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Vorschau zu Final Fantasy 15 | Rollenspiel | PS4, Xbox One  

Königreiche im Clinch

23.05.2016, 14:00 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Königreiche im Clinch.  (Quelle: Square Enix)

Serientypisch wird auch in Final Fantasy 15 viel gekämpft. Allerdings nicht rundenweise, sondern in Echtzeit. (Quelle: Square Enix)

Seit knapp zehn Jahren werkelt Square Enix schon am mittlerweile 15. Hauptteil seiner legendären Rollenspiel-Serie. Auf einer Presseveranstaltung in Los Angeles hatte t-online.de/spiele die Möglichkeit, viele weitere Details zum potenziellen PS4- und Xbox One-Blockbuster in Erfahrung zu bringen. Außerdem konnten wir mit den Entwicklern plaudern, die sogenannte Platinum Demo anspielen und einen Blick auf den ersten Teil der begleitenden Anime-Serie werfen. Vorhang auf also für "Final Fantasy 15", das weltweit am 30. September 2016 erscheinen soll

Magie versus Technologie 

Schon der Auftakt belegt, wie episch Final Fantasy 15 werden könnte. Alles dreht sich um die Königreiche Lucis und Niflheim. Erstgenanntes durch und durch Magie-orientiert, letztgenanntes ein technologisch fortschrittlicher Garnisionsstaat mit einem stark ausgeprägten Expansionsdrang. Nach Jahren erbitterter Kriegsführung können sich die Erzfeinde zu Story-Beginn endlich auf einen dauerhaften Frieden verständigen, der allerdings an Bedingungen geknüpft ist .

Eine davon sieht vor, dass Held Prinz Noctis eine gewisse Lunafrey Nox Fleuret aus der imperialen Provinz Tenebrae zur Ehefrau nimmt. Wohlwissend, dass dies ein positives politisches Signal aussenden würde - aber auch, weil er Luna kennt und mag -, willigt Noctis ein und macht sich zusammen mit drei Freunden auf die Reise in die Küstenstadt Altissia. Hier soll die Trauung stattfinden. 

Was das schlagkräftige Quartett zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt: Niflheim spielt mit falschen Karten und wartet nur darauf, dass Lucis nach Unterzeichnung des Friedensvertrags den sogenannten Runenwall herunterfährt. Dabei handelt es sich eine magische Barriere, die Lucis wie eine Käseglocke umgibt. Und genau so geschieht es dann auch. Kaum ist der Runenwall abgeschaltet, schlägt Niflheim zu und startet einen Großangriff auf die Hauptstadt Insomnia. Doch damit nicht genug: Niflheim stiehlt den sogenannten "Letzten Kristall der Welt" aus dem Besitz von König Regis (Noctis' Vater) und beraubt Lucis damit der wichtigsten Quelle seiner Macht.

Die Odyssee beginnt 

Die Mission des Spielers besteht wie zu erwarten darin, die Dinge wieder ins Lot zu bringen. Luna finden, den Kristall an seinen rechtmäßigen Besitzer zurückführen, Niflheim zurückdrängen - für Noctis und seine Gefährten Ignis, Prompto und Gladiolus gibt’s viel zu tun. Wie genau die Helden dabei vorgehen, ist zwar durch einen roten Story-Faden grob vorgegeben - aber eben nur grob. Denn am Ende des Tages ist und bleibt Final Fantasy 15 ein Open-World-Spiel mit vielen spielerischen Freiheiten.

Wer möchte, klemmt sich zum Beispiel hinters Steuer der königlichen Luxuslimousine Regalia und erforscht die nähere Umgebung. Ob mit oder ohne zugeschaltetem Autopilot, das bleibt jedem selbst überlassen. Gegen Ende der knapp 50-stündigen Hauptstory dürfen Sie Regalia sogar mit einem Flügel-Upgrade tunen und die Spielwelt aus der Luft entdecken. Und wird das Terrain am Boden zu unwegsam, mietet man sich einfach einen zweibeinigen Chocobo und marschiert auf dessen Rücken weiter.

Witzig: Je nachdem wie Sie das Federvieh füttern, ändert sich auch sein Verhalten. Minderwertiges Futter erhöht die Chance, dass der Chocobo ungeschickt in Feindtruppen hineinläuft oder während eines Kampfes ängstlich die Flucht ergreift und dann nicht mehr als Transportmittel zur Verfügung steht. Bildmaterial vom Event zeigt darüber hinaus Boote und Fernzüge - letztere sollen begehbar sein, während sie von Bahnhof zu Bahnhof donnern. 

Säbelrasseln in Echtzeit 

Serientypisch wird auch in Final Fantasy 15 viel gekämpft. Allerdings nicht rundenweise wie in der Mehrzahl der Vorgängerspiele, sondern in Echtzeit. Das Ergebnis erinnert an Actionspiele wie "Devil May Cry" und Co. und fühlt sich bereits recht vielseitig an. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, dem legen wir die sogenannte Platinum-Demo ans Herz. Die offizielle "Final Fantasy"-Techdemo ist seit Ende März für beide Konsolen als Gratis-Download verfügbar und konfrontiert Sie gegen Ende ihrer zirka 25-minütigen Laufzeit mit einem furchterregenden Eisenriesen. 

