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Paragon für PS4 und PC: Rasantes MOBA der Gears-of-War-Erfinder

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Preview zu Paragon | Multiplayer-Online-Actionspiel | PC, PS4  

Rasantes MOBA der Gears-of-War-Erfinder

06.06.2016, 16:48 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Richard Löwenstein

Paragon für PS4 und PC: Rasantes MOBA der Gears-of-War-Erfinder. Hat man die Grundlagen erst einmal raus, kann man sich schwer vom fesselnden Spielprinzip, der schicken Präsentation und dem ständig wachsenden Helden-Aufgebot losreißen (Quelle: Epic Games)

Hat man die Grundlagen erst einmal raus, kann man sich schwer vom fesselnden Spielprinzip, der schicken Präsentation und dem ständig wachsenden Helden-Aufgebot losreißen (Quelle: Epic Games)

Sie heißen "League of Legends", "Dota 2" oder "Heroes of the Storm" und sind der Renner bei einem Millionenpublikum weltweit. Mit "Paragon" will nun auch Epic Games ein Stück vom immer beliebter werdenden Genre der sogenannten MOBAs abhaben. Das Resultat: Eine erstaunlich unterhaltsame Fusion aus Third-Person-Shooter, Echtzeit-Strategiespiel und Sammelkarten-Spaß, die obendrein noch unverschämt gut aussieht und plattformübergreifendes Spielen zwischen PC und PS4 erlaubt. 

Das MOBA-Einmaleins 

Die wesentlichen Spielmechaniken in Paragon sind vergleichbar mit denen der meisten anderen MOBAs. Jedes der zwei konkurrierenden Teams stellt fünf Helden. Deren Aufgabe besteht nun darin, in die Basis des Gegners vorzudringen, um einen Energierkern in die Luft zu jagen. Selbstredend klappt das in der Praxis nicht ganz so einfach wie es klingt. Zum einen, weil jede Fraktion die drei Hauptpfade in Richtung der eigenen Basis mit gefährlichen Laser-Türmen abgesichert hat. Zum anderen, weil auf beiden Seiten KI-gesteuerte Untertanen in regelmäßigen Abständen lospreschen, um Angreifer aufzuhalten und ihrerseits den feindlichen Kern zu attackieren. 

Soweit, so bekannt. Einen "Nebel des Krieges" wie bei Echtzeit-Strategiespielen oder MOBAs mit klassischer Blick-von-oben-Perspektive gibt es bei Paragon dagegen nicht. Dafür jedoch zahlreiche Höhenunterschiede und jede Menge dichtes Geäst im Zentralbereich der Arena. Beides in Kombination kommt der Dynamik zugute, fördert regelmäßige Positionswechsel und ermöglicht fiese Hinterhalte. 

Ebenfalls wissenswert: Gespielt wird entweder solo mit vier KI-Verbündeten gegen fünf KI-Gegner, im Koop-Modus mit vier menschlichen Spielern gegen fünf KI-Rivalen oder mit je fünf menschlichen Spielern pro Team. 

Mit Teamwork zum Sieg 

Ganz wichtig bei jedem waschechten MOBA und somit auch bei Paragon: Spürbare Fortschritte erzielt jede Seite letztlich nur, wenn die Helden innerhalb eines Teams gut zusammenarbeiten und ihre individuellen Fähigkeiten kontinuierlich verbessern. Damit ein Held seinen Erfahrungsgewinn vorantreibt und Talente hochstuft, muss er Schergen niedermähen und feindliche Spieler töten. Aber auch das Einäschern von Lasertürmen und das Heilen von Mitstreitern geht mit einem Erfahrungspunkte-Anstieg einher. 

Karten-Jongleure sind klar im Vorteil 

Eine Besonderheit bei Paragon sind Karten. Insgesamt sechs können der eignen Spielfigur im Laufe eines Matches zugeordnet werden. "Quarzklinge" zum Beispiel erhöht den Lebensenergie-Grundvorrat des jeweiligen Schützlings dauerhaft um 100 Punkte, während gleichzeitig eine automatische Mana-Regeneration um 0,3 Punkte pro Sekunde stattfindet. Zudem erhöht sich der verursachte physische Schaden um 7,6 Punkte. 

Welche Karten nutzbar sind, hängt von den zur Verfügung stehenden "Machtpunkten" ab, die sich wiederum durch das Aufsammeln von bernsteinfarbenen Kugeln steigern lassen. Spannend: Je länger man spielt, desto mehr Kartenpakete schaltet man frei. Alternativ darf man Kartenpakete im Tausch gegen harte Euros erwerben. 

Zäher Einstieg... 

Keine Frage, die ersten Runden in Paragon gleichen einem Spießrutenlauf. Bis die eben skizzierten Grundlagen sitzen, sollte man mindestens sechs bis sieben Matches absolviert haben - vorzugsweise mit einem der entsprechend gekennzeichneten Start-Charaktere. Darüber hinaus empfiehlt sich ein ausführlicher Blick auf die Einsteiger-Videos im Hauptmenü sowie auf die Helden-Tutorials im Figuren-Auswahlbildschirm.

