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Preview zu PES 2017: Kluge Kicker und strenge Schiris

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Hands-on-Preview zu Pro Evolution Soccer 2017 | Fußball-Simulation | PC, PS4, Xbox One  

Kluge Kicker, strenge Schiris

13.06.2016, 16:55 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Preview zu PES 2017: Kluge Kicker und strenge Schiris. Aspekte wie die adaptive Gegner-KI und das überlegene Passspiel könnten PES 2017 zur besten Fußball-Simulation des Jahres machen. (Quelle: Konami)

Aspekte wie die adaptive Gegner-KI und das überlegene Passspiel könnten PES 2017 zur besten Fußball-Simulation des Jahres machen. (Quelle: Konami)

Konamis Fußballsimulation "Pro Evolution Soccer" hatte ihre besten Zeiten auf der PS2. Doch mit den neuen Konsolen kamen die Probleme - und damit beinahe das Aus für den einstigen Fußballkönig. Erst im vergangenen Jahr konnten die Japaner wieder an goldene Zeiten anknüpfen und den großen Konkurrenten Fifa 16 zumindest qualitativ  auf den zweiten Platz verweisen. Für das im Herbst für PS4, Xbox One und PC erscheinende "Pro Evolution Soccer 2017" verspricht der Entwickler die Evolution des erfolgreichen Vorgängers und schraubt vor allem an der Künstlichen Intelligenz seiner virtuellen Kicker. 

PES 2017: Alte Technik neu aufgelegt 

Wie schon der Vorgänger basiert Pro Evolution Soccer 2017 (kurz: "PES 2017") erneut auf der sogenannten Fox-Engine, der Grafik-Technologie, die unter anderem beim Action-Abenteuer "Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain" zum Einsatz kommt. Für den kommenden "PES"-Teil überarbeitet Konami jedoch einmal das Grundgerüst: So werden beispielsweise die Lichteffekte und auch die Spielergesichter verfeinert. Darüber hinaus integrieren die Entwickler zusätzliche Animationsstufen, sodass das Spiel noch eine Spur geschmeidiger abläuft. 

Technisch macht PES 2017 in der von t-online.de/spiele angespielten Demoversion schon einen blitzsauberen Eindruck. Schön für Simulations-Fans: Das Spieltempo wurde in den Standardeinstellungen im Vergleich zum Vorgänger leicht gedrosselt, das Geschehen wirkt jetzt einen Tick realistischer.

Schlaue Strategien

Dieser Hang zum Realismus spiegelt sich auch in den taktischen Möglichkeiten wider. Vor dem Spiel bestimmen Sie im neuen Menüpunkt "Advanced Tactics" (auf Deutsch: "Erweiterte Taktiken") vier Kurzbefehle. Mit Hilfe der linken Schultertaste und dem Digitalkreuz können Sie nun zwei offensive und zwei defensive Winkelzüge direkt im Spiel zuschalten.

In der Anspielrunde aktiviert man beispielsweise "Tiki-Taka" und erhöht so die Laufbereitschaft sämtlicher Spieler. Mit "Hug the Touchline" forciert man hingegen das Flügelspiel. Als besonders praktisch erweisen sich die Defensivfunktionen. So nimmt man etwa auf Tastendruck einen zuvor ausgewählten Spieler in direkte Manndeckung oder aktiviert Pressing aus dem laufenden Spiel heraus. Diese Taktiken klingen auf dem Papier recht unspektakulär, beeinflussen aber massiven Spielverlauf und erlauben es, die eigene Strategie binnen Sekunden anzupassen.

Der Gegner denkt mit

Überhaupt scheint PES 2017 noch mehr in die Tiefe zu gehen als seine Vorgänger. Konami stellt etwa das Passsystem um: Die Härte und Richtung von Zuspielen muss nun besser dosiert werden, ansonsten landet das Leder im Aus oder beim Gegner. Positiv: Die Mitspieler-KI überzeugt weiterhin. Kaum hat man den Ball am Fuß, schwärmen die Kameraden aus und bieten sich an. Gleichzeitig postieren sich die Verteidiger klug und versuchen Lücken zu schließen. Vor allem Freunde des gepflegten Kurzpassspiels werden sich über die Agilität der Mitspieler freuen. Hier kommt das Aufbauspiel - im Gegensatz zu Fifa 16 - nie ins Stocken.

