit

Naughty Dog liefert mit Uncharted 4: A Thief's End ein spektakuläres Action-Adventure für die PS4 ab und setzt neue Standards bei Technik, Inszenierung und Atmosphäre. Dieses Spiel ist der beste Kaufgrund für Sonys aktuelle Konsolengeneration und reiht sich nahtlos in die erfolgreiche Actionspiel-Serie ein. Nathan Drakes Abenteuer waren noch nie so schön, emotional und spielbar. 

Infos zum Spiel

Titel: Uncharted 4 - A Thief’s End
Genre: Action-Adventure
Publisher: Sony
Hersteller: Naughty Dog
Release-Termin: 10 Mai 2016
Preis: zirka 70 Euro (Standard-Edition) / zirka 80 Euro (Special Edition / zirka 150 Euro (Libertalia Collector’s Edition)
System: PS4
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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