... doch plötzlich springt der Funke über 

Diese Hürden gemeistert, dreht Paragon dann allerdings richtig auf. Denn es macht einfach unglaublich Laune, die zahlreichen Fähigkeiten der derzeit 15 Helden kennenzulernen und im Teamspiel möglichst effektiv einzusetzen.

Ein schönes Beispiel hierfür ist die sehr agile Unterstützungs-Magierin Muriel. Hat man ihre ultimative Fähigkeit "Schicksalswende" freigeschaltet, reicht ein kurzer Tipper auf die Dreieck-Taste gefolgt von einem Anvisieren eines Teamkollegen, und schon schwirrt die Dame mit den mechanischen Engelsschwingen ans andere Ende der Karte, um dort auszuhelfen. 

Oder nehmen wir Iggy & Scorch. Das Chaos-Duo aus Molotow-Cocktails schleuderndem Gnom und Öl-spuckendem Dino-Reittier ist nicht nur hinreißend animiert, sondern richtig stark im Angreifen wichtiger Level-Knotenpunkte. Wenn dann außerdem Hulk-Verschnitt Steel eine Energiebarriere wirkt, um Projektile abzufangen; das Keulen-schwingende Urzeit-Ungetüm Grux Feind-Ansammlungen zu sich heranzieht und Bogenschützin Sparrow mit einem Pfeilregen den Rest der Gegnermeute erledigt, jubelt das Herz eines jeden Koop-Enthusiasten. 

Viel richtig gemacht 

Wirft man nun noch die vertraute Third-Person-Perspektive, die zugängliche Steuerung, das leicht einprägsame System zum Erteilen von Team-Kommandos, die flotte Unreal Engine 4-Optik und die recht zuverlässigen Matchmaking-Algorithmen in die Waagschale, wird schnell klar, warum Epics Paragon-Server derzeit so gut gefüllt sind. 

Nicht zu vergessen ist das Paragon TV. Der spielinterne TV-Sender zeigt eigene als auch Community-Partien in voller Länge und bietet eine Vielzahl an Kameraperspektiven und Abspielgeschwindigkeiten. Die Folge: Spieler können Matches anderer Spieler in aller Ruhe analysieren und daraus lernen. Ein tolles Feature, das viele MOBAs nicht anbieten. Die E-Sport-Tauglichkeit untermauert es obendrein. 

Was uns gefällt 

Das Cross-Plattform-Play zwischen PC- und PS4-Spielern funktioniert bereits tadellos - inklusive Sprachchat. Fein auch, dass Fortschrittsinformationen zwischen beiden Versionen synchronisiert werden. Sie können also beispielsweise an Ort A auf PS4 daddeln und den dort aufgelevelten Helden an Ort B am PC weiterspielen.

Lob gibt es außerdem für den kontinuierlichen Inhalte-Nachschub. Mit Sensenmann Sevarog und Iggy & Scorch wurden bereits zwei neue Helden ergänzt. Weitere Figuren sollen im Abstand von jeweils drei Wochen folgen. Zahlen muss man für neue Charaktere übrigens nicht. Gleiches gilt für das Spiel als solches, welches nach Fertigstellung Free-to-Play-Status anstrebt. 

Was uns nicht gefällt 

Derzeit gibt es Paragon nur für PC und PS4 - Xbox-One-Nutzer schauen also in die Röhre. Wie lange noch, weiß nur Epic selber. Grundsätzlich hält das US-Studio eine Xbox-One-Fassung aber wohl für denkbar.

Ein weiteres Manko ist die noch sehr unfertige Menüführung. Immer wieder kommt es vor, dass sich Textfenster überlappen oder einfach nur hässlich aussehen. Ferner zeigt das Spiel Hilfevideos derzeit nur - umständlich zu bedienen - im Browser der Konsole an. Überdies verbesserungswürdig: Im Direktvergleich mit der PC-Fassung kommt die PS4-Version deutlich grobkörniger daher. Dass derzeit gerade mal eine Arena und ein Spielmodus zur Verfügung stehen, stößt ebenfalls sauer auf.  

Fazit

Der Einstieg ist etwas zäh und noch wenig benutzerfreundlich gestaltet. Hat man die Grundlagen allerdings erst einmal raus, kann man sich schwer vom fesselnden Spielprinzip, der schicken Präsentation und dem ständig wachsenden Helden-Aufgebot losreißen. Ob sich Paragon dauerhaft im bereits sehr übersättigten MOBA-Markt hält, wird jedoch erst die Veröffentlichung der Free-2-Play-Variante Ende des Jahres zeigen. Sie wollen vorher schon mal kostenfrei reinschnuppern? Dann sollten Sie am besten den Start der Offenen Beta im Sommer abwarten. 

Infos zum Spiel

Titel: Paragon 
Genre: Multiplayer Online Battle Arena (MOBA-)-Spiel
Hersteller / Publisher: Epic Games  
Release-Termin: Ende 2016
Preis: derzeit Early Access (Zugang kostet 19,99 Euro) / bei Release Free-to-Play
System: PC, PS4
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Eindruck: Gut 

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