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Games für die Playstation VR: So spielen wir morgen

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Ausprobiert: Die ersten Games für Playstation VR  

So spielen wir morgen

01.06.2016, 14:04 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Games für die Playstation VR: So spielen wir morgen. Playstation VR von Sony: Die Zubehör-Videobrille für Playstation-4-Systeme soll ab Oktober 2016 in den Handel kommen. (Quelle: Sony)

Playstation VR von Sony: Die Zubehör-Videobrille für Playstation-4-Systeme soll ab Oktober 2016 in den Handel kommen. (Quelle: Sony)

Im Oktober schlägt Sony ein neues Playstation-Kapitel auf. Die PS4-Videobrille "Playstation VR" (Preis: 399 Euro plus Kamera) will Gamer in ferne Welten entführen und zu faszinierenden Abenteuern einladen. Dank neuer 3D-Technologie soll sich der Betrachter mittendrin statt nur dabei fühlen. Wir konnten "Battlezone", "Until Dawn: Rush of Blood", "Eve: Valkyrie" und andere Starttitel auf einer endgültigen Version des Playstation-VR-Systems ausprobieren. Unser Eindruck: ein faszinierender Trip. 

Gefühlssprünge beim Virtual Reality-Gaming

Erst Verwirrung. Dann Faszination. Schließlich Begeisterung. Diese drei Substantive fassen die Gefühle am besten zusammen, die im Betrachter nach dem ersten Kontakt mit PlayStation VR aufwallen. Das kommende Virtual-Reality-Headset für PlayStation 4 lässt den Betrachter um vieles tiefer und glaubhafter in virtuelle Welten eintauchen als alles, woran man heute so spielt – in aller Regel also Konsole oder PC an Fernseher oder Monitor.

"Eve: Valkyrie" - Mit an Bord statt nur dabei

Nehmen wir den Weltraum-Shoot´em-Up "Eve: Valkyrie" von CCP Games als Beispiel. Wenn um einen herum Raumjäger fauchen und Laser glühen, glaubt man sich zeitweilig tatsächlich an Bord eines Raketen speienden Spacejägers, so echt sieht das an aus. Dabei ist das Gameplay weder neu noch vielschichtig, sondern bewährt und überschaubar. Was übrigens für viele der bisher gezeigten PlayStation-VR-Games gilt. Aber selbst eine simple Ballerei wie „Eve: Valkyrie“ wirkt neu und anders, wenn man sie via Playstation VR betrachtet. Der Grund sind vermeintliche Kleinigkeiten. Etwa dass sich der Pilot durch simples Kopfdrehen im Cockpit umschauen und zum Beispiel einen abdriftenden Angreifer im Blick behalten kann. Man fühlt sich tatsächlich mittendrin statt nur dabei.

Alte Idee, modern umgesetzt

Dabei ist die ganze Idee keineswegs allzu innovativ. Bei Playstation VR handelt es sich um ein 3D-Headset. Es wird wie eine übergroße Sonnenbrille getragen und schirmt die Realität komplett ab, ähnlich wie die Konkurrenzprodukte Oculus Rift und HTC Vive. Dass so etwas große Gefühle auslöst, selbst bei erfahrenen Branchenkennern, hängt nicht mit dem stereoskopischen Seheindruck zusammen. Denn auch der ist kein Alleinstellungsmerkmal von Sonys Videobrille. Das linke und das rechte Auge mit separaten Bildern versorgen und dem Gehirn so die Illusion einer dreidimensionalen künstlichen Umgebung vorgaukeln: Das konnten bereits die "3D Revelator" von Elsa und andere Cyberbrillen in den 1990er Jahren.

Fiktion und Realität verwischen

Verblüffend an Playstation VR ist vielmehr die Brillanz und Schärfe des Bildes in Kombination mit einem reaktionsschnellen Display und ersten Games, die sehr hohen Unterhaltungswert versprechen. Die Kombination aus Bildaufbau mit 120 Frames, einen großen 100-Grad-Sichtfeld und präzise arbeitenden Lage- beziehungsweise Ortungs-Sensoren hat zur Folge, dass das Bild den Kopfbewegungen des Betrachters ohne größere Reaktionsverzögerung folgt. Das heißt: Man kann - sofern das Spiel es unterstützt - seine Beine beobachten, den Himmel betrachten oder sich nach hinten umschauen, wann immer es beliebt. Der Unterschied zwischen Fiktion und Realität löst sich auf.

Schocker auf Gleisen

Die simple Tatsache der gut funktionierenden Darstellung von virtueller Realität kann das Spielerlebnis dramatisch verdichten. Nehmen wir die gruselige Geisterbahnfahrt "Until Dawn: Rush of Blood", die der Spiele-Entwickler "Supermassive Games" exklusiv für Playstation VR entwickelt. Wir sprechen grundsätzlich über einen simplen Railshooter. Darin wird der Spieler in eine Lore gesetzt und auf Gleisen durch eine streng choreographierte Abfolge von Schocks, Ballereien und Bossgegner-Höhenpunkten gelotst - verbunden mit der genretypisch geringen Einflussnahme. Mit zwei Move-Controllern in der Hand ein paar Colts oder Schrotflinten führen und Gefahren erkennen und wegpusten, bevor sie gefährlich werden: Mehr bleibt im Wesentlichen nicht zu tun.

VR-Games können auf den Magen gehen

Und doch spielt sich Until Dawn: Rush of Blood noch beim siebten oder zehnten Versuch so mitreißend und aufregend wie alle Bosskämpfe in einem Zelda-Game zusammen. Ständig verwirren Unheil verheißende Geräusche von links und rechts die Sinne. Ein Krächzen hier, ein Knarzen dort: Man wendet den Kopf und erschrickt von einigen Lichtblitzen, dreht den Kopf zurück und sieht plötzlich die fahle Fratze eines beißwütigen Psychopathen direkt vor einem - so nah und unmittelbar, dass man instinktiv mit dem Griff der Colts danach prügeln möchte.

Nebenbei demonstriert Until Dawn: Rush of Blood" Unerwartetes: nämlich dass sogar Achterbahnfahrten funktionieren. Playstation VR täuscht eigentlich nur den Seh- und Hörsinn. Offensichtlich greift die Illusion aber auf den Gleichgewichtssinn über. Der Railshooter mischt gelegentlich kurze Talfahrten in die Action, die einem tatsächlich auf den Magen gehen. 

Was kosten VR-Spiele?

Nun handelt es sich bei Until Dawn: Rush of Blood und anderen, bisher gezeigten Games für Playstation VR sicherlich um attraktive und zeitweilig motivierende, aber letztlich seichte Reaktionsprüfungen. Sie beziehen ihren Reiz vorwiegend aus der Tatsache, dass sie den ahnungslosen Betrachter in eine hervorragende Illusion künstlicher Umwelt einbetten und so dessen Sinne wirkungsvoll täuschen. Es bleibt die Frage, wie lange die Faszination anhält und ob sie sich das nach einigen Tagen nicht doch abträgt.

Außerdem bleibt Sonys Preisgestaltung abzuwarten. Bisher ist noch unklar, ob und wenn ja welche Spiele dem Playstation-VR-Paket beiliegen oder was VR-Games kosten sollen. Nähere Informationen sind ab Juni auf der Fachmesse E3 zu erwarten. Eines steht fest: Texte, Bilder und Videos können das packende Erlebnis nicht so intensiv vermitteln, wie es sich tatsächlich anfühlt. Sony tut gut daran, den für Oktober geplanten Start von Playstation VR wie vorgesehen mit massiven Ausprobier-Stationen zu unterstützen. 

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