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Lupenrein legofiziert: Test zu Lego Star Wars - Das Erwachen der Macht

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Test zu Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht | Action-Adventure | PC, Playstation, Xbox, Wii U  

Lupenrein legofiziert

28.06.2016, 14:00 Uhr | Sönke Siemens (jr / tz), Richard Löwenstein

Lupenrein legofiziert: Test zu Lego Star Wars - Das Erwachen der Macht. In "Das Erwachen der Macht" setzt TT Games zahlreiche Hebel in Bewegung setzt, um die bekannte Lego-Formel mit spannenden neuen Ideen anzureichern. (Quelle: Warner Bros Interactive Entertainment)

In "Das Erwachen der Macht" setzt TT Games zahlreiche Hebel in Bewegung setzt, um die bekannte Lego-Formel mit spannenden neuen Ideen anzureichern. (Quelle: Warner Bros Interactive Entertainment)

Seit nunmehr elf Jahren verknüpft der englische Spiele-Hersteller TT Games die Lego-Klötzchen mit populären Filmlizenzen. Kein Leinwand-Blockbuster scheint sicher vor dem Klotzifizierungs-Drang der emsigen Briten. Entsprechend wundert es kaum, dass nach "Lego Star Wars: The Video Game", "Lego Star Wars 2: The Original Trilogy" und "Lego Star Wars 3: The Clone Wars" nun auch der siebte "Krieg der Sterne"-Film ins Format quadratisch, praktisch, gut transformiert wurde. Pünktlich zur Veröffentlichung am 28. Juni für PC und praktisch alle namhaften Spielekonsolen stürzt sich die Redaktion ins Abenteuer. 

Gewohnt routiniert

Die Heimkonsolen-Version von Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht bietet eine ganz ähnliche Gameplay-Struktur, wie man sie schon aus vielen anderen Lego-Spielen kennt. Aus einer übersichtlichen Seitenperspektive aufs Geschehen lotst man - je nach Spielsituation - unterschiedlich befähigte Charaktere aus dem Star Wars-Universum durch elf Story-Level. Diese wiederum hangeln sich thematisch eng am neuen Film entlang.

Das Zusammentreffen von Rey und BB-8 auf dem Wüstenplaneten Jakku, die erste Begegnung mit Chewie und Han Solo an Bord des Millennium Falken, die erbitterten Gefechte gegen die Truppen der Ersten Ordnung, der Showdown mit Schurke Kylo Ren in der Starkiller-Basis: Lego Star Wars gelingt es sehr gut, die Schlüsselszenen der Handlung in unterhaltsame Videospiel-Momente umzumünzen. Serientypisch abgeschmeckt mit einer kräftigen Prise Slapstick-Humor sowie jeder Menge Augenzwinker-Passagen.

Schmunzeln im Minutentakt

Wundern Sie sich also beispielsweise nicht, wenn beim letzten Systemcheck vor dem Abflug des Millennium Falken im Hintergrund eine knallgelbe Gummi-Ente aus einem Wartungsschacht kullert. Brillant auch die Szene, in welcher Chewie einen hungrigen Rathtaren - ein brandgefährliches Tentakelmonster mit riesigem Schlund - mit einer Dose Wookie-Keksen abzulenken versucht. Die Liste an ulkigen, in der Regel sehr familienfreundlichen Gags ließe sich an dieser Stelle noch ellenlang fortsetzen.

Sinnvolle Neuerungen

Zugegeben, bahnbrechende Gameplay-Neuerungen tischt das nunmehr vierte eigenständige Lego Star Wars nicht auf. Wohl aber drei Spielelemente mit denen die Macher in dieser Form Neuland betreten - zumindest im Lego-Universum. Den Anfang machen actiongeladene "Blaster Battles", eine sehr knackige Formulierung für spannende Lasersalven-Scharmützel in klassischer Deckungs-Shooter-Manier. Seien es nun Klötzchenbarrikaden, halb offene Stahltüren oder andere massive Umgebungsobjekte - ein Tastendruck genügt, schon geht der Held hinter besagter Barriere in Deckung und taucht erst dann wieder auf, wenn Sie den Befehl dazu erteilen.

Aber auch sonst steuern sich die Blaster Battles erstaunlich geschmeidig - nicht zuletzt weil dicke rote Umrandungen auf die Position nahender Gegner hinweisen und ein gut sichtbares Fadenkreuz klar signalisiert, wohin der Protagonist gerade zielt. Jugendfrei bleibt die Action übrigens zu jeder Zeit. Kopfschüsse sind zwar möglich, resultieren aber in überzeichneten Animationen. Etwa der eines Strumtrupplers, der sich benommen an den Helm fasst und dann in einen Abgrund stolpert.

Bau doch, was du willst 

Zweiter brandneuer Spielspaß-Turbo: "Multibuilds". Damit ist die Möglichkeit gemeint, an vorgegeben Stellen im Spiel aus hüpfenden Klötzchen bis zu drei verschiedene Interaktionsobjekte zu bauen. Ob man nun Konstruktion A, B oder C wählt, darf dabei jeder selbst entscheiden. Recht früh im Spiel muss Rey zum Beispiel eine massive Stahltür öffnen. Damit das gelingt, ist eine Apparatur nötig, die nur BB-8 aktivieren kann. Alternativ zum "passenden" Objekt können Sie jedoch auch einen Sprungmechanismus konstruieren. Der hilft Rey zwar nicht durch die Tür, bringt BB-8 dafür in einen engen Lüftungsschacht inklusive seltenem Sammelgegenstand. 

