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First Look zu Battlefield 1: Der "Große Krieg" wird virtuell

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First Look zu Battlefield 1 | Ego-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Der "Große Krieg" wird virtuell

11.05.2016, 15:06 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

First Look zu Battlefield 1: Der "Große Krieg" wird virtuell . Das schwedische Studio Dice wagt die Zeitreise zurück in den Ersten Weltkrieg. (Quelle: Electronic Arts)

Das schwedische Studio Dice wagt die Zeitreise zurück in den Ersten Weltkrieg (Quelle: Electronic Arts)

Doppeldeckermaschinen, gezückte Bajonette und Gasangriffe: Das schwedische Studio Dice wagt die Zeitreise zurück in den Ersten Weltkrieg. Im fünften Teil der erfolgreichen Ego-Shooter-Reihe "Battlefield" dreht sich alles um klassische Kriegsführung. Bei der großen Enthüllung in Berlin ließen Dice und Publisher Electronic Arts die Muskeln spielen und zeigten, wieso "Battlefield 1" für PC, PS4 und Xbox One nicht nur das vielseitigste, sondern vielleicht auch härteste Spiel der Serie sein könnte.

Spaß am Krieg?

Es sind turbulente Wochen für Shooter-Fans: Infinity Ward geht mit "Call of Duty: Infinite Warfare" in eine ferne Science-Fiction-Zukunft und erntet dafür Hohn und Spott. Dice dagegen kündigt Battlefield 1 an und wird für seine Bombast-Präsentation in den Himmel gelobt. Manchmal liegen Freud und Leid eben doch dicht beieinander.

Dabei blieben selbst nach der Enthüllung von Battlefield 1 noch viele Fragen unbeantwortet. Wichtig ist vor allem eins: Der fünfte Teil der Serie will die Patzer seines Vorgängers wieder wettmachen - mit einem bis dato noch selten aufbereiteten Weltkriegsszenario, bombastischen 64-Spieler-Schlachten und vor allem Spaß. Denn wie Julien Wera, Director of Product Strategy bei Dice, in Berlin immer wieder geradezu reflexartig betonte, sei ja alles nur ein Spiel. "Wir gehen mit der Materie mit größtmöglichem Respekt um", sagte Wera. "Gleichzeitig aber ist Battlefield 1 nur ein Videospiel, an dem Menschen Spaß haben sollen. Deshalb ist Realismus in diesem Fall auch nicht alles."

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Battlefield 1: Ego-Shooter spielt im Ersten Weltkrieg

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Größere Kampagne für Einzelspieler

Obwohl der Mehrspielermodus bei der Neuankündigung des Spiels eindeutig im Vordergrund steht, rückten die Entwickler doch auch mit einigen Informationen zur Einspielerlampagne raus. "Wir wollen vor allem mehr Battlefield in die Geschichte bringen", erklärte der Dice-Mitarbeiter. "Das bedeutet: Größere Schlachtfelder, prunkvollere Gefechte und einzigartige Momente. Da hätten wir eigentlich auch eher draufkommen können, oder?"

Die Kampagne wird diesmal nicht einen Helden in den Mittelpunkt stellen, vielmehr zeigt sie die Geschehnisse des Ersten Weltkriegs aus der Perspektive mehrerer Charaktere. Die Story soll die Veränderungen, die dieser globale Konflikt mit sich brachte, thematisieren. Weitere Details über Spielfiguren, Erzählweise oder Schauplätze wurden bislang leider nicht bekanntgegeben.

Neue Klassen, echte Spezialisten: Starke Teams sind gefragt 

Der Mehrspielermodus hingegen wird unter anderem in den italienischen Alpen, den Wald- und Stadtgebieten Frankreichs und in Arabien spielen. Sogar Karten in Belgien oder den Niederlanden sind angesichts einstürzender Windmühlen im Trailer denkbar. Fest steht, dass Dice sein Klassensystem mächtig aufmischt.

In der wenige Minuten langen Gameplay-Präsentation stellte Dice exemplarisch Medic und Support heraus. Gleichzeitig aber wurden die Spezialisten präsentiert. Im Gegensatz zu anderen Teilen der Serie kann nun nicht mehr jeder Soldat Panzer, Flugzeuge und Schiffe steuern. Dafür gibt es jetzt spezielle Klassen wie den Kanonier, den Piloten oder den Fahrer.

"Wir wollen in Battlefield 1 das Teamwork stärken. Wenn ich mit einem Spezialisten interagiere, profitiere ich davon. Gleichzeitig verhindern wir Frust. Denn dir kann nun niemand mehr ständig die Fahrzeuge vor der Nase wegschnappen. Grundsätzlich möchten wir die Interaktion zwischen den Spielern fördern und attraktiver machen", führte Julien Wera im Gespräch aus. Deshalb wird es auch möglich sein, mit Squads den Server oder den Spielmodus mit nur einem Klick zu wechseln. Dadurch sollen selbst zufällig zusammen gewürfelte Einheiten längere Zeit zusammenspielen.

