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Test zu Kirby: Planet Robobot

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Test zu Kirby: Planet Robobot | Jump'n'Run | 3DS  

Kirby stark wie nie

25.05.2016, 16:19 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Test zu Kirby: Planet Robobot. Kirby: Planet Robobot - HAL Laboratory würzt sein Jump'n'Run-Spiel für den 3DS mit jeder Menge bezaubernder Ausstattung. (Quelle: Nintendo)

Kirby: Planet Robobot - HAL Laboratory würzt sein Jump'n'Run-Spiel für den 3DS mit jeder Menge bezaubernder Ausstattung. (Quelle: Nintendo)

Nintendos pinke Knutschkugel Kirby in Knallerform: In seinem neuen Jump'n'Run "Kirby: Planet Robobot" für den 3DS-Handheld zieht der Hersteller HAL Laboratorys alle Genre-Register. Das Team aus Japan schüttet Farben, Tempo, Ideen und eine Prise Exotik in einen Lauf- und Springtest. Kräftig schütteln, einmal rühren: Fertig ist ein fröhlicher Gute-Laune-Cocktail, der jung und alt zugleich begeistert. 

Roboter mechanisieren die Bevölkerung 

Dabei beginnt der Tag denkbar schlecht für Kirby, Nintendos sonst allzeit fröhliches Jump'n'Run-Pummelchen. Eine fiese Roboter-Armee mit dem seltsamen Namen Haltmann OHG überfällt Kirbys Heimatplaneten Pop und mechanisiert dessen Bewohner. Also eilt Kirby zur Rettung, was in der Praxis bedeutet: Er aktiviert seine bewährten Lauf- und Springfähigkeiten, durcheilt sechs in Kapitel gegliederte und durch eine Oberwelt verbundene Regionen, um die bösen Cyberkreaturen zu vertreiben.

Kirby: Planet Robobot folgt der alten 2D-Jump'n'Run-Schule und unterlässt Experimente mit 3D-Räumen und offenen Welten. Vielmehr orientiert man sich an einem geradlinigen, in aller Regel von links nach rechts verlaufenden Pfad. 

Abwechslungsreiches Gameplay 

Die Rettung des Planeten Pop entfaltet schon sehr bald nach Spielstart unwiderstehliche Reize. Verantwortlich dafür sind das geschmeidige Spielerlebnis und eine prima ausbalancierte Sammlung motivierender Herausforderungen. Kirby: Planet Robobot spielt sich von Minute eins bis zum Finale flüssig und freudvoll.

Alle paar Augenblicke wirft das Spiel neue Hindernisse und Gefahren auf den Bildschirm. Der Boden bröselt, Feuer entflammen, Roboter explodieren, Schalter wollen gefunden und Balancestangen waagerecht ausgerichtet werden. Alles keine allzu innovativen Ideen, aber in diesem Fall macht es eben die Mischung. Angreifer darf man teils einfach überspringen, teils soll man sie mit klugem Timing austaktieren oder eben in Grund und Boden kämpfen.

Wandlungsfähiger Held 

Kirby ist seinen Widersachern keineswegs schutzlos ausgeliefert. Zumindest den kleinen und mittelgroßen Exemplaren stellt er sich tapfer in den Weg, holt tief Luft und saugt sie einfach in sich hinein. Dieses Manöver setzt etwas Timing voraus, belohnt aber das bisschen Risiko auf erfüllende Art und Weise.

Gelingt die Aktion, verschwindet die Gefahr, und Kirby absorbiert die wesentliche Fähigkeit des Angreifers. Er haut dann mit Elektropeitschen um sich, schickt zielsuchende Wanderbomben auf Streife oder fackelt mit Feuerstössen alles im Weg stehende nieder. Außerdem wird Kirby zum Bogenschützen, fegt Angreifer per Fußkantenschlag hinweg oder haut ihnen mit dem Hammer auf den Zeh. Über 30 Fähigkeiten kommen unterm Strich bei rum.

Sehenswerte Grafikeffekte 

Beeindruckender als Kirbys Wandlungsfähigkeit ist die visuelle und akustische Umsetzung dieser Idee. Beim Einsatz des Flammenwerfers beispielsweise wird es einem ordentlich warm ums Herz, so glutheiß sehen die lodernden Feuerzungen aus. Keine groben Pixel weit und breit, nirgendwo hässliche Farbkanten und ähnliche, für 3DS-Games typische Grafik-Relikte. Stattdessen ein durchwegs flüssiger Bildaufbau, alles eingebettet in einige knackscharfe Videoszenen zur Illustration der Ereignisse.

Als weitere Deko dazu kommen anzuschauende Szenen, die den Tiefeneffekt des 3DS mit Gefühl einsetzen - beispielsweise, wenn Kirby zwischen räumlich vorne und dahinter liegenden Ebenen hin- und her wechselt. Kirby: Planet Robobot holt aus dem Nintendo-Handheld technisch Erstaunliches heraus.

