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Battlefield 1: Zerstörungsorgie im Ersten Weltkrieg

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Hands-on-Preview zu Battlefield 1 | Taktik-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Zerstörungsorgie im Ersten Weltkrieg

30.06.2016, 15:00 Uhr | Benjamin Kratsch/Benedikt Plass-Fleßenkämper (jr), Medienagentur plassma

Battlefield 1: Zerstörungsorgie im Ersten Weltkrieg. Battlefield 1 überzeugt nicht nur hinsichtlich der technischen und atmosphärischen Umsetzung, sondern vor allem spielerisch. (Quelle: Electronic Arts)

Battlefield 1 überzeugt in der ersten Anspiel-Session nicht nur hinsichtlich der technischen und atmosphärischen Umsetzung, sondern vor allem spielerisch (Quelle: Electronic Arts)

Los Angeles, E3, Mitte Juni: Der Donner des Krieges rollt auf dem Anspiel-Event zum Multiplayer-Modus von "Battlefield 1" über die anwesenden Fachjournalisten. Geschosse schlagen in den Schützengraben ein und wühlen die Erde auf, es schüttet wie aus Eimern, aus dem feuchten Boden wird Schlamm. Neben der völlig verdreckten Spielfigur wühlen sich schwere britische Kampfpanzer durch ein virtuelles französisches Dörfchen namens Saint-Quentin. Die Sichtweite sinkt, der Chaosfaktor nimmt zu: Das Wetter avanciert schnell zu einem wichtigen Faktor, das den im Ersten Weltkrieg angesiedelten Taktik-Shooter Battlefield 1 von seinem direkten Vorgänger "Battlefield 4" abhebt.

Sniper lieben Sonnenschein, Taktiker bevorzugen Nebel 

"Wenn Sie als Scharfschütze spielen, haben Sie bei Sonne optimale Operationsbedingungen", erklärt Produzent Aleks Grøndal vom schwedischen Entwickler Dice, wie sich das Wetter auf die Spielerfahrung von Battlefield 1 auswirkt. "Sie können gut sehen und zielen, es ist alles wie auf den meisten Karten von Battlefield 4. Zieht jedoch Nebel auf, sinkt die Sichtweite auf bis zu unter drei Meter. Das erschwert massiv das Zielen und die Koordination, alles wird ein bisschen chaotischer."

Nebel wiederum begünstige dafür Stealth-Strategien kleinerer Gruppen, verrät der Entwickler. Mit "Stealth" meint Grøndal das Anschleichen an den Feind, schließlich geht es im Mehrspielermodus-Conquest nicht etwa darum, möglichst viele Abschüsse zu erzielen. Vielmehr gilt es, Flaggen einzunehmen. Natürlich kann man theoretisch auch bei Nebel vorpreschen und versuchen, die feindliche Stellung zu überrennen. Aber es ist schlauer, taktisch zu agieren und nicht gleich mit einer Granate ins Haus zu stürmen, sondern sich vorzutasten, die Gegend zu erkunden und seinen Angriff in Ruhe zu planen.

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Dice hat eigens dafür etliche neue Ideen in seinen Shooter eingebaut: Spieler können Türen jetzt wahlweise auf normalem Wege per Hand öffnen oder sich mit voller Wucht dagegen werfen, sie so einrammen und den Feind überraschen. Das funktioniert im Probespiel schon ziemlich gut - insbesondere, wenn man den Gegner dadurch ablenkt, die eigenen Teamkameraden um das Haus schleichen und an ganz anderer Stelle einbrechen.

Das Schöne an Battlefield 1 ist jedoch, dass einen das Spiel nicht auf eine Taktik festlegt. Wer will, kann auch die Holzhammermethode nutzen und auf pure Waffengewalt setzen - sollte dann aber auch einkalkulieren, dass sie Sache öfter Mal schiefgeht.

Realistische Zerstörungsorgie

Battlefield 4 operierte mit einer sogenannten geskripteten Zerstörung. Will heißen: Wenn Sie eine Wand sprengten, sah das in jeder Situation meistens ziemlich gleich aus. In Battlefield 1 hingegen dürfen Sie mit einem Panzer gezielt Teile einer Mauer wegschießen, damit Schützen leichter Ziele im Inneren ins Visier nehmen können. Oder einfach nur, um eine MG-Stellung zu pulverisieren, die eigenen Truppen im Umfeld gefährlich werden kann. 