Zugleich aber will Konami auch etwas für Langzeitspieler bieten. In Spielvarianten wie der Meisterliga oder dem Manager-Modus scouten die KI-Clubs nun ihre Konkurrenz. Wer also ständig mit der gleichen Taktik spielt und keinerlei Experimente wagt, wird mit der Zeit Probleme bekommen. Denn die Computer-Trainer passen laut Konami die eigene Strategie auf die Gewohnheiten des Spielers an erzwingen somit Veränderungen in der Aufstellung und der Taktik. Wie sich diese wirklich spannende Funktion in der Praxis auswirken wird, bleibt allerdings noch abzuwarten.

Bekannte Baustellen 

Die präsentierte Demo-Fassung spielt sich noch einen Tick leichtfüßiger und zugleich anspruchsvoller als der Vorgänger. Einige alte Baustellen scheinen zudem behoben zu werden: Waren die Schiedsrichter im vergangenen Jahr noch allzu milde gestimmt, legen die Männer in Schwarz im neuen PES die Vorteilsregel klüger aus, greifen aber bei Fouls strenger durch. In der Anspielversion wurden Grätschen rigoros mit Karten bestraft. Ein Tritt von vorne in die Beine resultierte in einer gelben, eine Sense von der Seite gar in einer roten Karte. Man sollte sich also gut überlegen, wann man die Sense auspackt, ansonsten droht so mancher Platzverweis. 

Die Torhüter zeigen leider weiterhin einige Defizite. Zwar kommen sie nun bei Alleingängen häufig aus dem Kasten heraus, wirken dabei aber zuweilen auch sehr unsicher. In einigen Situationen reagierten sie im Probespiel wenig nachvollziehbar und leisteten sich Patzer. Konami verspricht aber, dass an diesen Macken noch gearbeitet wird.

Darüber hinaus bleiben beim Vor-Ort-Termin noch viele Fragen unbeantwortet. So schweigt sich Konami bislang über die im Spiel enthaltenen Vereine und Lizenzen aus. In der Demo waren mit Atletico Madrid und Arsenal London sowie der deutschen und der französischen Nationalmannschaften lediglich vier Teams vertreten.  

Was uns gefällt

Konami feilt weiter an der perfekten Fußballsimulation. Zu diesem Zweck verbessert man zunächst die Funktionalität der bewährten Fox-Engine: Das Bild wirkt schärfer und schöner, Spieler und ihre Bewegungen erscheinen detailreicher. Dazu setzt man vor allem auf eine möglichst realitätsgetreue Umsetzung des Fußballsports.

Mit Hilfe der erweiterten Taktiken kann man sein Spiel wie ein echter Trainer in Sekundenbruchteilen anpassen. Viel entscheidender aber ist die starke Mitspieler-KI in Kombination mit den cleveren Gegnern. Pro Evolution Soccer 2017 fühlt sich mit seinem neuen Passsystem und den vielen Detailverbesserungen an der Physik-Engine noch ein bisschen mehr wie echter Fußball an.  

Was uns nicht gefällt

Ganz fehlerfrei spielt sich Pro Evolution Soccer 2017 in der frühen Demo-Fassung noch nicht. Speziell die Torhüter leisten sich noch zu viele Fehler - daran muss Konami noch dringend arbeiten. Ansonsten muss man abwarten, ob die Entwickler auch an den Spielmodi und der seit vielen Jahren zu biederen Präsentation etwas verändern werden. Speziell Meisterliga und Manager-Karriere könnten mehr Atmosphäre vertragen. 

Fazit 

Die ganz großen Änderungen präsentiert Konami nicht, dreht aber an vielen kleinen Zahnrädchen, um einen noch realistischeren Spielablauf zu garantieren. Gerade Aspekte wie die adaptive Gegner-KI und das überlegenen Passspiel könnten Pro Evolution Soccer 2017 zur besten Fußballsimulation des Jahres machen. Ob das allerdings zum Sieg über das ebenfalls angekündigte Fifa 17 reicht, kann wie gewohnt nur der direkte Vergleich der fertigen Spiele zeigen. 

Infos zum Spiel 

Titel: Pro Evolution Soccer 2017
Genre: Fußball-Simulation
Publisher/Hersteller: Konami
Release-Termin: Herbst 2016
Preis: Noch nicht bekannt 
System: PC, PS4, Xbox One 
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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