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Overwatch im Test: Blizzard trifft voll ins Schwarze

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Test zu Overwatch | Online-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Voll ins Schwarze getroffen

31.05.2016, 15:24 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Overwatch im Test: Blizzard trifft voll ins Schwarze. Teamwork ist in Overwatch Trumpf und wird durch viele Interaktionsmöglichkeiten gefördert (Quelle: Blizzard Entertainment)

Teamwork ist in Overwatch Trumpf und wird durch viele Interaktionsmöglichkeiten gefördert (Quelle: Blizzard Entertainment)

Die Monster-Klopperei "Diablo 3" verkaufte sich weltweit über 30 Millionen Mal, das Kartenspiel "Hearthstone" wird aktuell von über 40 Millionen Spielern gezockt und das Online-Rollenspiel "World of Warcraft" kann noch immer über 5,5 Millionen Abonnenten vorweisen. Was diese Games gemeinsam haben? Sie stammen allesamt vom kalifornischen Spielestudio Blizzard Entertainment. Was Blizzard auch anpackt, die  Mega-Hit-Gefahr ist da. Entsprechend groß waren die Erwartungen an den Online-Shooter "Overwatch" für PS4, Xbox One und PC.

Und unser Test beweist: Die neue Comic-Ballerei ist nicht die Ausnahme zur Regel, sondern reiht sich mühelos in die Riege der bisherigen Blizzard-Erfolgstitel ein. Overwatch ist ein echter Volltreffer!

Nur für Online-Spieler 

Solisten bekommen bei Overwatch einen Dämpfer verpasst: Blizzard verzichtet bei seinem seinen ersten Online-Shooter auf Einzelspieler-Inhalte - eine Kampagne gibt es ebenso wenig wie einen Offline-Modus. Selbst wenn man nur eine Partie gegen Bots oder das Tutorial spielen möchte, muss man trotzdem eine aktive Internet-Verbindung haben. Das Fehlen eines Story-Modus ist angesichts der 21 liebevoll designten Helden dann auch etwas schade. Denn die Overwatch-Figuren besitzen eigentlich ausreichend Tiefe, um daraus einen aufregenden Plot zu stricken. Doch Blizzard verzichtet darauf und dampft Overwatch stattdessen auf einen charmanten Online-Shooter mit ebenso charismatischen wie unterschiedlichen Helden herunter.

Spiele-Videos 
Overwatch: Gameplay-Szenen aus dem Blizzard-Shooter

Der erste Ego-Shooter aus dem Hause Blizzard ist unkonventionell. Video

Vier Klassen, jede Menge individuelle Fertigkeiten

Die Figuren teilen sich in die vier Kategorien "Tank", "Offensive", "Defensive" und "Unterstützung" auf. Die flinke Tracer etwa verwirrt Feinde mit ihren Zeitsprüngen, Samurai Hanzo schießt aus der Distanz mit Pfeil und Bogen, und Roboterwesen Zenyatta heilt Kameraden aus der Distanz. Jeder Charakter besitzt mindestens vier Talente sowie eine ultimative Fähigkeit. Offensiv-Kriegerin Pharah attackiert ihre Gegner zum Beispiel mit dem Trommelfeuer ihres Falcon-Kampfanzugs, Tank Reinhart schmettert hingegen Gegner per Erdstoß zu Boden. Klasse: Die Overwatch-Kämpfer spielen sich herrlich abwechslungsreich - es macht riesigen Spaß, ihre individuellen Fertigkeiten auszuprobieren.

Ein Spiel für Teamplayer

In puncto Spielmodi geht Blizzard keine Experimente ein: In den Sechs-gegen-Sechs-Duellen müssen die Teilnehmer mal Stützpunkte erobern und halten, mal eine Fracht über die Karte eskortieren. Sonderlich originell sind die vier bislang veröffentlichten Spielarten daher nicht, funktionieren aber dank dem ausgefeilten Kartendesign hervorragend.

Die zwölf integrierten Maps entführen Sie beispielsweise in eine alte Westernkulisse in Hollywood oder in eine mediterran anmutende Stadt am Meer. Hilfreich: Farbige Linien führen einen stets zum jeweiligen Zielpunkt, Bildschirmmarkierungen zeigen die Position anderer Spieler an. Doch nicht immer ist der markierte Weg auch der beste. Wer sich in den Gebieten umschaut, entdeckt alternative Routen, Verstecke und Aussichtspunkte für Scharfschützen oder Hinterhalte.

Durch die Dreidimensionalität der Maps gewinnt Overwatch immer wieder an Tempo dazu und überrascht mit plötzlichen Wendungen. Dank der gut ausbalancierten Fertigkeiten der Helden kann sich eine Partei binnen Sekunden wenden - Tiefe und Abwechslung sind hier garantiert.