Mindestens drei Stockwerk hoch und bewaffnet mit einem beeindruckenden Breitschwert, werden schnell Erinnerungen an Bosse der "Dark Souls"-Reihe wach. Zu Fall bringen Sie den Koloss übrigens am besten mit einer Mischung aus gut getimten Nahkampfangriffen, aufmerksamen Blocks und fiesen Warp-Attacken. Wichtig in diesem Zusammenhang: Spezialangriffe hängen in Final Fantasy 15 stark von der gerade gewählten Waffe ab. Mit dem Breitschwert etwa lassen Sie eine verheerende Wirbelattacke vom Stapel. Andere Waffen funktionieren sogar, während Noctis durch die Luft gleitet. 

Landen Sie mehrere erfolgreiche Treffer, lädt sich außerdem nach und nach das "Armiger Arsenal" auf - die kreisförmige Anzeige unten links im Bild. Ist diese gefüllt, reicht ein gleichzeitiges Drücken der beiden oberen Schultertasten. Ergebnis: Magische Schwerter schwirren durch die Luft, richten massiven Schaden an und verstärken jeden von Noctis’ Angriffen. Weiterer spannender, allerdings nicht in der Demo demonstrierter Aspekt des Kampfsystems: Sie dürfen ihren KI-Mitstreitern Befehle erteilen.

Die Kraft der Sterne nutzen 

Final Fantasy ist bekannt für fantastische Kreaturen, die den Helden im Kampf unter die Arme greifen. In Teil 15 sind diese Astralwesen besonders mächtig. Da wäre zum Beispiel der Titan, ein menschenähnliches Monstrum. Schlägt er einmal mit seiner Lastwagen-großen Faust auf den Boden, zittert die Erde noch kilometerweit. Bevor der Titan allerdings in Ihre Dienste tritt, müssen Sie ihn in einem furiosen Kampf besiegen. 

Chef-Entwickler Tabata zufolge wird Final Fantasy 15 zudem mehr als 200 Missionen, ausführliches Waffen- und Item-Crafting, weit verzweigte Talentbäume sowie ein ausgeklügeltes dynamisches Hilfesystem bieten. 

Was uns gefällt 

Alles bisher Gezeigte deutet darauf hin, dass sich Tabata und sein Team größte Mühe geben, eine mitreißende Geschichte zu erzählen. Und zwar nicht nur im Videospiel, sondern auch in anderen Medien. Wer mag, kann sich beispielsweise schon jetzt die erste Folge von "Brotherhood: Final Fantasy 15" auf Youtube ansehen. Die insgesamt fünfteilige Anime-Serie, bei der Soichi Masui Regie führt, findet zeitlich gesehen kurz vor den Ereignissen des Spiels statt und beleuchtet die Hauptcharaktere Noctis, Ignis, Prompto und Gladiolus im Detail.

Darüber hinaus soll noch vor dem 30. September 2016 "Kingsglaive: Final Fantasy" das Licht der Welt erblicken. Gemeint ist ein knapp 110 Minuten langer, computeranimierter Spielfilm, dessen Handlung parallel zu der von Final Fantasy 15 spielt. Statt Noctis und Co. rücken hier König Regis und Luna in den Mittelpunkt, die in der Hauptstadt Lucis ums Überleben kämpfen. 

Was uns nicht gefällt

Auf der Presseveranstaltung in Los Angeles wurde zwar viel erzählt, geredet und versprochen, das eigentliche Spiel durften wir jedoch nicht ausprobieren. Wie gut alle eingangs geschilderten Komponenten ineinandergreifen, lässt sich also noch nicht verlässlich sagen. Schade zudem, dass die weltweit auf gerade einmal 30.000 Stück limitierte "Ultimate Collector’s Edition" bereits ausverkauft ist. Square Enix hat diesen "Umstand" zur Kenntnis genommen und denkt darüber nach, eventuell noch weitere Einheiten produzieren zu lassen.  

Fazit

Wenn das fertige Spiel hält, was alle bisher gezeigten Spielsequenzen und Entwickler-Infos verheißen, dann können sich Rollenspiel-Liebhaber Ende September auf einen der wohl interessantesten Final-Fantasy-Teile der letzten Jahre gefasst machen. Spannender Plot, charismatische Helden, wunderschöne Örtlichkeiten, gigantischer Umfang, zackiges Kampfsystem - hier stehen fast alle Indikatoren auf Hit. 

Infos zum Spiel

Titel: Final Fantasy 15 
Genre: Rollenspiel 
Hersteller / Publisher: Square Enix
Release-Termin: 30. September 2016
Preis: zirka 65 Euro
System: PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt 
Eindruck: Sehr gut

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