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Preview zu Tekken 7: Nichts Verflixtes an der Sieben

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Vorschau Tekken 7 | Beat'em-up | PC, PS4, Xbox One  

Nichts Verflixtes an der Sieben

15.06.2016, 16:00 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Preview zu Tekken 7: Nichts Verflixtes an der Sieben. Trotz des veränderten Kampfsystems bleibt Tekken 7 im Kern den Grundregeln der Serie treu. (Quelle: Namco Bandai)

Trotz des veränderten Kampfsystems bleibt Tekken 7 im Kern den Grundregeln der Serie treu. (Quelle: Namco Bandai)

Mit "Tekken" legte der japanische Entwickler Namco 1994 den Grundstein für eine der beliebtesten Beat’em-up-Spielreihen überhaupt. Derzeit buhlt Teil sieben - in japanischen Spielhallen bereits seit dem 18. März 2015 am Start - um die Fans. Im Frühjahr 2017 soll nun mit "Tekken 7" die lang ersehnte Umsetzung für Spielkonsolen und zum ersten Mal in der Geschichte auch für PC erscheinen. Ein Mammutprojekt, das dem im Februar veröffentlichten "Street Fighter 5" dank deutlich mehr Kämpfern, VR-Modus, stärkerem Story-Fokus und weiteren Ergänzungen den Rang ablaufen könnte

Feinfühlige Veränderungen

Eine Arena, zwei Kämpfer und maximal drei Runden Zeit, um einen Sieger zu ermitteln - im Kern bleibt Tekken 7 den Grundregeln der Serie treu. Schaut man genau hin, fallen jedoch zahlreiche Veränderungen beim bewährten Kampfsystem ins Auge. 

Den Anfang macht der "Power Crush". Er ermöglicht das Angreifen eines Widersachers, während dieser gerade selbst einen Angriff durchführt. Die Attacke des Gegners wirkt dann zwar immer noch, allerdings muss der Kontrahent fest damit rechnen, ebenfalls Schaden zu nehmen. Sehr nützlich, wenn man mal wieder in die linke oder rechte Ecke einer Arena gedrängt wurde. Damit die Balance gewahrt bleibt, wirkt ein Power Crush allerdings nur beim Absorbieren von hohen und mittleren Attacken.

In der Wut liegt die Kraft

Weiter geht es mit "Rage Arts". Gemeint ist eine Abfolge nicht blockbarer Attacken, welche dem Gegenüber knapp ein Drittel seiner Lebensenergie abziehen. Die mächtigen Wut-Künste sind allerdings nur dann verfügbar, wenn sich die Lebensleiste des ausführenden Helden bereits im kritischen Bereich befindet. Wichtige Neuerung in Tekken 7: Je mehr Schaden ein ohnehin schon geschwächter Recke beim Ausführen von Rage Arts nimmt, desto wirkungsvoll werden die Rage-Arts-Manöver. 

Ebenfalls neu im Vergleich zu vorherigen Tekken-Ablegern: Verfügen beide Rivalen nur noch über ganz wenig Energie, setzt eine Art Zeitlupen-Effekt ein. Gut für die Dramatik am Ende einer Runde, schlecht für den Verlierer des Schlagabtausches, der seine Niederlage dann in Slow-Motion unter die Nase gerieben bekommt. 

Das Bound-System früher Teile wurde derweil durch sogenannte "Screw Attacks" ersetzt. Heißt konkret: Ein Gegner driftet seitwärts, wenn er in der Luft getroffen wird. So hat der Angreifer ein größeres Zeitfenster, um weitere Treffer zu laden. Schön: Um diese und andere Finessen zu perfektionieren, bietet Bandai Namco erstmals einen Trainings-Modus an.

Zukunftssicher und VR-tauglich 

Wichtigste technische Veränderung ist der Wechsel hin zur Unreal Engine 4. Der Vorteil abseits der schicken Präsentation in 1080p-Full-HD-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde: Die Portierung auf die zusätzlichen Plattformen PC und Xbox One ist inzwischen Fakt. Selbst Versionen für Smartphones oder Tablets sind durchaus denkbar.

Schön für Virtual Reality-Fans: Tekken 7 unterstützt die Playstation VR. Wer nun die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und ein First-Person-Tekken befürchtet, kann beruhigt sein. Geht’s nach Senior Game Designer Michael Murray, wird der VR-Modus wahrscheinlich eher auf einer Art Charakter-Kino hinauslaufen, in welchem sich die zahlreichen Helden aus allernächster Nähe mit all ihren Animationen und verrückten Kostümen betrachten lassen.

Jede Menge Neuzugänge 

Apropos Charaktere: Derer gibt es in Tekken 7 nach aktuellem Stand mehr als 30, darunter Tekken-Legenden wie Paul Phoenix, King oder Yoshimitsu. Serientypisch kredenzen Spieldirektor Harada und seine Truppe aber auch zahlreiche verrückte Neuzugänge.

Da wäre zum Beispiel Gigas, ein hünenhafter, rothäutiger Humanoide mit mächtigen kybernetischen Implantaten und einem Kampfstil der sich "Destructive Impulse" nennt. Ebenfalls nicht menschlicher Natur ist Jack-7, eine schlagkräftige Robotereinheit, die in jedem Tekken-Teil eine neue Versionsnummer erhält und mit einem überarbeiteten Look auftrumpft. 