Aus Spaß am Shooter

Überhaupt machen die Unterschiede der Charaktere letztlich den Reiz von Overwatch aus. Spielt man nach dem etwa einstündigen Tutorial meist noch als einsamer Wolf, erkennt man recht schnell, dass nur Teamwork in diesem Spiel zum Sieg führt. Selbst schwergewichtige Angreifer wie Reinhardt beherrschen nämlich Aktionen, mit denen sie ihre Kameraden unterstützen können. Das Zusammenspiel der verschiedenen Talente klappt absolut problemlos, man interagiert selbst mit unbekannten Teilnehmern intuitiv und ohne Absprachen. Dadurch, dass die Ziele in einem Match klar markiert sind, zieht das eigene Team stets an einem Strang.

Obendrein entwickeln sich immer wieder kurzweilige Zweckbündnisse: Wenn beispielsweise ein Heiler wie Mercy mit einem schweren Angreifer wie Zarya oder Winston zusammenarbeitet, sind das die stärksten Gameplay-Momente. Die Interaktion der Spieler kommt ohne komplizierte Tastenkombinationen aus. Overwatch ist intuitiv und wirft zu diesem Zweck Optionen wie beispielsweise ein Deckungssystem oder Sprinten über Bord. Dieser Minimalismus tut dem Spielablauf gut - Overwatch spielt sich jederzeit schnell und flüssig.

Laues Loot-System

Als Belohnung für kompetentes Ballern winken in Blizzards Online-Shooter Erfahrungspunkte. Im Anschluss an jede Partie bekommen die Spieler eine detaillierte Aufstellung aller Erfolge präsentiert - darunter neben Abschüssen auch der ausgeteilte Schaden oder die wiederhergestellten Lebenspunkte für Heiler. Mit Stufenaufstiegen aktiviert man allerdings keine neuen Talente oder Waffen, sondern schaltet lediglich Loot-Boxen frei. Darin stecken Individualisierungsobjekte wie neue Outfits, Gesten oder Graffiti.

Wer möchte, kann Loot-Boxen auch gegen Echtgeld einkaufen. Doch die Nutzung dieser Funktion ist absolut nicht notwendig, da man alle Inhalte selbst erspielen kann und sie ohnehin nur kosmetischer Natur sind. Überhaupt gibt sich Blizzard gewohnt großzügig: Die "WoW"-Macher verzichten auf kostenpflichtige Zusatzinhalte, alle kommenden Download-Erweiterungen - also Karten, Helden oder Spielmodi - werden kostenlos angeboten.

Technisch voll auf der Höhe

Bei der Präsentation geben sich die Entwickler keinerlei Blöße: Overwatch ist - egal ob auf Konsole oder PC - eine wahre Augenweide und flutscht mit stabilen 60 Bildern die Sekunde über den Bildschirm. Zudem strotzen die Animationen der Charaktere nur so vor Details. Sensenmann Reaper etwa wirft seine Colts zum Nachladen wütend auf den Boden, Gorilla Winston stürmt geradezu erschreckend realistisch auf seine Gegner zu. Die Akustik überzeugt ebenfalls: Die Helden kommentieren jede Aktion mit einem frechen Spruch, alle Kanonen besitzen einen individuellen Klang, und kleine Fanfaren passen hervorragend zum Setting des Spiels.

Was uns gefällt 

Der Online-Shooter spielt sich einfach fantastisch. Das wuchtige Waffen-Feedback ist eine Freude, die technische Umsetzung lässt keine Wünsche offen und die spielerischen Möglichkeiten sind ungemein vielseitig. Die Fertigkeiten der 21 Helden harmonieren klasse, und so entwickelt sich selbst mit fremden Mitspielern schnell ein Wir-Gefühl. Teamwork ist in Overwatch Trumpf und wird durch viele Interaktionsmöglichkeiten gefördert. Obendrein hat Blizzard seine Comic-Ballerei als langfristiges Projekt angelegt: In Zukunft werden noch reichlich Inhalte nachgeliefert, was einen über den aktuell etwas dünnen Umfang glatt hinwegsehen lässt.

Was uns nicht gefällt

Letztlich sind es nur Kleinigkeiten, die die Freude an Overwatch mindern. Das Loot-System beispielsweise hätte einen Tick motivierender Ausfall können. Lediglich kosmetische Extras zu aktivieren, ist auf Dauer ein wenig öde. Darüber hinaus werden Einzelkämpfer eine Kampagne oder klassische Solo-Inhalte vermissen. Außerdem bleiben in den Matches Konsolen- und PC-Spieler unter sich – eine Crossplay-Funktion gibt es leider nicht.

Fazit

Blizzard trifft mit seinem ersten Shooter gleich voll ins Schwarze - die knackigen Sechs-gegen-Sechs-Duelle machen schnell süchtig. Overwatch bietet intuitiv spielbare Online-Action, kombiniert mit tollen Karten und 21 abwechslungsreichen Helden. Wer Online-Gefechte mit starker Team-Komponente mag, muss hier einfach zuschlagen.

Infos zum Spiel

Titel: Overwatch
Genre: Online-Shooter
Hersteller / Publisher: Blizzard Entertainment
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 55 Euro (PC) / zirka 65 Euro (Konsolen)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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