Der stärkste aller Kirbys 

Durch seine üppige Show weckt dieses Kirby-Game etwas andere Gefühle als beispielsweise "Kirby und der Regenbogen-Pinsel" und andere Vorgängerspiele. Erstaunlich stark und mächtig kommt er rüber, dieser Kirby. Zumindest in jenen Etappen, wenn er zeitweise zum Robobot wird - er also einen Mech übernimmt und mit kolossaler Wucht alles im Weg stehende beiseite schaufelt oder abfackelt. Dass riesige Treibstofftanks in Flammen bersten und der halbe Bildschirm in Schutt und Asche versinkt: Solche Szenen möchte man einem Game mit Nintendos Knutschkugel in der Hauptrolle kaum zutrauen.

Witzige Bossgegner-Fights 

zu den weiteren Höhepunkten zählen unbedingt die Bossgegner-Fights. Alle paar Minuten schieben sich große und größere Robots ins Bild und rufen zum Duell auf. Sorge um Kirbys Leben ist in den ersten ein bis zwei Spielstunden aber nur selten angebracht. Der Schwierigkeitsgrad steigt sehr sanft an.

Nach 15 Minuten beispielsweise stellt sich ein grimmig aussehender und wild um sich prügelnder Riesenrobot namens Gigavolt in den Weg. Trotz seiner Erscheinung ist er kaum mehr als ein Sparringspartner und gibt nach kurzem, aber witzigem Kampf auf. Der Zwist mit ihm gliedert sich in eine Abfolge aus Ausweich- und Prügelmanövern. Zwischengekoppelt sind Quicktime-Minigames, in deren Rahmen Kirby seinem Gegner an den Leib springt und ihm einige Schrauben lockert, solange bis ihm Arme und Kopf vom Leib abfallen. Ist schnell erledigt und macht Spaß.

Steigender Schwierigkeitsgrad 

Später folgen jedoch Bossgegner-Zwistigkeiten, die sich in etliche Etappen gliedern und auch dem Genrekenner nicht nur die Zeit vertreiben, sondern ordentlich das Blut in Wallung bringen. Allzu ernst oder gar brutal wirkt das alles trotzdem nicht. Warum? Das hängt mit dem zauberhaften Design der Figuren zusammen, mit der durchwegs putzigen Animation und außerdem mit der Musik. Die fröhlichen Rhythmen im Stil alter Spielhallen-Games aus den 90er-Jahren bilden einen wirkungsvollen Gegenpol zur ausladenden Action, und drehen den Charakter des Gameplay in Richtung unschuldiges Vergnügen  

Was uns gefällt

Das Spiel enthält bezaubernde Ausstattung in Hülle und Fülle. Zum Beispiel liegen in den sechs Welten Symbole versteckt, die 199 via Titelbild zu betrachtende Extras freischalten. Das können Spieltipps sein, die auf versteckte Bonuskammern hinweisen. Oder virtuelle Sticker mit Figuren aus vergangenen Kirby-Games. Man kann die Sticker an Kirbys Robobot anbringen und ihn so individualisieren.

Tolle weitere Extras sind die kostenlosen Zugabe-Games "Kirbys Teamjagd" und "Kirbys 3D Arena": Im Fall der Teamjagd balgen sich vier vernetzte Mitspieler mit Bossgegnern, in der Arena macht Kirby stattdessenim Bomberman-Stil Jagd auf Angreifer. Ein kurzer Satz noch zur Eindeutschung: Nintendo-typisch gewohnt vorbildlich.  

Was uns nicht gefällt

Genrekenner könnten das Fehler von zündenden neuen Game-play-Ideen beklagen. Oder den anfangs allzu niedrigen Schwierigkeitsgrad bemängeln und die fehlende Herausforderung, die damit Hand in Hand geht. Ein Einstellmöglichkeit wäre vielleicht von Vorteil gewesen.  

Fazit

Kirby: Planet Robobot erfindet das Rad nicht neu. Aber in seiner neuesten Schöpfung komprimiert der japanische Hersteller HAL Laboratory verflixt viele vergnügliche Merkmale des Jump'n'Run-Genres. Dazu kommt jede Menge Ausstattung und schräges japanophiles Flair. So entsteht ein frischer und fröhlicher, oft entspannter und etappenweise die Nerven kitzelnder Kirby. Vom kunterbunten Look soll sich übrigens niemand täuschen lassen: Das runde, geschmeidige, anspornende Spielerlebnis spricht Kids und Genre-Kenner gleichermaßen an. 

Infos zum Spiel 

Titel: Kirby - Planet Robobot
Genre: Jump'n'Run
Hersteller: HAL Laboratory
Publisher: Nintendo 
Release: 10. Juni 2016  
Preis: zirka 35 Euro  
System: Nintendo 3DS 
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Sehr gut

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