Ein echter Kämpfer aus Fleisch und Blut ist Shaheen. Der coole Saudi-Arabier praktiziert den Stil "militärische Selbstverteidigung" und richtet sich vor allem an Einsteiger. Ganz anders Claudio Serafino. Der Italiener mit dem schicken weißen Paradeanzug beherrscht sogenannte Sirius Magie, steht im Dienste der Anti-Devil Organisation und dürfte eher Kenner ansprechen. 

Ladies dürfen nicht fehlen 

Zu den weiblichen Neuzugängen zählt dagegen Katarina Alves vertreten, eine leicht bekleideten Savate-Kämpferin aus Brasilien. Dazu kommen Josie Rizal, eine Minirock-tragenden Kickboxerin aus den Philippinen, sowie Lucky Chloe, eine tanzfreudiges Otaku-Girlie unbekannter Herkunft, das vor allem durch ihr schrilles Katzenkostüm für Aufsehen sorgt. 

Importierter Spezialfall 

Bliebe noch Akuma. Dem 80 Kilo schweren Japaner mit jahrzehntelanger Martial-Arts-Erfahrung kommt insofern eine Sonderstellung zu, weil er eigentlich aus Capcoms "Street Fighter" importiert wurde.

Warum genau erfährt man, wenn man der Geschichte folgt. Darin nämlich wird Akuma von Kazumi Mishima - der er noch einen Gefallen schuldet - beauftragt, Kazumis Mann Heihachi Mishima und dessen Sohn Kazuya Mishima zu eliminieren. Kazumi selbst können Sie übrigens auch spielen, zumindest in ihrer menschlichen Form, wo sie sich einen zähnefletschenden Tiger zur Unterstützung herbeiruft.

Aufklärungsarbeit 

Inhaltlich soll Tekken 7 im Story-Modus viele Fragen klären, die Fans schon seit Längerem auf der Seele brennen. Was zum Beispiel hat es mit dem Teufels-Gen auf sich? Wie wird die Familienfehde des Mishima-Klans ausgehen? Und nicht zuletzt: Was wird aus Akuma?

Die Chance stehen außerdem nicht schlecht, dass die Entwickler wieder das beliebte "Tekken Bowl" - Bowling mit Tekken-Figuren - sowie das Third-Person-Action-Zusatzspiel "Devil Within" ergänzen. Versus-Keilereien an einem Bildschirm, klassische Online-Duelle, jede Menge Freischalt-Objekte und zusätzliche Arenen sind natürlich auch von der Partie.

Was uns gefällt

Egal, ob entspannt oder hektisch, dramatisch oder rockig - der Soundtrack von Tekken 7 trifft den Nagel auf den Kopf und bietet dynamische Musikuntermalung, die sich je nach Spielsituation anpasst. Viel Lob erntete die bereits in Japan veröffentliche Spielhallen-Version zudem für die griffige, sehr präzise Steuerung. Aber auch die eingangs angerissenen Gameplay-Neuerungen Power Crush und Rage Arts fügen sich insgesamt gut ein und ermöglichen viele taktische Winkelzüge beziehungsweise offerieren zahlreiche Möglichkeiten, ein eigentlich verloren geglaubtes Match doch noch zu drehen. 

Was uns nicht gefällt

Kenner der Arcade-Version berichten, dass die Balance an einigen Stellen noch Feinschliff benötigt. So soll es beispielsweise recht einfach sein, sich aus einem bevorstehenden Wurfmanöver zu befreien. Auch gibt es Spieler, die sich das Ausfallschritt-System aus "Tekken Tag Tournament" zurückwünschen.

Weiteres Problemthema: Lucky Chloe, die pink-schwarz gekleidete Freestyle-Tänzer mit einer Art Stoffklauen-Überzug für ihre Hände, wird in der amerikanischen Version des Spiels fehlen. Hintergrund sind negative Fan-Reaktionen auf die sexy Kämpferin im Katzen-Outfit - vor allem aus den USA. Alles zusammen hat Spieldirektor Katsuhio Harada schließlich dazu bewogen, Chloe - zumindest nach aktuellem Stand - aus eben dieser Version zu verbannen.

Schade, denn so treibt man unnötig einen Keil in die Community und ignoriert diejenigen US-Spieler, die Chloe trotzdem gerne mal ausprobieren würden. Gleichzeitig wären durch das Entfernen im finalen Spiel Probleme bei Online-Turnieren vorprogrammiert - schließlich kann dann nicht mehr jeder Teilnehmer fair aus dem kompletten Figurenaufgebot wählen. 

Fazit 

Tekken 7 ist die gelungene Evolution eines Beat’em-ups, das sich in der Spielhalle bereits seine Lorbeeren verdient hat. Steuerung, Charaktervielfalt und Umfang scheinen zu stimmen, und auch der VR-Modus dürfte eine willkommene Ergänzung darstellen - und sei es nur, um die famosen Unreal Engine-4-Figurenmodelle in einer Art Theater- oder Replay-Modus aus nächster Nähe zu betrachten. 

Infos zum Spiel 

Titel: Tekken 7 
Genre: Beat'em-up  
Publisher: Bandai Namco Entertainment  
Hersteller: Bandai Namco Studios 
Release-Termin: Frühjahr 2017  
Preis: Noch nicht bekannt 
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt 
Eindruck: Sehr gut

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