Dass sich der Spieler den Weg zum Ziel durch die Wahl eines falschen Multibuilds verbaut, ist übrigens nicht möglich. Ganz einfach, weil sich jeder Multibuild wieder in seine Einzelteile zerlegen und neu aufbauen lässt. Hilfreich für Einsteiger: Zwischendurch geben die Figuren immer wieder akustische Hinweise, welches Multibuild-Objekt in einer Situation besonders viel Sinn machen würde.

Für Cockpit-Begeisterte

Die letzte wichtige Gameplay-Neuerung umfasst die Flugsequenzen. Kam es in vorherigen Lego Star Wars-Spielen zu einer dramatisch inszenierten Sequenz an Bord von Vehikeln, fand diese in der Regel in einem sehr überschaubaren Areal statt. Lego Star Wars dagegen gibt dem Spieler deutlich mehr Freiraum. Mal beharken Sie etwa an Bord eines Special Forces Tie Fighters einen im All schwebenden Sternenzerstörer. Wer gut aufpasst, kann an bestimmten Stellen sogar durch das Innere des Mega-Raumschiffs hindurchfliegen und nebenbei allerlei Sammel-Extras abgreifen.

Dutzende kilometerlange Schlachtfelder wie im Mehrspieler-Modus von "Eve Valkyrie" sollte dagegen niemand erwarten. Für ein Spiel mit einem starken Fokus auf ein jüngeres Publikum geht das Gebotene aber voll in Ordnung und überfordert zu keiner Zeit.

Exklusive Inhalte 

Das Herz passionierter Star Wars“-Jünger erobert das Erwachen der Macht jedoch nicht nur mit zackigen Blaster-Battles, interessanten Multibuilds, optimierten Flugsequenzen und jeder Menge Lego-Humor, sondern letztlich auch mit insgesamt sieben zusätzlichen Storyabschnitten. Sie kommen in dieser Form nicht im Film vor, schlagen die inhaltliche Brücke zwischen Teil sechs und sieben und sind offiziell von Disney abgesegnet.

So darf man zum Beispiel hautnah miterleben, wie Han und Chewie die bereits erwähnten Rathtare jagen. Andere Level skizzieren die Befreiung von Admiral Ackbar durch Peo Dameron, das Aufbegehren des Roten Korsaren gegen die Erste Ordnung oder die Suche von Lor San Tekka nach dunklen Geheimnissen auf Jakku. Kurzum: Krieg der Sterne-Enthusiasten kommen voll auf ihre Kosten.

Was uns gefällt 

Der Slapstick-Humor schlägt in der Mehrzahl der Fälle ein wie Luke Skywalkers Photonentorpedo in den ersten Todesstern. Einfach urkomisch, wenn Han Solo in den Millennium Falken stürmt und ein Crewmitglied ihm auf dem Weg ins Cockpit hektisch einen Softdrink mit Strohhalm in die Hand drückt. Andernorts kämpft Kylo Ren mit seinem neumodischen Dreiwege-Lichtschwert, das immer wieder Ladehemmungen zeigt, spricht nicht korrekt "ausfährt". Viel Liebe zum Detail beweist TT Games ferner in Sachen Sprachausgabe. Egal ob nun auf Deutsch oder Englisch, in jeder Version erklingen die Original-Stimmen aus dem Film – auch in brandneuen Szenen, die nicht im Film vorkommen. 

Was uns nicht gefällt

Bei jedem Lego-Spiel die gleiche traurige Leier: Ein Online-Koop-Modus fehlt komplett. Wer beispielsweise mit einem Kumpel in einer anderen Stadt übers Internet spielen möchte, sucht diese Option vergebens. Das gemeinsame Erlebnis am geteilten Bildschirm bleibt das höchste der Gefühle.

Prima für PlayStation-Fans, eine Enttäuschung für alle anderen: Das sogenannte "Phantom Limb Level-Pack" - hier wird erklärt, wie C3PO zu seinem roten Arm gekommen ist - gibt’s zunächst nur auf PS3 und PS4. Besitzer aller anderen Versionen müssen es als Download-Inhalt nachkaufen. Schade zudem, dass die Premium Edition inklusive vier Lego-Minispielzeugen nur für PS3, PS4 und Xbox One erscheint, nicht aber für PC, Xbox 360 und Wii U. Überhaupt stehen Wii U-Besitzer ziemlich schlecht da - sie dürfen nicht einmal den Season Pass erwerben, welcher drei weitere Level-Packs sowie fünf Figuren-Packs zum fairen Preis von 9,99 Euro enthält. 

Fazit

Lego Star Wars bietet abwechslungsreiche Familienunterhaltung für Jung und Alt. Zwar wagen die Macher keine extravaganten Experimente in punkto Gameplay, dafür gibt’s bei Präsentation, Umfang, Steuerung und Spielwitz so gut wie nichts zu meckern. Dass TT Games wieder auf einen Online-Koop-Modus verzichtet und die DLC-Strategie Wii U-Besitzer ausklammert, sorgt dagegen für Punktabzug. 

Infos zum Spiel

Titel: Lego Star Wars - Das Erwachen der Macht
Genre: Action-Abenteuer
Hersteller: TT Games 
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment 
Release-Termin: 28. Juni 2016
Preis: ab 30 Euro (PC) / ab 40 Euro (3DS, PS Vita) / ab 50 Euro (PS3, Xbox 360, Wii U) /  ab 60 Euro (PS4, Xbox One)  
System: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U, 3DS, PS Vita
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren 
Wertung: Sehr gut

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