Beim Panzerdesign nimmt sich Dice etliche künstlerische Freiheiten heraus. "Unser Spiel ist keine historische Dokumentation", betont Grøndal. "Wir sind die realen Panzer gefahren und echten Flugzeuge geflogen, wir haben also unsere Hausaufgaben gemacht. Aber der Spielspaß kommt bei uns immer zuerst. Der echte Mark I ist nur sechs Kilometer pro Stunde gefahren - das würde für ein recht schnelles Spiel wie Battlefield keinen Sinn machen."

Die Stahlkolosse sind also ziemlich flott unterwegs - man kann damit sogar gezielt in Häuser reinfahren. Durch die Zerstörung nehmen Sie dem Feind zwar viel Deckung, man sollte Attacken mit dem Kettenfahrzeug dennoch nicht übertreiben. Denn in Battlefield 1 müssen Sie eine Flagge nicht nur einmal einnehmen, sondern danach auch so lange wie möglich halten. Zerstören Sie also die gesamte Deckung rund um eine Flagge, stehen hinterher die eigenen Soldaten ohne Schutz da.

Doppeldecker erfordern viel Feingefühl

Positiv: In Battlefield 1 fühlen sich die Luftschlachten intimer an als in den Vorgängern, weil Sie viel näher an den Feind heranfliegen müssen. Hier fliegen Sie "auf Sicht" und können als Pilot mit dem Maschinengewehr nur nach vorne und strikt geradeaus feuern - Raketen gibt's noch nicht. 

Das erfordert dem ersten Eindruck nach deutlich mehr Können als früher, da man sich am Steuerknüppel legendärer Flieger wie der deutschen Fokker oder der britischen Bristol F.2B förmlich ans Heck des Gegners klemmen und dessen Bewegungen nachahmen muss. Das sieht in der Praxis dann so aus: Wenn der Feind wedelt, wedeln Sie mit. Wenn er abtaucht, müssen Sie das ebenfalls tun, um ihm im Fadenkreuz zu behalten. Interessanterweise kommt auch hier das Schadenssystem des Spiels zum Einsatz: Je nachdem, wo Sie ein Flugzeug treffen, lässt es sich nicht mehr so zielgenau steuern oder verliert an Höhe, ehe es schließlich abstürzt.

Das größte Flugobjekt in Battlefield 1 jedoch ist das Luftschiff, das die Macher als sogenannten "Giganten" integriert haben. Das Team, das nach der Hälfte des Matches im klaren Nachteil ist, hat fortan Zugriff auf das Luftschiff und kann dort Soldaten positionieren, die von hoch oben Bomben abwerfen und mit schweren Maschinengewehren auf den Boden zielen. Spannend: Wird dieser Riese der Lüfte abgeschossen, fällt er brennend zu Boden und zerstört dabei mitunter das halbe Dorf, wodurch sich die Dynamik der Schlacht sehr stark verändert, weil plötzlich kaum noch Deckung vorhanden ist. 

Was uns gefällt

Battlefield 1 fühlt sich neu und frisch an, weil sich Entwickler Dice für ein Szenario entschieden hat, das noch weitestgehend unbekannt ist. Zukunftsschlachten gegen Roboter oder den D-Day des Zweiten Weltkriegs haben Spieler schon oft erlebt, aber insbesondere die Flugzeuge des Ersten Weltkriegs erfordern sehr viel mehr Feingefühl und Können als die Luftvehikel im Militär-Shooter-Vorgänger Battlefield 4.

Was uns nicht gefällt

Schade: Obwohl die erste Multiplayer-Schlacht in Frankreich stattfindet, sind die Franzosen zum Start von Battlefield 1 keine spielbare Fraktion. Sie sollen erst später als DLC nachgereicht werden - ob kostenlos oder kostenpflichtig, ist bislang noch nicht bekannt. 

Fazit

Battlefield 1 überzeugt in der ersten Anspiel-Session nicht nur hinsichtlich der technischen und atmosphärischen Umsetzung, sondern vor allem spielerisch. Es ist ein taktischeres, schwerer zu erlernendes Werk als der Vorgänger, weil die Fahr- und Flugzeuge allesamt ihre Eigenheiten haben. In Kombination mit der beeindruckenden Zerstörungsengine und der prächtigen Grafik stehen hier alle Zeichen auf Hit. 

Infos zum Spiel

Titel: Battlefield 1
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Dice
Release-Termin: 21. Oktober 2016
Preis: zirka 60 Euro (PC-Version) / zirka 70 Euro (Konsolen-Version)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt 
Eindruck: Sehr gut

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