Mit Nagelkeule, Senfgas und Doppeldecker 

Durch das beinahe 100 Jahre alte Szenario kommt es zu weitreichenden Veränderungen des Arsenals. "Der Erste Weltkrieg gibt uns überraschend viele Freiheiten. Viele Technologien und Taktiken, die damals zum ersten Mal eingesetzt wurden, werden heute noch benutzt. Zugleich gibt es viele Utensilien, die selbst uns unbekannt waren", so Julien Wera während der Präsentation in Berlin.

In dem vorgestellten Gameplay-Material geht es gerade im Nahkampf sehr brutal zur Sache. Da werden Soldaten im Nahkampf mit selbstgebastelten Nagelkeulen, Schaufeln oder dem Bajonett niedergestreckt. Erstmals gibt es auch den Sturmangriff. Setzt man ihn ein, sprintet der eigene Kämpfer los und attackiert den Kontrahenten mit dem Bajonett. Die Aktion eignet sich besonders dann, wenn einem die Munition ausgegangen ist. Historisch korrekt kommen in Battlefield 1 auch Senf- und Chlorgas zum Einsatz. Die Nebelschwaden sorgen für eine geradezu klaustrophobische Stimmung auf dem Feld. Spieler müssen manuell die Gasmaske aufsetzen, um nicht zu viel Schaden zu erleiden. Dadurch ist aber das Blickfeld eingeschränkt.

In puncto Fahrzeugauswahl schöpft Dice ebenfalls aus dem Vollen: In der Demo zeigte man britische Mark-I-Panzer, Doppeldeckerflugzeuge und gewaltige Dreadnought-Schlachtschiffe. Fahrzeuge bieten erneut Platz für mehrere Teilnehmer. So gibt es beispielsweise auch Zweisitzer-Flugzeuge, bei denen ein Spieler als Pilot und einer als Kanonier fungiert.

Die größte Überraschung stellte aber zweifellos der Einsatz von Pferden dar. Sie tauchten unter anderem in Wüstenkämpfen auf und wurden dabei von Beduinen geritten. "Wir können noch nicht darauf eingehen, wie sich Pferde spielen. Aber ja, es wird Möglichkeiten geben, mit ihnen selbst gegen Panzer anzutreten", versprach Wera geradezu beiläufig. Die Masse an unterschiedlichen Gefährten ist jedenfalls beeindruckend und könnte in Battlefield 1 tatsächlich für ganz besondere Momente sorgen.

Was uns gefällt

In Sachen Inszenierung und Präsentation lässt Dice die Shooter-Konkurrenz alt aussehen. Die weiterentwickelte Frostbite-Engine zaubert ungemein beeindruckende Bilder auf den Schirm. Der Weltkriegsshooter inszeniert die Kämpfe mit hoher Intensität und überrascht zudem mit einem gewaltigen Arsenal.

Ungewöhnliche Vehikel wie Doppeldeckerflugzeuge, Landschiffe und sogar Pferde dürften für ein gänzlich frisches Spielgefühl sorgen. Dafür macht die Trennung von Soldaten und Spezialisten absolut Sinn. Dadurch werden Spieler förmlich gezwungen, häufiger miteinander zu interagieren und zusammenzuarbeiten. Zudem verhindert es Frust auf dem Schlachtfeld über spontan gestohlen Fahrzeuge anderer Teilnehmer.

Was uns nicht gefällt

Bislang sind noch zu wenige handfeste Informationen bekannt, um echte Kritikpunkte an Battlefield 1 benennen zu können. Fest steht allerdings, dass Dice den Krieg härter und martialischer inszeniert als jemals zuvor. Besonders beim Einsatz der Nahkampfwaffen und der Gasbomben fühlt sich der Ego-Shooter beinahe schon zu lebendig an.

Darüber hinaus bleibt abzuwarten, ob sich Battlefield 1 wirklich anders spielt als seine Vorgänger und ob man Waffen und Fahrzeugen ihr Alter tatsächlich "anfühlt". Im schlimmsten Fall wird Battlefield 1 nämlich einfach nur ein "normales" Battlefield im Ersten Weltkrieg. 

Fazit

Dice hat den ersten Teil seiner Mission erfüllt: Die gesamte Spielwelt spricht aktuell über Battlefield 1. Und das nicht zu Unrecht: Das bislang präsentierte Material der Weltkriegsballerei macht einiges her und hat selbst Kritiker überzeugt. Battlefield 1 könnte einer der Hits des diesjährigen Wintergeschäfts werden. Bleibt zu hoffen, dass die Macher sensibel mit der Thematik umgehen. 

Infos zum Spiel

Titel: Battlefield 1
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Dice
Release-Termin: 21. Oktober 2016
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht geprüft
Einschätzung: Sehr gut

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